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immer im Wege stehen wird, und daß jede Warschauer Regier ung, die sich halten will, nicht gegen diesen Strom schwimmen darf. Von einem solchen Standpunkt aus werden wir unsere Stellung in politischen und wirtschaftlichen Fragen Polen ge­genüber abhängig zu machen haben, wir werden mit aller Ener­gie um unser Recht mit den Polen weiterkämpfen müssen und werden auch bei den am I. März beginnenden Verhandlungen über einen deutsch-polnischen Handelsvertrag mit den Polen im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Abhängigkeit von uns eine deutliche Sprache zu reden haben.

Sckwarz-Rot m Preußen.

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht. Die Bülte der schwarz-roten Liebe ist erfroren. Zwar hatte bds Zentrum einstimmig Herrn Braun zum Ministerpräsidenten wiederge­wählt, aber gerade diese Einmüdigkeit war verdächtig, wenn Herr v. Papen und seine Westfalen mit von der Partie waren, mußte wohl ein Haken dabei sein. Und in der trat: jetzt hin­terher, nachdem Braun seinen Verzicht ausgesprochen hat, kommt der schlechtgelaunte „Vorwärts" mit der Wahrheit heraus. An der Weigerung des Zentrums, mit der Linkskoa- lition den Kampf gegen die Landtagsmehrheit aufzunehmen, sei die Bildung eines neuen Braun-Kabinett gescheitert. Hier­nach hat man also Herrn Braun zuviel Ehre angetan, wenn man seinen „Entschluß", nur mit einer tragfähigen Mehrheit zu regieren, seiner eigenen Klugheit zuschrieb; und man hat die Zentrumszettel für den roten Ministerpräsidenten mißverstan­den, wenn man sie als ernst gemeint ansah. Es war nur ein taktisches Manöver und an einem solchen konnte sich natür­lich auch der rechte Flügel des Zentrums beteiligen. Die wahre Absicht ging von Anfang an dahin, den Ministerpräsi­denten aus den Reihen zu stellen. Man muß dabei auch die besonderen staatsrechtlichen Verhältnisse in Preußen bedenken. Die Befugnisse des fehlenden Staatspräsidenten sind verteilt, das wichtige Recht der Landtagsauflösung stehf dem Trium- -vir at zu, daß der Ministerpräsident und der Landtagspräsident und der Präsident des Staatsrats bilden. Von diesen Posten besaß die Sozialdemokratie bisher 2, also die Mehrheit sodaß sie die Entscheidungen in der Hand hatte. Das Zentrum hat Recht, wenn es den „Genossen" das Landtagspräsidium lassen, das Ministerpräsidium aber selbst übernehmen will. DenDeutsch nationalen müßte es dann aber von rechtswegen das Präsidium im Staatsrat geben.

Bauer und Barmat.

Eine für die Sozialdemokratie äußerst peinliche Wendung ist bei der Durchforschung der Barmat-Affären eingetreten: Der Parteiausschuß, der zur Untersuchung dieser Angelegenheit ein­gesetzt ist und bisher die Fntaktheit aller Genossen bescheinigt hat, sah sich gezwungen, den Abgeordneten Bauer, Reichs­kanzler a. D. zur vorläufigen Nichtausübung seines Reichs- tagsmanbats aufzufordern. Und Herr Bauer hat zugestimmt. Den Anlaß dazu gab die Veröffentlichung jenes Briefes, der „Amexima"-Verwaltung an Bauer, worin diesem in unge­wöhnlich schroffer Form die vielerlei Zuwendungen vorgehalten wurden, die er von Herrn Varmat bereits bekommen habe. Der Ton dieses Briefes war so grob, und die Erklärung Bauers vor dem Untersuchungsausschuß des Landtags, daß er keine fi­nanziellen Vorteile von Varmat erhalten höbe, war — nach einigem Zögern freilich — so unzweideutig gewesen, daß man an der Echtheit des Schreibens zweifeln konnte. Aber Herr Bauer hat Jie offenbar nicht bestritten; sonst würde er ja auch seiner Suspendierung vom Reichstagsmandat nicht zugestimmt haben. Er wäre also dann in dem doppelten Verdacht, äu­ßerst bedenkliche Zuwendungen angenommen und vor dem Un­tersuchungsausschuß des Landtags die Unwahrheit gesagt ha­ben. Wenn nicht noch eine wunderbare Wendung zu seinen. Gunsten eintritt, wird Herr Bauer gerichtet sein. Und das Herr Heilmann heil aus der Affäre herausgehen könnte, ist auch kaum mehr anzunehmen. Die Verfehlungen einzelner brauchten natürlich nicht die Partei zu belasten. Aber die So­zialdemokratie hat die Unvorsichtigkeit begangen, selbst schon eine Voruntersuchung anzustellen und ihre Kompromittierten zu schützen. Deshalb ist sie nun mitkompromittiert.

Aufwertung und Spikenverband.

Es war ein eigenartiges aber vielleicht nicht unbeabsichtigtes Zusammentreffen, daß am Donnerstag sowohl der Reichstag über die Aufwertungssrage verhandelte als auch eine Besprech­ung der wirtschaftlichen SpitzenverbLnde mit Pressevertretern über dasselbe Thema stattfand. Dadurch erhält die Oeffentlich- keit einen höchst instruktiven Anschauungsunterricht. 3m Par­lament nämlich, wo die Partei politisch fast Alleinherrscherin ist, gab es heftige Reden und argen Zwist; unter den Wirtschafts- Vertretern dagegen herrschte völlige Uebereinstimmung in diesem Punkt, obschon Landwirtschaft, Großhandel, Kleinhandel, Handwerk und Bankgewerbe doch sonst untereinander genug widerstreitende Fnteressen haben und auch parlamentarisch von den verschiedensten Parteien vertreten werden. Man muß jetzt den Gesetzentwurf der Regierung abwarten und dann wird die ganze schwierige Angelegenheit in sachlicher Ruhe endgültig zu regeln sein.

Frankreich wartet an der MembMe.

Die Frage der französisch-englischen Beziehungen, die an sich schon recht verwickelt ist und durch die Garantiepaktpläne eine entscheidende Wendung zu erhalten scheine, ist Gegenstand einer Erörterung geworden, die aus dem Presse-Frühstück einer englisch-französischen ZreunLschastsvereinigung begonnen hat und in der Pariser Presse vorgesponnen wird. Das Prob­lem liegt für jeden Klapsehenden so, daß der tatsächlich be­stehende englisch-französische Gegensatz, der zeitweise sich zu offenem Bruch zu entwickeln schien und der seinen Höhepunkt in dem öffentlichen AbrUcken von der französischen Ruhrpolitm Poincares gefunden hat, natürlich auch heute noch unüber­brückt ist Deutschland seinerseits hat, ob aus Unvermögen oder aus Ungeschicklichkeit fei dahingestellt, diesen Gegensatz niemals auszuwerten verstanden. Es «ist und bleibt auf abseh-

bare Zeit nur Objekt der Außenpolitik. Lugland rechnet aber mit Macht und nicht mit Ohnmacht. Es geht wie in allen anderen Fragen, in der Orientgestaltung, in der Reparations­regelung und neuerdings nun auch, in der Regelung der soge­nannten Sicherheit den Weg des Uebereinkommens mit Frank­reich über Deutschlands Kopf hinweg. Das ist der Sinn der poetisch verbrämten Ausführungen Lord Grewes des englischen Botschafters in Paris. Und Herriot bleibt die Antwort nicht schuldig. Sm „Oouoer“ wird angedeutet, wie die Sicherheits- Verständigung und damit der Abzug vom Rhein möglich ist. Solange Lug land nicht in die Gestaltung des Sicherheitspaktes einwilligt, d. h. eines Sicherheitspaktes „den wir brauchen", heißt es! warten an der Rheinbrücke." Das ist deutlich.

Wie die ..Erleichterung der Kontrolle aWeht.

Sn diesen Tagen haben in Genf die Verhandlungen des Militärausschusses begonnen, die diesesmal besondere Bedeu­tung besitzen, weil die Kontrolle in den besiegten Staaten, die an die Stelle der bisherigen unmittelbaren Ententekontrolle treten soll, im einzelnen organisiert werden soll. Das Prob­lem der entmilitarisierten Zone in den Rheinlanden steht eben­falls zur Debatte. Selbst ein Blatt wie das deutschfeindliche Journal de General kommt sachlich zu dem Ergebnis, daß die Neugestaltung der Kontrolle eine außerordentliche Verschär­fung für Deutschland bedeutet. 3st doch zunächst beschlossen worden, daß entgegen den Friedensvertragsbestimmungen die zeitlich begrenzte Kontrolle verewigt werden soll und daß der als dauernd charakterisierte Präsident der zukünftigen Nach- forschungkvmmiffion praktisch allein zu bestimmen haben wird. Für Deutschland ist dieser Präsident natürlich ein Franzose. Frankreich erhält also noch weitgehende Kontrollbefugnisse als es bisher besessen hat. Das Genfer Blatt kommt endlich zu dem „erstaunlichen Ergebnis", daß eine neue Rheinbefetzung unter der Oberleitung des Völkerbundes die alte ablösen wird. Diese Maßnahmen wird -ur gleiten Zeit beschlossen, in der England seine Kredite für Luftschiffahrt verachtfacht, sein Kriegsmarinebugdet um 10 Millionen Pfund Sterling erhöht und in welcher Frankreich liebevoll am Kanal ein Flugzeug- station von unerhörter «Größe anlegt.

Bauers Nachfolger.

D. B. Berlin. Infolge der Man datsn i ed e rl e gun g des Abg. Bauer zieht der sozialdemokratische preußische Landtags­abgeordnete Serl, Bezirksparteisekretär im Magdeburger Be­zirk in den Reichstag. Da Doppelmandate unzulässig sind, legt Serl sein Landtagsmandat nieder, und an feine Stelle tritt der Redakteur der Magdeburger Bolksstimme Nietsch.

Zum Tode vtmrteill.

wtb. Glogau, fielest) Das Schwurgericht verurteilte den Häusler Sulius Stehr aus Herrendorf, der am 15. Dezember feinen 21jährigen Sohn auf bestialische Weise ermordete . wegen vorsätzlichen Mordes zum Tode.

Krack im Mersuckungsaussckuß.

wtb. Berlin, 7. Febr. fielest) Sm Untersuchungsaus­schuß des preußischen Landtages über die Kreditgewährung der Seehandlung kam es bei der heutigen Sitzung zu Zusammen­stößen zwischen dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem deutsch- nationalen Abgeordneten Dr. Deerberg einerseits und dem Zeugen, Ministerialdirektor Falk und den sozialdemokratischen Ausschußmitgliedern andererseits bei verschiedenen Fragestel­lungen. Von der Linken wurde schließlich ein Antrag einge­bracht, der die Geschäftsführung des stellvertretenden Vorsitzen­den mißbilligt, worauf dieser sein Amt sofort mederlegte. Die Sitzung wurde hierauf unterbrochen. Bis zur Wiederaufnahme der Sitzung konnte jedoch die Wahl eines neuen stellvertreten­den Vorsitzende« nicht vorgenommen werden. Mit der Weiter- führnug des Vorsitzes wurde der volksparteiliche Abgeordnete Pinkerueil betraut.

3m Untersuchungsausschuß des Reichstages.!

wtb. Berlin, 7. Febr. ftelef.) Der Untersuchungsaus­schuß des Reichstages nahm in vertraulicher Sitzung die Mit­teilung des preußischen Sustizministers und des Staatsanwaltes entgegen, entsprechend dem Borschlag des Berichterstatters be­schloß der Ausschuß die vorgesehene Beweisaufnahme über die Kredite der Reschspoft zunächst auszusetzen. Der genaue Ter- min der nächsten Sitzung des Ausschusses steht noch nicht fest. 3» Aussicht genommen ist zunächst die Vernehmung des Bot­schafters, Frhr. v. Malzahn zur Frage der Paßerteilung an Varmat.

wtb.

Die Amerikaner abgerM.

Genf, fielest) Die amerikanische Delegation, die

ursprünglich gestern abend Genf verlassen wollte, ist heute vor­mittag abgereist. Die Mitglieder der deutschen Delegation auf der Konferenz waren zum Abschied am Bahnhof erschienen.

Parteizusammenschluß in Oesterreich.

D. B. Wien, 7. Febr. Die deutsch-soziale Partei, also die Nationalsozialisten, hat sich mit der Großdeutschen Partei zus ammengeschloss en.

Preuß über die Unmöglichkeit einer monarchistischen Restauration.

D. B. Rom, 7. Februar. Der Berliner Korrespondent des Sortiere dekla Serra hatte mit dem Schöpfer der Wei­marer Verfassung Professor Dr. Preuß eine Unterredung über die Möglichkeit einer monarchistischen Restauration in Deutschland. Preuß gab der Ansicht Ausdruck, daß die letzten Sahre bewiesen hätten, daß es nicht möglich sei, die jetzige Re- I gierungsform durch eine andere zu ersetzen. Nach Lösung der schwebenden Wirtschaftlichen und außenpolitischen Probleme würde sich die Republik endgültig befestigen. Sn Deutschland habe übrigens niemals eine nationale Monarchie bestanden,

sondern die Monarchie der Hohenzollern sei eine preußisch« wesen. Die Wiederherstellung der Monarchie würde die redsung des Landes in wenigsten 12 Monarchien und damit Zerfall des Reiches bedeuten. Die deutsche Finanz und dustrie, die durchaus politisch rechts orientiert feien, M.?" trotzdem der Frage „Monarchie oder Republik" gleichqüip' gegenüber und seien zum überwiegenden Teile der Ansicht s t die Wiederherstellung der Monarchie zurzeit nichtmöglich m & man damit wirtschaftlichen Selbstmord und die Zerrei,suno \ 3 Reiches begehen würde. '

WWr Verwaltungsaddau in Köln.

D. B. Köln, 7. Febr. Der englische Kreisdelegh^ • Bergheim a. d. Erst ist zurückgezogen worden. Dieser wird von jetzt ab von Köln aus verwaltet. Nachden^ys. uigon Tagen der englische Zivilkommissar in Köln, seinen Posten aufgegeben hat, ist in der britischen Zone außer­halb Köln nur noch ein britischer Kreisdelegierter tätig, und zwar in Solingen, der mit der Führung der VcrwaltungLge- schäfte für Solingen und Ohligs betraut ist.

Die deutschen WaggMieferungen für Frankreich.

D. B. Paris. Vor einiger Zeit ging durch die Presse eine Meldung, daß das Ministerium für öffentliche Arbeiten in Deutschland 4000 Waggons in Auftrag zu geben gedenke. Diese Nachricht wurde von einem Abgeordneten des Senats zum Gegenstand einer Anfrage gemacht in der erklärt mürbe daß die Direktion der großen Eisenbahnlinien geändert hätten, sie benötigten keine Wagen. Der Minister für öffentliche Ar­beiten hat daraufhin folgende Antwort erteilt: Die Regierung wünsche aus den Krediten, welche durch die Anwendung des Dawesplanes Frankreich zur Verfügung stehen, möglichst viel Vorteil zu erzielen und emvägf deshalb die Möglichkeit Deut­land einen Auftrag auf rollendes Eisenbahnmaterials zu geben. 'Selbstverständlich Jollen die Fntereffen der französischen Fn- dustrie bei dieser Bestellung in weitesten Maße berücksichtig! werden.

Neue Schwierigkeiten in Varis.

Paris. Der Führer der deutschen iWirtschaftstzWW^ Staatssekretär iKrenMenburg, hat am Freitag dem Handelsmi- niHr Ragnaldi eine schriftliche Aufzeichnung der in seinem Ge­spräch mit dem Handelsminister am Donnerstag vorgebrachten Erklärungen übergeben. Darin würden, wie die Bläter er­klären, die nach französischer Auffassung für eine Verständigung unumgänglichen Punkte überhaupt nicht erwähnt. Die deut­sche Delegation verlange eine bestimmte Zusage der Meistbe- günstigungsklausel für den endgültigen Vertrag. Die Aussich­ten der weiteren Verhandlungen werden im Augenblick wenig zuversichtlich beurteilt. Allem Anschein nach sind innerhalb der i französischen Delegation Meinungsverschiedenheiten in der Frage der Gewährung weiterer Konzessionen an Deutschland entstanden. Angesichts dieser Differenzen glaubt man, daß die Franzosen unter Umständen den Zugeständnisse machen dürften, die einen Abbruch der Verhandlungen vermeiden könnten.

Maskenbälle.

Schon lange vorher ist in den Familien große Aufregung namentlich unter den Damen, denn es gilt für den Maskenball ein besonders gut ausfebenbes und wirkungsvolles Masken­kostüm herauszufinden. Smmer von neuem werden Pläne ge­schmiedet, Vorschläge gemacht und verworfen, von neuem vor­genommen und abermals abgetan, bis denn endlich der große Wurf gelungen, das „richtige" Kostüm gefunden ist. Die Alas-- kenkostüme unterliegen ebenso der Mode wie jede andere Klei­dung. Was vor zwei oder drei Fahren beliebt war, ist es heute nicht mehr und was damals Auffehen erregte, zieht heute Ml mehr viel die Blicke auf sich. Auf das Maskenwesen wirken politische und soziale Einflüsse ebenso ein wie auf viele andere Einrichtungen und Erscheinungen. Vor fünf und sechs Jahren gab es auf allen Maskenbällen „Bolschewisten", die bis an die Zähne bewaffnet auftraten, mit Bomben im Gürtel und mit einer Granate in der Hand. Aber die Bolschewisten haben sich „überlebt“, und so sind sie auch von den Maskenbällen ver­schwunden. Freilich gibt es auch Masken, die stets wiâr- kehren und die fast auf keinem Kostümfest fehlen. Dazu gëho-- ren: das deutsche Gretchen, Don Fuan, Wallenstein, der Hcmd- werksbursch, Ritter und Bauerngestalten. Kommt endlich der Abend heran, an dem das Maskenfest abgeibalten wird, so be­ginnt in den Familien die Aufregung noch einmal in gesteiger­tem Maße. Hinter verschlossenen Türen wird die letzte An­probe gehalten, da und dort werden an den Kostümen noch kleine Aenderungen vorgenommen, die den Eindruck erhöhen sollen. So geht es dann unter allerlei Vorsichtsmaßregeln^uf das Maskenfest. Freilich helfen oft die besten VermummMM, nicht viel. Ein vorlautes Wort, eine Bewegung, der Gang verraten, wer hinter der Maske steckt. Namentlich in kleinen Orten, wo der eine den anderen kennt, sind oft die Persön­lichkeiten der einzelnen Maskenträger schon lange vor der De­maskierung bekannt. Das macht aber der Freude am Masken­ball keinen Abbruch, und noch lange bildet er unter den Be­teiligten den Stoff zu Gesprächen.

Karnevalsschlemmereien im armen Deutschland.

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Dem „Matin" vom Mittwoch den 4. Februar, den sich | teressenton auch inFulda kaufen können, entnehmen wir fol* gendes: Eine deutsche Zeitung hatte in den letzten Tagen die Offenheit anzuerkennen, daß die Entschädigung, die den o5 Opfer des passiven Wiederstandes betrachteten Ruhrindustri^ len vom Reich gewährt wurde, etwa zwei Drittel der Anlev ; darstelle, die Deutschland auf Grund des Daw ligt wunde. Wenn man jetzt wissen will, wie DoutDMW Rest seines Geldes durchbringt, genügt es zu sehen, was m Jem die „Harmonie störenden" (deconcertant) Lande bei L legenheit des Karneval vor sich geht. Man weiß, baß nacht dieses Fahr auf den 24. Februar fällt; aber, gemäß deutschen Gepflogenheit, haben die Fastnachtsvergnugeii P bereits 14 Tagen begonnen. 3eben Samstag, jeden Gann cr vereinigen recht ausgelassene Bälle die karnevalistischen Ver­einigungen, von denen es in dem Lande der Dichter und Deuke' wimmelt, die großen und kleinen „Narren" — als solche be-