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legen. Denn nun herrschte in der Tat und in brutalster Rück­sichtslosigkeit der Wille einer wirklich fremden Regierung. — Auch Bischoff Zorn von Bulach erstrebte wie Hauß die Selbst­verwaltung seines Landes, wie sie -das Reich -gegen Kriegsende gewährte und auch bei günstigem Kriegsausgang gewährt hatte, wie sie heute aber unter französischer Herrschaft, in den drei „Departements" bis auf die bescheidensten Anfänge wiederans­gerottet ist.

England fordert MM

Das Problem der -allgemeinen Abrüstung wird in England keineswegs als weitere Einschränkung auf „Spezialgebieten" aufgefaßt, die, falls nicht entscheidend Wandel geschaffen wird, eine entscheidende Bedrohung des Hnselreiches bedeuten. Frank- reichs Luftrüstungen, die bisher zu vierfacher Ueberlcgeuheit England gegenüber geführt haben, werden in allen maßgebenden Kreisen seit langem als eine solche ernsthafte Bedrohung ausge- saßt. 311 einem Aufsatz im Observer wird daraufhin gewiesen, daß das Abrüstungsproblem nicht als eine allgemein militärische Frage sondern als ein politisches Gebiet anzusehen ist, auf wel­chem ernsthafte Fortschritte nur bei einer tatsächlichen Ver­ständigung zwischen Sieger und Besiegten erreicht werden kann. Aach englischer Ansicht gehört zur Friedenssicheruug verstärkte Luftsicherung- Englands, da die Flotte nach der Ansicht mili­tärischer Fachleute allein nicht mehr im Stande ist, das 3n)el= reich zu schützen. Diese Stellungnahme Englands zeigt von neuem wie schwierig es auf der von Amerika angeregten großen Ab­rüstungskonferenz sein wird, zu wirklich praktischen Ergeb­nissen zu kommen. Meinungsäußerungen wie die eben genann­ten beweisen aber auch, daß der gegenwärtige englische Re- gierungskurs, der auf weitestgehendes Entgegenkommen gegen 'die Forderungen der französischen Politik eingestellt ist, immer wieder seine Hemmungen in gewissen Tatsachenverhältnissen findet, die nun einmal nicht aus der Welt geschafft werden können. -

englischen Admirals: „The Germans tote front" seinen tapferen Truppen voraneilte. 3m Weltkriege verteidigte er die türkischen Meerengen gegen das Eindringen der englisch-französischen Flotte.

wtb. Stockholm, 24. Febr. telef. Der schwedische Minister Vranting ist heute 12,34 Uhr gestorben.

Betrügerische Bankbeamte.

wtb. Frankfurt 24. Febr. telef. Nach zweitägiger Ver­handlung verurteilte das erweiterte Schöffengericht den 48jäh- rigen Reichsbankrat Karl Leonhardt wegen fortgesetzten Be­trugs, Bestechung und Amtsunterschlagung zu 4 Fahren Ge­fängnis und den ZSjährigcn Effekten-Makler Max Kaufmann wegen fortgesetzten Betrugs und Bestechung zu 4 Fahren Zucht­haus. Er hatte als selbständiger Effektenmakler, nachdem es ihm nicht gelungen war, bei der Reichsbank ein Giro-Eonto zu erlangen, noch zur Abrechnungsstelle der Frankfurter Bank zu­gelassen zu werden, seine Effektengeschäfte durch Leonhardt über die Reichsbank besorgen lassen. Hierdurch wurden zunächst der Reichsbank für kurze Zeit Gelder entzogen. Dadurch aber, daß die Spekulationsgeschäfte Kaufmanns günstig waren, wurde im­mer wieder für Deckung gesorgt. Als aber im Herbst 1923 Kaufmann keine glückliche Hand mehr hatte, ging Leonhardt für ihn, nachdem einmal ein Defizit entstanden war, Unterschlagungen in großem Umfange. Als nunmehr im vorigen Fahr das Defi­zit der Reichsbank 408 Laufend Mark erreicht hatte und Kauf­mann nicht in der Lage war, dem Drängen Leonhardts auf Zah­lung Folge zu leisten, zeigte Leonhardt die Sache seinem Anwalt an, der daraufhin der Reichsbank Meldung erstattete. Wäh­rend Leonhardt von Kaufmann nur kleine Beträge für feine Leistung erhielt, hat Kaufmann einen wesentlichen Teil des Gel­des für luxuriösen Lebenswandel verbraucht. Er hielt 4 Autos. Er beschenkte seine Geliebten mit Brillianten, Silbersachen, Bargeld und Möbel und lebte sozusagen wie ein Fürst. Nament­lich auch in Bersin, wo er im Adlon-Hotel wohnte und auf gro­ßem Fuße lebte. Leonhardt wurde mehr oder weniger ein Op­fer seiner Gutmütigkeit und Nachgiebigkeit.

Das Neueste.

Reichspräsident Ebert ernstlich erkrankt.

EU. Berlin. Wie die Eelunion von zuständiger Seite erfährt, ist Reichspräsident Ebert an einer Vlindarmeutzündung erkrankt. Er must sich einer Operation unterziehen, die Pro­fessore Bier in der Nacht vornehmen wird. Mit der ver- fassungsmäßigen Vertretung des Reichspräsidenten ist Reichs­kanzler Dr. Luther beauftragt worden.

Wie der „Vorwärts" meldet, wurde Reichspräsideut Ebert nachts gegen 11 Uhr in einem Auto in das Westsanatorium ge­bracht. Da die Krankheit in ihrer Entstehung erkannt wurde, hofft man auf einen günstigen Verlauf der Operation, die gegen

Erdstöße in Belgien.

wtb. Lüttich. Montag kur; vor Mitternacht wurden in einem großen Teil der Provinz Limburg und im Eal des Geer 30 Sekunden laug von kräftigen unterir dischen Rollen begleite­te Erdstöße verspürt. 3n einzelnen Dörfern wurden Möbel und andere Gegenstände stark erschüttert oder umgeworfen. 3n La- nacken, wo der Erdstoß besonders heftig war, wurden in meh­rer» Häusermauern große Ri sse entdeckt.

Bevorstehende Tariferhöhung bei der Reichsbahn.

DB. Berlin. Wie bereits ange,kündigt, werden Anfang März zwischen Vertretern der Reichsbahn und den Lohn- und Gehaltsempfängern dieses Unternehmens Verhandlungen über eine Aufbesserung der Beftige stattsinden. Aller Voraussicht nach wird die ReichSbahngoseilschast eine Gehalts- bezw. Lohn- erhöhung bewillig eck."

Tariffestsetzung ausgefallen werden. Wie wir hören, ist in Aussicht genommen, t '? Erhöhung der Fernpersonentarife um 10% vorzunehmen.

Aus dem Barmat-Untersuchungsausschuß.

D.B. Berllu, 23. Febr. (Eig. Meldg.) 3m Mittelpunkt der heutigen Sitzung des Untersuchungs-Ausschusses des preu­ßischen Landtages für die Barmat-Kutisksr-Affäre stand die Vernehmung der Frau Birk, die früher als Fräulein Endrulat Sekretärin im Büro des Reichspräsidenten gewesen ist und gleichzeitig auch Stenotypistin bei dem dort tätigen verstorbenen sozialdemokratischen Abgeordneten Franz Krüger, dem politi­schen Vertrauensmann des Reichspräsidenten war. Die Aus­sage der Zeugin ergab nichts von Bedeutung, namentlich nicht nach der Richtung, ob der verstorbene Franz Krüger die Bezieh­ungen zu den Barmat auf eigene Verantwortung unterhalten hat, wie nach den bisherigen Zeugenaussagen anzunehmen ist, oder ob der Reichspräsident um die Angelegenheit wußte.

Reise des Ministers Frenken ins besetzte Gebiet.

DB. Berlin. Der Reichsminister für die besetzten Gebie­te, Dr. Frenken, wird im Laufe der nächsten Zeit in Begleitung einiger Vertreter seines Ministeriums das besetzte Gebiet berei­sen, um dort mit den berufenen Stellen persönlich Fühlung zu nehmen.

Der Tscheka-Pro;eß.

TU. Leipzig. 3n der Rachmittagssitzung des Tschekapro- zesses wurde der Angeklagte Szon vernommen. Er schloß sich 1918 der sozialdemokrach cyen Partei, dann den Unabhängigen und schließlich den Kommunisten an. Er wurde zum Kraftwagen­führer verpflichtet und sollte über alles schweigen, was er hörte und sah. 3m Falle Seeckt, zu dem er besonders verpflichtet worden war, sollte er versuchen, einen Wagen auf der Strafte wegzunehmen, der dann für die Flucht bereitstehen sollte. Der Angeklagte äußerte sich weitre über die Fahrt nach Südwest. Es habe sich um einige Spitzel gehandelt. Von Erledigung fei picht die Rede gewesen. Er selbst sollte als Kurier mitfahren und die Verbindung mit Berlin aufrecht erhalten. Die Ver­handlung wurde auf Dienstag vormittag 9 Uhr vertagt.

Gemeinden) ahlen in Thüringen.

D.B. 3ena, 23. Febr. lEig. Meldg.) 3n Thüringen fanden gestern die Gemeinde-, Kreis- und Etadtratswahlen statt. Sie endeten im allgemeinen mit einem bürgerlichen Sieg. Die Bür­gerlichen haben in den sozialistischen Hochburgen wie Gera, Gotha und Apolda die unbestrittene Mehrheit errungen. Von den neuen thüringischen Stadtkreisen haben acht eine bürgerli­che Mchrheit, während nur der Stadtkreis Altenburg eine aus­gesprochene sozialdemokratische und kommunistische Mehbheit erhalten hat. Die Wahlbeteiligung betrug im Durchschnitt et­wa 70 Prozent. Es haben sich lediglich 5timmoerschiebungen zugunsten der bürgerlichen ergeben.

DB. Ratzeburg. Auf dem Gut Schönau, das dem Fürsten Otto von Bismark gehört, wurde von unbekannten Tätern eine große Getreidescheune mit Inhalt in Brand gesteckt. Die Scheu­ne brannte vollständig nieder.

1 Uhr nachts begann.

Die Operation des Reichspräsidenten Ebert günstig verlaufen.

EU. Berlin. Wie die Eelunion erfährt, ist die Operation des Reichspräsidenten gut verlaufen. Das Befinden ist den Umständen entsprechend gut. Der Patient befindet sich im West- sanatorium in der Privatklinik des Professors Dr. Bier.

Befinden des Reichspräsidenten.

wtb. Berlin. Der Reichspräsident hat den Tag gut zuge­bracht. Nach Angaben, der ihm behandelnden Arzte ist sein Zu- stand befriedigend.

Anschluß der Nationalenli beraten Reichspartei an die Deutsch- nationalen.

LU. Berlin. Line Berliner Vertretsrversammlung der Na­tionalst beraten Reichspartei hat, wie der „Lokatauzeiger" mel­det den Beschluß gefaßt von einem weiteren gesonderten Be- stcheu abzuseheu und sich der Deutschnationaleu Volkspartei an- zujryließen.

Reise des Ministers Dr. Frenken ins besetzte Gebiet.

wtb. Berlin. telef. Der Lokatauzeiger meldet, daß Reichs- justizminister Dr. Frenken in seiner Eigenschaft als Minister für die besetzten Gebiete in der nächsten Woche eine Reise durch das besetzte Gebiet unternehmen werde, die vor allem dazu dienen soll, die Benutzung öffentlicher Gebäude durch die Be- satzungstruppen und die Verteilung der Vesatzungslaften einer näheren Begutachtung zu unterziehen. Außerdem beabsichtigt der Minister mit den Regierungen der einzelnen, durch die Be­setzung betroffenen Länder Fühlung zu nehmen.

„Genosse" Gustav Bauer.

wtb. Bersin. telef. Der B. 5. Meldungen zufolge hat der frühere Reichskanzler Gustav Bauer nunmehr auch sein Amt beim Staatsgerichtshof zum Schutze der deutschen Repu­blik niedergelegt.

Die Aufwertungfrage.

wtb. Berlin, telef. Die Regierung hat über die Aufwer­tungs-Gesetzentwürfe, deren endgültige Formulierung vor dem Abschluß steht, bereits vor einiger Zeit die notwendigen Ve- sprechnngen mit den Parteivertretern begonnen. Sie erfuhren durch die Vertagung des Reichstages eine Unterbrechung, wer­den jedoch Anfangs nächster Woche wieder ausgenommen und mit größtmöglichster Beschleunigung durchgejührt werden. Die Regierung wird sofort nach Abschluß der Besprechungen die Gesetzentwürfe den Gesetzgebenden Körperschaften zuleiten.

Todesfälle bekannter Männer.

wtb. Berliu, 24. Febr. telef. 3m Alter von 77 2ahren ist gestern der Tesaugspädagoge Professor Dr. Walter Piehlke gestorben. Er war seit 1907 Dozent an der Berliner staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik. Fast alle beulten Gesangsgrößen haben sich seiner Beratung bedient.

wtb. Frankfurt, 24, Febr. (telef.) Professor Dr. Sulins Zieh- mann der auf pädagogischen Gebiete Hervorragendes leistete und auch den hiesigen Universitätslehrstuhl für Pädagogik inne hatte, ist heute im Alter von 61 Sahren kach schwerem Reiben ge­storben.

wtb. Schwerin, 24. Febr. telef. Hier starb im 71. Lebens­jahr Admiral Guido von Usedom; er war der deutsche Ossizier, der bei der Segmar-Expediton nach Ostasieu aus den Rus des

Saarbrücken. Die französischen Bergwerkdirektion hat unter Bezugnahme auf die Loknverbesserung der Saarbergloute eine Preiserhöhung vorgenommen, die sich für die Nachbarbe­zirke der Gruben auf 5 Franken, für den Pariser Bezirk auf) Franken je Tonne beläuft.

3ngbert. 3n der Nacht zum Montag wurde im <ooi1ic Oberm ürzöach die t 8jährige Johanna Uhl erschossen in der elter­lichen Wohnung aufgefünden. Als mutmaßlicher Täter wurde ’ der 21jährige Gelegenheitsarbeiter Albert Hartz verhqLorF^^. allerdings behauptet, daß die Waffe sich nur aus Zufall enffâen habe. Dieser Angabe wird aber kein Glaube geschenkt.

Der Kontrollbericht.

London. Der diplomatische Berichterstatter des „Dai^ Telegraph" hält es für möglich allerdings keineswegs für sicher, daß das Kabinett sich in seiner morgigen Sitzung mit der Frage des Berichtes der interalliierten Militärkoittroilkommission be­fassen wird oder jedenfalls mit dem diplomatischen Verfahren, das nach Empfang des Berichtes durch die Alliierten befolgt werden soll.

Der Berichterstatter erfährt, daß trotz des Bestehens der französischen Presse auf Verknüpfung der Frage der Räumung der Kölner Zone mit der Sicherheitsfrage Ehamberlain und das Kabinett entschlossen feien, daß die Frage der Räumung bezw. der Fortsetzung der Besetzung der ersten Zone auf der streng legalen Grundlage des Versailler Vertrages unter Ausschuß aller nicht dazu gehörigen Erwägungen behandelt werden soll. Der Berichterstatter schreibt, die in Paris gewünscht Methode, den Bericht selbst zu veröffentlichen, jedoch seine An­hänge nur in Auszügen, würde hier auf den stärksten Widerstand stoßen. Es sei nicht zu sehen, wie der volle Bericht jetzt noch vorenthaltens werden könne.

Unter der Ueberschrift „Auf Befehl Fochs" schreibt die „Westminister Gazette" zwei Monate seien es her, seitdem die Kölner Zone geräumt werden sollte und in England habe außer einigen wenigen Beamten niemand irgendeinen Teil, des Be- weismatcrialL gesehen, auf gründ dessen die Regierung die Räu­mung des Brückenkopfes von Köln ablehne. Es sei klar, daß Marschall Foch und sein Komitee, das schon längst hätte ver­schwinden müssen, nicht berechtigt sind, in eine Angelegenheit einzugreifen, die in erster Linie Großbritannien und Deutschland betreffe. Es sei an der Zeit, daß dieses Verfahren beendet werde.

Die Sicherheitsfrage.

London. Die „Merning Post" drückt in ei Mn Leitartikel die Hoffnung aus, daß eine Zusammenkunft Alliierten, näm­lich England, Frankreich, 3tallen und Belgien zur Erwägung des Berichtes der Kontrollkommission einberufen werde. Wenn die Alliierten zu dem Schlüsse kämen, daß Deutschland in Ver­zug geraten sei, so bestehe kein Grund, deutsche Vertreter zu einer solchen Konferenz zu berufen. Erforderlich fei zur eine scharfe Note, die auf den Verzug aufmerksam mache, sowie auf die Vorsichtsmaßnahmen, die die Alliierten zu treffen be- schlossen hätten. Zur Sicherheitsfrage übergehend, schreibt das Blatt weiter, wenn von einer Vereinbarung zwischen Frankreich GroHriMmen um DeNMand mr Mr-MM»__ fang der augenblicklichen Grenzen Westeuropas die Rede sein sollte, sei zu helfen, daß es Deutschland vollkommen klar ge­macht werde, daß ein solches Versprechen seinerseits ihm keines-. wegs freie Hand in Osteuropa gebe. Lieber überhaupt keinen Pakt als eine Vereinbarung, die irgendwelche BefürchtuMn in Polen und der Tifchecheflowakei erregen und verderblich Be­strebungen in Preußen wiederbeleben könne.

Mittelmoerveise des englischen Königs.

D.B. London, 23. Febr. fEig, Meldg.) Die Erkrankung des englischen Königs wird von längerer Dauer fein, da sich die Vronchities auf die untersten Teile der Lunge ^ausgedehnt hat. Man spricht davon, daß König Georg demnächst eine Mittel1- meerreife unternehmen wird zur Wiederherstellung seiner Ge­sundheit.

Das englische Rüstungsbudget.

D.B. London, 23. Febr. Wg. Meldg.) Ueber das Rüst­ung sbudget für 1925-26 machen die Blätter nähere Angaben. Die Gesamtausgaben betragen 120 Millionen Pfund Sterling Dieser Betrag verteilt sich wie folgt: 24,5 Millionen für die Armee, 60 für die Marine und 50,5 Millionen für die Luft­schiffahrt.

London. Der diplomatische Berichterstatter des „Dailg Telegraph" schreibt, die vor kurzem zwischen dem britischen Schatzamt und bem Generalagenten für die Reparationszah­lungen erzielte vorläufige bedingte Vereinbarung über einen neuen Modus vivendi für die Einziehung der 26 prozenligen Ausfuhrabgabe scheine infolge der Einwände des Eransferaus- schusses oder der deutschen Regierung, oder beider, gescheitert zu sein. Es würde Besorgnis verursachen, wenn die Ratifi­zierung des angle-deutschen Handelsvertrages dadurch verzögert wUbde, da jene Frage nach britischer Ansicht mit beim Vertrag nicht Zusammenhänge.

London. 3n Ergänzung eines früheren Berichtes wird ge­meldet, daß wahrscheinlich demnächst ein geheimer Staatsrat stattfinden werde, der u. a. entscheiden solle, ob während der Abwesenheit des Königs von England, die mit der Abwesenheit des Prinzen von Wales und des Herzogs von Aork Zusammen­fällen wird, eine Kommission ernannt werden soll, die ermächtigt würde, nötigenfalls Sitzungen des Geheimen Staatsrats einzube- rufen, die namens des Königs Entscheidungen treffen könn e. Es mürbe sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme han e n.

DB. Stockholm. Der Gesundheitszustand des Führers der schwedischen Sozialdemokratie, Branting, bat sich weir^ verschlimmert. Man erwartet sein Ableben stündlich.

Neue Pläne der Spanier.

Paris. Der Madrider Korrespondent des „Fomual mel­det, daß General Primo de Rivera gegenwärtige bie < i gam- sierung einer Strafexpodition gegen Abd El Krim studiere. Ei habe die im Laufe der letzten Fähre gefaßten plane geprüft und beabsichtige ein gemeinsames Vorgehen der Marine, der Luft­flotte und der Truppen im ^tbschmtt Menilla, die etwa 50