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berufen keine böseren Einkommen zu erzielen vermögen. Au­genblicklich studieren an deutschen Universitäten nur mchr 7474 Frauen und Mädchen. Die Wahl der einzelnen Berufe zeigt, daß die Frauenwelt nicht mehr so einseitig wie früher einzelnen Berufszweigen zuströmt, nämlich der Mâizin und dem Lehr­amt. Neuerdings streben die wissensdurstigen Frauen stark zur Nationalökonomie und zur Rechtswissenschaft und damit im weiteren immer mehr zu wirtschaftlicher und sozialer Tätigkeit. Auch die evangelische Theologie, die Pharmazie und die Na­turwissenschaft wählt eine beträchtliche Fahl von grauen, an- scheinend ohne zu wissen, daß auch in diesen Berufen ein Unter­kommen schwer sein wird. Die meisten Frauen studieren in Berlin nämlich 1367 (im Sommer 1924), dann folgen Mün­chen mit 896, Köln hatte 502, Freiburg 375, Frankfurt 530, Leipzig 389, Hamburg 341, Heidelberg 256, Bonn 337, Bres­lau 369, Münster 250, Marburg 255, Höttingen 215, «Zena 260 Tübingen 205, Würzburg 167, Königsberg 169, Kiel, 175, Halle 172, Gießen 105, Greifswald 115, Rostock 106, Erlan­gen 78.

Neue FrauenbLdung. Die Deutsche Hochschule für Leibes­ubungen, Sitz Berlin, hat soeben ein neuartiges Unternehmen auf dem Gebiet des Frauenturnens begründet. Gegen hun­dert Mädchenund Frauen aus ganz Deutschland sind in einem eigens dafür eingerichteten Haus in dem klimatisch gesegneten Wgk auf Föhr zu einem Lehrgang vereinigt, der von Februar bis Mai dauert. Das Fiel ist nicht unbedeutend: Erneuerung des Menschen, Humanismus dieser Feit, der dem äußerlichen öbeal der rein technischen Körperdurchbildung, wie es mit dem «Zeitalter der Technik groß mürbe, allen Ernstes zu Leibe will. Einstmals, so wird argumentiert, war die schöne Seele alles, dann wurde der schöne Körper alles wir wollen beides wol- ien endlich die Synthese der Kräfte, wollen sie, in diesem be­sonderen Fall, für die Frau. Neuer als die öbee sind die We- ge zu ihrer Verwirklichung. Hervorragende Mitglieder der Hochschule für Leibesübungen und hervorragende Aerzte haben die Pläne aufgebautz Es gehören zusammen: das Haus, die I önfel, die Uebungen. Das Haus ist Felle der Ordnung. Mo­dern, den Forderungen strengster Hygiene genügend, auf glück­liche Art spartanisch und behaglich zugleich, ist es Wohnung und Lehrgebäude der Studentinnen des Kursus, deren Lebensführ­ung darin mit milder Strenge geregelt ist. ön diese Regelung einbezogen sind die nach diätischen Grundsätzen sorgfältig abge- stimmten Mahlzeiten, bei denen man viel Früchte, leichtes Brot, Sahnenrahmkäse reicht. Der Lebens- und Wachstumsreiz der Nordsee, der schon im ruhenden Menschen den Organismus abwandelt, zu Kraft und Frische erneuert, soll in erhöhtem Maße dem turnerisch und rhgtmisch bewegten Körper dienstbar werden, soll als ein Riesenpuls zu den Energien hinzutreten, die die Sgmnastik allein schon entwickelt. Außerdem kann über den Weg des Turnens die gewaltige Heilkraft des Mee­res auch jm Winter und in der Uebergangszeit ausgenutzt werden. Für die Uebungen, die nach Möglichkeit in freier Luft stattfinden, ist nicht ein bestimmtes System auf die Fahne ge­schrieben. Vielmehr sollen die bedeutendsten Systeme gegen­einander aufgewertet und die Freiheit individueller Neigung nirgends eingeschränkt werden. Das Resultat ,das man er­hofft, ist dies: körperliche Vollendung, seelische Klärung der Frau. Man will nicht diegarconne nicht das «Zünglings- mädchen erziehen, man will nichts «Zwitterhaftes, man bekennt sich durchaus zur Frau (weshalb die praktische Arbeit auch nur in Händen von Frauen ruht). Von Emanzipation ist nicht die Rede. Der Mann, der künftige Kamerad, soll eine gesunde Kameradin finden.

Die Entscheidungen des Soldbilanz- schiedSgerichts.

Erste Veröffentlichung des Goldbilauzschiodsgerichts der Spitzen verbände der Deutschen Wirtschaft.

Das Golldbilanzschiodsgericht, welches die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (Deutscher Industrie- und Handelstag, Reichsverband der Deutschen Industrie, Fentralverbânb des Deutschen Großhandels, Eentralvevband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes und die Hauptgemeiiischaft des Deut­schen Einzelhandels) gemeinsam mit der Industrie- und Han­deskammer zu Berlin im Mai 1924 begründet haben, über­gibt der Öffentlichkeit soeben die erste Sammlung der Ent­scheidungen in einer 160 Seiten umfassenden Veröffentlichung, ön der Sammlung sind 20 der für die Öffentlichkeit besonders bedeutsamen Entscheidungen des Schiedsgerichts, eingeteiit in bie zwei Hauptarbeitsgebiete (Streitfragen bei der Umstellung oon Aktiengesellschaften und Gesellschaften m. b. H., Streit­fragen bei der Auseinandersetzung von Sozien von offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften, sowie bei der Feststellung des Einlagekontos des stillen Gesellschafters) veröf­fentlicht und dem Originaltext nach Art der Entscheidungen des Reichsgerichts und des Reichsfinanzhofes zur besseren Ueber­sicht ein kurzer, den Hauptinhalt wiedergebender Schlagwort- titel vorangestellt. Außerdem wird in einem weiteren Teil aus der Feber der Vorsitzenden des Schiedsgerichts, Kammer- gerichtspräsident i. R. Dr. von Staff und Vizepräsident des Kammergerichts i. R. Viktor Ring ein Bericht über die Rechtsgrundsätze aus den Entscheidungen des Schiedsgerichts gegebn, welcher die Uebersicht über das Ergebnis der Ent­scheidungen außerordentlich erleichtert. Für Kenntnis der Or­ganisation des Schiedsgerichts dient der erste Teil von Dr. Feilchenfe-b (Industrie- und Handelskammer zu Berlin) und Dr. Funger (Reichsverband der Deutschen Industrie). Aus dem sachlichen önbalt der Entscheidungen interessieren besonders in dem Teil über die Entscheidungen von Auseinandersetzungen der Teilhaber von Personalgenossenschaften die Grundsätze über die Feststellung der Goldmarkkapitalkonten der Gesellschafter von offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften sowie die Feststellung der Höhe des Einlagskontos des stillen Gesellschafters. Die Sammlung behandelt ferner die Pfucht der Ausstellung der Papiermarkabschlußbilanz, die Wahl der Valorisierung-sme t-hode bei den Kapitalkonten (Dollargold­mark oder Kaufkraftgoldmark) sowie die Berechnung des ei­nem Angestellten vertragsmäßig zustshenden Anteiles am Ge­schäftsgewinn. ön dem zweiten Teil der Entscheidungen über bie Goldumstellung der Aktiengesellschaften und Gesellschaften m. b. H. sind für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse die Entscheidungen über die Frage der Anfechtbarkeit oder Nichtigkeit von GeneralversammlungSbeschlüssen bei unrichtiger Verteilung des Grundkapitals unter die einzelnen Aktiengat- tungen. Weitere Entscheidungen behandeln die Frage -der Be­wertung von Aktienpaketen bei Holding-Gesellschaften, die Umstellung bei Bestehen nicht volleingezahlter Aktien bezw. Stammanteile, bie Feststellung des Golbmarkwertes der Aktien- Mlagen bei Vorzugsaktien, die Einziehung von Schutz- und Verwertungsaktien, sowie die bedeutendsten sonstigen Äktien- rechtlichen Fweifelsfragen bei der.Geldumstellung der Gesell- schaffen. Das 160 Seiten starke Buch ist in sämtlichen Buch­handlungen, direkt durch den Kommissionsverlag Spaeth u. Linde, Berlin W. 10, bie Geschäftsstellen der obengenannten Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft oder im Büro der Industrie- und Handelskammern zu Berlin, Dorothenstraße 8, Fimmer 8 zum Preise oon« RM. zu beziehen.

Forensische Nervosität.

Fu den charakteristischen Merkmalen der großen Heick i tionsprozesse gehören gewöhnlich die bekannten Fusammenstök! Mischen dem Gericht und den Rechtsanwälten sowie sonstig» erregte Szenen zwischen den anderen an der Sache beteiligte Personen. Wer sich mit der Psychologie dercauses celebre? eingehend beschäftigt hat, wird die nervöse Grundstimmuna ber am Prozeß Beteiligten begreiflich finden.

ön dem Leipziger Kommunistenprozeß spielen "ich zur :5e:f sehr heftige «Zusammenstöße des Vorsitzenden des iSerichtsihofes mit der Verteidigung ab, zu denen auch die forensische Nervo­sität sehr viel beitragen dürfte. Man muß dabei berücksichtige»" daß gewöhnlich schon lange vor Beginn der Verhandlung m § ' meisten aufsehenerregenden Kriminalprozessen während der $or verfahrens zu diesen Konflikten ber Grunb gelegt worden ' £s haben in der Regel schon erregte schriftliche Erörterung auf Grund von Schriftstücken der Verteidiger ItattgefumW Die Folge ist, daß sich häufig die Richter, Staatsanroaite und Verteidiger im Haupttermin von vornherein gerade nicht in friedlicher Stimmung befinden.

Man darf auch nicht vergessen, daß die Akustik des Ge- richtssaales dazu beiträgt, allen Worten einen noch besonders prononzierten Klang zu geben. Daher spielt gerade, wie im Parlament, die Form der Rede, die Geste und das ganze Be­nehmen eine größere Rolle als Laien im allgemeinen annehmen.

Sehr häufig kommt es bei Sensationspro zesfen auch da- durch zu turbulenten Fwischenfällen, daß eine allzu weitgehende Vivisektion der Feugen" oorgenommen wird und letztere, ge­reizt, gleich tüchtig grob werden. Man darf sich hierüber nicht wundern. Denn es gibt bei uns viel zu viele, die nicht begrei­fen, daß man die ungeschriebenen Gesetze der Höflichkeit beson­ders im Gerichtssaal nicht verletzen darf. ön Deutschland fehlt hier die nötige Tradition vollkommen im Gegensatz zu Cng- lanb mit seinen in den feinsten Höflichkeitsformen sich -abspie­lenden Gerichtsverhandlungen.

Die erwähnten heftigen Szenen können zum größten Löll schon dadurch vermieden werden, daß sich in erster Linie Sie an der Rechtspflege beteiligten Personen, Richter, und Rechtsanwälte in der Hauptverhandlung ber Höf lichkeit gegeneinander befleißigen, öm Gerichtssaal fallen gro­be Verstöße gegen die Höflichkeit besonders auf und führen bann zu jenen ungemein peinlichen hitzigen Wortgefechten, die im letzten Grunde immer die Rechtspflege schädigen.

Wenn man nun es auch oft Laien nicht allzu sehr verden­ken kann, daß sie sich schwer beherrschen können und gewisser­maßen bedauernswerte Opfer der foreiMchen Nervosität wer­den, so muß man aber von Richtern, Staatsanwälten und Ver­teidigern verlangen, daß sie die nötige Selbstbeherrschung ha­ben, um durch besondere Höflichkeit sowie durch liebenswürdiges konziliantes Wesen das ganze Verfahren zu fördern und dem Publikum gegenüber vorbildlich zu wirken.

Eifersucht im Tierreich, öm Berliner Foo sind die Fanu- ken des Lamas durch eine Betonwand voneinander getrennt, sei es aus Gründen gegenseitiger Abneigung, sei es aus der Notwendigkeit heraus, einer weiteren Anzucht vorzubeugen, die alle Familienbande lockern würde. Die Folge ist, daß die La­mas, die sich nicht mehr sehen können, in immer heftigerer Weise aufeinander eifersüchtigwerdml Nähe rtsm^i -

facher einem der Lamas, so beginnen die hinter der Wand zu spucken, bös zu murmeln und schließlich laut zu schimpfen. Das wiederholt sich, geht der Besucher nur weiter zu den so Aufge­regten, bei dem eben Verlassenen. Einer Horde Kinder, die der Lehrer vorbeiführt, zeigt sich das Läma als ein Wesen, das zum Unterschiede von einem Vogel, der doch manchmal jin^*" nur spuckt und schimpft.

Das unsichtbare Luftschiss

Originalroman von Knut Gatzwiller Autorisierte Uebersetzung von Elsa v. Hollander-Lossow.

(Alle Rechte vorbehalten.) (Nachdruck verboten).

16. Fortsetzung.

Sie taten sich nun zusammen, um im Auto ein bequemes Lager für den bewußtlosen Morleg herzuricht-en und ihn be­hutsam darauf zu betten.

Alles war zur Abfahrt bereit, außer für Morleg war noch für zwei Personen Platz im Wagen, und nach kurzem Ueberlegen schlug Nick vor, der Japaner solle allein mit dem Verwundeten 'nach Hause fahren. Holm, Mollg und Nick könn­ten dann im Schuppen bleiben, bis ein neuer, zuverlässiger Wächter aus Bradlegs Fabrik beschafft sei. Aber hier stieß man auf ernsten Widerstand von Mollgs Seite, sie zog Nick und Holm in den Schuppen hinein und erklärte ihnen in be­stimmten Worten, daß der Japaner unter keinen Umständen allein mit Morleg nach Hause fahren dürfe. Warum, das könne sie jetzt nicht sagen; aber sie verlangte energisch, daß man Naghoko nicht sine Minute aus den Augen lasse, ehe eine nähere Untersuchung erfolgt sei.

Nick und Holm beugten sich schließlich Mollgs Vorstellun­gen, wenn auch kopfschüttelnd, und man einigte sich dahin, daß Mollg uud Holm mit dem Patienten nach Hause fahren sollten, während Nick und Naghoko das Flugzeug bewachen könnten, bis ein neuer Mann draußen anlange.

Damit war Mollg zufrieden. Als man durch das Wohn­zimmer des Wächters kam, um im Auto Platz zu nehmen, lagen die Camera und Nicks Revolver noch auf dem Tisch. Mvl- ly gab Holm die Camera und bat ihn sie in seine Obhut zu neh- m-en, während sie den Revolver «ihrem Bruder steckte. Nimm bu ihn an dich, Nickl Man kann nie wissen, ob du ihn nicht noch brauchst!^

Nick steckte lachend die Waffe ein. Holm sah Nick an und und lächelte über Hollys Vorsicht: selbst der kleine Naghoko lächelte, als das Auto abfuhr. Mollg aber war ernst, sehr ernst. Als der Wagen durch das Tor fuhr, wendeten Holm und Mollg sich glSichzeitig um und blickten nach dem Schuppen zurück^. ba standen Nick und der Japaner nebeneinander -und winkten.

Auf der Heimfährt faß Mollg stumm da, unheimlich finster bnd stumm. Ein einziges Mol wendete Holm sich fragend zu ihr und sagte:

Hören Sie, Mollg, denken Sie jetzt nicht mehr so viel da­ran, es ist ja kein Unglück geschehen. Glücklicherweise sind wir, oder vielmehr Naghoko rechtzeitig gekommen, um öuuls

Schurkenstreich zu vereiteln". Mollg sah ihn an als werde sie aus tiefen Träumen geweckt.

Wie meinen Sie? Ach, Sohn, ober Suul, wie er heißt, der Dummkopf! An den denke ich wirklich nicht! Aber Holm, wir müssen aufpassen! Andere sind klüger als er!

Holm wollte etwas sagen, doch sie unterbrach ihn kurz: 'Schweigen Sie, lieber Freund! Lassen Sie mich in Ruhe Nachdenken!"

Das Auto sauste schnell heimwärts. Mollg sprach auf dem ganzen Weg kein Wort mehr.

Fehn Minuten später war man am Fiel, leise und oor- sichtig trugen Molch und Holm mit Hilfe des Chauffeurs den -bewußtlosen Morleg in das Haus und legten ihn in Nicks Bett.

Setzt geben Sie mir die Camera, Holm!"

Molch riß sie ihm aus der Hand und lief in den obersten Stock hinauf, wo sie ihr kleines Atelier mit Dunkelkammer hatte.

Holm war gar nicht überrascht; er hatte längst Molchs wechselndes Temperament kennen gelernt, wenn sie aus mut- williger Ausgelassenheit auf einmal in ernste Entschlossenheit verfiel: aber dennoch was hatte sie jetzt vor? Was bewog sie, den Film in aller Eile zu entwickeln? Suul hatte doch Vichts mitnehmen können, und nach Naghokos Aussage war ja nur eine Aufnahme gemacht worden, gerade als er sich auf öuul gestürzt und ihn zu Boden geschlagen hatte. Ein Prachtkerl übrigens, dieser Naghoko, wie alle Sapaner, still, klug und tatkräftig. Hatten sie es nicht ausschließlich ihm zu danken, daß Suul und sein Deutscher nicht in den Besitz der wertvollen Konstruktionsbilder gekommen waren? Wie konnte nur Mollg Jo mißtrauisch in Bezug auf Naghoko sein? Holm fand es unbegreiflich! Der Sapaner hatte doch ganz deutlich bewiesen, daß er ausschließlich im Snteresse seines Herrn handelte; ob Molchs Snstinkt sie hier nicht zu weit 'führte?--

Holm stand grübelnd am Fenster, als Molch hereingestürzt kam. Sie war ganz außer Atem und lief auf Holm zu, die noch nasse Platte in der Hand.

Sehen Sie her! Also war meine Annahme doch richtig! Betrachten Sie das ganz genau! Sie hielt die eben entwickelte Platte gegen das Licht.

Zunächst sah Holm nichts weiter als die Umrisse des Ae­roplans, die sich scharf und deutlich auf der Platte abzeichneten, aber bei längerem Hinsehen entdeckte er die Konturen eines Mannes, der hinter dem Flugzeug stand, so daß das Gestell Gesicht und Kopf vollständig verdeckte. Die eine Hand hat­te dieser Mann auf die untere Tragfläche gestützt und etwas vorgeschoben, so daß die Hand so vergrößert und verzeichnet

war, daß sie im Verhältnis zu den übrigen Proportionen un­natürlich groß wirkte.

Holm ließ einen Ausruf der Verblüffung hören, während Mollg triumphierend fragte:

Amr, Holm, was sagen Sie jetzt? Sch habe also recht mit meiner Vermutung, daß da draußen noch andere int Spiel waren, als der dumme Suul und ein paar bezahlte Spießgesellen!

Sehen Sie nach Naghokos Aussage hat er drei Männer da draußen überrascht; zwei hielten bei dem alten 'Morleg Wacht, der unschädlich gemacht war, während der dritte, also Suul, seine Magnesiumbombe im selben Augenblick abfeuerte, als der Sapaner aus der Dachlucke heruntersprang und ihn zu Boden schlug. So erklärt er die Sache. Aber wollen Sie mir jetzt erklären! wer ist der Unbekannte, der da so ruhig hinter dem Flugzeug steht?!"

Holm nahm Mollg die Platte ab, holte eine Lupe aus der Tasche und betrachtete das Bild genau.

Die Person, die hinter dem Aeroplan stand, schien, soviel von ihr zu sehen war, tadellos gekleidet zu sein, fast elegant, nach Stiefeln, Beinkleidern und Rock zu urteilen.

Holm gab Mollg Platte und Lupe, indem er bedauernd sagte:Schade, daß der Fufall hier den Kopf des Mannes verdeckt hat, besonders da die Platte ungewöhnlich scharf üju

Mollg war schon eifrig dabei, mit Hilfe der Lupe die Hand des Mannes zu studieren. Sie gab Holm die Platte zurück und sagte lebhaft:Eine ganz schwache Sdentifizierung findet sich doch, sehen Sie sich die Hand an!"

An der Hand sah man deutlich einen breiten Ring, mit einer Art Wappen, in Stein geschnitten, die Art des Steines war nicht festzustellen; dagegen sah man mit größter Deutlichkeit, daß ein künstlerisch ausgeführtet Drache 'm den Stein eingraviert war.

Und wollen Sie mir jetzt erklären Holm, wie dieser Mann bei der Aufnahme so ruhig dastehen 'konnte, denn das Bild deutet nicht auf die leiseste Nervosität hin,' ""d wollen Sie mir dann sagen, ob es denkbar ist, daß Naghäko weder während des Kampfes noch hinterher den Betreffenden bemerkt hat jedenfalls erwähnt er doch mit keinem Wort die Exi­stenz dieses Mannes. Nein, Holm, es sind noch andere be­teiligt gewesen, als der dumme öuul und seine Helfershelfer und die anderen sind viell-eicht noch jetzt da draußen". Sie schwieg einen Augenblick, ehe die Tragweite ihrer eigenen Annahmen ihr aufging. Plötzlich aber stand sie dicht vor Holm. Shre Augen wurden groß und unnatürlich dunkel, als sie hervor- stieß: (Fortsetzung folgt)