öii den fröhlichen Abend hinein klang hin und wieder ein ernsterer Ton, denn jenseits der Vogesen grollte eines jener Gewitter, die man schon öfter sich hatte Zusammenhalten und wieder zerteilen sehen. Aber wer konnte wissen, ob es sich diesmal nicht entlud? Alle, die hier sahen, wußten, daß sie im Ernstfall nicht lange Seit haben würden, um vom Leben Abschied zu nehmen, daß sie in wenigen Stunden marschbereit sein müßten und am Seinb wären, bevor die Erde sich einmal gedreht hätte.
Sie ließen es sich nicht kümmern, nur wärmer schlugen die Herzen in dem Gedanken, daß man vielleicht zum letztenmal so fröhlich beisamen sitze.
öd) hatte mir einen Freund eingeladen, mit dem mich seit der gemeinsamen Kviegsschulzeit eine warme Freundschaft verband. Er war im vorigen Herbst schwer an Typhus erkrankt und erst gestern von einem langen Erholungsurlaub zu rück gekehrt. Heute feierten wir unser Wiedersehn, unb die Zeit verging uns im Fluge.
Das Essen war vorüber,, die Lichter brannten, feiner Rauch schlängelte sich durch den Saal und entwich durch die weit geöffneten Fenster in die warme Sommernacht. Die strenge Tisch- ordnung hatte sich gelöst, man saß oder stand in zwanglosen Gruppen plaudernd beinander. Mein Freund erzählte noch immer von seiner Reise, und ein kleiner Kreis von Zuhörern hatte sich um uns versammelt.
Da trat Hauptmann R. zu unserer Gruppe und mischte sich in die Unterhaltung. Mit einemmal verstummte mein gesprächiger Kamerad, und als ich mich nach ihm umwandle, merkte ich, daß sein frisches Gesicht auffallend blaß war. öd) trank ihm ermunternd zu, aber er wehrte ab, und bedeutete mir, daß er mit dem nächsten Zuge nach Hause fahren wolle, anstatt, wie es ursprünglich verabredet war, mit dem letzten, öd) glaubte nicht anders, als daß er sich, noch angestrengt von der Reise, zuviel zugemutet hätte, und da unsere Zuhörer gerade lebhaft debattierten, erhoben wir uns rasch und verließen den Saal. Draußen funkelten die Sterne vom dunklen Machthimmel und schwerer Heugeruch lag in den Straßen des kleinen Ackerstädtchens. öd) bat meinen Zreund, bei mir zu übernachten und den Zrühzug zu benutzen, der ihn noch rechtzeitig zum Dienst bringen würde, aber er schüttelte nur den Kopf. Als ich voll Besorgnis weiter in ihn drang, gestand er mir folgendes: Aus den schweren Zieberwochen seiner überwundenen Krankheit sei ihm eine furchtbare Gabe zurückgeblieben, er sehe den nahen Tod der Menschen voraus, mit denen er zusammen komme. Wie er heute abend Hauptmann R. gesehen hätte, wäre ihm die Gewißheit seines nahe bevorstehenden Todes gekommen, und das fei der Grund seiner Erregung. Er hätte noch zu niemandem von dieser unheimlichen Zähigkeit, die ihm das Leben verbittere, gesprochen, aber da ich es miterlebt hätte, vertraue er sich mir an, gewiß, daß ich ebenso darüber schweigen würde wie er selbst.
Wir waren am Bahnhof angekommen, der Zug lief ein, und wir mußten uns schnell verabschieden. Mir war die Stimmung ebenso gründlich verdorben wie ihm, und anstatt ins Kasino zurückzukehren, schlug ich den Weg zu meiner Wohnung ein.
Am nächsten Morgen rückte die Kompagnie nach dem Trup- penübungsplatz ab, um bei einer Uebung den markierten Seinb zu stellen. Trotzdem ich gut geschlafen hatte, war mir beklommen zumute, und auch die fröhliche Begrüßung der Kameraden konnte mich nicht aufheitern.
Wir waren bald an unserem Bestimmungsort angekommen. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und das Licht flimmerte über dem weiten, sandigen Platz. Hier und da sah man exerzierende Truppen in dichte Staubwolken gehüllt. Wir lagerten uns am Rande zwischen die spärlichen Kiefernstämme und warteten lange. Die Sonenstrahlen fielen immer senkrechter durch die dünnen Zweige und brannten heiß auf unsere dunklen
Monturen. Kein Lüftchen regte sich, der Schweiß brach uns aus allen Poren, und es war eine Erlösung für die fieberheißen Körper, als wir endlich in Aktion treten konnten.
Bald darauf durften wir den Rückmarsch antreten. Als die Soldaten die Straße unter den Züßen hatten, schlugen die Spiel- leute an, und abwechselnd mit ihren Märschen klangen frohe Soldatenlieder aus den verstaubten Kehlen. Der Bann, der mich seit gestern abend gefangen gehielt, begann sich zu lösen, und als kurz vor der Stadt eine Batterie an uns vorbei trabte, an deren Spitze Hauptmann R. mir lachend zuwinkte, waren die letzten schweren Gedanken verflogen.
ön der Macht hatte ich Li ende, und daher war der nächste Vormittag für mich dienstfrei, öd) hatte lange geschlafen und ging geg. 11 Uhr ins Kasino, um zu fruwutkeik Die hohen, verdunkelten Räume waren angenehm kühl u. um das Behagen der Stunde vollends auszukosten, bestellte ich mir eine gute Zigarre. öd) hatte sie kaum angeraucht, da trat Oberleutnant R. mit ernstem Gesicht ins Frühstückszimmer, und seine erste Zrage roar, ob ich schon wisse, daß Hauptmann R. in der Macht schwer erkrankt sei. Professor M. sei mit dem Auto geholt worden und habe sofort operiert, aber es stehe sehr ernst. öd) erschrak aufs tiefste und mußte alle Selbstbeherrschung aufbieten, um nicht aufzufallen. Sobald es irgend möglich war, stand ich auf und ging nach Haus, ön der folgenden Macht ist Hauptmann R. gestorben. —
Bald darauf bekam ich eine Kompagnie im önnern des Reiches. Mein Zreund besuchte mich einige Male dort, aber er kam nie auf jenen Kasinoabend zu sprechen, und ich hütete mich, davon anzufangen. Und dann kam der Krieg.
Mein Zreund ist in der vierten Kriegswoche gefallen. Sein Bruder teilte mir seinen Tod mit und schrieb mir folgendes über seine letzten Tage: Den Kameraden sei es aufgefallen, daß er nach dem Eintritt in die Zeuerzone nicht mehr gelacht habe, hingegen haben ihn die schweren Verluste des Regiments, unter denen sich auch nahe Freunde von ihm befanden, weder überrascht, noch sonderlich erschüttert. Er selbst sei zunächst roié' gefeit gewesen und hätte sich fast tollkühn der Gefahr ausgesetzt. Die schweren Kampftage wären vorüber gewesen, das Regiment habe schon die Aachricht von seiner bevorstehenden Ablösung gehabt, da sei mein Zreund zu dem Regimentsadjutanten■ gekommen und habe ihm seinen Siegelring und Briefe für seine Angehörigen gebracht. Am selben Tage habe er dem Wachtmeister gegenüber bestimmt, daß sein Gepäck nicht zurückgeschickt, sondern unter die Unteroffiziere der Schwadron verteilt werden solle. Zwei Tage später, während eines leichten, mit dem Feinde auf große Entfernung geführten Geplänkels, das dem Regiment nur einen leicht Verwundeten gekostet habe, sei er mitten durch die Brust geschossen worden. Er sei auf der Stelle tot gewesen..
Die Grippe spukt in der Welt...
Aus den verschiedensten Erdteilen wird sie uns hergemeDet: Bald gibt Sapan, bald England, bald Griechenland das Signal. Einmal ist sie schwer, einmal leicht. Die Körpersgsteme, die sie befällt, sind verschieden, im ganzen schwankt sie zwischen dreien von ihnen: Atmungswerkzeuge, Verdauungsorgane und Nervensystem, öm ersten Fall wird es die tatsächliche önflu- enza mit ihrem Luftröhrenkatarrh,' ihrer Angina und evtl. -ihrer Lungenentzündung. öm zweiten kann das Bild beinahe ruhrähnlich aussehen, denn die Verdauungsstörungen setzen plötzlich ein, sind hochgradig und schwächen den Organismus, öm letzten Zalle endlich steht der Kopfschmerz im Vordergrund und die gefürchtete „Europäische Schlafkrankheit" droht. Diese sogenannte »Kopfgriffe" kennen wir eigentlich erst wieder seit der vorigen großen Epidemie in den letzten Kriegsjahren, die soviel traurige Opfer forderte. Wir hatten auf -diese Weise
Jas ......."
Origina lromau von Knut Gatzwiller Autorisierte Uebersetzung von Elsa v. Hollander-Lossow. sAlle Rechte Vorbehalten.! — sRachdruck verboten).
3. Fortsetzung.
Er ging selber hinein und bedeutete Holm, ihm folgen. Dies Kontor war amerikanisch eingerichtet, ohne jeden Luxus einfach und praktisch, — ein amerikanischer Schreibtisch, Stuhl, Schreibmaschine, Diktaphon, Kartothek, alles, was zu einem modernen Seschäftskontor gehört, war hier vorhanden. — Durch eine dickte Glaswand konnte man von diesem Kontor ein anderes, noch größeres übersehen, in welchem wohl zwanzig Tische standen, alle mit Schreib- oder Rechenmaschinen besetzt.
Fkhoto setzte sich an seinen Schreibtisch, forderte Holm mit einer Handbewegung auf, Platz zu nehmen und sagte:
„Öa, nun wollen wir also über das Geschäft reden. — Sie sind Elektrotechniker?"
Holm fand es angebracht, seine weitere Ausbildung zu verschweigen und beschränkte sich darauf, diese Zrage zu bejahen.
„Der Mann, den wir suchen, hat keinen schwierigen Posten; es kommt nur darauf an, daß er seine Arbeit recht sorgfältig ausführt. Die Arbeit besteht nämlich darin, in verschiedene Kunstgegenstände elektrische Drähte zu legen, in Basen, Figuren und aynliches, und sie damit in Lampen und Beleuchtungskörper nach amerikanischem Geschmack zu verwandeln. Sie meinen also, diese Arbeit zufriedenstellend ausführen zu können?"
„Ohne Zweifel, Herr Skhoto. Die Arbeit wird mich sogar in hohem Grade interessieren."
„Umso besser, da viele unserer Kunftgegenstände individuelle Arbeiten sind, von bekannten Künstlern meines Landes ausgeführt, daher also unersetzlich, wenn sie durch unsachgemäße oder grobe Behandlung beschädigt würden. ^vie war doch Fhr Mame, — Herr —?"
,^arl Holm, mein Herr!"
„Ah, so! — Ho—olml" ökboto zog das o in die Länge, dos klingt englisch, und doch liegt ein härterer Klang in dem „Namen, wie Sie ihn aussprechen! Habe ich nicht recht,
„Gewiß, mein Herr!" — ön meiner Sprache wird der Rame kurz ausgesprochen."
„Ah, Sie sind also nicht Amerikaner!"
„Nein, ich bin Däne. — Dänemark, meine Geimat, ist ein kleines Land im Norden . . ."
Okohoto hob lächelnd die Hand. „Sparen Sie diese Erklärungen, Herr Holm! öd) weiß Bescheid über das Land, -seine Lage, seinen Regenten und politischen Verhältnisse. — Die Hauptstadt Kopenhagen ist eine lebhafte Stadt und vielleicht hübsch — )ur europäische Begriffe."
Holm sah den öapaner erstaunt an; von allen Menschen, die er hier drüben getroffen hatte, hatten die meisten nur sehr verschwommene Vorstellungen von feinem Vaterlands gehabt.
ökboto bemerkte sein Erstaunen und lächelte freundlich, „öa, wir Söhne des Landes der Morgenröte kennen die übrigen Staaten der Welt und ihre intimsten VertzA.-uffe besser, als man uns heute noch zutraut. Aber eine Eigenschaft scheint öbre Nation jedenfalls zu besitzen: Hindernisse beiseite zu schieben, wenn man sein Ziel -erreichen will. — Das müßte die Hauptlehre für jeden jungen Mann sein, der vorwärts strebt: jeden erdenklichen Vorteil zu benutzen und die Schwächen der Konkurrenten genau zu studieren."
Holm hörte die etwas -brutale Moral des Japaners lächelnd mit an und stand auf, da er das Engagement perfekt glaubte, um zu fragen, wann er seine Stelle antreten solle. —
„Eigentlich arbeiten wir heute gar nagt, Herr Holm. Bei sonyem Unwetter bleibt unser Personal vis auf wenige Ausnahmen zu Hause, öd) persönlich dagegen habe, so lange ich Leiter dieser Zirma bin, noch nie unterlassen, mich trotz Wind und Wetter einzufinden, aber Sie werden ja eins eben, daß unsere Kunden bei solchem Wetter nicht Herkommen. — Da Sie nun aber einmal hier sind, und ich auch hierzu bleiben gedenke, will ich öbnen gleich alles zeigen. Kommen Sie bitte mit.“
Ein Zahrstuhl brachte sie in das Kellergeschoß hinunter, wo -eine geräumige, modern ausgestattete Werkstatt eingerichtet war. Hier fehlte, so viel Holm sehen konnte, nichts; die Regale waren mit elektrischen Ersatzteilen und allerlei Werkzeugen gefüllt.
ökboto öffnete die Tür zu einem andern Zimmer. „Hier sehen Sie mein Laboratorium; hier bringe ich selbst viele Stunden zu. Freilich bin ich kein Fachmann, aber doch ein recht guter Ehemiker; augenblicklich experimentiere ich viel mit Lak- Ken und Metallegierungen."
Holm freute sich, als er dies gut eingerichtete schöne Laboratorium sah, denn er war ja selber ein geschickter Amateur-
Gelegenheit, sie von neuem zu studieren und uns daran zu erm^ nern, -daß diese merkwürdige Form der önfluenza immer wieder vergessen worden ist, da sie uns nur in größeren Zoitabständen ab und an heimsucht. Öbre Uebertragung erfolgt wahrscheinlich im allgemeinen von Mensch zu Mensch, doch weiß man nie ob nicht auch gesunde „Bazillenträger" dabei helfen. (Denn her Grippenbazillus ist ja sowieso recht problematisch. Es ^^Iin^^ auch bei sicherer Erkrankten sein Nachweis nicht stets). Eine einzige deutsche Provinz soll in den letzten fünf Fahren allein 1000 Fälle dieses gefährlichen Hebels registriert haben, und ein Viertel dieser Sülle hatte tödlichen Ausgang. -Mehr als ein Drittel aber ist chronisch geworden. Das Schlimmste bei dieser Grippeform ist, daß die Geheilten keineswegs gesund zu brauchen, sondern auf eigentümliche Weise verkrüppeln. SclM^ re Lähmungen bleiben zurück, -Unregelmäßigkeiten der Spr^^ ' des Lehens und merkwürdige, veitstanzähnliche Bewegungen der Glieder. Auch kann der Eharakter sich völlig ändern, so daß der Patient reizbar, schwerfällig und leistungsuufähig bleibt. Das Ministerium für -Bolkswohlfahrt hatt deshalb jetzt versucht, auf dem Wege einer großen Umfrage an sämtliche Aerzte und Krankenanstalten, -das Leiden systematisch zu studieren. ön seiner Behandlung ist man nicht weit und im wesentlichen' auf die Pflege beschränkt. Allerdings hat das Serum vom Kranken, welche die Kopfgrippe glücklich überstanden haben,, ihren schwerer betroffenen Leidensgefährten manchmal genützt. Seine weitere Bewährung bleibt abzuwarten, — besser freilich;, wenn die Gelegenheit hierzu sich nicht allzubald wieder bietet.
Aengstlichen Gemütern sei aber gesagt, haß sie nichts befürchten müssen-, selbst wenn jemand -einmal genötigt ist, einige Tage im Bett zu verbringen. Auch -ein „Frost" braucht sie -nicht ängstlich zu machen. Hohes Fieber, Kreuzschmerz und Sliebet~ reißen sowie das Gefühl der „Zerschlagenheit" gehören fast zm jeder „Fn-flu-enza" und auch gutartige Fälle treiben häufig ins Anfang 'das Thermometer recht-hoch.
Uns hierzulande hat dies Sahr bisher glücklicherweise verschont und die leichten katarrhai-ifchen -Entzündungen dieses milden Winters verdienen -es wahrlich» nicht, daß man sie -Grippe nennt. J â
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Korpulenz ist heilbar!
Alle dicken Männer und noch mehr alle Frauen jenseits der 'Wlan-ken Linie werden freudig aufatmen,, wenn sie hören, daß es dem Wiener Professor Eppinger gelungen ist, mit Movasurol (das bisher in der Hauptsache bei Nierenkrankheiten angewen- det wurde) überraschende Erfolge: bei der Heilung und hochgradiger Fettsucht zu -erzielen. Diè Methode beruht auf -der Zerstörung der fettbildend-en Salze:im.Organismus. Fett besteht nämlich zu fünfzig Prozent aus -Wasser und hat einen sehr reichen Kochsalzgehalt.
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Sie Segelyacht mit Morturm.
Nachdem sich die „Buckel" im der- Praxis bewährt hat, werden jetzt auch Versuche unternWfmen: Erfindung des
Flettner-Rotors ni den Dienst des 5o^r;p^c^«P^WM Ergebnis der Versuche ist ein großes Modell der „Buckau'P das in der Volks-kraftauLstellung für Spiel, Sport, Turnen. Wandern, die in der zweiten März hälfte in Berlin stattfindet,. Den Besuchern gezeigt werden wird; Außerdem wird das Flett-- ns-r-Ruder praktisch vorgesührt,. 'das 'ermöglicht, bei großen: Ozeanschiffen die Bedienung der Steuerung, zu der bisweÜAr - Maschinen von hundert Pferdekräften netmenbig waren, duâ • ein einziges Handrad ja bewerkstelligen.
Chemiker, ökboto bemerkte fein öntereffe und fragte: ,Sinh Sie etwa auch in Ehem ie bewBidert, Herr Holm?"
„O ja, — ich hin mit den Mgsterisn der Chemie - ziemlich vertraut. Auf eigene Hand habe ich oft Experimente, gemacht» wenn auch die Chemie nicht gerade mein Hauptfach ist."
ökboto sah ihn scharf Wjd prüfe ab an. „Sieh: an! Fhr Wissen erstreckt sich auch auf dieses Gebiet. — Wenn Elektrizität, Mechanik und Ehenrie mit dem menschlichen Gehirn als viertem Faktor Hand in. Hand arbeiten, sind wirklich bewundernswerte Resultate zu, erreichen. — Aber Gehirn gehört dazu; ohne diese graue, merkwürdige Masse im Hohlraum unseres Schädels würden die Stoffe und ihre mächtigen schlummernden Kräfte unbedeutende,, tote Dinge in unserer Hand sein." — Er brach unvermittelt ab, und schlug einen leichteren Ton an. „Wirklich, Herr Holm, ich glaube, daß das unabwendliche Schicksal uns heute zusam-wengeführt hat. Sie sind wohl gerade wie Sie selber sagten, der Mann, den wfr suchen, und in diesem Fache werden Sie hier Möglichkeiten finden, hie Sie sich nicht haben träumen lassen. — Doch nun an die Arbeit! Dort auf dem Tisch sehen Sie zwei Broncel-euchter; ich möchte gern, daß sie bis heute abend fertig wären, damit sie gleich morgen ab geliefert werden können. Sie werden selber sehen, was daran gemacht werden muß. — Es müssen Löcher hineingebohrt und die Drähte durch den Sockel hindurchgeführt und in den Armen verzweigt werden."
-Sobald Holm ökboto mit dem Fahrstuhl Hinauffahren hörte, warf er Rock und Schlips ab und machte sich an die Arbeit.
Es war ihm fast ein Genuß, wieder etwas zu tun. Er wäre momentan bereit gewesen-, jede Arbeit zu übernehmen, wenn er nur sein Brot verdienen konnte, und nun hatte ein freundliches Schicksal ihn in diese japanische 'Kunstfirma geführt, M er neben seiner Arbeit wahrscheinlich reiche Gelegenheit babw würde, die japanische Kunstindustrie und die mongolische Masst selbst zu studieren. 7:
Der kleine zierliche ökboto interessierte ihn schon jetzt. —" in ihm hatte er wohl ein feingebildetes und nicht wenig amerikanisiertes Exemplar der Rasse vor sich, die eine nähere Bekanntschaft lohnte.
Holm beglückwünschte sich selbst und pfiff munter mit dem brummenden elektrischen Bohrer um die Wette. Die Zeit verging, und er war mit seiner Arbeit so beschäftigt, daß er erst aufblickte, als eine etwas quakende Stimme zu ihm sagte: „Herr ökboto schickt mich her, um öbnen zu sagen, daß wir von. zwocj bis halb eins Frühstückspause haben."
(Fortsetzung folgt.)