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Nr. 57

Dienstag, den 10. Mär; 1925.

Wt Morgenrettung.

Beiblatt.

Verlag: Fulda, Kanalstraße 44.

Die zukünftige Vermögens- und Erbschaftssteuer.

Zn den neuen Gesetzentwürfen ber Reichsregierung werden frie Vermögen- und die Erbschaftssteuer in einem einzigen Ge- ?et vereinigt. Beide Gesetze haben nämlich dadurch eine we­sentliche «Entlastung erfahren, daß die wichtige Frage der Be­wertung, die in den früheren Gesetzen einen sehr großen Raum beansprucht hat, nunmehr in dem Reichsbewertungsgesetz ge­regelt ist.

Vermögenssteuerpflichtig ist nach dem neuen Entwurf je­der, der nach dem neuen Linkommensteiuergesetz unbeschränkt einkommensteuerpflichtig od. Körpenschaftssteuerpflichtig ist, auch beschränkt vermögenssteuerpflichtig. Der Kreis der vermögens- steuerpflichtigen Personen deckt sich also in vollem Umfange mit dem der einkommensteuerpflichtigen Personen. Eine Ab­weichung ist nur in bezug auf die Körperschaftssteuer offener Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften sowie anderer Gesellschaften vorhanden, bei denen der Gesellschafter als Un­ternehmer «(Mitunternehmer) anzusehen ist.

,§ür die Vermögenssteuer gilt der jeweilige Hauptfeststel­lungsstichtag des Reichsbewertungsgesetzes ebenfalls als Stich­tag. Da die erste Feststellung nach dem Stande vom 31. De- ;ember 1924 vorgenommen werden soll, ist auch die Vermögens- steuerveranlagung nach diesem Stande vorzunehmen.

Der Steuersatz der zukünftigen Vermögenssteuer ist ein­heitlich auf 5 v. «Tausend des auf volle 100 Mark nach unten abgerundeten steuerpflichtigen Vermögens festgelegt. Die Ver­mögenssteuer ermäßigt sich, wenn das abgerundete steuerpflich­tige Vermögen 25 000 Reichsmark nicht übersteigt, auf 3 v. T. und wenn das steuerpflichtige Vermögen zwischen 25 000 und 50 000 Reichsmark liegt, auf 4 v. G. Bei allen unbeschränkte Steuerpflichtigen ist ein abgerundetes steuerpflichtiges Vermö­gen von 5000 Reichsmark steuerfrei. Personen, deren letztes Fahreseinkommen 3000 «Mark nicht überstiegen hat (oder bei zwei Kindern 4000 Mark, bei drei und vier Kindern 5000 Mk. und bei mehr als vier Kindern 6000 Mark nicht überstiegen hat), bleiben bis zu einem Vermögen von 10 000 Mark steuer­frei. Ebenso bleiben Personen, die über 60 Fahre alt oder er­werbsunfähig oder dauernd behindert sind, ihren Lebensunter­halt, durch eigenen Erwerb zu bestreiten, vermögenssteuerfrei, wenn ihr abgerundetes steuerpflichtiges Vermögen 20 000 Mk. und das letzte Fahreseinkommen 5000 Mark (bei zwei minder­jährigen Kindern 6000) nicht übersteigen. Ehegatten werden zur Vermögenssteuer zusammen veranlagt, wenn ihr steuer­pflichtiges Vermögen nach den Vorschriften des Reichsbewer- tungsgesetzes zur Feststellung des Einheitswertes zusammenzu­rechnen ist. Was die Veranlagung anbetrifft, so sucht der Entwurf den engsten Anschluß an den «Entwurf des Reichsbe- wertungsgefetzes herzustellen. Die (Zahlungen auf die Vermö­genssteuer sollen wie bisher mit je einem Viertel des Sahres-', betrages der Vermögenssteuer an den üblichen (Zahlungstermi­nen erfolgen. Bis zum «Empfang eines Vermögenssteuerbe- scheides hat der Steuerpflichtige an den Fälligkeitsterminen Vorauszahlungen in Höhe von je einem Viertel der zuletzt fest- gestellten Sahressteuerschuld zu leisten. Die Vermögenssteuer- veranlagung erfolgt ohne Mitwirkung der durch den Reichsbe- wertungsgefetzentwurf zu schaffen Ausschüsse.

Auch für die Erbschaftssteuer sind im wesentlichen fortan die «Grundsätze des Reichsbewertungsgesetzes zugrunde zu le­gen. Eine Reihe von Ausnahmen sind in dem neuen Lischafts- steuergesetzentwurf festgelegt. Fnsbesondero soll die im Ve- wertungsgesetz enthaltene Bewertung von Schmuck, Kunstge­genständen, Sammlungen usw. für die Erbschaftssteuer nicht gelten. Vielmehr sind diese Vermögenswerte in (Zukunft ohne Einschränkung erbschaftsstenerpflichtig.

Der «Lrbschaftssteuertarif ist, wie auch nach dem Dawes- Gutachten nicht anders zu erwarten war, erhöht worden. Steu­erfrei ist der Erwerb des Ehegatten nur dann, wenn Kinder oder Abkömmlinge von Kindern am Leben sind, dagegen nicht, wenn nur Stiefkinder oder angenommene Kinder oder Ab­kömmlinge von solchen vorhanden sind.

Die 'Erbschaftssteuer betagt bei Erbschaften:

bis einschl. beträgt die Steuer (in Proz.) in Klasse

Mark

I

II

III

IV

V

10000 ....

. 2

4

6

8

14

20000 ....

. 2,5

5

7,5

10

16

30000 ....

. 3

6

9

12

18

40000 ....

. 3,5

7

10,5

14

20

50000 ....

. 4

8

12

16

22

100000 ....

. 4,5

9

13,5

18

24

500000 ....

. 7

14

21

28

34

1000000 ....

• 9,5

19

28,5

38

44

10000000 ....

. 14

24

38

48

57

darüber ....

. 15

25

40

50

60

Der Erbschaftssteuersatz schwankt

also je nach

-dem

Grade

der Verwandtschaft und der Höhe der Erbschaft zwischen 2 und

60 Prozent.

Sm übrigen ist die Erbschaftssteuer nicht neu gefaßt worden, sondern hat nur eine Reihe von Aenderungen erfahren. Das geänderte Lrbschaftssteuergesetz soll auf alle Erbschaftssteuer- fällige Anwendung finden, bei welchen die Steuerschuld nach dem 31. Dezember 1924 entstanden ist.

Die Vermögenszuwachssteuer soll vorläufig nicht mehr er­hoben werden.

Kehrzwang und Brandgefahr.

Sn letzter Seit sind von verschiedenen Seiten Einwände ge­gen den (Zwang erhoben worden, die Schornsteine in regelmäßi­gen Abständen kehren zu lassen. Wenn auch die Gebühren für die Arbeit des Kaminfegers nicht allzu hoch find, so wird ihr doch mit Recht vorgeworfen, daß sie bei sachgemäßer und gründlicher Ausführung Ruß und Staub in Küchen und Him­mer bringt. Es ist freilich nicht zu bezweifeln, daß ohne Kehr- zwang die Schornsteine mangelhaft gereinigt werden würden, daß dadurch die Schornsteinbrände u. die durch sie erwachsenden Gefahren gewaltig steigen müßten. Aus diesem Grunde hat schon Friedrich der Große die Aufhebung des Kehrzwanges rundweg abgelehnt. Den besten Beweis liefert die Tatsache, daß in Hamburg vor Einführung der Kehrbezirke z. B. im Fahre 1897 440 Schornsteinbrände stattfanden, in dem erheb­lich größeren Berlin dagegen, wo bereits Kehr zwang bestand,

nur 90 im gleichen (Zeiträume, wovon nur zwei weitere Aus­dehnung annahmen.

Aus der protokollarischen Vernehmung von 88 Schorn­steinfegern, darunter 10 Gesellen, durch die Gewerbekammer in Hamburg ergab sich nach Mitetilung von Dr. Wierz im „Ge­sundheitsingenieur" folgendes: Alle erklärten, ihre Arbeit nicht pflichtgemäß ausfUhren zu können, da die meisten Haus­eigentümer und Bewohner die, namentlich infolge der Undich­tigkeiten der (Zimmeröfen, bei einem ordentlichen Segen unver­meidlichen Schmutzereien vermieden wissen wollten. Einiger­maßen gründlich würden nur die Küchenschornsteine gefegt, die­jenigen der (Zimmeröfen aber nur ganz leicht (ohne Kugel) oder garnicht. Um sich die Kundschaft zu erhalten, müsse man sich deren Wünschen fügen. Neu eingestellte Gesellen, die ordent­lich fegten, verursachten infolge der langen Vernachlässigung eine derart unerträgliche Schmutzerei durch Ruß, daß die Mie­ter sich nachdrücklich beim Hauswirte beschwerten; dieser schaf­fe dann sofort den Schornsteinfeger ab oder drohe wenigstens damit für den nächsten Fall. Auch die Gesellen erklärten, ab­sichtlich so pfuscherhaft arbeiten zu müssen, um nicht entlassen zu werden. Alle Meister bis auf zwei und alle Gesellen ver­neinten die Stage, ob sie imstande seien, ihre Arbeit sö airs- zuführen, wie es die Feuerpolizeiordnung verlange.

Wollte man die Gewerbefreiheit im Scho rüsteinfege rgew er­be einführen, dann ginge jede Ueberwachung -der Lchornstein- und SeuerfteHen verloren, feuergefährliche Mängel würden der Polizei nicht mehr gemeldet und infolgedessen wahrscheinlich in vielen Süllen nicht beseitigt und anstelle eines Geiles der Kehrgsbühren würden höhere Verficherungssätze gegen Brand­schaden treten. Mit einer Aenderung des bestehenden (Zu­standes dürfte daher niemand gedient sein.

Wohnungsnot u. rückständige Bauweise.

Bon den technischen und wirtschaftlichen Borteilen der Fn- dustrialisierung ist bei der Bautätigkeit in Deutschland noch nicht viel zu spüren. Das ist bei der immer brennender wer­denden Wohnungsfrage eine gefährliche Erscheinung. Ernster Erwägung wert erscheint deshalb die Sortierung, die Regier- ungsbaumeifter a. D. Dr. Sng. Gellhorn kürzlich in einem Vor­trage erhob: wir brauchen eine durch staatliche Mittel sicher- gestellte -wissenschaftliche Anstalt für neue Bauweisen, wie es ähnlich^die chemische Sndustrie im Kaiser-Wilhelm-Snstitut be­sitzt. Es fehlen gerade die einwandfrei gesammelten Erfahr­ungen über neue Bauweisen. Gangbare Wege, die «das Bauen intensiver gestalten könnten, «werden infolgedessen nicht genügend benutzt, während mit scheinbaren Verbesserungen Kapital und Arbeit vergeudet wird. Hier Wandel zu schaffen, damit wir eine neue, schnellere, im höchsten Grade wirtschaftliche und doch allen Ansprüchen gewachsene Bauweise erhalten, ist nicht nur eine sozialpolitische, sondern auch eine kulturelle Pflicht.

Baurrleichterung für Kinderreiche.

Die Stadt München beabsichtigt, die Baukostenzuschüsse aus tien Erträgen der Hauszinssteuer für kinderreiche Somit len (ti. h- mit drei und mehr Kindern), für Kriegsbeschädigte und ab­gebaute Beamte um 15. v. H. gegenüber den sonst gewährten Beträgen zu erhöhen. Für Eigenhäuser werden Hypotheken bis zu 5000 Mark, für Mietwohnungen bis zu 6000 Mark gegeben.

Das unsichtbare Luftschiff

Originalroman von Knut Satzwiller

Autorisierte Uebersetzung von Elsa v. Hollander-Lossow.

sAlle Rechte Vorbehalten.) — (Nachdruck verboten).

19. Fortsetzung.

Holm schüttelte bedenklich den Kopf. ,Menn ich meine Meinung sagen soll, so ist es ja immer eine Beruhigung, Mick am Leben zu wissen und zu hören, daß es ihm gut geht. Aber damit sind wir doch im «Grunde nicht einen Schritt weiter als an dem Morgen, da er verschwand. Die «(Zensur ist wohl so streng, daß er uns nicht den geringsten Fingerzeig hat geben können, wo er ist, warum er dort ist, und welcher Art die Men­schen sind, die ihn in der Gewalt haben".

,^Ach, Holm, das alles brauchen Sie mir wirklich nicht zu erzählen. Sagen Sie mir lieber, was für Leute nach Fhrer Meinung mit dieser «Entführung in Verbindung stehen."

„Wahrscheinlich irgend eine Bande von der Schwarzen Hand, die früher oder später mit der «Erfindung meines Jungen Millionen verdienen wird", fiel Bradl eg ein.

^Da kann ich Fhnen nicht zustimmen, Herr Bradleg", sagte Holm. „Je länger ich über die Sache nachdeNke, desto mehr neige ich zu der Ansicht, daß dieser Streich von einer politischen Macht ausgefUhrt ist, — welcher Rationalität, das steht noch dahin, — die sich die Erfindung hat sichern wollen, um sie in einem kommenden Kriege zu verwenden. «Daß -der Motor ge­räuschlos arbeitet, ist ein unbezahlbarer Vorteil bei seiner Ver­wendung für nächtliche Angriffe oder Erkundungsflüge".

Mollg nickte: „ßlber welche Ration steckt nach Fhrer Mei­nung dahinter?"

Holm machte ein nachdenkliches Gesicht. „Da stehen wir not; auf unsicherem Boden, Mollg! Juuls mißlungener Versuch onnte ja auf deutsches Interesse deuten, obwohl es wenig wahrscheinlich ist, daß von deutscher Seite der-Versuch gemacht sein sollte, sich durch zwei verschiedene Komplotte der Maschine zu bemächtigen. • Da Aaghoko eine wichtige und entscheidende Rolle bei dem Unternehmen gespielt hat, könnte man anneh- men, daß die Gelben bei der Sache beteiligt sind, dafür haben wir aber keinerlei Garantie. Allerdings ist Raghoko Japaner, er kann ja ebensogut ein bezahltes Werkzeug Fremder gewesen sein."

Drache, Holm?" Mollg hielt ihm den Brief mit dem Lacksiegel hin.

gebe w VÈf und betrachtete das Siegel. „6ch Gbin^ ^ $'es Siegel die «Gedanken auf Japan oder S mH ein«. Drachen,!-.

ocp, auch wenn er japanischen Ursprungs ist, den

Singer eines Amerikaners ebensogut schmücken wie den eines Europäers oder eines Orientalen.“

Sehr weise gesprochen", gab Mollg zu, „aber wollen wir denn nicht einmal annehmen, daß Japan dahintersteckt? Sie kennen mich ja und wissen, daß ich eine angeborene Antipathie gegen die Gelben habe. — Da Sie in Shrer Firma ja ständig mit diesen Schlitzaugen umgehen, werden Sie sicher -genaue Stu dien gemacht haben, so daß Sie uns mancherlei über ihren Eharakter und ihre Denkweise erzählen können."

Eine kleide Episode fiel Holm ein; er dachte an seine ersten Gage in der Firma Skhoto.

„Wenn es J'bnen Spaß macht, will ich öhnen darüber gern allerlei berichten. Jtb will Fhnen die Geschichte von dem chi­nesischen Schmuckkästchen erzählen". '

„0, wie ich mich darauf freue, Hol-ml Der Litel ist schon so spannend! Die müssen Sie uns bis heute abend aufhebenl" Sie faßte ihn vertraulich unter und zog ihn in den Achtersalon, um ihm einen eiskalten Eocktail vorzusetzen.

Holms Gedanken waren aber nicht ganz bei Mollg, als er ihr folgte. Er sah ükhoto vor sich, und in seinen Ohren klang noch -jetzt der Mische Ausspruch: ,^Gote können nichts aus- plaubern . Aber Rick? «Er war glücklicherweise noch am Leben, — -einweilen noch!

gilbet so trinken Sie doch, Holm!" Mollg drückte ihm das eiskalte «betaute Glas in die Hand. „Jft es öhnen so gleich- gültig, daß ich öhnen eigenhändig die «Erfrischung gemischt ha­be/ Sie verzog geärgert den kleinen Mund.

. 'Verzeihen Sie, Mollg! Jeb war mit meinen Gedanken nur einige Monate zurück". ^Er leerte das Glas — aber der Eock- tail vermochte die tiefe Falte, die sich in seine Stirn gegraben hatte, nicht zu verscheuchen. —

Der große Leuchtturm warf schon seine Strahlen über den Atlantischen Ozean, als die Stella in der Atlantic-Bag vor Anker ging.

Sine wohltuende Ruhe hatte sich der kleinen Gesellschaft bemächtigt. Ricks Brief hatte, obwohl er Anlaß zu Diskussio- neu gegeben, doch in gewisser Weise beruhigend gewirkt.

Feder hing seinen Träumen nach, während der Leuchtturm in regelmäßigen Hwischenräumen hastige Lichter über das Deck warf, so daß Holm deutlich Mollgs weißgekleidete Gestalt sah, die in der Hängematte schaukelte.

Lange währte das Schweigen aber nicht. Mollg brach es, indem sie hoch von oben ihren Lederhut Holm auf den Kopf warf und sagte: „Darf ich jetzt um die Geschichte bitten, Holm! "der erzählen Sie recht ausführlich und spannend!"

, Bradleg warf die Bemerkung dazwischen, daß man sich keine Mühe zu geben brauche, spannende Geschichten zu erfin­

den, — das wirkliche Leben sei spannend genug, — und Holm entgegnete:

„Fa, ich werde mein Versprechen einlösen. Die Geschichte ist freilich weder lang noch spannend, ist aber doch in ^wSs- Jer Weise interessant, weil sie Eharakter und Handlungsweise .der kleinen, flinken Japaner beleuchtet."

Mollgs Augen blitzten in der Dunkelheit, während sie, Holm zugewendet, die Geschichte von dem chinesischen Schmuck- Kazichen mit anhörte.

Als Holm endete, sprang sie aus der Hängematte und rief heiter:

„Jeb danke Fhnen für die Geschichte, Holm! — Fetzt wol- âlle schlafen gehen, damit wir morgen zeitig mit dem „Pfeil aufbrechen können!"

Aber noch lange, nachdem Mollg sich in ihre hübsche klei­ne, Kabine begeben hatte, lag sie wach, während ihr 'Hirn ar- beitete und oeit, Ort und Personen von Holms «Erzählung ver­tauschte. 9

VIII.

Schon bei Sonnenaufgang hatte der , /Pfeil“ -sich von der Stella losgemacht und war mit Mollg am Steuer und Bradleg unb Holm als Passagieren nach dem Red River aufgebrochen.

. t® ^rh selber zum Kapitän ernannt und ließ den „ t teil die merkwürdigsten Wendungen und Klüfte eher machen; halb mußte Jie unbedingt eine schilfbewachsene Bucht durchfah- ren, bald eine kleine, geheimnisvolle Fusel anlaufen, bis es ihr enblicb gegen Mittag gelungen war, das Boot rettungslos im Schlamm festzufahren. Der „Pfeil" spottete aller Anstreng­ungen seitens des Kapitäns und der Mannschaft, ihn wieder K zu machen, so daß man schließlich beschloß, ihm seinen Willen zu lassen und ruhig an Bord zu bleiben, bis das Wasser in einigen Stunden, sobald die Flut kam, steigen würde.

Bradleg wurde jetzt angestellt, Konservenbüchsen zu' öffnen wahrend Holm, nachdem er seinen Spirituskocher in Brand ae- ^ - batte, Mollg in dem kleinen Salon den Tisch decken half.

Mollg hatte die Rolle des Schiffskochs übernommen und hantierte so gewandt mit den Töpfen, als sei sie für diesen Jeruf aufgezogen, und rascher als erwartet stellte sie stolz das leiuge Mittagessen „für die hungrigen Matrosen" auf den c—./?^ Bradleg hatte, von Mollgs Humor angesteckt, alle Wurde über Bord geworfen und schälte eine halbe Stunde lang unten in dem kleinen engen Maschinenraum Kartoffeln, rittlings auf einem seiner eigenen PatentbenzinbehLlter sitzend. Von diesen befanden sich zwei auf dem „Pfeil", was er längst mit Befriedigung festgestellt hatte.

(Fortsetzung folgt.)