Nr. 48
Areitag, den 27. Februar 1925.
Sessische Morsenrettuns.
Beiblatt.
Verlag: Fulda, Kanalstraße 44.
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Wtlangelo und der W» een Soule Svlrile.
Zur 450. Wiederkehr des Geburtstages Michelangelos. Von LlseArnheim.
Gott Ijegne Euren «Lin gang", sagte Maestro Nicolao, der Prior des Heiligen-Geist-SpitalL und ging dem Eintretenden mit ausgostreckten Händen entgegen.
-Michelangelo ergriff sie, drückte Jie herzlich, und den Freund mm Fenster zichend, schallte er ihm aufmerksam ins Antlitz.
„Shr selb noch immer unverändert — Bruder — rüstig und heiter — ein Junger könnte es Luch neiden."
„Luch desgleichen — mein lieber Angelo", erwiderte der Prior, ,/Zhr steht mir an Fahren nicht nach, und doch scheint es mir, als kämt Shr «wieder von einet langen Wanderung?"
Michelangelo sah auf seine staubigen Füße herab. „Der Weg von Orvieto bis Florenz haftet an ihnen. Sch ihabe mich nicht sonderlich «beeilt, hierher zu kommen, obgleich der Herzog Alexander meine Leilnahme an den .Festlichkeiten, die er zu Ehren Franz V. richten ließe, sehr wünschte."
„Da kommt Shr arg in spät — Freund".
„Jeb weiß es und gräme mich nicht darum. Was sollte ich Nohl hier in dem Kumuli? Etwa ein golden Ehrenkettlein aus ber Hand des Kaiser abholen?
Um des Meifteirs Lippen zuckte es geringschätzig. ,^hr wißt es — Bruder — mir liegt nichts an dem Land aus hoher Herren Hand und weniger noch an dem Gepränge, bas man hier auunhrt. Das Gerüst, das ich in der Sixtinischen Kapelle bauen lasse, tu mir lieber, als alle die Triumphbögen und Ehrenpforten mit denen sich Florenz heute brüstet."
„Unb dennoch kamt «Shr her? Da — «setzt Luch und erzählt mir, was Euch bergetrieben. Öd) kenne Euch zu gut, Ohr macht keinen «Weg umsonst."
Michelangelo lieh sich in einen Sessel nieder, den ihm der freundliche Prior züschob.
^hr «Habt Recht", nahm er das Wort," riefe mich nur der Herzog, ich wäre nicht gekommen, trotzdem ich schon .zu alt bin, um Streit anzufangen und es für klüger gilt, sich den p336i^. schen der höchsten Herrschaften zu fügen. Aber noch ein anderes rief mich, trieb mich, meine Schritte zu Euch zu lenken."
Michelangelo beugte sich «vor «und «suchte den Blick des Freundes.
„Fhr habt es wohl schon gehört, daß mir der Papst den Auftrag gab, die große Ostwand der Kapelle mit einem Fresco zu schmücken."
„öd) hörte davon und «freute mich für Euch", erwiderte der Prior, „doch was wird mit den Gemälden Peruginos, sollt Fhr sie übermalen?"
Wieder kräuselten sich die Sippen des «Künstlers.
„Die Bilder des täppischen Perugino sind fein säuberlich «bgeputzt. Ls ist nicht schade darum! Die Wand ist nun von allem Unziemlichen gesäubert und zur Aufnahme des Frescos vorbereitet, es soll, so Gott will, die Blicke von dem Gewölbe, von den Sybillen und Propheten zu der Furchtbarkeit des jüngsten Gerichts hinüber lenken."
Der Prior hatte schweigend zugehört, jetzt reichte er dem Freunde die «Rechte: „Ls wird Euch gelingen — Angelo — ich zweifle nicht daran. «Wenn einer diese gewaltige SLee meistern kann, so seid Shr es."
„Sch hoffe es“, sagte der Meister, „doch werde ich nie die Männer vergessen, die mir vorausgegangen sind, ahne sie hätte ich nicht einmal die Entwürfe zu diesem «Werk zustande bringen können. Wenn dieses einst mit Posannenton warnend und drohend zu der Gemeinde sprechen «wird, so mögen, kann ich es selbst nicht mehr tun, meine Schüler es künden, was ich einem Dichter, einem Priester und einem Maler schulde. Die göttliche Komödie Dantes, deren tiefe Bedeutung ich mit jedem Mal, da ich sie lese, mehr erfasse, die Predigten des geisterfüllten Savonarola, «die nicht allein mein Öhr erschreckten, sondern auch mein Her; zu bußfertiger «Rührung erschütterten, die Wandgemälde eines Lukas Signorelli im Dom zu Orvieto, Jie alle sind es, die den Samen in mich hineinlegten und das Werk in mir reisen ließen, ihnen danke ich, was noch -entstehen soll".
Michelangelo hatte rasch und «laut gesprochen, jetzt schwieg er und «vor seinem inneren Auge formten «sich die Gestalten des
Ist Sver der alten Aegypstr.
Vor kurzem erregte es großes Aufsehen in der musikalischen Welt, als mitgeteiit wurde, daß in einem aegyptijeßen Flecken nach vielem Forschen nun endlich die erste antike Oper gesunden worden sei. Professor Dr. Hermann Reich, der be- kaunte. Musikforscher, veröffentlicht nun im „Schatzgräber", ber Zeitschrift der Gesellschaft deutscher Literatnrfreu-nde, einen interessanten Aufsatz über diesen merkwürdigen Fund.
Das Textbuch der ägyptischen Oper erinnert, wie bereits kur? mitgeteiit wurde, an Atozarts „Entführung", soweit man es aus dem verstümmelten Papgrus erkennen kann. Allerdings ist nicht das eigentliche Textbuch erhalten, «sondern nur ein Merkzettel für die -musikalische Begleitung, den sich der Regi's- 'seur nach dem «Textbuch hergestellt hatte für seinen eigenen Gebrauch bei der Aufführung. Und es hatte auch sichtlich die äußere Shakespearsche Form des Dramas, Prosa, Sprechvers, Louplet und den -grot-esk°iko«mischen Elown mit seinen Sprüchen und Tänzen. Und wie es sich für ein großes modernes Drama ist hier die «Zahl der Schauspieler nicht etwa wie in ber Tragödie eine beschränkte, sondern sehr groß. Da J u Heldin Thariston, ihr Bedienter, der -Elown, die lustige *gur ferner ißt Bruder, dessen Steuermann, ein anderer . ®Tu^crs, der indische König, dazu das Gefolge ® ^ni'9$’ â^the «Weiber, ferner Matrosen, Soldaten usw. SSanbi * Personal einer modernen großen Oper, deren X m Este folgenden Sätze zusammenfasfen läßt: Die Tharition, ein schönes griechisches Fräulein, ist, vielleicht
jüngsten Gerichts — vorausschauend sah er schon des Werkes Vollendung und der Freund, der dieses ahnen mochte, störte ihn nicht. Still sah er «und wartete.
Da begann der Andere von neuem.
„Sch komme von «Orvieto. Es verlangte mich danach, mit dem Geist Signorellis zu verkehren, ehe ich zum Malen schreite. Es ist eine innere Sprache, welche der «Künstler durch ihre «Werke miteinander reden. Der Laie versteht sie nicht, uns aber lehren die Alten unb «weisen uns zurecht. Man muß «erlauschen können, was sie sagen, wer es nicht vermag, ist kein Künstler."
„Und doch seid Shr auf Perugino nicht gut zu sprechen", entgegnete der Prior lächelnd, als wollte er ihn auf seinen Widerspruch aufmerksam machen.
Da «lächelte auch «Michelangelo. „Von diesem lernte ich nur, es anders zu machen. Dem Verbrauchten Einerlei seiner Geästen in immerwährender Wiederholung vermag ich nichts anderes abzulauschen, als trostlose Langeweile. Davor behüte mich Sott — Aber reden wir von dem, was mir am Herzen liegt, und was meinen Weg nach Florenz führte". Der Meister zögerte, doch freundlich und aufmundernd nickte ihm der Prior zu: „Sprecht Angelo — kann ich Euch behilflich sein?"
„Sa — lieber Bruder, was Shr mir so oft gewährt, erbitte ich auch dieses Mal. Gebt mir die «Erlaubnis, wieder an den Leichen in Euren Gewölben zu arbeiten, ich bedarf der Studien am menschlichen Körper mehr denn je."
„Gern — Angelo", sagte der Prior", „doch Shr kennt die Bedingung: nichts darf von Eurem Lun da unten verlauten. Das unverständige Volk würde mich als Leichenschänder -verschreien, wenn es ahnte, was ich «Euch gestattete."
Michelangelo war aufgestanden und legte dem Sprechenden beide Hände auf die Schulter.
,Shr seid weitsichtig und klug genug, den Nutzen dieser Studien einzusehen — lieber Bruder — aber sagt mir das eine drückt es Euch nicht doch, was Shr Mr mich tut? Shr seid Geistlicher — wird Euer Gewissen nicht von Vorwürfen belastet, daß Shr vielleicht doch «Unrecht tut? Wenn das wäre, so verzichte ich gern auf meinen Wunsch, weil Eure Seelenruhe mir heilig ist.
Der Prior lächelte gütig. „Spricht so der unübertreffliche Meister, den sie den gottbegnadeten Michelangelo nennen? Sst chm ein Einzelner mehr wert, als die Heiligkeit seiner Kunst, seiner MMon? — Laßt Euch beruhigen — Freund — meine Seele ist frei von Vorwürfen. Nicht um Euretwillen tue ich, was die große Masse heute noch als eine Ungeheuerlichkeit verdammt um Eurer Kunst und um der Heiligkeit Eurer Sendung wiH- len, an die ich unerschütterlich glaube, handle ich, wie ich handeln muß. Mit eigenen Augen habe ich mich davon überzeugen können, wie Shr durch die ernsten Studien «dort unten in den Leichenkammern in Eurer «Kunst gereift seid, bewundernd habe ich zuschauen dürfen, wie unter Euren Händen bas tote Fleisch einen neuen Sinn erhielt. Rein — Angelo — vor dem «himmlischen und irdischen Richter kann ich mein Tun ohne Scheu vertreten und wer mich zur Verantwortung beriefe, dem würde ich sagen: die toten Leiber, die ich freigab, sind zu Staub geworden, der aber, der sie nützte, hat sie auferstehen lassen zu «unsterblichem Leben. «Was er dem höchsten aller Meister an seinen Werken ablauschen durfte, das hat er umgewandelt zum Preise des Göttlichen in Bild unb Form. Schaut an, «was er schuf und richtet dann, ob ich Unrecht tat“.
Tiefbewegt hatte Michelangelo zugehört, jetzt griff er nach der Hand, die sich ihm freudig bot. „Gott gebe, daß ich Euren Glauben an mich nicht zuschanden mache", sagte -er einfach, „der Herr dort oben und die Welt nach uns werden es wissen, daß wir Recht taten."
DerPrior neigte zustimmend den grauen Kopf. Von einer Schnur, die er um den Hals trug, löste er einen Gegenstand und gab ihn dem Freund. »Hier ist der Schlüssel zu den «Gewölben — Angelo — geht an die Arbeit und laßt Luch Herz unb Augen aufgehen über dem Wunder des Menischenleibes, dem herrlichsten Werk unseres Schöpfers."
nach einem Schiffbruch, mit ihrem Diener in die Gewalt eines indischen Königs geraten. Als Gefangene lebt sie in einem Tempel am Strande des önbifeßen Ozeans, zu ihrer Rett"- kommt ihr Bruder zu Schiff herbei. Bei einem hohen, prunkvoll gefeierten Götterfeste macht er den indischen König und sein ganzes Gefolge mit schwerem griechischen «Weine trunken, wie O-dgsseus den Polgphem, wirft ihn in Fesseln und fährt dann glücklich mit der befreiten Schwester davon.
Ehariton isDsentimentale «Opornheldin, nobensmärbig, fromm, rein, eine gute Tochter. Auch ihr Bruder ist durchaus ernsthafter Opernheld. Dagegn ist ber indische König ein burlesker Trottel und Tolpatsch. Zwar zieht er prunkvoll und feierlich mit großem Gefolge vor dem Tempel zum Feste der Mondgöttin auf: es ist große Opernszene mit rauschender Musik, Gesang, Tanz, Ballet, Thören von Männern unb Frauen. Doch dabei gibt der König «wie sein Gefolge ein schreckliches, das laute La- chen des Mimus erweckendes indisches Kauderwelsch zum besten.
. Am drolligsten ist es, wenn der König und der Elown, der kein önbijeß versteht, miteinander radebrechen und zu heillosen Mißverständnissen «kommen, was für den Elown mit Prügeln en* bet. Schließlich aber besinnt ber König sich mit einem Male, baß er doch Griechisch kann, unb beginnt eine gefühlvolle Arie zum Preise der Moirdgöttin. Eine Arie, bei der er zugleich springt und hopst, unb mit ihm hopsen und springen die «betrunkenen inbifeßen Damen und Herren, und der Elown «hat sicher nach Herzenslust mitgetanzt. Ein j-auchzender Uebermut und Unsinn ist hier in tollster Phantastck losgelassen. Zum Schluß fällt der schwer bezechte Kömg mitten im Lanze um, seine ge
treuen Znder folgen ihm — eine sicher zum Lotlachen gemimte Szene. Die Griechen springen herzu, der König wird gefesselt und muß «kläglich zusöhen, wie die Dame seines Herzens an ber Hand des Bruders zu Schiff vers-chwindet. Er ist der richtige König aus dem «Mimus, ein närrischer Krottel.
Sm «übrigen gab es viel Paukenmusik. Daher finden sich auf dem Papgvus immer wieder die musikalischen Anweisungen „Paukenwirbel", „Großer Paukenwirbel", »Fünfmal Pauken- wirbel". Diese Paukenmusik setzt immer ein, wenn «die Snder und ihr König erscheinen. So geht der barbarische Festjübel vor dem Tempel der Mondgöttin ganz unter Paukenschlag vor sich, der sich hier und La mit dem «dumpfen Donner Les Elowus untermischt. Doch scheint an anderen Stellen die Zither zu erklingen, dazu auch Vokalmusik in den Arien und Louplets, wobei vielleicht auch Flötensspiel erscholl, wie in den Komödien des Plaulus, «dië ihr musikalisches Element von Mimus und Oper haben. Es ist eine große, bunte Handlung gewesen mit vielen Personen, großen Auszügen, Thören, Tänzen, «Ballett mit Arien Louplets und aller Pracht und allem Glanz, wobei wir allerdings nicht vergessen dürfen, baß die Antike zwar «durchaus nicht in der dramatischen, wohl aber in der musikalischen Entwicklung noch in den ersten «Anfängen steht.
Solch eine Art von Oper nannte die Antike einen Mimus, obwohl in diesem Volksstück gelegentlich das musikal. Element hinter dem dramatischen öfters ganz unb gar zurückgetreten sein 'wird. Dieser Mimus beherrschte als großes Bühnenstück in der Kaiserzeit alle Bühnen des griechisch-römisch. Weltreiches, von denen er das klassische Drama völlig verdrängte. Seine Nachwirkungen reichen bis Shakespeare und Goethes ,Faust", und heute erleben wir auf den Bühnen aller Weltstädte die Renaissance Les Mimus in aller Buntheit unb Lust, aller Herrlichkeit und Pracht.
Dieser aufregende Mimusfund wirb m allen kommenden Göschichten der Literatur wie der Musik und der Oper in alle 'Zukunft eine erstaunliche Rolle spieeln, eine noch größere vielleicht bei der beginnenden Formung der Dramatik und Bühne der Welt.
Nermtschtes.
Schwind als Kunstkritik«. Karl Schorn «hatte in München im Atelier sein «Riesengemälde „Die Sintflut" ausgestellt unb zur Besichtigung geloben Mit der neugierig. Menge kam auch Schwind. Er setzte sich still in eine Ecke, betrachtet« das Bild und sagte halblaut vor sich hin: „Großartig, herrlich, wunderbar, prachtvoll!" Den Umstehenden fiel dieser Enthusiasmus schließlich auf unb sie teilten es dem Seßöpfer des Bildes mit. Dieser trat glücklich an Schwind heran und hörte nun selbst dessen Ausrufe: „Großartig, herrlich, wunderbar!" Er begrüßte den berühmten Kollegen und sagte: „Jeß bin sehr glücklich, baß mein Bild ößnen so gut gefällt.,, Worauf Schwind erwiderte: „Ja, -wissen S', i bin «halt so «glücklich, daß diese ganze damische Gesellschaft da ersaufen muß“.
Das gesundheitsschädliche Fußballspiel. Ein Wiener Uni- versitätsprofessor sprach in einem Vortrag auch von den gesundheitlichen Gefahren des FnßbalEportes. Das Augenmerk des Arztes ist darauf zu lenken, daß nach überstandenen Erkrankungen der Atmungsorgane die Sportbetätigung nicht so rajeß ausgenommen werbe. Trotz der allgemeinen Mäßigkeit werden oft besonders begabte Spieler von Klubfanatikern versöhnt und zum Mißbrauch von Alkohol und Nikotin verleitet. «Was die evhöhte Gefahr von Unfällen und Verletzungen anbe- trifft so ist diese nicht zu überschätzen und wird bei Linhaltung ber Spielregeln und Ausschließung von Rohlingen auf das er- ftäglicpe Mindestmaß reduziert. Es müßte eine eigene Spieler- Polizei eingerichtet werden, die ruc^.chtslose Elemente oer- bannt und wenigstens vorübergehend ausschließt. Was schließ lich die psychische Seite des Fußballsports betrifft, so ist einerseits von chr eine Erhöhung des Selbstvertrauens zu erwarten, andererseits aber bringen manchmal Enttäuschungen im Sport psychische Depressionen mit sich, vielfach auch eine Vernachlässigung des Berufs- und Familienlebens, namentlich bei Len Jung- Mannschaften.
Ganz kleine Wahlgeschichle.
(bt.) Zur Zeit ber letzten englischen Wahlen wurde ein Wäh- ler beschuldigt, daß er seine Stimme einem konservativen Kandidaten verkauft habe. Dieser Tage fand die Gerichtsverhandlung in ber erwähnten Angelegenheit statt. Als es aber zur Aufnahme der Verhandlung kam, zeigte es sich, daß der Beklagte auch seitens eines Kandidaten der liberalen Partei Geld «genommen hatte.
„Gestehen Sie, Laß Sie 25 Pfund von dem konservativen Kandidaten genommen haben?" fragte der Richter.
„Ja, Mglord." )
„Gestehen Sie ferner, auch von dem liberalen Kandidaten 25 Pfund angenommen zu haben?"
„Ja, Mglord."
„Tßie aber haben Sie denn überhaupt gewählt?" rief der erstaunte Richter aus.
Stolz erwiderte der Llngeklagte: „Jeh wählte nach meiner Ueberzeugung, Mglord."
Die Angst vor dem Weltende.
a'us Kopechagen berichtete Ankündigung des Weitendes Mr Anfang Februar ist, nachdem die Anschläge von cen 1« Naßfäulen entfernt worden, doch noch nicht erledigt. Jm Gegenteil ist in den Kreisen der Adventisten der Glaube an das bevorstehende Jüngste Gericht so stark, daß eine Arbeiterfrau m Varikkala im Bezirk Wiborg ihrer anderthalbjährigen Loch ter mit einem Beil den Kopf abgeschlagen und sich selber tiefe Messerstiche beigebracht hat. Ein Landwirtssohn in der gleichen Gegend hat, gleichfalls in religiösem Wahnsinn, sich mit einer Arxt den Brustkasten zerschmettert. — Weltuntergangs» pMosel