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itänönis und Unterstützung rechnen, solange Frankreich ernstlich i beabsichtige, eine Vereinbarung über die Zahlung seiner Schul-

treffen. Nichts würde den Kredit mehr stärken als ein noch so geringer Anfang in dieser Beziehung. Dor englycoe Wechselkurs habe sich in Amerika wesentlich verbessert lebiglup beshalb, weil England angefangen habe, seine Schulden an Amerika abzuzahlen.

j cpaftsor Berichterstatter des ,/Daily Telegraph" führt aus, man könne sagen, daß eine Art Krisis eingetreten sei.

' ' Spital verlasse das Land, weil die Kapitalisten kein Ver- hätten. Herriot befinde sich in einer schwierigen Lage,

. „ ^r gegenwärtige Zustand sei nicht in Uebereinstimmung mit mas bei den letzten Wahlen versprochen wurde.

/Daily News" sagt, daß die Verschlechterung des Franken- Kurses diesmal nicht auf Spekulationen, sondern auf politische unb wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen sei.

Etwas für WfiM

ivb. London, 16. Febr. Nach einer Newgorker Meldung sagte Vizeadmiral Bradleg Fiske in einer Rede, der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Sapan müsse angesichts ber wachsenden Konkurrenz beider Nationen auf dem Welt­märkte als eine Möglichkeit im Aug-e behalten werden.

wb. London, 16. Febr. „Dailg News" bemerkt im Leit­artikel zu der von der .japanischen Botschaft Dementierten Mel­dung über einen geheimen russisch-japanischen Pakt, auch wenn man die Nachricht mit Grund als falsch betrachtete, enthielte sie doch eine wichtige Warnung, die sich die britische Politik zu Herzen ohmen sollte. Die fanatischen Anhänger der -Errichtung eines Flottenstützpunktes in Singapore seien sich offenbar nicht klar darüber, was für eine Herausforderung dies für die ganze japanische Nation bedeute und daß Japan in Der Lage sei, hier­auf eine Antwort zu erteilen.

Die Singst vor der brutschen Wissenschaft.

wb. London, 16. Febr. Der politische Berichterstatter der „Dailg Mail" meldet: Der Unterausschuß des -Reichsverteidig- ungskomitees, der mit der Prüfung des-Genfer Protokolls -und der Vorbereitung von Abänderungsvorschlägen betraut war, er zielte beträchtliche Fortschritte. Ein vorläufiger Bericht über seine Schlußforderungen, ber von Lord Balfour verfaßt worden war, fei fertiggestellt worden. Balfour weise darin auf den unpraktischen Tharakter des Protokolls hin und hebt die Ge­fahren hervor, die entstehen würde, wenn man es zulassen mür­be, daß ein isoliertes Deutschland seine Kräfte mit denen Ruß­lands verbinde. Hierbei werde dem Tharakter künftiger Krie­ge und die Rolle, die die Themi-e in ihnen spielen mürbe, genü- genib Aufmerksamkeit gezollt. Man halte dafür, daß die Errich tung deutscher chemischer und anderer Fabriken in Rußland eine ernejt Gefahr bedeuten würde. Die Frage würde mesentiirh an­ders sein, wenn Deutschland bei -dem Sicherheitsplan mitwirke. Man halte es für wünschenswert Europa als eine Einheit zu be handeln und keine großen europäischen Staaten von dieser All- gemeinregelung -auszuschließen. Der Korrespondent bemerkt, Die genauen Richtlinien, nach denen Dieses Ziel erreicht werden könne, müßten noch fertiggefteHt werden. Man erwarte, daß das ^Kabinett die Denkschrift Balfours im Laufe dieser Woche ermägen werde.

Daten der Kulturgeschichte.

16. Februar.

Geburtstag Philipp Melanchtons in Bretten (1497), des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Köln a. b. Spreee (1620), des Dichters Viktor von Scheffel in Karlsruhe (1826), des Naturforschers Ernst Haeckel in Potsdam (1834) und des bekannten Botanikers Hugo de Vries in Haarlem (1848). — Bor 150 Fahren, am 16. Februar 1775, stand in der ,^Riving- fton Gazette" die früheste amerikanische Nachricht, daß jemand — Lhristopher Tolles, Lehrer der philosophischen Gesellschaft zu Philadelphia — die Dampfkraft zum Schiffsantrieb benutzt habe. — Vor 50 Fahren wurde Nikolaus Osteroth geboren, eine jener Persönlichkeiten, die den Titel „Mann aus eigener Kraft "beanspruchen dürfen. Er wurde mit 12 Fahren Fabrik­arbeiter und später Arbeiter im Tonbergbau. Hierauf wandte er sich der deutschen Ärbeiterbewegung zu und erhielt 1924 sei­ne Ernennung zum Direktor der Staatlichen Bergwerke Preu­ßens. — Vor einem Fahr starb zu Bethel bei Bielefeld der Dr.-Fng. H. c. Wilhelm Schmidt, der die Schmidtsche Hsiß- bampfgefeHJcbaft begründete. — Vor zwei Fahren kam das Memelgebiet unter litauische Oberhoheit.

17. Februar.

5m Fahre 1673 erblickte der französische Lustspieldichter Moliere, der eigentlich den bürgerlichen Namen Fean Baptiste

Coquelin führte, das Licht der Welt. — Am 17. Februar 1799 wurde zu Genf der Maler und Novellist Rudolf Töpffer ge­boren, der, gewissermaßen ein -Vorläufer Jules Vernes, meh­rere Erzählungen verfaßte und illustrierte, in denen technische Probleme, ?. B. das Fliegen, sehr launig vorausgeahnt wur­den. — Am 17. Fbruar 1818 nahm der Franzose Dineur im Auftrage des Frei-Herrn von Drais aus Mannheim in Paris das Patent auf die sogenannte Laufmaschine, einen Vorläufer des „Zweirades". Jn dieser Patentschrift kommt zum ersten Male das Wort „velocipede" vor. — Todestag des berühm­ten Pädagogen Fohann Heinrich Pestalozzi in Brugg in -der Schweiz <1827) und des Dichters Heinrich Heine in Paris (1865).

Ehrung. Für Z4jährige treue Mitarbeit im Vorstand des Lvangel. Volksvereins wurde gestern Herrn Feilenhauermeister Foh. Raab durch eine Abordnung des Vorstandes als äuße­res Seichen der Dankbarkeit ein Bild der Lvangelifchen Kirche Fulda überreicht.

Fugendabteilung Les Lvangel. Volksverein. Am Sonntag Abend sprach vor einer großen Zahl Mitglieder Herr Niemeyer über das Regt. 47. Jn 1 Mündigem Vortrage verstand -es der Redner die Mitglieder im Geiste in ein fernes Land zu führen und dort die friedliche Arbeit unseres Regiments als Kolonisator und Küstenschutz zu zeigen. Der Vorsitzende des Volksvereins, Herr Zirkenbach dankte dem Redner und ge­dachte mit kernigen Worten der auf dem Felde der Arbeit ge­fallenen deutschen Brüder an der Ruhr. Die Versammlung hatte sich von -den Plätzen erhoben und alle Anwesenden waren sichtlich ergriffen. Weitere Vorträge werden folgen.

Der Zentralverband christlicher Bauarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Fulda, hielt am letzten Sonntag vormittags 1 ] % Uhr beginnend in der Harmonie in Fulda seine dies­jährige Generalversammlung ab, die recht gut besucht war. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden erstattete Herr Gewerkschaftssekretär Stahl -Fulda den Geschäfts- u. Kassenbericht für das Fahr 1924. Aus dem Kassenbe­richt ging hervor, daß die Verwaltungsstelle die Rachwehen der Fnflationszeit verhältnismäßig schnell überwunden hat und heute auch finanziell wieder gesichert ist. Bei der anschließend getätigten Vorstandswahl wurden die bisherigen Vorstands- mitglieder bis auf eins, das verzogen ist, und wofür ein Neu­wahl stattfand, wiedergewählt. Herr O l l m e r t -Fulda sprach über die bestehenden Schmierigkeiten im Wirt- s ch a f t s l e b e n und ihre Bedeutung für Die Ar­beiterschaft, wobei er u. a. auch auf die unbedingte Not­wendigkeit starker christlicher gewerkschaftlicher Organisatio­nen für die Arbeiterschaft hinwies. Der Bezirksleiter Schleicher-Frankfurt a. M. hielt einen Vortrag über Bauproduktivgenoffenschaften. Er zeigte in klarer Weise die Vorteile und Schwierigkeiten, die solch Genossenschaften für die Arbeiterschaft mit sich bringen. Aach einer eingehenden fachli­chen Aussprache wählte man einen Ausschuß von 10 Mitglie­dern, der die Aufgabe hat zunächst zu prüfen, ob die Vorbeding- ungen für die Errichtung einer B a u p r o d u k t i v g o n of­fen f ch a f t für Fulda und Umgebung fo sind, daß ihre Grün­dung empfiehlt. Bejahendenfalls wird der Ausschuß die Vor­arbeiten für die Gründung vornehmen. Herr Schleicher erstat­tete auch den Bericht über die im letzten Fahre stattgefundeneu Lohnverhandlungen, die insbesondere die für die Bauarbeiter nicht erfolglos geblieben sind. Seine Darlegungen zeigten aber auch mit aller Deutlichkeit, daß die erreichten Lohnaufbeffer- ungsn nur nach schweren Kämpfen, teilweise unter Anwndung bes letzten gewerkschaftlichen Kampfmittels, des Streiks zu erringen gewesen sind. Unter Punkt Verschiedenes wurden noch mehrere die Arbeiterschaft betr. Fragen, darunter auch die Frage der Z u g v e r b i nd u n g e n erörtert. ' Der Verlauf der Generalversammlung war ein nach jeder Richtung hin be­friedigender. Die Anwesenden schöpften neuen Mut und gelob­ten noch eifriger als bisher für ihren Verband und für die ge­samte christliche Gewerkschaftsbewegung zu arbeiten, um sie der­art zu stärken, daß das bisher Errungene erhalten bleibt und die darüber -hinausgehenden berechtigten und durchführbaren Forderungen der Arbeiterschaft recht bald erfüllt werden.

Eigenheime. Wir hatten in einer der vorigen Kummer« schon,bereits über die Rentenheim-, Spar- und Baugefellschaft Th. Bokand, Essen-Ruhr am Handelshof 1/4 berichtet und neuen uns heute unseren Lesern in unserer Beilage diese E!- genhömre -m Bilde vorführen zu können. Es dürfte wohl jedem ein suchten, daß diese Häuschen entschieden anders ausfehen als Holz-, ober Wellblechbaracken, die man unverftändlicherweise baut Wir geben im Nachstehenden die Kostenaufstellung der verschiedenen HausertWen: y

„ fff '• «-nffâftm 3600 S.-». anjaNimg 1200 unb o % Abtragung jährlich 240 G.-Mk., monatlich 20 G -

Egp 2. Aettobaupreis ohne Wintergarten 4500 G.-Mk anzaolung 1500 G.-MK., -Resthgpothek 5000 G.->MK. Bei

7 % Zinsen und 3 % Amortisation jährlich 300 G.-Mk., mo­natlich 25 G.-Mk.

Cgp 2 Nettobaupreis mit Wintergarten 5400 6 - / , Anzahlung 1800 G.-Mk., Resthgpothek 3600 G.-MK. Bei 7 % Zinsen und 3 % Amortisation jährlich 360 G.-MK., mo­natlich 30 G.-Mk.

Tgp 3 Nettobaupreis 6300 G.-MK., Anzahlung 2'.CO G.-Mk., Resthgpothek 4200 G.-Mk.. Bei 7 % Zinsen n 5 % Amortisation jährlich 420 G.-MK., monatlich 35 G.-'K lr.

Typ 4 Doppelhaus. Nettobaukosten des Linzechauses 6300 G.-MK., Anzahlung 2100 G.-Mk., Resthgpothek ■2 00 G.-MK. Bei 7 % Verzinsung und 3 % Abtragung zähruch 420 G.-MK., monatlich 35 G.-Mark.

Aus vorstehenden Zahlen ersieht man ohne viel Rechenopera­tionen, wie billig die Häuschen hergestellt werden können, was hauptsächlich davon abhängt, weil die Häuser nach normalisie­renden Gesichtspunkten errichtet werden, und sich dadurch we­sentlich verbilligen.

Die Stadt Fulda hat zu einem Varackendau 51000 Mark bewilligt, eine einfache Aditionsrechnung erhellt, daß man für diese Summe sämtliche 4 abgebildeten Häuschen hätte bauen können und noch zwei dazu!

Ls wirkt mehr als befremdend, wenn man sich diese Gegen­überstellung einmal überlegt und Vergleichs zieht. Man sollte eigentlich annehmen, daß amtliche Stellen Kenntnis von der Bauweise oben erwähnter Gesellschaft haben. "Als Student we­nigstens pflegt man sich um die Neuerungen zu kümmern, wenn man mal Baumeister werden will. Wir hoffen, daß viele unse­rer Vaulustigen Bürger aus den Anregungen ihren Nutzen zä­hen und sich an die oben erwähnte Firma wenden, die zu jeder Auskunft gern bereit ist.

<Ohne Verantwortung der Redaktion.)

Line Laktfrage. Ls ist eine schon oft gerügte Unsitte des Deutschen, die Sitten fremder Nationen nachzuahmen. ön /eu­erer Jeit -jedoch finden wir eine Verquickung deutscher und fremder Art, wie sie schlimmer nicht sein kann. Man beobach­tet neuerdings auf Bällen, daß man ausschließlich Foxtrotts, Shimmys und andere Regertänze tarnt. Der Fugend von heute macht dieses Spaß, wir Alten können da nicht mehr mit; aber, wenn man schon diese Lingeborenentänze tanzen muß, son man auch die entsprechende Musik dazu nehmen. Leider ge­schieht das nicht immer, sondern man verfällt auf unsere asten Militärmäpsch^-big weiß Soft zu etwas anderem da sind. Mru Kann es der Kapelle nicht übel nehmen, wenn sie 'den „Frideri- cus Rex" spielt, im Gegenteil; aber dann sollten wenigstens die Tänzer soviel Takt besitzen und sich während dieses Marsches des Tanzes enthalten. Sie sollten bedenken, daß Märsche keine Eänze sind, daß alte Solbaten z. B. beim „Alte Kameraden", nach dessen Klängen man ebenfalls heute durch den Saal fox- trottelt, sich manches Kampfgenossen erinnern, der in fremder Erde schläft und an dessen noch frischem Grabhügel dieser herr­liche Marsch ertönte.

(Soigt Unterschrift.)

mitgeteilt vom

SonfW Earl Kiefer L Cs, Fulda.

Frankfurter Börse, vom 16. Februar 1925. Tendenz: schwächer.

Die feste Tendenz vom Samstag konnte sich auch heute Vormittag im Freiverkehr halten, während zur Eröffnung der Börse ein starker Rückschlag eintrat.

So verloren Harpener bei 152 % auf 146 % ca. 6 Punkte ebenso schwächten sich die anderen Mondanwerte stärker ab, währepd die Lhemiewerte nur geringfügige Verluste erlitten.

Sehr fest lagen Bosnier bei denen man von einem günstigen Umtausch in Goldrenten sprach. Türkenwsrte waren vernarh-

läTTigt. 5 %jige Kriegsanleihe gingen von ca. 755, 760 um.

Wetterbericht.

wb. Frankfurt a. M., 16. Febr. Das Tiefdruckgebiet, das heute Hilf feinem Kern über dem deutschen Nordmeere liegt, verlagert sich allmählich nordostwärts. Nur schwache Rand- störungen werden unser Gebiet noch eirchben und zwar zeit­weise auch noch stärkere Bewölkung, im Höchstfälle jedoch ge­ringe Niederschläge bringen.

Vorhersage bis Dienstag Abend: Wolkig, im Höchstfälle geringe Niederschläge, Temperaturen wenig verändert, südwest­liche Winde.

Witterungsaussichten bis Mittwoch: Wolkig, meist trocken, mild, Westwinde.

dulda. Verantwortlich

* CR fcHedrich P Partmuß. für Anzeigen, augujt Saniberger, famth y in Fulda.

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Rhein. Maschio,

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Geiling & Cie.

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