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geboren. -

,__Vor 60 Jahren erhielt Alfred Krupp das brifi den Aundkeilverschluß gezogener Hinterlade

u • Patent auf den VtunOKeuvevjiumj? yt2vyt.^. v—......

u^ih., — Jni öabre 1918 beendete Ruhland den Kriegs

Mittelmächten. — Genau ein 2ahr später, provisorische deutsche Reichsverfassung ange- 2 Fahren starb der Physiker Wilhelm Rönt-

gifchützc mstand mit den igzq, wurde d e uommen. — Vor gen in München.

Gemäldeausstellung. Herr Kunstmaler S ch m i e g e l o w hat im Verkaufsraum Scholz (Luckeuberg) eine Dauerausstel- uen Ssmalden veranstaltet. Wir nahmen Veranlassung, I besichtigen und fanden außer einer Reihe Rhönbilder und Onentiandschaften die meisterhaft zusammongestellten und aus- gejübYten allegorischen Stilleben „Krieg und Friede", ein nicht mehr unbekanntes Mädchenbild und ein gutes Blumenstück. Uns fesselte in erster Linie der vtimmuugsgehalt der Landschaften. Da ist die Wafferkuppe, an einem regnerischen Spätsommer­tage von der Maulkuppe aus gesehen. Dunstige Luft oepfchlei- ert zart das Bergmassiv, Regenwolken umhängen den Himmel und verdüstern das Vorgelände. — Da blicken wir vom Dorf- ende Dalherdas nach der Wafferkuppe. Uns stehen die Häus­chen, die so lieblich am Rande des Gehölzes liegen, die farben­reichen Wälder der Berge in freundlicherer Erinnerung, haben wir sie doch öfters unter dem heiteren Him'— el sonniger Herbst- nachmittage als bei drohendem Unwetter gesehen.

Freundlichen Eharakter tragen das liebliche Uferbild von Ziegel, die in kräftigen Cronen und guter Gesamtwirkung gebo­tenen Rhönhäuschen, sowie die Salzburg und die Milseburg. Dort der Durchblick über das spielende Gewässer nach bet hell- belichteten Burg, quer der hochragenden Berge, auf beiden die Pracyt des herbstlichen Waldes. — Lin Winterbild der Mil­seburg zeichnet sich aus durch einfache Formen und feine Zar- benftimmung. Die SchnLeflächen des Geländes zeigen den Wi­derschein des rötlich-gelben Dämmerungshimmels; sie werden wirksam unterbrochen durch Schatten waldiger Höhen, während der markante Berg in stolzer Höhe und im letzten Leuchten die

Die Orientbilder muten uns naturgemäß zunächst in Motiv, E Sarbe und Sefamtmirkung etwas fremd an. Wenn wir jedoch der Ligenart morgenländifcher Landschaft und ihrer klaren Luft gedenken, so werden sich uns die Stimmungswerte jener Bilder erschließen. Sei es nun Liberias am See Genesareth im Strahlenglauz der untergehenden Sonne, das kuppelreiche Je­rusalem im blendenden Tageslicht oder das unwirtliche Gestade des Toten Meeres. — Ganz eigenartige Stimmung zeigen zwei ägyptische Landschaften. Am tiefblauen Nachmittaghimmel steigt silberglänzend der Mond empor, umspielt die steinernen Memnonkolosse und spiegelt die Riesenfiguren in den dunklen Siuten des übergetretenen Nils. — 2m Gegensatz zu diesem feierlich-ernsten Nachtstück steht das Tal der Könige. So nüchtern und öd es auch Jein mag — denn wir sehen nicht Baum und Strauch, noch Gras: nur Fels und Steingeröll — wenn aber Sonnenlicht den einsamen Weg aufleuchten läßt,

wenn es Steine und Seifen umgleiht und welch überraschende Wirkung!

Universitätsbund Marburg. ön der

tiefe Schatten wirft: -p.

Llula der Oberreal- Dr. Schäfer über

schule sprach Samstag abend Herr Prof.

R a ii m und Seit in d e r neuen Phgsjk und eröff

Hite damit die Reihe der Vorträge, die die Universität Marburg in dankenswerter Weise in Anlehnung an die hiesige Volkshochschule veranstaltet. Zunächst definier­te der Redner in ausführlicher Weise an Hand der geschichtli- chrn Lutwicklung der Phgsik die Begrifje^von Raum und Zeit. Lr ging dann in tiefschürfender, klarer Form auf die L i n - st e i n s cheR è I a t i v i t ä t s the o r i e ein und erschloß auch jeden: Laien dies recht schwierige Gebiet der modernen Natur- r roist mschaften. Herr Geheimrat Prof Dr. Troeltsch er­griff sodann das Wort und legte das Wollen des Marbur­ger U n i v e r s i tä t s b und e s dar, der durch den Zufam-

* menschlich ihrer Freunde die Beschaffung von Mitteln für Wis­senschaft m d Forschung anstrebt und endlich die Bande zwi­schen der Hochschule und den früheren Studenten inniger ge- stalien soll. Limn weiteren namhaften Mitgliederzuwachs als sichtbaren Erfolg brachte die Veranstaltung der hiesigen Orts­gruppe ein K. Seb.

Prüsuugstermiue. Die nächste Prüfung für Leiter von L i ch t b i! d v e r a n st a l t u n g o n an Schulen und in der 2u- gendpflege findet, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit teilt, am Sonnabend, den 4. April d. 2s. vormittags 9 Dhr in M B e r 1 i n statt. Meldungen sind an den Vorsitzenden des Prü- M fungsavsschusfes, Professor Dr. Lampe, Berlin NW. 40, Molckestraße 7 zu richten. — Die im laufenden 2ahre abzu­haltende Prüfung vor dem K ü n st l e r i f ch e n P r ü f u n g s a m t beginnt in der Abteilung für bildende Kunst am 2. 2uni, der Abteilung für Musik am 8. 2uni. Meldungen zur Prüf- â ung sind bis spätestens zum 1. Mai an den Vorsitzenden sdes Staatlichen Künstlerischen Prüfungsamts, Professor Dr. Pai- • lat, einzureichen.

Ein Verzeichnis der vom Unterrichtsministerium genehmig­st ten Lehrbücher wird soeben im Zentralblatt für die gesamte Un­terrichtsverwaltung in Preußen, dem amtlichen Publikations­organ des Kultusministeriums, veröffentlicht.

Reichsbankdirektor Wilhelm Arendt f

Einem Herzschlag erlag am Samstag .nachmittag Herr Reichsbankdirektor Wilhelm Arendt; eine schwer auszufüllende Lücke hat der unerbittliche Tod damit gerissen. Tief erschüt­tert steht die schwer getroffene Gattin mit ihren Töchtern an â der Bahre des treujorgenben, liebevollen Gatten und Vaters, ^lnfs schmerzlichste ergriffen trauert die gesamte Beamteu- schäft der Reichsbankstelle Fulda und ihrer Nebenstellen um r diesen selten wohlwollenden, herzensguten Vorgesetzten. Die I aufrichtigste Teilnahme aller Gewerbe-, Handels- und 2ndu- M itriekreije erweckt das plötzliche, und unerwartete Hinscheiden beliebten Leiters der hiesigen Reichsbank.

^us einem Familienleben voller Harmonie, aus einer um- sv "nd erfolgreichen Tätigkeit im besten Mannesalter und - ^ft nahm ihn der Tod hinweg. Die unsäglich bittere, auf- â s "c'rvLnzermürbende Tätigkeit in Koblenz unter dem Herrschaft hat die Lebenskraft dieses echt- / “annßs vorzeitig zerstört; hier in Fulda atmete er 1 l^n ^^ Versetzung nach hier dem Zugriff der ÄÄ” ,m Augenblick entzog. Wir hatten gehofft, en würde; aber das tragische Schicksal seiner brocber' ^vimat hat die Kraft dieses Herzens ge- JMocben. Möge ihm die Erde leicht sein. W. A. B.

m. Selbstmord. Am Sonntag morgen warf sich der Ge­richtsvollzieher Basler von Offenbach 200 Meter von der Hal­testelle Steinau Krs. Fulda auf die Schienen. Der Herran- braufende Hug teilt den Körper in zwei Hälften. Line be­hördliche Untersuchung fand am Montag morgen an Ort und Stelle statt.

. Liu folgenschweres Autounglück ereignete sich am Samstag auf der Landstraße Burghaun-Rothenkirchen beim Bahnwär­terhäuschen in der Nähe des Mundloches des Lisenbahntun- nels. Die 2nfassen des Wagens, der Arzt Dr. Blum aus Burghaun mit seiner Gattin, hatten wegen des Tunnels den herankommenden Hug nicht bemerkt, und beim Ueberfahren des Bahnüberganges wurde der Wagen von der Lokomotive gefaßt pur Seite geschleudert und zertrümmert. Während Herr Dr. B. nur leichtere Hautabschürfungen davontrug, wurde seine Gattin sofort getötet. Die Unfallstelle, deren Gefähr­lichkeit schon bekannt war, war früher mit einer oipranke V ersehen; wie wir erfuhren, ist jedoch der Wärter an diesem zweiten Bahnwärterhäuschen abgebaut worden.

Ermäßigung der Lteuerzuschläge.

Die Dritte Verordnung über Verzugszuschläge vom A 2 a- nuar 192^ hat den bisherigen Verzugszuschlag für rückständige Steuern in Höhe von 1,5 Prozent pro Halbmonat auf 1 Pro­zent für jeden auf den Heitpunkt der Fälligkeit folgenden an- gefangcncn halben Monat herabgesetzt. Diese Ermäßigung des Verzugszuschlages entspricht dem inzwischen erfolgten roei= teren Rückgang des allgemeinen Hinssätze. 2mmerhin bedeu­tet ein Zuschlag von 1 Prozent im- halben Monat noch immer einen jährlichen Hinssatz von 24 Prozent, was sicherlich recht hoch erscheint. Der Huschlag wird für alle rückständigen Steu­ern erhooen, deren Betrag 10 Reichsmark übersteigt. Hur Be­rechnung des Huschlags wird der rückständige Steuerbetrag auf kn nächsten durch 10 teilbaren Reichsmarkbetrag nach unten abgerundet. Der ermäßigte Zuschlag gilt vom 15. oanuar 1925 ab. Fällt also ein Haibmonat ganz in die Zeit vor dem 15. 2a- nuar 1925, so ist der alte Zuschlag von 1,5 Prozent zu zahlen. HAlt der Halbmonat, für den Steuern rückständig sind, dage­gen zum Teil in die Zeit vor dem 15. Januar, zum Tei: in die Zeit nach dem 15. 2anuar, so ist ebenfalls nur der neue er­mäßigte Satz von 1 Prozent für die rückständigen Steuern zu zahlen. Unter Umständen können aber die Finanzämter aus Billigkeitsgründen auch für die gesamte Heit vor dem 15. 2a- nuar 1925, für die noch Steuern rückständig sind, nur die er­mäßigten Verzugszuschläge von 1 Prozent erheben, soweit bei der Verzögerung der Steuerzahlung ein böser Wille nicht anzu- n-chmen ist.

2n der mehrfachen Herabsetzung der Steuerzuschläge spiegelt sich der allmähliche Abbau der deutschen Zinssätze wieder. Ur­sprünglich betrug der Zuschlag für rückständige Steuern „auf Grund der Zweiten Steuernotverordnung 5 Prozent des rück­ständigen Betrages für jeden halben Monat, d. h. 120 Prozent pro 2ahr. 2m 2uli 1924 wurde der Zuschlag auf 2 Prozent im November auf 1,5 Prozent ermäßigt, um nunmehr, wie oben mitgeteilt, bis auf 1 ProezNt gesenkt zu werden,

Liseubahnerversammlung.

Am Sonntag, den 8. Februar fand eine überaus starkbesuchte Versammlung des Allgemeinen-Lisenbahuer Verbandes statt, welche sich in der Hauptsache mit der Schließung der hiesigen Lok-Wsrkstätte beschäftigt. Als Referent war Herr General­sekretär Landtagsabgeordneter Riedel erschienen, welcher in durchaus fachlicher Weise zu der gegenwärtigen Lage im allge­meinen und zur Schließung der Lok-Werkstätte Stellung nahm. Durch den Krieg sei die Eisenbahn zum Kriegskrüppel ge­worden, ohne wie die Ruhrindustriellen, welche Goldmilliarden erhaiien habe, entschädigt worden zu sein. Durch das Angebot des früheren Reichskanzlers Luno an die Entente sei der Vor­schlag gemacht worden, als Pfand zur Befreiung von Rhein und Ruhr 20 G.-Milliarden, welche je zur Hälfte die deutsche Reichsbahn und zur Hälfte 2ndustrie und Landwirtschaft über­nehmen solle. Wären die Vorschläge des A. L. V., die seiner­zeit den maßgebenden Stellen und Körperschaften unterbreitet wuroen zur Verwirklichung gebracht worden, so würden wir uns heute nicht in dieser unerträglichen Lage befinden. Das Reirhsoifönbahngssetz wäre heute anders und besser für die Lissnbahnbedienestten ausgefallen. Ein großer Teil der jetzigen mißlichen Lage haben wir den Phrasen- und Maulhelden zu verdanken, welche jede sachliche Arbeit sabotieren und prakti­sche Arbeit nicht leisten können. Die Reichsbahnverwaltung scheine ebenso in sozialer Hinsicht .einen äußerst rückständigen chen Standpunkt cinzunehmen, hat sie sich doch dahin ausge­drückt, daß sie zur Zahlung der Beiträge zur Pension Abt. B. keine gesetzliche Verpflichtung habe und es sich überlegen müsse, ob sie in Zukunft diese Beiträge zahlen werde.

Diè Lisenbahnverwaltung habe durch die Personaloerord­nung die Arbeitszeit für die Beamten auf die M i n d e st zeit von 9 Stunden festgesetzt.

Auf die Schließung der Werkstätte eingehend trug der Re­ferent die bis jetzt vorgenommenen Schritte vor und sprach die Hoffnung aus, daß letzten Endes der gesunde Menschenverstand über die schematische Bürokratie siegen werde. Die gute Ful­daer Arbeiterschaft mit ihrer hervorragenden Leistungsfähig­keit dürfe unter keinen Umständen geopfert weichen. Schon jetzt gleiche man in einigen Werkstätten den Abbau durch Ue- berstunden und durch Zuhilfenahme der technischen Rothilfe aus. Die Versammlung faßte nach sehr reger Aussprache, in welcher auch über die von dem Magistrat der Stadt Fulda unternommenen Schritten berichtet, die von der Versammlung sehr begrüßt wurden, folgende Resolution:

„Die vom Allgemeinen Lisnbahnerverband, Ortsgrup- ps chulda, auf Sonntag, den 8. Februar einberufene über- füllte Versammlung legt gegen den beabsichtigten Abbau der Lokomotiv-Reparatur-Werkstätte Fulda entschieden Ver­wahrung ein. Will man schon sich einer technisch vollkom­men einwandfreien Werkstätte entäußern, dann erscheint es sowohl aus wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gründen als auch im 2nteresfe der Reichsbahn selbst als unabweis- ivarc Pflicht, den anerkannt qualitativ vorzüglichen und durchweg alteingesessenen Arbeiterstamm mit seinen her­vorragenden Leistungen der Reichsbahn dadurch zu erhal­ten, daß die Wagenwerkstätte zur Aufnahmefähigkeit der in der Lokomotiv-Werkstätte freiwerdenden Arbeitskräfte erweitert wird. Diese Pflichterfüllung darf an schematisch- bürokratischen Erwägungen nicht scheitern. Die Versam­melten richten au die parlamentarischen Körperschaften, die

kommunalen Behörden und ihre Berufsorganisation das dringende Ersuchen, unermüdlich in vorstehendem Sinne tä­tig zu sein".

BermMes.

Das Leichenbegängnis als Fastnachtszug.

2n einem Orte in der Nähe von Mantua erregte ein Lei­chenzug großen Unwillen unter der Bevölkerung, weil er wie Fastnachtszug zurechtgemacht war. Es handelte sich um das Begräbnis eines reichen Sonderlings, der bestimmte Vorschrif­ten für seine Beerdigung hinterlassen hatte. An der Spitze des Zuges schritt ein Mensch, der als Bajazzo kostümiert war, eine Fahne schwenkte und sich als Priester gebärdete. Der Sarg wurde von vier Freudenmädchen getragen. Der fsondevbare Zug hielt vor einem Wirtshaus, wo gezecht und gelärmt wurde. Gefüllte Weingläser wurden am Sarge zerschellt. Schließlich zog die Schar unter dem Klange von Tanzliedern zum Grabe.

Verpaffte Milliarden. Die Frauen sind schuld daran, daß der Zigarettenverbrauch in der ganzen Welt in den letzten 2äh­ren auf eine ganz phantastische Höhe gestiegen ist. Diese nicht gerade sehr galante Behauptung stammt von einem amerikani­schen Statistiker, der feststellt, daß der Verbrauch an Zigaret­ten im 2ahre 1923 mehr als viermal so hoch war, wie vor dem Kriege. 1913 wurden in den Vereinigten Staaten fünfzehn Milliarden Zigaretten geraucht. Als wesentliche Ursache für diese enorme Steigerung führt der Bericht, wie erwähnt, die Tatsache an, daß das Zigarettenrauchen inszwischen Gemein­gut der Damen geworden ist, unter denen sich zahlreiche Re­kordraucherinnen befinden.

Die mlglückfelitzeu Wörterbücher.

Die Kreuzworträtselseuche nimmt in den Angelsächsischen Ländern ganz groteske Formen an. So klagen die Londoner Bibliotheken darüber, daß die Wörterbücher und Lexika in den paar Wochen, seit dem Beginn der Kreuzworträtseiwut fast vollständig vernichtet worden sind. Die auf die Auflösung der Rätsel erpichten Leute sind so zahlreich und ihr Eifer so groß, daß die Nachfchlagewerke in kurzer Zeit in Fetzen gegangen sind. Die Bibiiotheksverwaltuug hat darum beschlossen, die kostbarsten Werke, die zu dem erwähnten Zweck zu Rate gezo­gen werden könnten, vorübergehend der öffentlichen Benutzung zu entziehen.

Vom Matrosen zum Operustar. Es ist ja bekannt, daß viele gefeierten Sänger und Bühnenkünstler oft aus sehr klei­nen Verhältnissen heroorgegangen sind. So auch Lawrence Tibet, die jüngste Sensation des Newgorker Opernpublikums 2m Kriege diente er als Matrose auf einem amerikanischen Schiff. Bei seinen Vorgesetzten machte er sich mit seiner San­gesfreudigkeit nicht beliebt — im Gegenteil, man nahm an der Ruhestörung als einem Zeichen gelockerter Disziplin Anstoß. Eines Tages hörte ihn im Hotel der in Amerika bekannte Sän­ger De Gorgoza, war sofort über die Qualität und die Mög­lichkeit des kostbaren Stirnmaterials im Klaren und hat die Aus bilbung übernommen. Nach mehreren erfolgreichen Gastspielen in kleineren Rollen ist Tibet nun als „Falstaff" in die Reihe der gefeiertsten Sänger Newgorks getreten.

Kindermund.

(bt.) „Sag einmal, Tante, bist du eine Dichterin?"

„Nein, — wie kommst du darauf, mein Kind?"

„2a, Mutti hat gestern gesagt, du hättest in deiner 2ugend schöne Geschichten gemacht!"

Belohnte Wahrheitsliebe.

(bt.) „Berthold muß aber sehr viel Schmeichelei angewandt haben, um die reiche Erbin zu bekommen!"

„Aber keineswegs! Er hat ihr einfach die Wahrheit ge­sagt!"

„Wirklich!" -

„Gewiß! Er hat ihr gesagt, er könne nicht ohne sie leben!

Zweck, Ziel und Weg der Rentenkeim-, Spar- und BaugeseMaft Th. Boland.

Ein Wort für Baracken-Liebyaber.

Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß seit altersher im ~em,u)en oolk ein Streben und Sehnen zur eigenen Scholle zum eigenen Heim, vorhanden ist, das bislang aus verschiedenen Gründen unbefriedigt bleiben, mußte. Dem deutschen Volk ei­nen Weg zu bieten zur Verwirklichung dieses Strebens, heißt ihm und der Nation einen großen Dienst zu erweisen.

Seit Kriegsende ist in die Eigenheim-Bewegung ein größe­rer Zug gekommen, der insbesondere durch Reichsheimstätten u. Siedelungsgesetze, sowie den hierzu, von den Ländern erlasse­nen Ausführungsbsstimmungen kräftig gefördert wurde. Doch der Traum vieler tausender Volksgenossen vom Eigenheim er­scheint bislang durch die allgemeine wirtschaftliche Notlage sei­ner Verwirklichung ferner denn je. Die im lobenswerten Eifer geschaffenen Bau- und Siedelungsgenostenschaften haben bei allen sonstigen Vorteilen den einen großen Nachteil, daß sie zunächst nur örtliche Bedeutung haben, dann aber auch die Freizügigkeit bes Einzelnen sehr stark beschneiden, dadurch, daß sie ausschließlich nur in geschlossenen Kolonien bauen, zum an­deren genau arrondierte Grundstücke den einzelnen Mitgliedern zur Verfügung stellen, sodaß der Wunsch bes einzelnen nach Vergrößerung ober Verminderung seines Grundstückes unbe­rücksichtigt bleiben muß, er sich vielmehr mit der von der Ge­nossenschaft ober Bauverein einmal festgesetzten Grundfläche, abfinden muß. Der größte Behinderungsgrund zur Durch­führung des Eigcnheimgedankens in die Tat waren und sind bislang die schwierigen und vor allem teueren Kreditbeschaf- fungsmöglichkeiteu für den Sagen beim bau.

So kann zwar heute schon wieder gebaut werden, doch ist die Zinsbelastung für die Hgpothekenverzinsung für Eigenheim- inhaber derartig hoch, daß heute scheinbar nicht nur dem Klei­nen und mittleren Angestellten, Beamten und Arbeitern, son­dern auch den sozial besser gestellten Schichten der Besitz eines Eigenheims schier unmöglich gemacht wird.

Der 2ngenieur Th. Boland Essen, zeigt nun einen neuen Weg zur Verwirklichung des Ligenheimgedankens.

Die praktische Ausführung des Gedanken hat die Renten­heim-Spar- und Baugesellschaft LH. Boland übernommen.

Boland gebt von folgendem Gedankengang aus:

Schon in Friedenszeiten wurden fast alle Bauten jeglicher Art mit Hilfe von Hypothekendarlehen finanziert. Diese Hg- pothekardarlehen sind auch heute noch notwendig, wenn wir m