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Die Mittler.

Das Reichsfinanzmiiiisteriu-m hat kürzlich dem Reichstag eine 40 Seiten starke Denkschrift ,Wer hie Entwicklung der Besoldung der Reichsbeamten" zugehen lassen. Zwischen den scheinbar trockenen amtlichen Darlegungen und den Kolumnen der vielen Statistiken sind nicht nur manche für die Ailgemein- heit sehr bedeutsame. Tatsachen, nicht nur Oie Schicksale von Millionen Deutschen, sondern auch bestimmte Absichten der Verfasser der Denkschrift verborgen. Wir wollen uns heute nicht auf die vielfachen Kontroversen zwischen der Beamten­schaft und der Reichsfinanzverwaltung einlassen, die immer be­standen haben und durch diese Denkschrift nicht beseitigt, viel­mehr eher noch angefeuert werden können. Zunächst soll nur einmal das amtliche Material in einer faßlichen Form der Oef- fentlichkeit unterbreitet werden, so weit es für diese besonders interessant ist. Da wären wohl voranzustellen Oie Zahlenanga- ben, aus denen die ungeheure Bedeutung der Reichsgehälter für das ganze Volk hervorgeht. Diese ist gegen früher unge­mein gewachsen, da nach dem Sperrgesetz die -Gehälter der Staats- und Kommunalbeamten nicht höher sein sollen als Oie der Reichsbeamten. Die jetzt offiziell vom Reichsetat abge­trennten Verkehrsoerwaltungen <Post und Eisenbahn) mit ihren Beamtenheeren halten sich ebenfalls an die Gehaltssätze des Reichs. Nur mit den Einstufungen und gewisser Sonderzulagen können noch die Verwaltungen des Reichs, der Verkehrsin- ftitute, der Staaten und der Gemeinden einanderKonkurrenz" machen.

Aber der Einfluß der Reichsgehälter reicht noch viel weiter. Er erstreckt sich auch auf Oie Pensionen und Hinterbliebenen­bezüge, die nach dem Kriege eine sehr bedeutende Summe aus- macheii. ia, selbst die Gehälter in der Privatwirtschaft stehen zum großen Teil immer in einem gewissen Verhältnis zu den Beamtengehältern Larifverhandlungen und Beamtenge­haltsverhandlungen waren in der Inflationszeit wie nachher stets zu einem anmutigen Reigen ineinander verschlungen. UnO ebenso muß eine Relation zwischen den Gehältern und Löhnen in der staatlichen wie in der privaten Wirtschaft gewahrt wer­den. Das alles geschieht nicht, um der Lust der Menschen am Vergleichen ihrer Lage mit der ihrer Rachbarn zu dienen, son­dern weil nur ein gewisses Gleichgewicht das Hinüberströmen von einem Beruf zum anderen verhindert und den Verhältnissen Stabilität gewährt. Run sind aber in Deutschland von rund 28 Millionen einkommensteuerpflichtiger Personen nicht weniger als 21 Millionen Gehalts- und Lohnempfänger!

Erst wenn man sich diese Zahlen vergegenwärtigt, erfaßt man ganz die Bedeutung der in der letzten Zeit fast ununter-' brochenen Gehalts- und Lohnverhandlungen im Reichsfinanz­ministerium. Von jenen 29 Milliarden werden über 8 vom Reich und seinen Betriebsverwaltungen, von den Einzelstaa­ten und den Gemeinden allein für Gehälter pp. falfo ohne die Löhne) gezahlt. Daran sind Oie Betriebsverwaltungen und die Staaten mit je rund 2,5 Milliarden beteiligt, Oie Gemeinden mit 1,5, das Reich mit 1,2 Milliarden für Militärversorgungs­gebührnisse - undnur mit 747 Millionen für Gehälter und Reichswehrbesoldung.

Aus der amtlichen Denkschrift -möchten wir zwei Tendenzen besonders hervorheben. Einerseits soll gezeigt werden, daß nach der letzten -Gehaltsregelung vom Dezember 1924 Oie Be­amten wieder ein leidliches Auskommen hätten; zum anderen, daß dabei Oie höheren Beamten vergleichsweise am schlechtesten die mittleren besser und die unteren am besten weggekommen seien. Um die erste Behauptung zu stützen, werden allerlei in­teressante Vergleiche mit den Privatgehältern und den in- dustrielöhnen angestellt. Sie sind natürlich nicht sehr beweis­kräftig, weil Oie Vergleichbarkeit Oer Herausgegriffenen Grup­

pen immer umstritten sein wird, weil bei den Beamten noch der Pensionsanspruch hinzukommt, vor allem aber, weil nach dem oben. Ausgeführten die Privatgehälter sich ja vielfach nach den Staatsgehältern gerichtet haben. Wenn also diese steigen, wer­den auch jene mitsteigen. UnO es' kann im Ernst kaum bestrit­ten werden, daß beide es noch nötig hätten. Das Durchschnitts einkommen aller steuerpflichtigen Deutschen wird von der Denk­schrift auf 1581 Mark im iahr berechnet. in Oer Hauptgrup­pe der Unterbeamten, der Gruppe 5, hat (in Ortsklasse B) ein lediger Beamter ein Anfangsgehalt von 1598 Mark, ein ver­heirateter Beamter mit 2 Kindern ein Durchschnittsgehalt von 2292 Mark. Das ist bei den heutigen Preis-verhältnissen ge­wiß wenig. Die Denkschrift begnügt sich natürlich nicht damit, nur dieRominaleinkommen" von 1915 und heute zu verglei­chen, sondern stellt auch Tabellen über dieRealeinkommen" auf, wobei also die Kaufkraft der Gehälter von einst und jetzt verglichen wird. Das kann nun nicht anders geschehen, als mit Hilfe des Reichsindex, dessen Unzuverlässigkeit ja allge­mein anerkannt ist. Man muß demnach hingestellt sein lassen, ob dieMark heute Oie auf diese Weise errechnete Kaufkraft besitzt. Die Denkschrift hält sich an sie und kommt dabei zu fol­genden Schlüssen: ön Gruppe 5 (Unterbeamte) hat der Ledige jetzt 79 v. H., der Familienvater mit 2 Kindern aber 105 v. H. seinesRealeinkommens" von 1915. ön Gruppe 8 (mitt- lere Beamte) betragen die Zahlen 74 und 85 v. H. in Gruppe 11 (obere Beamte) jedoch nur 72 v. H.

Hiermit kommen wir auf die zweite der genannten Tenden­zen: den Rachweis der verringerten Spannung zwischen den Gehältern der verschiedenen Gruppen. Mit ihm ist verbunden der Hinweis auf die daraus resultierenden Gefahren. Die Privatwirtschaft -bezahle die oberen Beamtenverhältnismäßig erheblich besser" als das Reich, während das bei den unteren Beamten nicht der Fall sei. Man wird in der Tat eine weit­gehende Verringerung der Spannung in Revolutions- und Not­zeiten erdulden, in normalen Zeiten aber für bedenklich erklä­ren müssen. Es kommt hinzu, daß der finanzielle Effekt der Sparsamkeit" (propter invidiam) an Gehältern der höheren Beamten sehr gering ist. Diese machen im Gesamtdurchschnitt nur 5,86 Prozent aller Gehälter aus, bei der Reichsbahn so­gar nur 2,44 Prozent. Aber es ist das Pech Oer höheren Be­amten, daß sie auch in der Wählerschaft nur einen geringen Prozentsatz darstellen. Die Regierung hat hier gegenüber den Parteien die Staatsinteressen wahrzunehmen.

Die MMmenbranche auf der Leipziger rechutscheu Messe.

Die Maschinentechnik hat von jeher eine außerordentliche Rolle gespielt. ihre Bedeutung ,r unser gesamtes derzeitiges Wirtschaftsleben, für fast alle bestehenden industriell braucht nicht besonders erläutert zu werden. Sie ist es ja auch, die we­sentlich zum Aufschwünge der Leipziger Technischen Messe bei­getragen hat. ön welch großem Umfange die Maschinenbranche auf der bevorstehenden Frühjahrsmesse vom 1.11. Mär; 1925 vertreten ist, sei in folgendem kur; angegeben:

Einen gewaltigen Raum nehmen die Werkzeugmaschinen al­ler Art ein. Die großartige Maschinenschau des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken in ihren neuen Riesen- Hallen ist eine -Sehenswürdigkeit. Werkzeugmaschinen sind auch in Halle 11 zwischen Betonhalle und Haus der Elektrotechnik zu finden. ön letzterer Halle ist weiter neu ausgebaut die Gruppe der Antriebsmaschinen, die durch führende Firmen ver­treten sind. Als Neuheit wird hier auch noch eine vollständige Musterdruckerei im Betrieb vorgeführt. Spezialmafchinen, vor allem in großer Vielgestaltigkeit Textilmaschinen usw., stehen in Halle 15 neben der Hauptgastwirtschaft des Ausstellungsge­ländes. Auch Maschinen für die chemische industrie usw. sind

hier zu finden. Da man wieder mit Reubelebung Der Bautätigkeit rechnet, ist die Messe auch mit den zum Bauwe- sen gehörigen Baumu/chinen reich beschickt. Sie stehen auf der Den -Hallen 15 vorgelagerten Freifläche an der Linden­allee. Sehr reichhaltig ausgestattet ist auch die -Ausstellung der Maschinen für Landwirtschaft, Kolonialzwecke, Rahrungö- mittelgewerbe und Hauswirtschaft in Halle 5 gegenüber der Betonhalle und auf den Freiflächen der nicht weit abgelegenen Halle 6. An elektrischen Maschinen aller Art bietet das be­kannte Haus der Elektrotechnik mit den Erzeugnissen der elek­trotechnischen Großindustrie eine. gewaltige Auswahl. <gs sei noch auf die im Rahmen derEsti"-Messe (Eifen- und -Stahlwarenindustriebund Elberfeld) geplante Nähmaschinenaus­stellung aufmerksam gemacht. Die im Obergeschoß der Hchx eingezogene Betriebstechnische Wanderausstellung der Arbeit gemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure im V. D. ö.

auch viel für das Maschinenwesen interessantes. Als freu­dig begrüßte Neuerscheinungen treten im Frühjahre auf der Technischen Messe noch die Allgemeine Wärmemesse mit der ihr angeschlossenen Giehereifachausstellung und die neue Förder­messe, in der Hauptsache auf dem ehemaligen Flugzwischenlan­deplatz, auf, deren maschinelle Anlagen meist im Betrieb vor­geführt werden. Auf dem gleichen Gelände sind auch noch Ma­schinen verschiedener Branchen zu finden wie auch auf den Drei flächen Nord-Süd neben der vorgenannten Halle 11. Gut be­legt mit Maschinen verschiedener industriezweige ist die der Halle 11 gegenüberliegende ganz neu errichtete Halle 8, die Troßfirmen- und -Konzernausstellungen mit ihren Erzeugnissen aufnimmt.

-im allgemeinen stellen fast alle Branchen gegen früher in erweitertem Umfange aus, so daß die vorhandene Ausstellungs­und Verkehrsfläche dadurch und durch die entstandenen Neu­anlagen von 80 000 Quadratmeter anwächst. Auf außeror­dentlich starken Besuch der Messe wird gerechnet. Einkäufer wie Aussteller werden auf ihre Kosten kommen.

Der langweilige Schwätzer.

(Ot.) Er:ist es nicht ein wunderbarer Gedanke, daß der Mann, der am Radio spricht, Meilen und Abermeilen ent­fernt ist?"

Sie (eisig):öa, und manchmal ist dieser Gedanke eine Er­lösung."

Das Geheimnis.

(Ot.) Erster Backfisch:Du bist mir eine nette Freundin, Eva. Du hast schon eine ganze Woche gewußt, daß Kurt mit Lillg heimlich verlobt ist und hast mir nichts davon erzählt!"

Zweiter Backfisch:Aber ich habe doch nicht geahnt, daß es ein Geheimnis ist, sonst hätte ich es dir natürlich gleich erzählt."

Beim Bootsvermieter.

(Ot.) Dor schüchterne junge Mann (der ein Boot mietet): ich habe aber keine Ubr, aber ich werde es hoffentlich -mer­ken, wenn die Stunde um ist.

Vermieter:Sie merken das an dem Wasser im Boot; ge­nau in einer Stunde läuft das Boot bis an den Sitz voll Wasser."

*

Limokoa schmollte ein wenig.

Bleibst du nun bei mir?"

Die Hühnersuppe zum Abendessen brodelte im Kessel. Dann lag ich neben ihr im Moose. Sie schmiegte sich zärtlich in mei­nen Arm und war fieberfrei und ihre Stirn kühl. Das Ge­wand der Zivilisation, das ich in Auma gekauft, war wieder zerrissen. Hier war es ja auch so warm, ihr Oberkörper war bloß. Nur den Rock trug sie noch und das bunte Tuch lose drapiert.

Kleine, süße, zärtliche, köstliche Limokoa! ich darf deine zarte Schönheit wieder streicheln und küssen!"

Wie wunderbar war -der Frieden unserer insel!

insel der Seligen, wie es so viele gibt im weiten Meere, insel, die niemand kennt, inseln, auf denen die verschwenderi­sche Natur den Tisch deckte, nur daß niemand da ist, von ihm zu speisen! Kleine, köstliche Eilande, die keine Seekarte ver­zeichnet!

Wir lagen und genossen die Ruhe. Wir -dachten an die Schrecken des Vulkans, an die Hölle Oes Eolorado, an den furchtbaren Sturm und den Schiffbruch und an die Menschen, die uns bedrohten. Unsere Herzen waren voll Dankbarkeit und glücklicher Liebe! Limokoa schmiegte sich in meinen Arm. ich wußte, in ein paar Tagen war sie wieder gesund und ich wußte, wie sehr wir uns liebten!

Sie schaute über sich in die Wipfel der Bäume. Papageien spielten, kleine, reizende, sperlingsgroße Zwergvögelchen und große blaurote Araras. Wie zahm sie waren! Sie wußten nicht, daß es Menschen mit Feuerrohren gibt, ich hatte keins, und wenn ich eins hätte, ich würde ihnen nichts tun.

Limokoa berührte meine Wangen und flüsterte:

Sieh dort!"

ich folgte dem weifenden Finger. Da saß ein besonders herrlicher Vogel dicht über uns. in allen Farben glitzerte fein herrliches Kleid.

Möchtest du, daß ich ihn dir fange? Daß feine Federn dein Haar schmücken?"

Das Tier könntest du töten?"

in ihrer Stimme lag ein leiser Vorwurf.

Wenn du es willst!"

Sie schüttelte den Kopf.

Es ist so herrlich. Glaubst du, es lebt weniger gern, als du und ich?"

Sie verstand nicht, warum ich sie so glücklich in meine Ar­me schloß.

Gefallen dir meine Hibiskusblüten nicht?"

Wie sie mir gefallen! Tausendmal hübscher bist du in ih­nen, als Aland Allen mit den Federn des schönsten Paradies­vogels.

Liebe kleine Limokoa

Fred Andersens Höllenfahrt

Roman v. Otfried von Hanstein. (52. Fortsetzung).

ich eilte zum Strande. Cimokoa schlief noch, ich ging ganz leise, um sie nicht zu wecken, fing eine Schildkröte, stach einen Fisch, wie ich es von ihr lernte, und trug alles hinauf. Dann holte ich den goldenen Kessel, Ananas, Bananen und ei­nen Zeuerbrand. ich schürte das Feuer unter dem Kessel und machte den Fisch zurecht. Legte die Früchte auf grüne Blätter vor Oie Moosbank und lief hinunter.

Sie war wach und blickte sich ängstlich um.

,Du bliebst -so lange!"

ich war oben im Walde. Komm, wir wollen hinauf, dort ist es gesunder."

Sie versuchte zu gehen und wankte an meinem Arm. Sie war traurig über die eigene Schwäche und ich erschreckte, wie schmal ihr Gesicht geworden, ich mußte sie den engen Pfad hinauftragen. Wie leicht sie wurde! Wie fest sie die Arme um meinen Hals schmiegte, ihre zarten, lieben, weichen, so dünn gewordenen Arme!

Warte nur, Liebling, ich denke nicht daran, fortzugehen, ehe du wieder ganz gesund bist!"

ich dachte nur so sie hoffte ja, immer zu bleiben!

Sie sah den lieblichen Platz, die saubere Hütte aus reich­lichem hellem Bambus, den brodelnden Kessel, das grüne Moospolster und die lachenden Früchte und staunte.

Wer hat das gemacht?"

Ötbl

«Du? Wann?"

Während du schliefest. Für dich! Hier sollst du gesund werden!"

Wie herrlich!"

Sie küßte mich, wie sie es früher getan, und wir waren glück liebe Kinder!

öcb nahm mir kaum Seit, zu essen, -dann mußte sie wieder allein bleiben. Zu fürchten war ja nichts, nicht einmal ein Tier, ich hatte noch Arbeit und mußte zu dem Kahn. Auch mein Sold mußte hinauf, damit ich ruhig war. Sie schlief wieder und sah nicht, wie ich viele viele Male mit den schweren Bar­ren den Weg hinaufstieg. Das würde sie nicht verstehen und vielleicht traurig werden. Endlich war alles oben und dicht mit Bambus und Steinen überdeckt wieder in der großen Kiste die ich zuletzt noch brachte, und der Kahn lag versteckt unter Bäu­men und wohl befestigt in einer verborgenen, kleinen Bucht. Sch hatte sogar ein paar dumme Hühner überlistet und viele Eier gesammelt, endlich war mein Tagewerk vollbracht.

Ein Erschrecken ging über ihr Gesicht.

Wer ist Maud Allen."

Ein Mädchen, das nicht ein Zehntel so schön ist und Jo gut, als du!" .....

Das Erschrecken blieb in ihrem Gesicht. . -

Sie ist deine Braut?"

ich lachte.

Wie kann sie meine Braut sein, wenn du meine Frau bist?

Eifersucht und Trauer lagen in ihren Augen.

Du liebst -sie?"

ich glaube einst, sie zu lieben, als ich dich noch nicht kann­te. ich werde sie nie Wiedersehen oder nur mit dir an meiner Seite, ich liebe nur dich, meine liebe, liebe Limokoa!"

Wie glücklich waren wir beide an diesem Abend! Die Nacht senkte sich leise hernieder, die laue, milde Nacht, ich brachte Limokoa hinein und hing das bunte Tuch von ihrer Schulter vor den Eingang. Ueber uns rauschten die Wipfel der Bäume, die Stimmen des Waldes verklangen, leiser Re­gen rieselte sanft auf die großenpalmblätter, die das Vam- busgerUst unserer Hütte deckten, Oer Narhtwind, der über die Palmen strich, und das ferne Murmeln des Meeres fangen uns ein Schlummerlied. Limokoa lag in meinem Arm. ich fühlte das leise Pochen ihres Herzens, ich atmete -den Duft ihrer jungen, genesenden Schönheit.

insel der Seligen!

Zwölftes Kapitel.

Auch die insel der Seligen hat ihre Dornen! Es waren drei herrliche Wochen während denen Limokoa wieder gesund wurde, während denen meine Unrube schlief.

ietzt ist sie wach! 0, meine ewige Unzufriedenheit, meine Rastlosigkeit. Dieser törichte Wunsch, in die Welt zu koni' men, unter Menschen! Als ob es noch einen Menschen gäbe, der so gut ist, wie Limokoa! Als ob ich von ihnen GutesMs erwarten hätte! Was fehlt mir hier? Nichts! Könnte ob nicht glücklich sein? wenn ich einsam am Strande gehe und ryr meinen Unmut verberge, dann mache ich es mir immer um mer wieder klar. Tezcatli-poca, -du bist ein böser Sott, ie.in du hast mir die Unruhe in das Herz gepflanzt! Du gabst nu das Gold! . . ..

ich weiß es ganz klar, nur das Gold treibt mich

Welt zurück! Weil ich weiß, daß ich reich bin, daß ich mit Dem Golde eine Rolle spielen werde, deshalb treibt es mich Joe Wäre ich arm, wäre das Gold im Meere versunken, wie glu*" lieb wäre ich auf unserer insel! Nie würde ich daran Denken, (als Armer wieder unter -die Menschen zu gehen, die ja nur nach dem Golde urteilen.

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