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Dann wurde der Sarg in die mit grünen Tanncnzweigen ausgeschlagene Trust versenkt, während die Kapelke, badische Polizeimusiker das Lied: Deutschland, Deutschland über alles" anstimmte. Während die offizielle Feier ihr Ende gefunden hatte »zogen noch ungezählte Lausende am Trabe vorbei, um dem Verstorbenen ihre letzte Huldigung zu enveisen und Kranz spenden niederzulegen.

Die Zeier, die auch vom Wetter in bester Weise begünstigt wurde, verlief trotz des Massenandranges und der räumlich be­schränkten Verhältnisse würdig und ohne große Störungen.

Am NachmitILH gibt das badische Staatsministerium im Hotel Europäischer Hof einen Zmbiß für die hier erschienenen ioffizieelln Vertreter der Reichsregierung, der Landesregierun­gen und her anderen offiziellen Persönlichkeiten. Oberbürger­meister Dr. Walz wird bei dieser Gelegenheit als ersten Früh- singsgruß der Heimat des Verstorbenen Satten einen Strauß weißer Mandelblütenzweige überreichen.

wb. Paris, 5. März. Mimsteriald i'râtsr Segdoux, der längere Zeit krank war, hat seine Tätigkeit im Ministerium «des Aeußern nunmehr wieder ausgenommen.

wb. Paris, 5. März. Wie Havas berichtet, wird Staats­sekretär Chamberlain, der am Freitag Abend in Paris eintref- fen wird, mit Ministerpräsident Herriot zusammen das Abend- 'effen einnehmen. Die eigentlichen Beratungen zwischen den beiden Staatsmännern werden, wie bereits berichtet, am Samstag Vormittag beginnen.

wb. London, 5. März. Gestern Abend ist im Arsenal von Woolwich Feuer ausgebrochen, das auch auf das Maschinenge­wehr und Patronenlager übergegriffen hat. Der angerichtete Schaden beträgt mehrere tausend Pfund. Kurz vor Mitter­nacht ist das Feuer gelöscht gewesen. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.

wb. Berlin, 5. März. Die Blättermeldungen, nach denen bei den polizeilichen Absperrungsmaßnahmen während der ge­strigen Lrauerfeiersichkeiten für den verstorbenen Reichspräsi­denten mehrere Personen getötet und 1000 verletzt wurden, sind, vollständig aus der Luft gegriffen. Es ist kein Todesfall zu beklagen; verletzt wurden etwa 12 Personen, die hinfielen oder umgestoßen wurden. Mehrere Hundert Personen erlit­ten Ohnmachts- und Schwindelanfälle.

Vorbereitung zur Prüsidentenwabl.

D.B. Berlin, 4. März. (Cig. Meldg.) Die Zentrums- fraktion des Reichstages war für heute mittag 12 Uhr vom Vorstand telegrafisch zu einer außerordentlichen Sitzung einbe- rufen worden zwecks Stellungnahme zur Reichspräsidenteuwahl. 'Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt, sondern es fand in dieser Sitzung lediglich eine Trauerfeier für den verstorbenen Reichs­präsidenten Ebert statt. Der Vorsitzende Fehrenbach widmete dem Verstorbenen einen herzlichen Nachruf. Die Fraktion wird^noch in dieser Woche wieder zusammentreten, um sich in der- Frage der Nominierung eines Kandidaten für den Posten des Reichspräsidenten schlüssig zu werden.

Die sozialdemokratische Rjmchstagsfraktion wird zusam­men mit dem Parteiausschluß am kommenden Sonnabend eine Besprechung abhaften, die gleichfalls der Frage der Nachfol­gerschaft Eberts gewidmet sein wird. Von diesem Ergebnis wird es abhängen, ob die Sozialdemokraten und Demokraten sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen werden. Reichs- tagspräfibent Löbe, der schon wiederholt als Kandidat der So­zialdemokraten genannt wurde, hat soeben in einem Breslauer Blatt erklärt, daß er keinesfalls kandidieren werde. Er lehnt kategorisch jede Kandidatur ab und erklärt, das hohe Amt er­fordere neben der republikanischen Gesinnung auch persönliche Eignung. 3hm fehlten die dazu unentbehrlichen Eigenschaften.

Wie wir erfahren, hat die FührerschaftVaterländischer Verbände" bereits Vorbesprechungen über die Reichspräsi­dentenwahl abgehalten und ist einschließlich der deutschnationa- 'len Mitglieder zu dem Ergebnis gekommen, daß eine Kandida­tur des früheren Reichsinnenministers 3arres vor allem zu be­grüßen sei. Da Zaires wiederholt geäußert hat, nicht mehr in das politische Leben zurückkehren zu wollen, fragt es sich, ob er zur Annahme einer Kandidatur zu bewegen sein wird.

Aas Neueste.

Vertagung des Reichstages.

wtb. Berlin, 5. März. telef. 3h der Vollsitzung des Reichsrates am Donnerstag abend wurde mitgeteilt, daß der Reichstag sich auf Ende der nächsten Woche vertagen wird, um erst nach der Wahl des Reichspräsidenten wieder zusammen zu treten. Deswegen könne wâr der Etat für 1924 noch der Etat für 1925 bis zum 1. April verabschiedet werden. Des­halb ist wieder ein neues Gesetz erfordersich, das vom Reichs- rat nächste Woche verabschiedet werden soll.

Streikfrage der Eisenbahner.

wtb. Elberfeld, 5. März, teles. Die Liseubahnerbeweg- ung im Zusammenhang mit der Arbeitszeit und Lohnfrage, die ;. 5t zwischen der Reichsbahn und den Gewerkschaften schwebt, hat nach dem Bericht des deutschen Eiseubahnerverbandes uun- mchr auf den gesamten Westen übergegriffen.

Entschließung des deutschen Eisenbahnervejrbandes.

wtb. Elberfeld, 5. März. telef. 3n einer Funktionär-Ver­sammlung des deutschen Eisenbahner Verbandes in Elberfeld, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der den streikenden Eiseubahnarbeitern des Bezirkes Sachsen die volle Unterstützung zugesichert wird. Die von der Bezirksleitung und dem Bezirksvorstand Beauftragten werden gemeinsam mit den Bezirksleitungen in Köln und Esten in Verhandlungen treten welche Maßnahme zur Durchführung der Lohn- und Gchalts- bewegung notwendig ist.

Streik der Arbeiter im Bezirk Dresden.

wtb. Dresden, 5. März. telef. Der Streik der Cifeu- bahnarbeiter im Reichsbahndirektionsbezirk Dresden hat be­reits auf Ehemnitz undAisa übergegriffen. Alle GLterbahv- Höfe im Bezirk <Dres$S-liegen still. Dank der getroffenen Maßncchmen ist die Aufrechterhaltung des Verkchrs sicherge­stellt.

Mitteilung der westfäsisch-anhaltscheu Sprengstoff A.-G.

wtb. Halle, 5. März. telef. Wie die Direktion der West- fälisch-Anhaltschen Sprengstoff A.-G. auf eine Anfrage mit- teilt, wurden bei der Explosion 6 Personen sofort getötet und 2 Personen vermißt mit deren Tod zu rechnen ist. Weitere 4 Schwerverletzte sind im Paul-Gerhardt-Stift verschieden. Bis her sind 12 Tode zu verzeichnen. Außerdem wird mit dem Ab­leben einer schwerverletzten Arbeiterin gerechnet. Der Betrieb der Fabrik erleidet keine Unterbrechung. Die Ursache des Un­glücks konnte bisher noch nicht festgestellt werden, da die im Prüferhaus beschäftigten Arbeiter, in welchem die Explosion erfolgte, nicht mehr unter den Lebenden weilen.

Haltung der französischen Regierung zum deutschen Sicherheits- Vorschlag.

wtb. Paris, 5. März. telef. DasEcho de Paris" schreibt es scheine nicht, daß die französische Regierung schon endgültig ihre Haltung zu dem deutschen Sicherheits- und Schredsgerichts- vorschlag bestimmt habe. Die Studien und Beratungen feien noch nicht beendet, jedoch fei es schon jetzt ungefähr sicher, daß Ministerpräsident Herriot schließlich seine Zustimmung zu dem Berliner Entwurf nur unter folgenden Bedingungen geben wer de: 1. Abschluß vom französisch-belgisch-englischen Militär- abkommen, die vollständig unabhängig ist vom Garautieupakt 2. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. 3. vollständige Ablehnung der deutschen Rote hinsichtlich der Schiedsgerichts­verträge, die mit Polen und der Tschechoslowakei abgeschlos­sen werden sollen.

wb. Paris, 5. März. Wie demZournal" aus Straß­burg berichtet wird, hat die dortige Polizei Streifen unter­nommen, um obdachlose Fremde festzustellen. Es seien 200 Per fönen innerhalb von vier Tagen festgenommen worden, von de­nen die meisten Polen sind. Sämtliche obdachlose Auslän­der sind ausgewiesen worden.

wb.Paris, 5. März. Das Echo de Paris schreibt, es schei­ne nicht, daß die französische Regierung schon endgültig ihre Haltung zu dem deutschen Sicherheits- und Schiedsgerichtsvor- schlag bestimmt habe. Die Studien und Beratungen seien noch -nicht beendet, jedoch sei es schon jetzt ungefähr sicher, daß Mi­nisterpräsident Herriot schließlich seine Zustimmung zu dem Ver liner Entwurf nur unter folgenden Bedingungen geben werde: N. Abschluß von französisch-belgisch-englischen Militärabkom- Men, die vollständig unabhängig sind vom Sarantiepakt. 2. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. 3. Vollgerichtsver- träge, die mit Polen und der Tschechoslowakei abgeschlossen 'werden sollen.

Akten der KuitmseMMe.

8. März.

3n Warschau wurde der 211 al er Emil Döpler geboren (1824), der uns durch kriegerische Gemälde und 3HuJtrationen altgermanischer Sagen bekannt ist. 3n Hamburg erblickte 1838 Adolf L'Arronge das Licht der Welt. Sohn eines Komikers, schrieb er Volksstücke wieMein Leopold" und andere, die 'ihren Weg über alle deutschen Bühnen nahmen und heute noch gespielt werden. Am 8. März 1858 Geburt des Komponisten Leoncavallo in Neapel; seiner OperBajazzo" gehört zum Spielplan aller größeren Opernhäuser. 3n Paris verstarb 1869 Hektor Berlioz, der Schöpfer einer neuartigen Musik. Seine phantastische Symphonie enthält eine Art von Tanzmu­sik, die man bisher bei symphonischer Musik nicht zu verwenden wagte. Er schuf ferner Opern und Oratorien. 3n Bidigheim in Baden wurde 1855 der Naturwissenschaftler Karl Goebel geboren. Als Professor in Rostock und Marburg schrieb er bedeutende Werke über die Morphologie und Organographie. 1916 eroberten die Deutschen unter schweren Opfern das Dorf 'und Schloß Vaux im Norden von Vevdun; bis dahin nur durch den Champagner bekannt. 1917 starb Graf von Zeppelin. Es ist bedauerlich, daß er den Triumph seiner Zdee, durch die erst vor kurzem erfolgte Ueberfliegung des Ozeans eines deutschen Luftkreuzers, nicht mehr erleben konnte. 3n Berlin starb vor 2 Zähren Oberbaurat Paul Gerhardt -der sich große Verdien­ste um den Kanal- und Bühnenbau erwarb.

Passions-Aufführungen. Das Komitee der Passionsauf­führungen teilt uns mit, daß der Andrang zu den Passiousspie- ten ein enormer ist, sodaß nicht nur für heute Donnerstag und morgen Freitag, sondern auch für Samstag und Sonntag sämt­liche nummerierte Plätze ansverkauft sind und nur noch Ein­trittskarten für Stehplätze abgegeben werden können.

Dichterabend im Saale der Harmonie. Man schreibt uns: Für Mittwoch, den 11. März kündigt der bekannte Volks­dichter Fritz Müller Partenkirchen, auch Kaufmannsdichter ge­nannt, eine Dichterstunde an, worauf wir hiermit ganz beson­ders Hinweisen mochten. Fritz Müllers Werke sind in vielen Tausenden Exemplaren verbreitet und hat er seine Leser in allen Volksschichten. Erwähnen möchten wir nur einige Bü­cher:Kramer u. Friemann" eine Lehrzeit,Dreizehn Ak- tien"-Geschichten deutscher Arbeit, fernerKurzehosengeschich­te",Zweimal ein Bub", usw. Fritz Müller hat viel Humor, jenen stillen, der auch die dunkle Wolke noch mit einem lichten Rande gürtet. Seine Schreibweise ist knapp. Zedes Kapitel steht da, prall und voll, eine Weit für sich. Und alle zusammen sind Planeten, die um eine Sonne, die Seele, kreisen. An einer düstern Zugend hat er sich gerächt, indem er eine Fülle von Sonne in seine Zugendgeschichten goß. Das kann er, weil er nicht haßt. Weil er im großen Krieg einer von der Handvoll war, die den Feind nicht schmähten. Das gibt ihm eine Vor­zugsstellung in der Arbeit am Wiederaufbau der deutschen Seele. (Siehe heutige Anzeige).

Filmschau. Centra 11 h.e ater. Eine moderne Frage. Ebenso modern wie uralt die Frage: Gibt es ein Schicksal? Und die Skeptiker mögen lächeln und die Weisen dozieren und erklären und die Gläubigen eifern . . . immer wieder taucht die Frage auf: Gibt es ein Schicksal? Eine Vorsehung? Etwas

Aus Stadt und Land.

dem wir nicht entrinnen können? Und so pietät- und glaubens­los die Menschen auch geworden sind, diese Frage rührt sie im» mer an mit geheimem Schauer. Cs ist nichts merkwürdiger als in der Reichshauptstadt Berlin und allen Straßen mit großem Verkehr immer wieder, ambulante Astrologen zu finden, die bereit find, einem, von 50 Pfg. an, das Schicksal zu verkün­den, und die immer ein großes Publikum um sich herum scharen. Gar zu eigenartig ifts eben doch, wie die Fäden des menschli­chen Lebens manchmal geknüpft sind, wie diejenigen, die am meisten sympathisieren, getrennt werden, wie Segen sich zum Fluch, Güte zur Missetat, Haß sich zur Liebe wandelt. Zn un- gemein packender Weise wird in dem neuen Gese lischafts-Groß- film: Schicksal mit Lucie Doraine und Lonrad Veidt das Leben eines jungen Mädchens geschildert, das die dornigsten Pfadg wandeln muß, um ihrer Güte willen. Auch hier spinnen sich Schicksalsfäden aus scheinbaren Zufälligkeiten und Kleinigkei­ten, bis ein dramatisch bewegtes Bild modernen Gesellschafts­lebens entsteht, das sicherlich keinen unbefriedigt lassen wird. Dieser hervorragende Großfilm gelangt von Freitag bis Mon­tag in den Eentraltheater-Lichtspiele zur VorfühmngWerk- tags 7 nnb 9 Uhr, Sonntags 5, 5, 7 und 9 Uhr. Von Diens­tag bis Donnerstag findet ein 3tägiges Gastspiel derDorvesti- 'Zilmoperetteu-Gvsellschaft Berlin mit der großen internatio- üalen Ausstattungs-Filmoperette:Die Brigantm von Rew- york, mit Lotte Neumann und Earl Beckerfachs in der Haupt tolle statt. 5 erstklassige Sänger und Sängerinnen dazu gr. verstärktes Operetten-Orchester. Tägl. 2 Vorstellungen 7 und 9 Uhr.

Deutscher Frontsoldaten Wösten. Ueber 4 Zähre lang ha­ben unsere Frontkämpfer einer Welt von Feinden gegenüber­gestanden und Heimat und Herd mit Gut und Blut verteidigt. Nach Beendigung des Weltkrieges reichten sie sich zum Bunde die Hand, um dem Vaterlands auch in seiner größten Not und tiefsten Schmach alle Kräfte zum Wiederaufbau und zur Un­terstützung seiner in tiefster Not befindlichen Volksbrüder zu widmen, denn gerade als Frontsoldaten waren sie in erster Linie dazu berufen.

Kaum war im hiesigen Bezirk die erste Gruppe des Bun­des der FrontsoldatenDer Stahlhelm" entstanden, da setzte die Hetze ein und man versuchte, ein Verbot zu erwirken. 'Warum? Es war der Dank den Frontkämpfern gegenüber, denen einst alles nicht zu schade war. DerStahlhelm" ist weder eine Geheimorganisation, noch hat "er mit irgend einer solchen Verbindung. Niemals hat er staatsfeindlichen Bestre­bungen gehuldigt, das hat seine Jährige Geschichte zur Genü­ge bewiesen. E

Es sei an dieser Stelle eindeutig gesagt, was derStahl­helm" der Bund der Frontsoldaten will.

Sein Zweck und Ziel lassen sich schon in einem Wort zu- sammenfafsen: Frontgeist". Fröntgeist will der Stahlhelm pfle­gen, Zrontgeist will er wieder erwecken und in die Tat um­setzen. Was Zrontgeist ist, weiß jeder echte Frontsoldat. Allen . denen aber, deren Lebensarbeit Hetze und Zwiespalt ist, Jeis ' gesagt:

Zrontgeist ist der Geist jener, die für ihre Volksbrüder ihr Leben ließen, ist der Geist der echten selbstlosen Kameradschaft, die nicht nach Rang, Klassen-Bekenntnis und vor allen Dingen nicht nach Parteizugehörigkeit fragt, die keine Unterschiede kennt, ^mischen Arm und Reich, Arbeiter und Gelehrte^sM-» dern die nur Kameraden kennt. Zrontgeist ist wirkliche praK« tische Nächstenliebe, die immer bereit ist, jedem in Not gera­tenen Kameraden hilfreich zur Seite zu stehen, die ihn mit al- * len Kräften stüzt, seine Znteressen wahrt und vertritt. Front­geist ist Liebe zum Deutschen Volke, Liebe zur Deutschen Hei­mat und zum Deutschen Vaterlande, auch in der Zeit seiner tiefsten Schmach, Zrontgeist ist unerschütterliches Zesthalten am Deutschen Geiste, dem Heldengeiste unserer Väter und Brüder, am alten Christenglauben, an Deutscher Art und Deutscher Sit­te, Zrontgeist haben heißt: Kämpfen für Einigkeit, für Recht und Freiheit, kämpfen gegen alles Undeutsche: Mutlosigkeit, Selbstsucht, Genußsucht, Lebensgier, Schieber und Wuchertum, Parteihader und Klassenkampf.

Diesen nationalen und sozialen Geist der Front, der uns heute noch so sehr fehlt und durch den allein zielbewußte und tatkräftige Wiederaufbauarbeft möglich ist, der allein uns zur Gesundung führen kann, diesen Zrontgeist zu pflegen, wieder zu erwecken und im Volksleben zur Geltung zu bringen, das ist Deutscher Zrontsoldaten Wolleni

Niemals hat der Zrontsoldat eigennützige Ziele gehabt, auch heute nicht. Hunderttausend können bezeugen, denen täglich durch dieStahlhelmhilfe" und dergl. geholfen wird.

Die Ortsgrupe Zulda begeht am kommenden Samstag, den 7. März abends 8)4 Uhr im Saale des Parkhotels ihre Gründungsfeier. Der Stahlhelm-Gauleiter aus Zrankfurt a. M. wird einen Vortrag über Zweck und Ziel des Stahlhelms halten. Wir laden hierzu alle Frontkämpfer von Fulda und Umgebung herzlich ein. Die Ortsgruppe Fulda.

Vom Finanzamt wird uns geschrieben:

Da den Landwirten in den Rotgebieten in der kürzlich ver­öffentlichten Presfenouz über die im Februar fälligen Vor­auszahlungen eine besondere Regelung ihrer Zahlungen in Aus­sicht gestellt war und sie daher auf die Zahlung der am 15. Februar 1925 fälligen Vorauszahlungsrate auf die Vermögens steuer 1925 nicht vorbereitet waren, hat der Herr Reichsmini­ster der Finanzen die Ermächtigung erteilt, daß die Finanzäm- 1er von der Erhebung von Verzugszuschlägen Abstand nehmen, wenn die Zahlung der VermögenHeuerrate bis spätestens 14. März 1925 erfolgt. Die Landwirte des hiesigen Bezirks wol­len daher bis zu diesem Termin hie Vorauszahlungen an die hiesige Zinauzkasse leisten. (Postscheckkonto 80606 Frankst^ a. M. und Reichsbankgirokonto).

Grundschule Sexta 1924-25. Aus Lehrerkreisen wird NNS geschrieben: Ostern naht und somit die Versetzung oder Nichtversetzung. Für manche Citiern sind es Wochen de: 'Sorge; ein äußeres Zeichen dafür sind die plötzlich in star­kem Maße einsetzenden Besuche beim Klassenlehrer und das Suchen nach Lehrkräften, die demschwachen" Sprößling in Nachhilfestunden den Mangel an Kenntnissen schnell noch ein- 'trkbtern sollen. Zeder Schulmann muß einem solchen Verfah­ren mißtrauisch und ablehnend gegenüberstehen: was in 11 211 Or­naten übersehen und vernachlässigt wurde, läßt sich wirklich nicht durch z. T. erregte Ausspr. mit dem Klassenlehrer und durch einige Paukstunden gutmachen. Drum sei hier zumzigsten Male wiederholt: Kümmere dich während des ganzen Schul-