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dem Bergbaulichen Verein mitgeteilt. Das ist es, was die Linkspresse denprivaten Briefwechsel zwischen den Partei­freunden Stresemann und Stinnes nennt. Und wie sah es mit der ungeblichen Geheimhaltung dieser Entscheidung aus? Am 25. Oktober 1923 hielt der Reichskanzler Dr. Stresemann in Hagen eine öffentliche Rede, über die WLB. ausführlich be­richtete und der u. a. die Sozialisten Sollmann und Braun bei- wchuten darin teilte er mit, daß sich das Reichskabinett be- reit erklärt habe, die Verzinsung und Anzahlung der Micnni- Lasten an die Rrchrindustrie nach Maßgabe der vorhandenen Mittel zu leisten. Damals hat kein Roter auch nur den gering­sten Widerspruch erhoben. Und nun soll es auf einmal ein schlimmes Vergehen sein daß ein feierlich gegebenes Verspre­chen auch eingelöst wurde?

Der yebcrgnng der L i" Ostmark an Polen.

Von Dr. F r a n z Lüdtke- Berlin.

<3um fünften Male jährt sich der ungeheure Verlust ost­deutschen Landes. du den dunklen danuar- und Februarwo- chen hes Fahrer 1920 inußte Deutschland einen großen Geil sei­ner Oftfeeprooin?!'! der neugeschaffenenGroßmacht" von Frankreichs Gnaden überlassen, Polen, das seine gierigen Hän­de nach dem uralten deutschen Kulturbesitz ausstreckte.

Der schwarze Tag in. der ostmärkischen Geschichte war der 27. Dezember 1918 gewesen, an dem der längst vorbereitete pol­nische Aufstand in Posen losbrach, du wenigen Lagen ging damals ein beträchtliches Stück der Provinz Posen verloren. Aber in ebenso wenig Lagen raffte sich in Nord- und Westpo­sen das Deutschtum auf, um den Raub- und Mordbanden Einhalt zu gebieten. Offiziere, Mannschaften, Bürger, Bau­ern, Schüler alles warf sich der slawischen Flut entgegen und hinderte ein weiteres Hereinbrechen in deutsches Gebiet, Jn kürzester Frist ward der Grenzschutz Ost gebildet, der schließlich zu einer Lruppe wurde, die fähig war, das Entrissene zurückzu­holen und auf dem Posener Schloß die schwarz-weiß-rote Fahne wieder aufzupflanzen. Damals trat die Entente dazwischen und zwang Deutschland die Demarkationslinie aus, wodurch in der Ostmark die erstevollendete Latsache" geschaffen wurde. Ein halbes Fahr gingen trotz des Waffenstillstandes Kfigs dieser Li­nie die Kämpfe hin und her. Als die deutsche Regierung das Versailler Diktat auf sich nahm und der Versuch der Ostmark sich aus eigener Kraft gegen die Polen zu Halln, mit Erfolg sabotiert wurde, war das ostmärkische Schicksal besiegelt. Nicht nur der von der Demarkationslinie eingeschlossene Teil der Provinz Posen, sondern noch erhebliche Stücke von ihr, größ­tenteils rein deutsch, darunter der Aetzedistrikt mit Bromberg, ferner fast ganz Westpreußen mit Lhorn, Graudenz, Dirschau und der Weichsellinie, endlich schlesische und pommerische Kreise, fielen dem neuen polnischen Reiche zu. Der Grenzschutz wur­de langsam aufgelöst; aus der Faust legte er die Waffe. Die waffenlose Ostmark wurde von den wassenstarrenden, hohnla­chenden Feinden besetzt. Das war vor fünf Fahren.

Wir übernahmen eine Wüstenei, Und übergeben einen Rosengarten)" So sang damals der ostmärkische Dichter Paul Dobbermann. Wie ist es seitdem geworden? Durch die brutale Verletzung des oberschlesischen Selbstbestimmungsrech­tes wurde entgegen dem Abstimmungsergebnis weiteres deut­sches Kulturland in die polnischen Hände gespielt. Das Deutsch­tum wurde wirtschaftlich, politisch und kulturell geknebelt oder, wo es möglich war, ausgerottet. Etwa eine Million Ostmär­ker haben die alte Heimat verlassen. Wer drüben in uner­schütterlicher Lreue ausharrt, wird langsam und mit grausa­men Methoden zermürbt. Die katastrophale Wirtschaftslage Polens wirkt sich in erster Linie an dem dortigen Deutschtum aus. Die Absicht Polens, das inzwischen zur zweiten Militär­macht der Welt wurde, ist es, im Verein mit Frankreich Deutsch land für alle öeit niederzuhalten, weiteres deutsches Gebiet zu erobern, womöglich Deutschland von der Landkarte zu streichen. So glauben Posen und Frankreich ihres Raubes sicher zu sein. Die Reden der polnischen Staatslenker atmen nichts als Haß; und wo die Staatsbehörden durch internationale Verträge ge­zwungen sind, Anordnungen zu treffen, die hier oder da auch dem Deutschtum zu gute kommen, verstehen es die untergeord­neten Organe, auch dies zu durchkreuzen.

Fünf Fahre der Fremdherrschaft sind über die Ostmark da­hin gegangen; fünf Sahre Sklaverei erduldeten unsere Brüder und Schwestern. Wenn das deutsche Volk in seinen weiten Schichten auch nur ahnte, welches Trauerspiel sich in dem Rosengarten" abrollt, wie das seit Jahrhunderten Aufgebaute zurWüstenei" wird' man würde den unfruchtbaren inneren Hader vergessen, und tausend Hände würden sich ausstrecken, dem verratenen und verkauften Deutschtum zu helfen. Fst es ein Wunder, daß unsere Brüder drüben sich vereinsamt und verlassen dünken?

Aber die Weltgeschichte verläuft in Kurven. Einmal muß auch die zutiefst gehende Kurve ihren äußersten Liefftand er­reicht haben dann geht es wieder empor. Dann wendet sich das Rad der Weltgeschichte. Hochmut kommt vor dem Fall; der polnische Hochmut geht über alle Grenzen und Möglichkei­ten hinaus; er ist ein Widerspruch zu jedem menschlichen und göttlichen Recht. Mit unerschütterlichem Glauben sicht der Deutsche der Stunde entgegen, da er die Wüstenei von neuem übernehmen und einen Rosengarten aus ihr schaffen kann.

Annäherung her dtulicbnationaltn an die Wirtickaitsvarlei.

D.B.Berlin, 3. Febr. (Lig. Meldg.) . Jn der nächsten Woche werden, wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfah­ren, Führer-besprechungen der Deutschnationalen und der Wirt­schaftspartei stattfinden, die gemeinsame Grundlagen schaffen sollen für das Vorgehen in den beiden Parlamenten bei der Beratung aller Mittelstandsfragen, sowie auch im Hinblick auf die Reichspräsidentenwahl. Man glaubt, daß es zu einer Ei­nigung der noch bestehenden Differenzen zwischen beiden Par­teien kommen wird, und in den meisten politischen Fragen eine weitgehende Einigung zu erzielen.

MnverßMölMg mit den Wenbahrrrrn.

D B. Berlin, 3. Fchr. (Lig. Meldg.) Aach dem das Lohnabkommen für die Eisenbahnarbeiter von sämtlichen am Larifvertrag mit der Eisenbahn beteiligten Organisationen zum 1. März gekündigt worden ist, finden, wie wir hören, schon in nächster Feit Lohnverhandluugenzwischen Vertretern der in Frage kommenden Spitzenverbänden und den zuständigen Stel­len statt. Morgen wird sich der betreffende Reichstagsaus- fcknß mit der Frage der Leistungszulagen der Angestellten der Reichsbahnen beschäftigen.

Entente-MW in Angora ?

D.B. London, 3. Febr. (Lig. Meldg.) Aach den aus Athen und Konstantinopel vorliegenden Nachrichten der Blätter ergibt sich, daß in dem türkisch-griechischen Konflikt eine weitere Spannung eingetreten ist. Man rechnet damit, daß die türkische Regierung die Aussiedelung der gesamten griechischen und son­stigen christlichen Bevölkerung aus Konstantinopel und der Ubri- gen europäischen Türkei entschlossen ist. Aller Voraussicht nach werden die diplomatischen Vertreter Englands, Frank­reichs und Italiens bei der Regierung von Angora ernste Vor­stellungen erhoben und mit einem Wirtschaftsboykott drohen. Präsident Kemal Pascha hat eine große Fnstruktionsreise we­gen des Konfliktes unterbrochen und ist nach Konstantinopel unterwegs.

Oesterreichs Finanzmiiere.

D.B. London, 3. Febr. (Eig. Meldg.) Die Blätter er­örtern eingehend die Wirtschaftslage Oesterreichs und sehen den Zusammenbruch Oesterreichs voraus, wenn nicht schnellstens geeignete Hilfsmaßnahmen eingeleitet würden. Die Morning- post hält als geeignetstes Mittel die Schaffung eines Systems von Vorzugszöllen gemeinsam zwischen Oesterreich und den Nachfolgestaaten.

U>o gehen wir am Mittwoch, den 11. februar hin? Jn den Stadtsnat Zum bun­ten Mend Zu Dunsten der Mnderspeisun§.

stnteriuchungsMsschuß für Barmat Kutister-Affäre.

D.B.Berlin, 4. Febr. (Lig. Meldg.) Der Untersuchungs­ausschuß des preußischen Landtages setzte am Dienstag Nach­mittag feine Beratungen über die Angelegenheit der Kredit­gewährung der Seehandlung an ausländische Konzorns^Bar- mat usw.) fort. Der sechste Lag der Vernehmun­gen bringt zunächst ein Verhör von Exzellenz von Dombois, der bis zum 1. April 1924 Präsident der Seehandlung war. Es entspinnt sich zuerst eine längere Debatte über einen deutschna- tionalen Antrag, der verlangt, Herrn von Dombois als Zeu­gen zu vernehmen. Dieser wird schließlich gegen 11 Stimmen abgelehnt. Es beginnt dann das übliche Frage- und Antwort­spiel. Präsident von Dombois erklärt u. a., der erste Kredit an Julius Barmat sei von ihm auf Grund der Unterhandlungen mit Barmat gegeben worden und er habe von dem Sachbe­arbeiter erfahren, daß der Kredit vollständig gedeckt war, nämlich durch Warenwechsel. Außerdem war noch ein Devi- sendepot in der Hälfte der Kreditsumme vorhanden. Was die Kredite an Kutisker anlangen, so feien Effekten und Devisen in Höhe von 1 ein ha lb Millionen eingezahlt worden, für die nur mäßige Kredite in Anspruch genommen wurden. Erst später seien die Kredite gewachsen. Jm weiteren Verlaufe der Ge­schäfte mit Kutisker hat Dr. Rühl nachdem die Staatsbank abgelehnt hatte, mit Kutisker bezw. dem Bankhaus von Stein bezüglich des Hanauer Lagers ein Geschäft einzugehen, bei dem Gewinn und Verlust zu gleichen Teilen verteilt werden würden, dem Staatsbankdirektorium vorgetragen, daß die da­malige Schuld des Kutisker-Konzerns in Höhe von 4,2 Millio­nen Mark auf drei Monate gestundet werden solle. Aach eingehenden Verhandlungen habe sich die Staatsbank damit abgefunden, daß für die Verlängerung der Kredite die Staats­bank an der etwaigen Veräußerung des Hanauer Lagers mit Gewinn beteiligt werden solle. Weitere Beträge auf Grund des Hanauer Lagers seien nicht gegeben worden, sondern die­ses galt von dem Moment ab lediglich als Zusatzdeckung für die bisherigen Forderungen.

Auf eine diesbezügliche Frage erklärt von Dombois, daß die Dezernenten der Staatsbank zu ihrer eigenen Entlastung Kredite größeren Umfangs vorzutragen hätten. Allerdings sei bezüglich eines großen Teils des Kontos von Kutisker und E. von Stein dies nicht geschehen, ebenso auch nicht bei der großen Transaktion des Barmat.

Es entspinnt sich sodann eine Debatte über die Frage der Annahme von Provisionen von Staatsbankbeamten bei Abgabe von Gutachten. Was die Frage der Mitwirkung der Herren RUhe und Geheimrat Hellwig bei einem Schiedsspruch in der Sache Michael-Kutisker betrifft, so habe er, von Dombois, erst später gehört, daß beide Herren dafür den namhaften Betrag von zusammen 60 000 Mark erhalten hätten. Kutisker habe 20 000 Mark gegeben, wovon Rühe 12 000 und Hellwig 8000 Mark bekommen hätten. Später habe er von Rühe gehört, daß der Vertreter von Michael ihm noch 40 000 Mark ange- boten habe, die er aber im Anfang nicht annehmen wollte. Von Dombois betont, er sei von dieser Höhe des Honorars über­rascht und befremdet gewesen. Jn demselben Winter hätten auch andere Mitglieder der Seehandlung für Schiedssprüche Honorare bezogen, die aber sehr bescheiden gewesen seien; es feien* einige Lausend Mark;. B. bei einem Schiedsspruch gege­ben worden, der nicht geringe Mühewaltung verursacht habe. Es habe sich in diesen Fällen lediglich um eine Nebenbeschäf­tigung der Beamten gehandelt. Jn der Vorkriegszeit seien solche Fälle überhaupt nicht vorgekommen.

Auf eine Frage, nach einer schriftlichen Bestätigung der Staatsbank über einen Wechsel von 1,8 Millionen Mark ver­

lost Staatsbankpräsident Schröder; da diese Angelegenheit seine Amtstätigkeit fällt, ein Schreiben vom 20. Februar b T für die Firma Michael bei der Stein-Bank für diese Sum, Deckung vorhanden sei. Ls habe sich baun herausgestxlli, bafc die Deckung nicht ausreichte. Damit ist die Vernehmung Präsidenten von Dombois beendet. Es folgt nunmehr Verhör des sozialdemokratischen Abgeordneten Heilmann, erklärt, seine Aussagen unter Lid abgeben zu wollen und gibt nächst ein Bild der geschäftlichen Entwicklung des Barinar- Konzerns. Was der Verkehr Barmats mit dem Roichzp^ sidenten aulange, so habe Barmat nach der Konferenz DOn Amsterdam im Jahre 1918 in Berlin ein Schreiben hervorragenden belgischen Politikers an -Ebert vorgewiese^M dem dieser bat, ihm, dem belgischen Politiker, mitziM,/ welche besonderen Wünsche die Sozialdemokraten für die denLverhandlun-gen in Versahst, hätten. Er wolle diese A^. h'he dem sozialistischen Vertreter Belgiens auf der Verisail^ Konferenz übermitteln. Deshalb wurde Barmat Ebert vorge­stellt. Varmat wurde vom Reichspräsidenten dann zum Abend­essen eingeladen und war .einige Zeit darauf mit ihm noch ein­mal zusammen. Seitdem hat der Reichspräsident Barmat oder einen der Barmats nie wieder gesehen. Nach der letzten Zu­sammenkunft erfuhr Herr Ebert etwas von Barmat, was ihm nicht gefiele und machte eine Bemerkung, in der das Wort Sude" vorkam. Barmat fühlte sich beleidigt, und seit Januar 1919 hätten beide es vermieden, irgendwie -zusammenzutresstn und sei Einladungen, wo das zu befürchten war, ausgeiwch^ Abg. Heilmann gibt dann eine eingehende Darstellung der Be- Ziehungen zwischen dem Söhne Eberts und Barmat. Ebert jun. habe sich -eine Tages an Barmat gewandt, mit der Bitte, in seinem Unternehmen angestellt zu werden. Er habe bann einen Posten bei der Bremer Privatbank -erhalten, wo er im Herbst vergangenen Sahres ein monatliches Gehalt von 500 Mark bezogen habe. Diese Stellung sagte ihm nicht zu, und er gab sie kurze Zeit darauf wieder auf.

Heilmann und der Berliner Polizeipräsident Richter hätten mit Barmat seit Fahren freundschaftlichen Verkehr gepff^z - Zur Frage der Beziehungen Barmats zur Staatsbank betont« Heilmann, seine ganze Beteiligung an dem Verhältnis Bavmats zur Staatsbank beschränkte sich auf die bereits-bekannte Em­pfehlung an den Finanzminister Dr. von Richter, daß er den neuen StaatÄbankpräfidenten Schröder bitten solle, er möge Su- lius Varmal bald nach seinem Amtsantritt empfangen. Diese Empfehlung fei nichts sonderliches, denn selbst -der damalige Reichskanzler Dr. Stresemann habe dem inzwischen verhafteten Spritschieber Hermann Weber einen Empfehlungsbrief zukom- men lassen, 6er vom August 1923 datiert sei. Kein vernünftiger Mensch könne Stresemann aus dieser Empfehlung einen Vor­wurf machen, denn man könne nicht wissen, ob der Betreffende später Schwindeleien begehen würde. Jin übrigen habe Var­mat Weber nicht für einen einwandfreien Kaufmann gehalten. Heilmann erklärt sodann, aus seinem Aufsichtsposten bei Bar- mat weder -direkt noch indirekt einen pzennig -erhalten zu haben das gleiche gelte von Kuttner, Xvels usw.

Das angebliche Barmat-Matmal W ÄenÄWtcn.

D.B.Berlin, 4. Febr. (Eig. Meldg.) Der Vorsitzende des 19. Ausschusses des Reichstages, welcher mit der Untersuchung der Barmat-Angelegnheit betraut ist, hat sich an die Fraktion der Aationalso-zialiistscheu -Freiheitspartei im Reichstage mit ei­nem Schreiben gewandt, dem Ausschuß das von der Partei im Plenum erwähnte belastende Material zu übergeben. Hierauf hat die Reichstagsfraktion der Nationalsozialisten ein Antwort schreiben ergehen lassen, -in dem erklärt wird, daß sie in dem 19. Ausschuß, so wie er jetzt zusammengesetzt ist, keine Jnftan? erblicken können, welcher sie das in ihren Händen befindliche Material in der Angelegenheit Barmart-Höfls u. Gen. über­antworten könnten. Jhrer Ansicht nach müsse der Ausschuß so zusaimme-ngesetzt sein, daß ihm nicht ein einziges Mitglied der­jenigen Parteien angehöre, welche in irgendeiner Weise bei der Untersuchung belastet werden könnte. Die Nationalsozialisten hätten -erwartet, daß bei Bildung des 19. Ausschusses alle Abgeordneten der Sozialdemokratie und des Zentrums, sowie der Demokratischen Partei freiwillig auf ihre Sitze in dem Ausschuß verzichtet hätten, um durch Angehörige anderer Par­teien besetzt zu werden, da dies nicht geschehen ist, könnten sie eine unparteiliche Bewertung des Beweismaterials von die­sem Ausschuß nicht erwarten und würden ihr Material weiter­hin lediglich der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben.

Mak arbeitet vor.

wb. Paris, 4. Febr. Der Berliner Berichterstatter des Echo de Paris" will erfahren haben, daß der Bericht der Militärkontrollkommission erst am 14. Februar und nicht, wie man aus Paris vor einigen Lagen gemeldet hat, heute oder morgen übermittelt werde. Nach dem Berichterstatter soll Ge­neral Walch selbst dieses Dokument der Botschafterkonferen; überbringen. Der Berichterstatter beginnt auch jetzt schon das Manöver die öffentliche Meinung in gewisser Weise zu beein­flussen, denn er gibt sich den Anschein, über den Fuhalt des Schreibens unterrichtet zu sein. Er sei niederschmetternd. Die deutschen militärischen Kreise hätten immer die Kontrollb e-suche sabotiert und verhindert sodaß die Jnfpektion nicht wirkungs­voll hätte werden können.

eroSfcuer.

wb. Hamburg, 4. Febr. Ein Riesenfeuer, das enorme - te zerstörte, hat gestern die Altonaer Futtermittelfabsck dm Hamelmann he im gesucht. Das Feuer entstand ans einer, i jetzt unbekannten Tatsache in der Häckselschneiderei der * * presse. Die mit allen Maniuschaften erschienene^euen^l)s staiu einem Flammenmeer gegenüber. Zur Bekämpfung bei anm^ neu auftauchenden Brandherde würbe 20 Rohrleitungen einge­setzt. Mit großem Getöse stürzte in großen Zwischenräumen das Fachwerk des Häck-selwerkes zusammen, 20 Meter hohe Feuergarben zu weithin gerötetem Himmel entsendend. Line ko­lossale Menschenmenge umsäumte die von der Schutzpolizei ab- gefperrte Brandstätte. Erst in später Abendstunde konnten die ersten Ränmungsarbeiten in Angriff genommen werden.