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-..„.„ M6 mswârl'oen AuSwumS des MMIageS.

.Ersin 4. Sebr. telef. Der auswärtige Ausschuß â^: . trat heute vormittag unter dem Vorsitz des ^b Reich- s citter Sitzung zusammen, um 1. die Zoll- ^«Äetspolitik im Rahmen der Außenpolitik und 2. die Pa “7 f^ndelsvertragskonferenz zu behandeln. Vom Reichska- waren der Außenminister mit dem Staatssekretär des Auswärtigen, der Acichswirtschaftsminister und der Reichser - aäbruugsmiuister anwesend; als Vertreter des Reichsrates Dr. ' Preger (Bagern), Dr. Gradenauer (Sachsen), Dr. Z'sch- baum (Alklbg.), Dr. Fecht (Vaden). Die Verhandlungen wur­den mit einer eingehenden Darlegung des Außenministers eröffn nc} ' Nachdem der Reichsaußenminister Dr. Stresemann in vertraulicher Rede über die außenpolitischen Gesichtspunkte gesprochen hatte, die bei den abgeschlossenen, bezw. noch schwe­benden Handelsvertragsverhandlungen maßgebend waren, sprach Reichswirtschastsminister Dr. Reuhaus über die wirtschaftlichen Hintergründe dieser Verhandlungen und seine grundsätzliche Einstellung zur Handelspolitik.

Der Kreditantrag des Zentrums angenommen.

wtb. Berlin, 4. Zebr. telef. Der Hauptausschuß des preu­ßischen Landtages hat die Anträge des Zentrums, die Kredit- aktion zugunsten der Landwirtschaft fortzusetzen und vom Reich die Beteiligung an dieser Aktion zu fordern und den demokra­tischen Zusatzantrag, vom Reich zu verlangen, daß die bereiten Mittel der Reichsbahn und Reichspost in entsprechendem Maße bei der preußischen Staatsbank angelegt werden, damit diese der Wirtschaft und auch der Landwirtschaft größere Kredite zur Verfügung stellen kann, angenommen.

Kroner zu 3000 Mark Geldstrafe verurteilt.

wtb. Berlin, 4. Zebr. telef. 3n dem Beleidigungsprozeß Bewersdorff-Kroner wurde Landgerichtsdirektor Kroner wegen formaler Beleidigung zu einer Geldstrafe von 3000 Mk., im Zalle der Aichtbeitreibung zu je einem Tage Gefängnis für je 60 Mark verurteilt. Dem Nebenkläger wurde die Befugnis erteilt das Urteil in der Vossijchen Zeitung, in her (deutschen Aichterzeitung und in der Magdeburgischen Zeitung auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Die Kosten des Ver­fahrens wurden dem Angeklagten auferlegt.

Der Barmat usw. Untersuchungsausschuß.

wtb. Verliu, 4. Zebr. telef. Der Untersuchungsausschuß des Reichstages für die Wrev-u^ure Kutisker, Barmat usw. trat hexte vormittag wieder zusammen. Der Vorsitzende Sänger (^pjj , agt vor, am Samstag die Prüfung der Postkredite zu ........-m Suuau^i zouen höhere Pojtoeamte, dann und der Abg. Lauge-Hegermann (Zentrum) auch den Rechts- regeln der Strafprozeßordnung vernommen werden. Dann erst könne her ^eichstagsausschuß saruoer jaziuzsig werden, roie- wen auf die Protokolle des preußischen Ausschusses zurückzu- grei<w- ' : Borgeschlagen wird, nach der Erledigung der Post fache, die Zrage der deutschen Werke zu behandeln und hierauf die Angelegenheit der Kanzlei des Reichspräsidenten. Der Aus­schuß ist damit einverstanden, daß die nächste Sitzung am 7. Februar abgehalten wird mit der Tagesordnung: Vernehmung höherer Postbeamten in Sachen der Postkredite.

Was die eingebrachten Anträge kosten.

wtb. Berlin, 4. Zebr. telef. Nach einem Ueberschlag des Reichsfinanzministeriums über die Kosten, die die Durchführ­ung der Anträge der Aeichstagsparteien erfordern würde, er­gibt sich, daß unter Außerachtlassung der extremen Anträge für die Durchführung von Maßnahmen auf dem Gebiete des Ver­sorgungswesens fortlaufend jährlich rund 500— 600 Millionen Mark und einmalig rund 300—400 Millionen Mark erfoder- lich wären.

Zur die Durchführung der Anträge auf den sonstigen Gebie­ten müßten fortlaufend jährlich rund 900 Millionen Mark und einmalig 1200 Millionen Mark aufgeweudet werden. Die Er­höhung der Grundgehälter der Beamten usw. des Reiches der Länder und Gemeinden wurden für je 1 Prozent rund •& Millionen Mark jährlich, und eine Erhöhung der sozialen Zu­lage von je 1 Mark monatlich 45 Millionen Mark jährlich kosten.

Weitere Ausweisungen der hohen Geistlichkeit.

wtb. Wien, 4. Zebr. telef. Nach einer Meldung der Aeichspost wurde der Metropolitan von Albanien und Erzbi­schof von Skutari von der Regierung Acßmeb Zogus aus dem Lande verwiesen. Auch der Pater Paulus in Dodez ist ausge­wiesen worden. Beide Würdenträger sind in Vari eingetrof­fen und dürfen nach Rom Weiterreisen.

Die deutsch-französischen Verhandlungen.

wtb. Paris, 4. Zebr. tief. Die heutige französische Abend- presie veröffentlicht mehrere Angaben über die Note, die gestern Ätsche Wirtschaftsdelegation der französischen Delega- tlon überreicht hat. Wie wir hierzu hören, ist es zutreffend, baß die deutsche Delegation sich in dieser Note bereit erklärte, Verhandlungen über ein provisorisches Statut einzutreten, und zwar unter der Voraussetzung, daß die Zrage der Meistbe­günstigung für das entgültige Status eine befriedigende Regelung l'nde. Zu den Vereinbarungen der deutschen eisenschaffenden und verarbeitenden Industrie vom 18. 12. 24, die bekanntlich '?loige einer Indiskretion in der französischen Presse veröffent- '" de* letzten französischen Note erwähnt wurde, ? Snmbeletiburg sich zur mündlichen Aufklärung darüber bie frmnnS Don vorne herein darauf hingcwieson, daß Punkt»» Deutung dieses Abkommens in wesentlichen den f Vo 19 lalschen Voraussetzungen beruhe. Von bei- ä^ Wu»,ch sliisgefprodien morto He Her- eine }U führen. Am 5. Zebruar findet Nister Rainald d)<!" ^' Trendelenburg und Handelsmi-

Die Sviumkonserenz.

wtb. Genf, 4. Zebr. telef. Infolge der neuen und wahr­scheinlich entscheidenden Krise, in welche die 2. Suteruationale Opiumkonserenz eingetreten ist, hat der französische Kolonial- minister Daladjer, der heute morgen hier eingetroffen ist, wie­der die Führung der französischen Delegation übernommen. Ebenso wird der holländische Gesandte in Paris, Loudon, der morgen hier eintrifft, wieder an die Spitze der holländischen Delegation treten. Daladjer nahm heute vormittag bereits au den Veratungen des neugebildeten Zünserausschusses teil, der eine Forinel zur Ueberbrüdcung der englisch-amerikanischen Gegensätze suchen soll.

GewerWattskundgebungen gegen die Ruhrentschabigung.

D.B.Verlin, 4. Zebr. (Lig. Meldg.) Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (Graßmann) und der Allgemeine Freie Angestelltenbund (Aufhäuser) haben an den Reichstag ein Schreiben gerichtet, in dem Jie schärfsten Einspruch erheben, gegen die von der Regierung an die Großindustrie von Rhein­land-Westfalen ausgejebüttete Gesamtentschädigung von 715 Millionen Goldmark. Das Schreiben schließt mit den Worten: „Die Belegschaften, der von der Micum beschlagnahmten Be­triebe sind wider Recht und Gesetz nach Rückgabe an die deut­schen Besitzer von diesen fristlos entlassen worden. Das Reichs arbeitsminijterium hat ihnen seinen Schutz versagt und sie auf den Weg verwiesen, ihre Ansprüche bei der Micum in Paris geltend zu machen. Etwa 7000 Arbeiter und Angestellte sind auf diese Weise brotlos gemacht worden. Die oben genannten Gewerkschaftsbunde erwarten von den Parteien des Reichs­tages eingehende Untersuchung dieser Vorgänge, und unter Mit­wirkung der Gewerkschaften eine Sesamtregelung, die der so­zialen Gerechtigkeit entspricht".

WirtschastszusammenWuß.

wb. Esten, 4. Zebr. Der „Rheinisch-Westfälischen Zei­tung" zufolge ist eine Kommission unter dem Vorsitz des Direk­tors Hobrecker, Hamm-Westfalen, mit den Vorarbeiten zur Bildung eines neuen Walzdrahtverbandes beschäftigt. Ueber den Entwurf der Satzung des neuen Walzdrahtverbandes soll in Kürze eine Versammlung aller beteiligten Walzdrahtwerke endgültig Beschluß fassen.

Der weiße Tsd.

wb. Graz, 4. Zebr. Aach einer Meldung der „Grazer Tagespost" wurden gestern sechs Grazer Schifahrer im Hoch- nölbing-Gebiet von einer Lawine verschüttet. Die Zrau eines Obersten und der Obmann des Grazer Touristenklubs wurden als Leichen geborgen.

Revolution in Honduras.

wb. Paris, 4. Zebr. Havas meldet aus Managua: 3m Süden von Honduras ist eine neue revolutionäre Bewegung im Gange. Der revolutionäre Führer General Ferara soll die Stadt Aacobe nach hartem Kampf eingenommen haben.

Wie sie abrufton.

wb. London, 4. Zebr. Der „Dailg News" zufolge fordert die Admiralität für das Finanzjahr 25-2è> außer den bereits ge­meldeten acht Kreuzern zu je 10 000 Tonnen noch drei U-Boote ein Flugzeugmutterschiff, ein Minenleger Depotschiff für Zer­störer, ein Depotschiff für U-Boote und ein Spezialschiff für überseeische 4 Depots.

Ein Beispiel für Deutschland.

wb. Tokio, 4. Zebr. 3n der Kammer kam es geestrn zu erheblichen Tumultszenen, die ihren Höhepunkt erreichten, als ein Abgeordneter dem Präsidenten den Gehorsam verweigerte. Er wurde von anderen Mitgliedern des Hauses angegriffen und derartig geschlagen, daß er ohnmächtig zusammenbrach.

Aus dem KressebmHAltMmach 1925.

Am 31. 3anuar fand in Berlin unter zahlrei­cher Beteiligung offizieller Persönlichkeiten der traditionelle Presseball statt. Nachstehend geben wir einige interessante Beiträge aus dem zu die­sem Anlaß herausgegebenen Presse-Almanach wieder.

Popularität.

Von P a u l M 0 r g a n.

Wir Schauspieler — hols der Teufel, es gibt schlimmere Laster — haschen danach, im Munde der Leute zu sein, und freuen uns diebisch, wenn wir populär geworden.

„Sestern hörte ich", so erzählte M a x A d a lb e r 1 am Stammtisch, „wie eine Dame in der Straßenbahn dem Schaff­ner zuflüsterte. Da drüben sitzt der bekannte Komiker Max Adalbert; er fährt schon fünf Minuten mit und hat noch kei­nen Zahrschein gelöst!"

„Das ist gar nichts", sagte H a r r g Liedtke. „Sch war zu Zilinaufnahmen in Tunis. Als wir eines Tages außerhalb der Stadt arbeiten, kam plötzlich eine ganze Kalvakade Araber dahergesprengt. Wir dachten schon an einen räuberischen An­griff, als der Trupp bis an die Zähne Bewaffneter mit einem Ruck gerade vor mir hielt. Und der Anführer — es soll ein ganz berühmter Scheck gewesen sein — sprang vom Pferde und rief in wohlklingendstem Bariton: „Aramik holdu schapski Harrg Liedtke Dorschek yumai sparatrap!" Und wißt Shr, was das heißt? Sch Habs mir übersetzen lassen: „Wir begrü­ßen unsern Kinoliebling, den vergötterten Harrg Liedtke, den Gatten der Dorsch, in unserer sonnigen Heimat!"

Das darauffolgende Schweigen wurde von M a x Pal­lenberg unterbrochen: „Armselige Gesellschaft! Also paßt auf, i ch werde euch sagen, was Popularität ist: Sch geh ein­mal in Sschl mit dem alten Kaiser Franz Soseph spazieren. Was meint Shr, haben die Leute am Abend in der Stadt gespro­chen, getuschelt, geraunt? Das Abendgespräch lautete: Wer war eigentlich der reizende, alte, weißbärtige Herr, mit dem der Pallenberg heute über die Esplanade ging . . .“

Szene.

Von ZeIix Salten.

Sie: „Sch verachte dich!"

Er: „Warum denn? Sch habe nur getan, war jeder tut“. Sie: „Eben deshalb! Weil du getan hast, was jeder tut — verachte ich dich."

Nur ein Mensch.

Von K l 0 b u n d.

Die Welt ist dunkel, und die Sünde brennt, So schreib' ich hin in meinem Testament: Sch war ein Sünder, und ich sündete, Sedoch mit reinen Lippen kündete Des Menschen Leid ich, das ihm täglich tagt. Sch war ein Mensch. Und das ist viel gesagt.

Aus Stadt und Land.

Daten der Kutturgefrbilbte.

5. Februar.

Vor 200 Sahren starb zu Nürnberg der Künstler und Kup­ferstecher Ehristvph Weigel. Wir verdanken ihm über 200 Kupferstiche von Handwerkern und Werkstätten, die 1698 er­schienen. Ueber jedem Bild steht ein Merkspruch und unter jedem Bild ein kurzes Gedicht, das eine Parallele zwischen der Tätigkeit des Handwerkers und dem Seelenheil der Men­schen zieht. Diese Texte stammen von dem bekannnten Wie^. ner Prediger Abraham a Sancta Tiara, dem bedeutendsten Kanzelredner der damaligen Zeit, dem Vorbild zu Schillers Feldprediger in Wallensteins Lager. — 1794 wurde das preu­ßische Landrecht veröffentlicht, 1808 der Maler Karl Spitz­weg in München geboren. — Vor 50 Sahren erklärte Papst Pius 9. die preußischen „Maigesetze" für ungültig und es erfolgte die Exkommunikation der alten katholischen Geist­lichen.

1875. Tod des Historienmalers Arthur Georg von Ram- berg in München. Am bekanntesten sind seine Bilder zu Goethes „Hermann und Dorothea" und zu Voß „Luise".

Hilferuf an die Frauen!

D'w deutschnationale Zraktion richtete folgende Anfrage an den preußischen Landtag:

Aach' einer amtlichen Bekanntmachung der Regier­ung in Schleswig sind innerhalb eines halben Sahres 3700 deutsche Mädchen und Frauen verschwunden und in Bordelle Frankreichs, Südamerikas und des Balkans verschleppt worden.

Was gedenkt das Staatsministerium zu tun, um das ver­brecherische Unwesen der Mädchenhändler zu unterbinden?

(gez.) Rüffer u. Gen.

Wer einige Sahre lang in Zeitungen und Zeitschriften mit offenen Augen die Berichte über den Mädchenhandel verfolgt, hat, weiß, daß schon im Sahre 1923 die Zahl der Opfer der schändlichen Menschenhändler in Deutschland eine erschreckend hohe war. Sn Sachsen, um nur einen Landesteil anzuführen, waren es in ungefähr dreiviertel Sahren fast 500 Frauen und Mädchen, die verschwunden sind. Man frägt sich, wie es überhaupt möglich ist, daß im fortgeschrittenen Zeitalter solch ein verbrecherisches Treiben in diesem Ausmaß herschen kann. Es scheint, daß die Regierung es nicht verhindern kann, daß jährlich viele Tausende von deutschen Frauen und Mädchen als weiße Sklavinnen verkauft und dem jammervollsten Leben zu- geführt werden. Unfaßlich ist es, daß nicht durchgreifendere Maßnahmen ergriffen werden, um den Teufeln, die im Mäd­chenhandel Geschäfte machen, beizukommen. Es ist aber auch Aufgabe aller Zrauenvereine, der 3ugenbpflege und der Geist­lichkeit hier immer weiter aufklärend und warnend zu wirken. Unbedingt nötig ist es, daß die Mitarbeit aller denkenden Frau­en, vor allem aller Mütter, Hier einsetzen muß, um die Kennt­nis dieser Gefahr in jede Familie — besonders auch auf dem Lande — zu tragen. Reichstagsabgeordnste Rüffer brachte nur aus einem kleinen Teil Deutschlands diese grauenvolle Kunde von 3700 Opfern des Mädchenhandels. Schreiber die­ser Ausführungen evhielt vor einigen Tagtnr briefliche Mittei­lung aus Königsberg i. Ostpreußen - daß dort täglich Frauen und Mädchen, ja auch Kinder verschwänden. Hamburg und viele andere Großstädte weisen traurige Statistiken auf und zahllose Opfer vom Lande bleiben für die Oeffentlichkeit un­genannt. Glaube Aiemand, daß in Fulda nicht auch schon wiederholt Versuche gemacht worden sind, „frische Ware" zu bekommen. Die hiesigen Zeitungen berichteten seiner Zeit von zwei Fällen, in beiden wurde nur durch glücklichen Zufall —, oder höhere Vorsehung — verhindert, daß das Geschäft klappte Ahnungslos hätten diese jungen Mädchen ihre „Stelle" in Hamburg oder in Holland angetreten, wenn nicht Krankheit der Angehörigen oder andere Ereignisse die Abreise verhindert hätten. Aiemand kann sicher sein, daß Reise-, Kaffeehaus- und Theaterbekanntschaften, welche so „freundlich" für besseres Fortkommen in einer anderen Stadt oder für gut bezahlte Stellungen im Auslande sorgen wollen, nicht Verbrecher sol- cbertoufineben Art sind, die nachher das blühende junge Leben in den Sumpf ziehen, in dem es an Leib und Seele elend zu Grunde geht. Sede Lüge und jeder Betrug wird von den Menschenhändlern dazu angewandt. Wer je eine Schilderung aus dem Leben dieser unglückseligen „Ware" gelesen hat, der kann nie mehr achtlos an solchen Berichten vorüber, er weiß, wo die Hölle auf Erden ist. Warnt und klärt auf, Shr deut­schen Frauen und schützt Luer Geschlecht vor diesem Los, so­weit es in Eurem Bereiche liegt. Nie könnt Shr wissen, wie nahe die Gefahr ist! Da die Maßnahmen der Regierung nicht annähernd ausreichen, muß eine andere Macht in den Kampf gen diese Schande in der christlich-kultivierten Welt eintre- ten: Die Macht der schützenden und beivahrende Liebe aller mütterlichen Frauen, welche jeder edeldenkende Mann mit vol­ler Kraft unterstützen wird. Hildiher.

Die Rhabanusfeier des staatl. Ggmnasiums, die Dienstag abend im Saale des Bürgevoereins stattfand, reiht sich wür­dig den früheren an. — Sn seiner stilistisch fein durch geführ­ten Begrüßungsansprache verbreitete sich Herr Studienrat Zabra über die Antike, als der Wurzel und den Kern un­serer Wissenschaft und Kultur: Daß wir also Rhabanus, jenem einfachen Mönch, der hier im Herzen Deutschlands eine Schale errichtete, an der die humanistischen Studien eine vorzügliche Pflege erfuhren, unser ganzes Wissen und Können verdanken. — Aach einigen gut vorgetragenen Thören und dem Bachschen „Frühlings Erwachen", das besonders gut gefiel, ging Sha­kespeares „Kaufmann von Venedig" in Szene. Es wurden recht nette schauspielerische Leistungen erzielt; am besten war wohl die Hauptfigur des Sbylock selbst herausgearbeitet. Das