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Nr. 39

twlog, d-n 17. 8«bn.ar 1925.

Mische Morsenreitung

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Der Dame res Hauses

LS ^ahte frauenmode

Von Gertrud K ö b n e r.

Der Beginn des Sahrhunderts wurde durch eine ganz au- keraewöhnljche Eleganz weiblicher Moden ausgezeichnet. Wenn man die Modeblätter damaliger Feiten durchblättert, sieht man den Triumph der Waiteaufalte, die sich vom Kragen bis zum Saum des Schleppenkleides ausbreitete. Die eingeschnürte Saille war Bedingung und die Röcke hatten unten einen Um- fano von fünf Metern. Und die Hüte? Schäferinnenhute herrschten auf der ganzen Linie in der schweren Pracht ihrer Schleifen, Federn und Blumen. Sn jener Feit wagten die Mo­distinnen Kopfbedeckungen für junge Frauen und für Damen gesetzteren Alters herzustellen!

1901- Der Rock ist rund geschnitten. Selbst auf der Straße muß die Elegante ihn nachschleppen. Die Hüte werden kühn emporgeschlagen. Man setzt sie hinten in den Nacken, damit sie vorn recht viel Haar freigeben und das Gesicht entblößen. 0 Fortschritt! Man fängt an von dem einheitlichen Ganzen ei­ner Toilette zu sprechen. Es wird kein roter Hut zum grünen Kleid mehr getragen und die in eins geschnittene Toilette tritt in Erscheinung.

1902: Man beschäftigt sich besonders mit den Kindern. Ban nun ab gibt es auch für sie eine Mode. Aber was für eine unbequeme! ' Bänder, Tressen, hohe Kragen, eingeschnUrte Handgelenke hindern Knaben und Mädchen an freien Bewegun­gen. Nur A-abljS haben nackte Arme.

Und bei den Müttern herrschen wahre Aerwelorgien, die, vom Ellbogen ab immer weiter werden, bis zum Handgelenk herab reicyen. Die Hand scheint aus einem Füllhorn hervorzu­streben. Das Kleid, das in der Taille eng ist, erweitert sich nach unten zu glockenförmig. Nach den Modekupfern jener Feit scheint es vorn ebenso schleppend getragen worden zu sein wie hinten.

1903 bringt in die Kleider wenig Abwechslung, aber die Hu-

te werden ungeheuer groß.

1904: Triumph des Mieders und der flachen Hüte.

Mozartkopf wird selbst von alten Damen getragen. 1905: ^ie Empiretaille bereitet ihre Herrschaft

lonartige Frisuren stehen in vollem Sian?.

1906: Kein Heil für die Stau, die ihre Taille

vor.

nicht

Der

Bal-

unter

den Armen trägt.

1907 bringt den Waschrock. Der Rock wird scheint hinten aufgebunden zu werden, wie Wäscherinnen ihn

gerafft und

beim Waschen zu tragen pflegen.

1908 und 1909 bereiten den engen Rock vor.

Tr erschien 1910 und entfesselte stürmische Kritiken beson­ders von Seilen der Herrenwelt. Der Rock wurde in die Höhe der Wade verengt und gestattete gerade noch die Beweg­ung der Beine. Unmöglich zu laufen, den Autobus zu nehmen und die Treppe zur Untergrundbahn herauf- oder herunterzu-

1912 Jab das Ende dieser modischen Torheit. Da der Rock aber immer enger wurde, mußte er seitlich ausgeschnitten werden.

Das war ein großer Skandal, der heute in Vergessenheit geraten ist. Die Stauen haben seitdem mehr Beine gezeigt!

1913 und 1914 sahen den ^riumph des Sichgehenlassens! Die Taille wird breiter: man beginnt das Korsett ?u verwei­sen, der Bajaderenrock öffnet sich vorn. Die Gürtel schau­keln umher, Blusen öffnen sich bis ?ur Brust. Man beginnt sich immer mehr und mehr auszuziehen.

1915 trug man alte Kleider, strickte für die Soldaten und aller Modestand wurde verachtet.

1916 lancieren die Sch ne wer den Kur?en Rock, der keinem vorübergehennden Erfolg ausgeseizl war! Die Schuhmacher machen Stiesel, zu denen sie sich wenigstens was ihre Hohe anbetrifft die Eoldatsnstiefel ?um Vorbild genommen haben.

1917 und 1918 sehen den Erfolg der dicken Stosse. Die Hü­te nehmen gern die Form von Helmen an. Die Hemdkleider ha­ben alle weiblichen Stimmen: sie sind einfach, gerade, ohne Gar­nituren und passen sich dem aktiven Leben an, das die Frau seit dem Kriege führt. Der kur?e AermSl befördert leichte Beweg­ungen der Hut wird fest über den Kopf gezogen. Die Aera der praktischen Mode hat begonnen.

1919 werden sogar neue Moden für neue Frauenberufe geschaffen. Man sieht den Wachstuchmantel der Taxilenkerin, die Bluse der Kontrolleufe usw.

1920 schleifen die Friseure ihre Scheren. Die Haare be­ginnen unter dem grausamen Stahl zu fallen. sBisher sind sie noch nicht wieder gestiegen!)

1921 herrschen Anmut und Einfachheit. Leichte Stosse um- schließen die Formen, ohne sie zu markieren. Das Mantelkleid tritt mit glücklichem Erfolg auf. Da« Tape ist Königin.

1922 nähert die Extreme einander: bauschige Tast- und Organdiröcke flache Kleider mit außergewöhnlich langen Tail­len. Der Pagodenärmel -kehrt zurück. Der chicke Hut ist aus demselben Stoss wie das Kleid.

1923 ist noch nicht so alt. Man erinnert sich noch der langen Bänder an den Hüten, des länger werdenden Rockes, der Wiedergeburt des hellen Strumpfes und kleinen Schuhs. Die Schneider bemühen sich denPuff" von 1880 einzuführen, was ihnen aber nicht gelingt: um so besser! Die Drapierung ist Herrscherin. Schwarz triumphiert am Tag und am Abend. 0, praktisch- Frauen!

1924 verließ uns eben, nachdem es uns den sehr kurzen Rock und den ganz kleinen Hut ohne Garnierung gebracht hat. Fort mit dem Korsett, dem hohen Kragen den Haaren! . . . Die Franc n haben sich von jeder Hemmung befreit und schreiten leicht und kurz geschürzt, mit großen, sportlichen Schritten der

springen!

Zukunft entgegen

(Nachdruck verboten.)

Beiblatt.

Verlag: Fulda, Kanalstraße 44.

Sie alleinstehende Frau.

Von Dr. L m a n u e l e M e g e r.

(Nachdruck verboten.)

Die nachstehenden Ausführungen der als ideale Vorkämpferin für Frauentum und weibliche Bild- ungsarbeit bekannten Verfasserin, die soeben eine Sammlung ihrer Vorträge im Verlage Gr e t h - lein u. To. (Fürich und Leipzig) erscheinen läßt, werden in manchen Punkten utopisch oder zum mindest übertrieben erscheinen, aber man wird die ehrliche Gesinnung und Ueberzeugung anerkennen müssen, und darum sei auch das interessante Buch der AutorinDie Frau als Persönlichkeit" allen Frauen zur Beachtung empfohlen.

Die Redaktion.

Fu den alleinstehenden Frauen zählen die Sungfrauen, die Witwen und Verlassenen, sei es durch Scheidung oder durch andere Gründe. Sofern Sungfrauen und junge Witwen in Frage kommen, kann es sich um ein gewolltes und freiwilliges Alleinstehen handeln oder um unfreiwilliges, um ein Müssen aus Verhinderungen und Unmöglichkeiten heraus. Durch den Weltkrieg ist die Zahl der Alleinstehenden zu vielen Millionen angestiegen; wohl nie ist das Mißverhältnis in der Kopfzahl- der Geschlechter ein solch gewaltiges gewesen; die Ueberzahl der Frauen ist so groß und wird es wohl noch Sahre bleiben; daß in jedem Lande, das stark am Kriege beteiligt war, Millionen weiblicher Wesen, zahlenmäßig gesprochen, zu keinem Manne kommen können; das bleibt auch bestehen, wenn ein erheblicher

Ueberzähligen zu den freiwillig Alleinstehenden zählt. ^>eic e -uten dieser Alleinstehenden bilden ein soziales Problem aber eines, das hundert Lösungsmöglichkeiten hat.

Sch habe in diesen (ragen das Buch einer Frau gelesen, ge­schrieben vor 34 Sahren. Der Notschrei einer Beredten' ists für viele über das traurige Los der Ledigen, die man damals noch unter die Kategorie deralten Sungfern" einordnete, die, west sie keines Mannes geworden, keines werden konnten, groß tenteils unbefriedigt durchs Leben gingen, Klein Zwecke dienstbar ßemacbt wurden, überall lückenbüßend, wo niemand sonst woll- e oder konnte. Undalte Sungfer" hatte einen häßlichen Un- T einen saueren Geschmack. Niemand wurde der oft großen inneren Not dieser Menschenherzen gerecht, die so ""Eichen Reichtum tiefer Frauenliebe fast er-1 so heilig hätten beglücken können. Es war orbmin breiinenb den Fluch htzr Geselischafts-

allein dock ' I "ufbäumte in ohnmächtiger Not und -r ifbt Sesseln sprengen konnte, die^so vielen schon ins

Fleisch schnitten. Es ist ein seltsames Schicksal, daß Uebel- stände, Unrecht, Umkehrung aller Vernunft wieder alles Be­greifen oft lange Feiträume hängen bleibn ohne Erlösung, obschon Tausende einsehen, es liege dringendstes Erlösungsbe- dürfnis vor! Wir wissen nicht, ists Frucht der menschlichen Stu pidität oder ists Fluch der Lässigkeit ganzen Generationen!

Die alte Jungfer haben wir Heutigen nicht mehr; jeder Mensch ist uns wertvoll Wesenheit, ob er ehelos oder nicht, so fern er nur ein ganzes Menschentum in Erscheinung bringt. Die Ledige als solche ist unserer Feit neuer.Einstellung keine Ver­legenheit mehr; denn weit dehnen sich die Felder, die nach Arbei­tern rufen, endlos schier sind die Gebiete und Möglichkeiten des Auswirkens aller Kräfte, immer neue Berufszweige rufen. Unsere Feit leidet trotz des großen Frauenüberschusses nicht an der Betätigungsmöglichkeit, aber groß ist die Fahl weiblicher Wesen, die noch immer nicht zur Erkenntnis ihrer Bestimmung und Feitaufgabe erwacht und für dieselben gerüstet sind. Das Geschlecht des Menschen macht ihn fähig, der Gattung der Er­haltung der Art zu dienen, schließt aber keine Nötigung in sich, denn die Arterhaltung ist als solche wohl notwendig, und der größere Teil der Menschen dient ihr: aber für den einzelnen ist sie keine Notwendigkeit, für viele gar nicht Beruf, weil sie seelisch oder leiblich die Bedingungen nicht haben.

Fu diesen fehlenden Bedingungen seelischer Art gehört an erster Stelle der Mangel an Neigung zur Ehe und der Fug zum jungfräulichen Leben; hierhandelt es sich um das frei­willige Alleinbleiben, und das kann gewählt fein aus religiö­sen, sittlich-idealen Gründen, als höherer Lebensberuf, oder es ist ein Ledigblsiben nur aus Unberufenheit zur Ehe.

Dieser öbealtypus der Ehelosen, der «jungfräulichen, wird vermehrt durch jene Witwen, die sich ihm freiwillig anschlie­ßen, und sonstige Ehelose. Diese richtig eingestellten Scharen freiwilliger Eheloser bilden mit dem Kerntrupp der Menschheit ihre Blüte und ihren besonderen Segen, daran ändert alles Nichterfassen und alles Ablehncn unseres dekadenten Feitgei- stes nichts. Wo es aber um die unfreiwillig Ehslosen geht da wird der ^all ernst und schwer, und es ist einerlei, ob es sstch um an Leib und Seele Berufene oder solche handelt, die, auch ohne Befähigung zur Ehe, sich nach ihr sehnen.

Es ist für diese Fwangsleidenden das Leben eine schwere, für viele fast unerträgliche Sache, so lange sie sich der seeli­schen Not überlassen, die ihnen aus dem Fwangsverzicht er- wächst! Diesen Unglücklichen ist große seelische Ueberwindungs- kraft und religiös-ethische Hilfe nötig, damit sie nicht rin Le­ben steter Konflikte und dauernden «Zwiespaltes leben oder schweren Gefährdungen sittlicher Art unterliegen. Sbr Leben

könnte frei und glücklich werden, so sie es verständen, sich mutig dem Leid des Verzichtes zu entreißen und freiwillig das Leben der Ledigen zu erwählen, seine Schönheit, seine Fruchtbarkeit, seine höchsten geistigen Werte und feine innerste Beglückungs­möglichkeit fortreißend auf sich wirken zu lassen.

Für diese Geprüften gilt Augustinus tröstliches Ermutigungs wort:Bist du nicht berufen zu dem Fwangsstande, fo mache dich berufen, damit nicht dein Leben fruchtlos und unglücklich bleibe. Man hat je und je darin schwer gefehlt, dem Weibe von früh an die Phrase von ihrem einzigen und absoluten Weib­berufe der Ehe und Mutterschaft so lange zu suggerieren, bis die Mehrzahl der weiblichen Individuen an die Behauptung glaubten wie an ein Evangelium. Nichts hat mehr Unheil ge­zeitigt als diese gewissenlose Propaganda für die Ehe ohne Wenn und Aber. Es war und ist'der Menschheit ein schlechter Dienst erwiesen, jedes Weibwesen in Ehe und Mutterschaft hineinzujagen. Die Folgen der unzähligen unberufenen Ehen hat ein Gesellschaftsbild und eine soziale wie sittliche Not ohne­gleichen gefördert und geschaffen. Es ist hoch an der Feit und im Snteresse einer Hebung, Gesundung und Läuterung der Menschheit, sowie auch um des Glücks vieler Einzelner willen, eine mindeestns ebenso starke Propaganda für freiwillige Ehe­losigkeit zu entfalten, als man es für die Ehe getan hat und tut.

Es hat uns die Hgperkultur bis jn die letzten Verästelungen des Lebens hinein den Ferfall der sittlichen und gesunden Ehe, Entsittlichung der Sungwelt, der weiblichen, nicht minder denn der männlichen, furchtbare Verseuchung durch Geschlechtskrank­heiten und allgemeinen Niedergang der Rassentüchtigkeil gezeigt und eine Menschheit und ein Weltbild geschaffen, das' nur durch Regeneration bis ins Mark wieder erneuert werden kann. Nur die Gesundesten, die Besten, Verantwortungsstarken sollen in die Ehe treten, um ihrer selbst und des Dritten, des Kindes willen! Diese Forderung ist freilich stark utopisch und bleibt es wohl im großen und ganzen; denn gerade die minderwertigen Elemente heiraten bekanntlich am ehesten und tun es skrupel­los weil es für sie keine sittlichen Erwägungen, kein Gewissen, keine Verantwortung gibt.

Wie viel sittlicher und gesundheitlicher Schaden für einzelne und das ganze Volk aus unberufener Ehe hervorgeht wird viel zu oberflächlich betrautet und zu gering eingewertet.

Man sollte meinen, daß ein reifer und verständig denkender Mensch für den Ernst eines Ledensstandes gewissenhaD och auf Berufenheit für ihn prüfen würde. Wir wissen aber, daß das Gegenteil der Fall ist. Gerade der Eheberuj erfährt eine so geringschätzige Behandlung, daß ^..^aren von völlig unreifen, an Leib und Seele unberufenen, weil absolut ungeeigneten Ele­menten sich in die Ehe drängen; die Fahl der ung!u.....^en Ehen Ji Legion geworden,die Fahl der Ehescheidungen ist heu­te eine Verzweiflungszahl. Das Kind aber als der unglückliche Dritte im Bunde, ist der unschuldige Büßer und Leidträger. Auch die Ehe, mag noch so große Leidenschaft sie geschloffen haben, ist glücklos und verödend, wo sie nicht vor allem ein seelisch-sittliches Verhältnis hoher Vergeistigung darstellt. Nun erheben gerade die feinsten und wertvollsten Menschen, vor al­lem Frauen den ernsten Einwand, daß im ledigen Stande auch wenn ein starker Fug zu demselben vorhanden, die Einseitigkeit des Nur-Sch einen schmerzlich empfundenen, vielfach gar nicht zu überwindenden Ausfall an seelischer Ergänzung durch den Mann bedeutet. Wir stehen hier vor einer Frage von hoher Bedeutung und mehr als gewöhnlichem Ernste, die keineswegs mit ein paar frommen Redensarten oder Gegenbehauptungen abgetan werden kann, wie dies vielfach versucht wird. Das alte Mysterium, im Wesensgedanken bei allen Völkern vor­handen wonach Mann und ^rau einst uns ein Wesen waren, durch die Schuld seelisch getrennt wurden und im ewigen Selbst des Menschen einst wieder eins werden sollen, hat tiefen Sinn; denn ganz abgesehen von der fleischigen Begierde zueinander b,'c hier auszuschalten ist zieht tiefes inneres Sehnen am tiefsten bei innerlichen sensiblen Menschen, Weib- und Mann- seele zusammen.

die Seele des geistigen Mannes hat Eigenschaften, die dem Weibe fehl n oder an die es nur Anklänge hat, und die fSvIfs des Weibes hat Kräfte und Eigenschaften die der Mann nicht oder nur in schwacher Anlage besitzt. Hier wird Ergänzung durch Austausch zur Erlösung. Befreiung, Bereicherung, Erfüllung und Harmonie ja zur höchsten Steigerung der eigenen feeli- sazen Influenz und der des vergeistigten, edlen Mannes. Ohne jeden seelischen Einfluß aufeinander verarmen die Geschlechter an innerer Fruchtbarkeit und Entfaltung der vollen Wesenheit und Harmonie! Die neue Kultur, die wir anstreben, muß wie­der Vertrauen zwischen den entgleisten Geschlechtern anbahnen und ihre segensvolle Gemeinsamkeit wieder zur Pflege bringen.

dreiwillig Alleinstehende der sittlich idealen Art find in der Auswirkung ihrer Persönlichkeit und ihres Lebens vielfach Führer auf höchste Kulturpfade des Geistes und der sittlichen Vollendung, wie es die Gatten in ihrer starken Gebundenheit so selten sein können. Scharf gewarnt werden soll an dieser Stelle vor jenen abstoßenden, weil krankhaft sentimentalen Freundschaztsvtindnisten zwischen Frauen. Meistens sind diese Innigkeiten eine innere Stärkung, keine Bereicherung, sondern Verflachung, ön Kreisen unserer vielfach kranken, überreiz­ten weiblichen Sroßstadtjugend, aber auch unter älter. Ledigen, arten heute solche weibliche dreundschaften nicht selten bis an Die Grenze krankhafter Sexualreizung aus. Wundersam erhe- benb indessen, tröstend,.verklärend kann echte, gesunde, auf ho- .ber Achtung und Funeigung begründete 5reunbbv^i auch zwi- ^den Frauen sein; nur ideale, starke, dauernde Freundschaften sind unter ihnen viel seltener als unter Männerl

Mit der Aenderung des Frauentyps, dem Hinauf- und Hin- einwachfen in starke Persönlichkeit und seelische Struktur kann auch hier ein neues Blühen für eiyische, wertvolle und persönlich beglückende starke Freundschaft aufgehen und wäre eine Bereicherung für gleichwertige freiwillig ehelose Frauen idealer Art.