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Stück erntete allgemeinen, reichen Beifall. Die Leitung des musikalischen Teiles hatte Herr Seminaroberlehrer Milliken in Jeiner bewährten Weise gehandhabt. Auch dieser Abend ist als ein Erfolg des hiesigen Gymnasiums ?u buchen. K. Sch.

Die Sudustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Ha- nau Geschäftsstelle Fulda teilt uns mit, daß sie für ihren Be­zirk folgende Sachverständige vereidigt hat: für Getreide, Futtermittel und Kartoffeln, Herrn Sojef Kircher, Fulda, in Za. E. 3. Kircher Wwe.

für Obst und Gemüse Herrn Sally Stern, Fulda, in Fa. Geschw. Weinberg, für Heu und Stroh Herrn Oskar Veldung, öulöa, für Textilien Herrn Walter Plappert, Fulda _ für Lebensmittel Herrn Ferdinand Höfling, Fulda, für Fahrräder und Automobile, Mähmaschinen und Schreib Maschinen Herrn Otto M. Kircher, 3ulha.

Die Technik im Dienste der Kirche.

Fn immer neue Gebiete des menschlichen Daseins dringt die Technik mit ihren Baum und Zeit überbrückenden Errun­genschaften ein. Es wundert uns daher schon fast nicht mehr, zu hören, daß ihre neueste Erfolge auch ihren Einzug in die Kirche halten, und daß der Ingenieur so zum Helfer des Seel­sorgers wird. Wir lesen, daß der Papst von der Marconi- gesellschaft einen Radioapparat zum Geschenk erhalten hat, daß in Amerika Bilder aus der biblischen Geschichte der Kirchen­gemeinde mit dem Kinoapparat oorgefllhrt werden und daß dort sogar schon Sonntagspredigten auf drahtlosem Wege Verbreitung finden. Ganz so fortschrittlich sind wir in Deutsch­land noch nicht; aber auch hier beginnt die Kirche sich in zuneh­mendem Maße der Fortschritte der Technik als Hilfsmittel der Seelsorge zu bedienen.

Als Beispiel hierfür wird in Reclams Universum von Dr. G. Bugge eine Fernsprechanlage beschrieben, die vor einiger Zeit in der St. Sohanniskirche in Berlin-Moabit installiert wurde. Sie hat den Zweck, auch den Schwerhörigen, die bis- | her nicht oder nur mit großer Mühe die Pred'igt verstehen konnten, die Ansprache des Geistlichen hörbar zu machen. Auf dèr Kanzel ist, von außen kaum zu bemerken, ein Mikrophon angebracht, der als Empfänger für die Worte des Predigers dient. Das Mikrophon hat bekanntlich neuerdings einen so hohen Grad der Vervollkommnung erreicht, daß es auch dann sicher auf Schallwellen reagiert, wenn diese nicht aus unmittel­barer Mähe, sondern aus eigener Entfernung kommen. Der Prediger hat also nicht nötig, die Stärke seiner Stimme über das übliche Maß hinaus zu steigern, und sein Vortrag braucht in keinerlei Weise auf den Schallempfänger Rücksicht zu neh­men. Von dem Mikrophon gehen Leitungen nach Anschluß­stellen auf den Kirchenbänken. Mit Hilfe einfacher Steck­kontakte kann hier jeder Kirchenbesucher seinen Fernsprechhö- rer in die Leitung eins (halten. Als ter kommen entweder metallene federnde Kopfbügel in Betracht oder auch die so­genannten Siemenschen Ohrsprecher. Diesekleinsten Tele­phone der Welt" haben so geringe Abmessungen, daß sie be­quem ins Ohr gesteckt werden können, die schallbildende Mem­bran, über der ein kleines Plättchen aus Weicheisen ange­bracht ist, befindet sich, wenn der rer im Gehörgang sitzt, dicht vor dem Trommelfell, so daß die Schallwellen die noch empfindlichen Teile des Ohres aus allernächster Nähe treffen. Dieser Ohrsprecher hat sich schon früher bestens beimPha- nophor" bewährt, einem Apparat für Schwerhörige, der so­wenig Platz einnimmt, daß er einschließlich Mikrophon, Leitung und Stromquelle bequem in einer Damentasche Platz findet.

Vorläufig ist die Schwerhörigenanlage der St. Sohannis- kirche in Berlin, die wohl eine der ersten ihrer Art in Deutsch­land sein dürfte, nur mit zwölf Anschlüssen ausgerüstet wor­den. Sie wird aber wohl, wenn sie Anklang findet, bald er­weitert werden und auch in anderen Kirchen zur Einführung kommen.

Bebra. Eine Verdrecherbande die monatelang das Wer­ratal in Atem hielt konnte dingfest gemacht werden. Es han­delt sich um 15 Personen, die 155 Einbrüche verübt- haben.

Grebendorf (Kreis Eschwege). Zu dem Mädchenmord er­fahren wir noch: Die ermordete Frieda Heuckeroth hatte einen Dorfdnrschen gebeten sie nach Hause zu begleiten, weil sie vor einem gewissen Ernst Böttner Angst hatte, der sie zum Ver­hältnis haben wollte. Der Bursche ging mit entfernte sich aber als ihnen Böttner begegnete, dm Dunkel tötete dieser das Mädchen und ging zu ihrer Wohnung wo er die schlafende Mutter mit den Worten weckte,Deine Tochter liegt tot auf der Straße". Es scheint, daß der Mörder, sich daraufhin in der Werra ertränkte.

Kirchheim. Unglücksfall. Beim Passieren des Bahnestiges geriet eine junge Dame zu Fall und der vorbeifahrende GU- terzug quetschte ihr eine Hand ab.

Turnen u. Sport. Bezirks-Schiedsrichtervereinigung Fulda. An die Vereine! Schiedsrichter-anforderungen sind für die Fol­ge an Eduard Bott, Bachrain-Fulda (da Landbestellung) spä­testens Donnerstags zu richten. Für später eingehende Anfor­derungen kann keine Gewähr übernommen werden.

Börfen-BeriA mitgeteilt vom

Bankhaus Carl Kiefer & Co., Fulda.

Magdeburger Zucker, 5. Zebr. Weißzuckernotierung: Ge­mahlener Melis 1, prompt 16,2516,50 M., Februar, Fe­bruar-März 17 ML, April-Mai 17 M., Juni. Tendenz: stetig.

Hamburger Auslandszucker, 5. Febr. Auf den festeren Newgorker Schluß hin war die Tendenz auch in Hamburg ste­tig bis fest. Bei etwas besserer Nachfrage nach späteren Sich­ten erhöhten Abgeber ihre Forderungen. Tschechische Kristalle Feinkorn, loko erhöhten sich auf 17 sh 4 einhalb d bis 17 sh 6 d, April-Mai auf 17 sh 7 einhalb d bis 17 sh 9 d und Suni-Suli auf 17 sh 9 d bis 18 sh. Zür deutsche Weißzuckerkristalle wurde loko 17 sh Z d bist 7 sh 4 einhalb d gefordert.

Unveränderte Preise am Altpapiermarkt. Berlin, 30. San. Die Geschäftslage des deutschen Altpapiermarktes zeigte in den letzten Tagen weiterhin zufriedenstellenden Geschäftsgang. Die Nachfrage richtet sich nach allen Sorten und Qualitäten und hat für Rohmaterial zur Herstellung von gutem Schreibpapier und Kontobüchern eine weitere Zunahme zu verzeichnen. Die No­tierungen sind auf der bisher erreichten Höhe stehengeblieben und erwartet man kaum eine weitere Steigerung. Der Han­del rechnet mit einer noch länger andauernden günstigen Ge­schäftslage. Die Notierungen lauten in Mark je 100 kg.: gemischte Abfälle in Ballen 3,755, Späne holzfrei weiß 18,5021, Späne holzhaltig weiß 910,50, Hanf gemischt 4,24 bis 4,75, Lederpappen 6,257,25, Holzpappen 6,257, Akten und Skripturen 8,5010, Schwerdruck 5,757, Kartonnagen

gemischt 5,75- -6,50, Zeitungen 66,75, Kontobücher

Deckel 8,509,75. ,)nr

Berliner Butter. Die Berliner amtliche Preisfestsehun im Verkehr zwischen Erzeuger und Großhandel, Zracht Gebinde gehen zu Käufers Lasten, war am 3. Zebruar: für B 1 Qualität 1, 88 Mk., 2a Qualität 1,70 Mk., abfallende Qua­lität 1,40 Mk. für ein halbes Kilogramm.

Hamburg, den 3. Zebruar.

Kaffee: Der Markt zeigt nach wie vor das gleiche rufjiqe Bild. Bei unveränderten Preisen erhält sich kleines §e, schäft. Sm Verkehr mit Brasilien kam es ebenfalls zu khj^ Abschlüssen. Vorliegende Offerten waren entweder uiwirâ'^ dert oder bis um 1 sh höher.

Kakao: Die Tendenz war für Loko- wie auch für Ablad­ungsware ruhig, ön ersterer kam es zu kleinem Geschäft, be­sonders in Spezialsorten, während von nennenswerten Ab­schlüssen in Abladungsware nichts bekannt war. Neue Offer­ten aus den Erzeugungsgebieten kamen nicht heraus.

Reis: Greifbarer Burmahreis war bei ruhigem Geschäft leicht abgeschivächt, dagegen lag neue Ernte etwas fester, da von drüben höhere Preise infolge stärkerer Käufe gemeldet wurden. Bruchreise blieben weiter gefragt. Burmah 2 no­tierte loko 16 sh, neue Ernte März-April 14 sh 9 d, April-Aas 14 sh, 7 einhalb d, Burmah-Bruch 1 a loko 12 sh 9 d, Febru­ar 12 sh 7 einhalb d, erste Hälfte März 12 sh 6 d, spätere An­dienungen 12 sh 4 einhalb d, Moulmein garantiert weiß loko 21 sh, neue Ernte März-April 19 sh 3 d, April-Mai 19 sh j einhalb d.

Schmalz: Die Preise gaben in Einklang mit den amerika­nischen Zorderungen etwas nach. Amerikanisch Steamlard stellte sich auf 38,45 Misch r., amerikanisch raff. Schmal; auf 39,90 Misch r. .

Gewürze: Das Geschäft mit dem Inlandsbedarf oeweM sich weiter in ruhigen Bahnen. Auch in den Preisen ist keiné Veränderung zu verzeichnen. M

- ....... , Belmmtmachung.

Die Herren Minister des Sintern und der Finanzen haben angeordnet, daß die Gemeinden die anläßlich der Personen­standsauf-nahme am 10. Oktober ausgefüllten Wohnu-ngslisten und sonstiges Material sorgfältig -und geordnet aufznbewahren haben, damit jederzeit darauf zurückgegriffen werden kann.

Fulda, den 31. Januar 1925.

Der Landrat. J. V.: S ch u st e r.

Wetterbericht.

roh. Frankfurt -a. M., 4. Zebr. Die Wetterlage und auch mit ihr unsere Witterung erfährt zunächst keine wesentliche Aenderung.

Vorhersage bis Donnerstag Abend: Veränderlich, doch -meist bewölkt, nur ganz vereinzelte leichte Niederschläge. Tempera­tur bei meist westlichen Winden nicht wesentlich veräiiüM

Witterungsaussichten bis Freitag: Wieder schlechterung.

Druck und Verlag: Mubolf Ramberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuß, für Anzeigen, August Bamberger, sämtlich in Fulda.

Staall. Gymnasium Fulda.

Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 21. April 1925, vorm. 8 Uhr mit der Prüfung d. neu eintretenden Schüler. Anmeldungen jederzeit, mündlich Montags, Mittwochs und Freitags von 10.3011.30 Uhr auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten erfolgen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und letz­tes Schulzeugnis (Abgangszeugnis!.

FULDA, im Februar 1925.

Der Gymnasialdirektor:

Dr. Müller,

übernimmt bei Tag und Nacht mit geschlossenem Wagen.

Heinrich Hartung, Fulda.

Telephon 577.

Steinweg 1. Leipzigerstr. 55.

Vortragsabend

am Sonnabend, d. 7. Februar 1925, abends 8 Mr

in der Aula der Oberrealschule Viehmarktplatz

über

Raum u. seit in der neueren MM

von dem Prorektor der Universität Marburg

Serra Professor Sr. Schäfer, im Rahmen der Volkshochschule.

(Siehe heutiges Vorlesungsverzeichnis.)

Fulda, den 3. Februar 1925.

Volkshochschule Fulda: Dr. Antoni, Vorsitzender.

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