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Hinblick auf die große weibliche Wählerschaft eine völlig unge­nügende Zahl, wenn man auf dem Standpunkt steht, daß die Fn- teressen der Stauen am besten auch von Frauen vertreten werden.

Gs sitzen im neuen Reichstage 33 Frauen. Und zwar: Deutschnationale Frauen 5, Deutsche Volkspartei 2, Zentrum 4, Demokraten 2, Sozialdemokraten 17, Kommunisten 3 Frauen. —

3m Landtage Preußens sind ZK Frauen in folgenden An­teilen gewählt: Deutschnationale S, Volkspartei 3, Zentrum S, Demokraten 2, Sozialdemokraten 15, Kommunisten 2 Frauen.

Ernst von

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(5u seinem S0. Geburtstag am 3. Februar.)

Lange ist es her, daß man Gruft von Wildenbruch, der heute seinen achtzigsten Geburtstag feiern könnte, schon zu Grabe ge­tragen hat, im Fahre 1909. Das ganze deutsche Volk trauerte damals, als ob ein Großer die Augen für immer geschlossen hätte. Und Wildenbruch war wirklich eine große Persönlich­keit, ein heroischer Mensch, wie sein Freund Wilhelm Diltheg ihn in seiner Trauerrede am schönsten und treffendsten geschil­dert hat.

Alles an ihm atmete Aktivität, vorwärtsschreitendes Wesen. Gr war gerade, aufrichtig, rechtschaffen bis in den letzten Punkt. Gr scheute niemanden und nichts. Die Natur hatte ihm die schönste Gabe verliehen, aufrechten Hauptes durch die Welt zu gehen. Und diese heroische Natur war zu­gleich vom zartesten Mitgefühl, von der reinsten Güte, von einem ahnenden Verständnis für andere. Wie mußte nur die große Zeit einen solchen Menschen formen l Seine erste Gut- wicklung fiel in die Fahre, die ganz erfüllt waren von der Sehn­sucht nach dem nationalen Staat. Fn »drei großen Kriegen wurden dies Ziel erreicht, und Wildenbruch selbst nahm teil an der entscheidenden Schlacht. Das waren die Bedingungen, unter denen die Grundform seines Erlebens sich ausgebildet hat. Gr fühlte das Leben der Nation wie sein eigenes. Gr jubelte mit ihr, er litt mit ihr. Sein starkes Selbst war doch zugleich ganz hingegeben dem mächtigeren und umfassenderen seines Volkes. Nie hat jemand das deutsche Volk mehr geliebt und besser verstanden. Gr hat den höchsten Begriff von -der Mis­sion desselben in der Geschichte. Und nun lehrten ihn die Fahre der Sehnsucht und der Erfüllung, daß die unnachlässliche Be­dingung jeder Kulturmission eines Volkes die Macht seines Staates sei. Von diesem Bewußtsein war die eigene bedeuten­de Stellung bestimmt, die er in unserer Literatur eingenommen hat. Gr wurde der Dichter dieses tatenfrohen Geschlechts, wie Treischke sein Geschichtsschreiber.

Das Grundgefühl seiner Poesie ist, daß die Leidenschaft die Mutier aller großen Dinge sei. Gr hat nichts an sich von steifleinenem, regelrechtem Moralismus. Das Recht der Lei­denschaft, als ein Recht der Natur selber, empfand er so stark als irgendein Zeitgenosse im entgegengesetzten poetischen Lager. Der Ausdruck wahrer Leidenschaft aber war ihm die beständig fortschreitende Aktivität. Auch die Liebe sah er nur in dieser zugreifenden, sinnesstarken Form. Fn seinem Drama findet sich kaum eine Stelle, in der die Helden ausruhlen in einem passiven Naturgefühl. Und eben hierauf beruht auch die atem­los vorausstürmende Form seiner dramatischen ,Handlung. Gr erfüllte mit seiner eigenen Aktivität jedes Stück; jede Szene empfing den Zug unaufhaltsamen Vorwärtsschreitens. Selbst seinen Romanen teilte er nicht ohne Gewaltsamkeit dies dra- mathische Leben mit. Sein eigenes Denken — und es war sehr stark — wollte nur Helle und Licht in das handelnde Leben

i bringen. Gs war nichts darin von der Bläse des Gedaickens, von psychologischem Durchforschen seelischer Abgründe. Aber das war nun das Gntscheidende; alle Leidenschaft und alle Ak­tivität findet für ihn den Spielraum ihrer Kraft nur in dem Schaffen im Lichte der Öffentlichkeit, nur im Aufgehen in die großen Objekte, welche die Seele erweitern und vom Persön­lichen erlösen — zu allerhöchst aber im Leben für die Nation und für den Staat. Selbst die Liebe des Weibes wendet sich bei ihm nur dieser männlichen Kraft zu. Hier entspringt auch der tiefsinnige Bezug zwischen dem wahren Helden und seinem Volke, wie er ihn im Drama zum Ausdruck gebracht hat. Der Held schreitet nicht gleichgültig über die Häuter b^r Menge dahin. Gr verkörpert in sich den Geist seines Volkes, und wie diese ihm seine Verehrung entgegenbringt, steigert das seine Kraft.

Fu dem geschichtlichen Helden, der vom Leben seiner Na­tion erfüllt ist und an ihrem Schicksal wirkt, macht sich nun ein anderes Verhältnis geltend, das Wildenbruch in seinem historischen Drama zu starker Wirkung gebracht hat, hierin mit Grillparzer verwandt. Schiller erfaßte in der Geschichte den Gegensatz großer historischer Kräfte: sie ringen auf seinem Theater in Spiel und Gegenspiel miteinander: so wurde er der Schöpfer des modernen historischen Dramas. Die Helden dieses Dramas sind fortan Repräsentanten geschichtlicher Lebens- mächte. Fndom nun aber ein realistischeres Geschlecht, ge­schult am bürgerlichen Drama und Roman, dem Helden tiefer in die Seele blickt, gewahrte es deutlicher, als Schiller das ge­sehn, die Diskrepanz zwischen den endlichen, überall begrenzten Fndwiduen und den übermenschlichen Gewalten, welche die Historie durchwirken und in deren Dienst der Mensch geschicht­lich wird. Und in dieser Diskrepanz liegt nun eines der Haupt- momente des Tragischen im historischen Drama. Gin eisernes Band von Allusionen über die Kraftverhältnisse um sie her und über ihr eigenes Können umschließt die Stirnen dieser tra­gischen Helden. Die Leidenschaft des Moments macht sie blind. Die Zufälligkeiten der Umgebung und der Stunde ziehen sie herab. Gs liegt etwas Frrationales darin, das jeder Vor­ausberechnung der Handlungen spottet, und zugleich wird hier­mit der moralische Standpunkt durch den historischen ganz überwunden. All dies zusammengenommen war das geschicht­liche Heldentum für Wildenbruch die höchste Form des Lebens. Das ist der starke, kriegerische eherne Ton, den er in unserer reichen, mannigfachen, vom Geiste des Fiidividualismus und der Vertiefung in die Geheimnisse des Selbst erfüllten Literatur festgehalten hat. Fn dem Leben unserer Nation selber sind heute diese Gegensätze wirksam. Sie verlangen nach einem Ausdruck in Der Dichtung. <âin wird jemand kommen, der den Platz wird ausfüllen können, den Wildenbruch nun leer zu­rückläßt.

Vermischtes.

Die moderne Alustk auf der Anklagebank. Fm Maler- städtchen Montmorencg bei Paris kamen Anhänger moderner Klänge und Anhänger banaler Couplets aneinander und vor Gericht. Gin Hausbesitzer, der für die neuesten, einschmeicheln­den Gouplets der Pariser Revuen schwärmt, klagte seinen Mie­ter an, den ganzen Tag „Katzenmusik" zu spielen, womit, wie es sich herausstellte, Werke Aimski-Korsokows gemeint waren. Die beiden Parteien gingen bis vor die Schranken des Ge­richts. Der Spruch des Salomon lautete, daß die Dissonan­zen, die die moderne Musik zu Harmonien stemple, keine Katzen­musik seien, und daß der Mieter seine Rechte nicht übertrete, wenn er im Tage fünf Stunden mit je zehn Minuten Pause Klavier spiele.

Gin Wunder der Archäologie. Fn ber Nähe eines französi­schen Landstädtchens fand man bei Grdarbeiten einen gallo-rol manischen Steinsarkophag, der eine junge Frau enthielt diè erst vor Stunden gestorben schien — so frisch war ihr Zl'eisH obzwar sie wahrscheinlich vor achtzehn Fahrhunderten gestochen sein dürfte. Unter dem Ginfluß der Sonnenstrahlen verfiel ber Leib allerdings rasch, doch stieß man auf einen noch grünen Buchsbaumzweig und auf kaum eingeschrumpfte Früchte. Die weiteren kulturgeschichtlich bedeutsamen Funde von Münzen Vasen, Töpferwaren u. dgl. sind sehr wertvoll für die Beur­teilung des täglichen Lebens eines Marktfleckchens aus römischen Gallien.

Die Gewalt des Zyklons.

Dieser Winter, ein so freundlicher Herr er diesmal ist, hat uns eine Reihe unheilvoller Stürme gebracht. So der Orkan, der in den letzten Tagen im nördlichen Skandinavien wütete, so stark, daß er unter anderem einen ausgedehnten Kiefernwald vollständig entwurzelte. Viele Häuser und Wirt­schaftsgebäude wurden umgeweht, zahllose Dächer abgedeckt. Fn einem Kirchspiel wurden sechs Wohnhäuser vom Sturm um- geworfeu. An der Küste zerschellten Boote und kleinere Fahr­zeuge. Auch Menschen wurden verletzt. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Kronen geschätzt.

Tränen als Heilmittel.

Das ist die neueste Errungenschaft der medizinischen Wis­senschaft. Denn der Kopenhagener Arzt Dr. Linbäl hat fest- gestellt, daß frische Tränen auf die meisten Bazillen und Krank­heitserreger tödlich wirken. Bei Geschwüren soll sich ihre hei­lende Kraft besonders erwiesen haben.

Biologische Spielereien. Gs war bis jetzt keinem Viologen eingefallen, daß die künstliche Züchtung eines Zmiters von Arbeitsbiene und Bienenkönigin möglich sei. Diese Form züch tete der Professor der Moskauer Universität G. Kozernikov, auf einer Versuchsimkerei. Es gelang ihm dies durch beson­dere Fütterung derjenigen Larven, aus denen die KönrgMW werden. Das auf diese Weise erzielte Wesen ist von hoher theoretischer Bedeutung, weil es gewissermaßen die Urform unserer heutigen Biene darstellt. Nach der Gntwicklungsthev- rie muß der Vorfahre der Biene ein Zwitter von Königin und Arbeitsbiene gewesen sein, bis sich die weitere Differenzierung vollzog, die Königin das Arbeiten verlernte und nur als Fort­pflanzerin der Art auftrat.

Lebertran als Viehfutter. Fedes Kind denkt mit Grauen an den üblichen Löffel voll Lebertran, den es nach jeder Mahl­zeit vertilgen muß, und der auch durch eine Schokoladenbeigabe nicyts von fernem Schrecken verliert. Aber neuerdings brauch­te sich kein Kind mehr gefallen zu lassen, mit Lebertran ge­quält zu werden, denn es gibt ja etwas Besseres, die Leber­tran-Butter. Man hat in Gngland Kühe mit Lebertran ge­füttert, die Kühe lassen das nicht nur über sich engten, son­dern liefern dann eine Butter, die alle Vitamine de^sber- trans enthält und von nichts ahnenden Kindern willig gegessen wird. Gs liefern also jetzt die Rinder den wenig beliebten Lebertran.

WM! Man Wählt sich:

Guter Rat.

(dt.) Zwei Einbrecher erbrachen die Haustür von Herrn Fo- hannsens Haus mit einem Stemmeisen, als sie plötzlich im oberen Stock ein Fenster öffnete, und der Eigentümer des Hauses heraussah.

„Ach, ihr Herren", rief er hinunter, „seid doch so gut und kommt in einer Stunde wieder! Wir schlafen hier im Hause noch nicht all e!"

AM kleine Limokoa

Fred Andersens Höllenfahrt

Roman v. Otfried von Hanstein. (50. Fortsetzung). ।

„Schluck! Bitte, bitte, schluck."

Sie schüttelte sich, aber sie schluckte, sie trank. Dann schlug sie die Aggen wieder auf and sah mich an.

„Limokoa, um deinen Mund liegt wieder ein Lächeln!"

Fch drückte sie an mich, ich küßte sie in überströmendem I Glück, sie atmete tief auf, lächelte schmerzlich und schloß wieder ; die Augen. Diesmal aber wußte ich, es war Schlaf, Schlaf der sie stärken sollte!

Der Kahn trieb jetzt leise auf den ruhig gewordenen Wel- | len in östlicher Richtung. Von Land war keine Spur, i nicht einmal Limokoas Falkenaugen hätten es noch erkennen | können. Es war warm, denn wir waren ja ziemlich weit süd- i lich. Fch überlegte. Fch war manchesmal in diesen Meeren gefahren. Mit der Schnelligkeit, mit der uns der Sturm erst südlich und dann südwestlich getrieben, mußten wir zu weit vom Zestlande sein, um es durch Rudern erreichen zu können und noch jetzt wehte eine leichte Ostbriese. 3n dieser Fahreszeit waren die Winde häufig. Wir mochten vielleicht auf der gleichen Höhe mit Hawai sein und dann lag auf unserem Wege, und es konnte eigentlich nicht gar so weit sein, die Gruppe der Revilla Sigedo Fnseln, die zum mexikanischen Staat Golima gehören und deren größte, Socorro, ich einmal bei einer Sportfahrt im Segelboot besucht hatte.

Vielleicht erreichten wir eine dieser Fnseln oder kamen in den 'Dampferkurs zwischen Frisko und Honolulu.

immer stiller wurde um mich das Meer, immer schwächer die Wellen.

Fch benutzte die Feite der Ruhe, um zu sehen, was in den Fäßchen war, Fn dem einen Salzfleisch, in dem anderen Hart­brot, im dritten Rum, aber kein Wasser als ein trüber, klei­ner Rest, der mit Salzwasser gemischt, in dem Behälter des Kahnes war. Das schnelle Sinken des Schiffes hatte mir ja keine Zeit mehr gelassen. Fch war todmüde. Limokoa schlief Fch aß einige Bissen von dem Schiffszwieback, aber verschmäh­te das Fleisch, um nicht meinen Durst zu vergrößern, dann konnte ich meine Augen nicht aufhalten und schlief ein. Schlief ruhig während unser Kahn führerlos auf dem Weltmeere trieb.

Als ich erwachte, war es Nacht und vollkommen windstill. Eine herrliche Nacht. Die Sterne leuchteten klar und hell, das Wasser spielte leise um unser Schiffchen. Limbkoa schlief ruhig und ich starrte in die weite unendliche Wasserflut.

Es wurde Tag und noch einmal Abend. Wir glitten lang­

war zu schwach, um zu rudern. Fch hatte den kleinen Mast aufgerichtet und das Segeltuch, mit dem ich Limokoa bedeckt hatte, daran befestigt. Fn diesem kleinen Segel fing sich der Wind und trieb uns vorwärts. Wohin?

Fch hatte Hunger und der Durst quälte. Limokoa lag mit offenen Augen ganz matt und still neben mir. Fch hatte sie ge­fragt, ob sie es verstünde, nach den Sternen den Meg zu su­chen.

„Was kann ich dir Liebes tun?"

Aber sie schüttelte den Kopf. Fn ihren Augen glühte das Fieber, ihr Anblick zerriß mir das Herz. Fch beugte mich zu ihr.

Sie lächelte und strich sanft über meine Hand.

„Was fehlt dir, Lieb?"

„Fch könnte dir sagen, daß ich dürfte, aber warum? Du kannst mir ja doch nichts geben!"

Wie mußte sie leiden sie in der außer der Sonnenglut noch das innere Fieber brannteI Wie ruhig und ergeben sie dalag! Welch ein Widersinn das doch war! Auf dem Meere, vom Wasser umgeben, so weit das Auge nur reichte, und verdursten! Wohl überkam uns bisweilen der Wunsch, von dem Meerwäs­ser zu trinken, aber wir waren zu klug dazu, denn wir wuß­ten, daß das unsere Qualen nur vergrößern mußte. Fch wollte ihre Lippen mit Rum netzen, aber sie schüttelte sich davor.

Fch begnügte mich, ihre Hände, Stirn und Füße zu Kühlen.

Wir glitten leise über die Flut und ich fürchtete jede kommende Stunde. Fch konnte es vielleicht aushallen, aber sie?

Ach, diese großen, traurigen Augen!

„Nun wirst du mich in das große Wasser versenken, wo meine Brüder schon sind!

So lange sie selbst gesund war, hatte sie fest daran geglaubt, daß ihre Brüder gerettet waren, nun glaubte sie an ihren Tod. Sie sah, wie die Worte mir weh taten und versuchte zu lächeln. Ein Glück, daß es Nacht wurde und die Sonne verschwand. Wie furchtbar war ihr Brennen auf der trockenen Haut, die keinen Schweiß mehr absondertel

Es regnete nicht. Hell standen die Sterne über uns, feier­lich war es um Limokoas Sterbelagers

„Nein! Nein!"

Alles bäumte sich in mir auf gegen diesen Gedanken und doch beherrschte er mich ganz. Fn diesem Augenblicke hätte ich all mein Gold für einen Krug voll Wasser für Limokoa ge- I geben.

Auch meine Gedanken verfielen in teilnahmsloses Brüten, I Limokoa schlief. Seit Minuten sah ich im Westen eine schwar-

Fch wäre glücklich gewesen, wenn sie Regen gebracht hätte, den ich auffangen konnte, um damit unsere Lippen zu Kühlen.

Welch merkwürdige Wolke! Die so unbeweglich auf dem Meere lag! Fch raffte mich auf und blickte scharf hin. Wa­rum hatte ich nicht Limokoas Augen! Ein Gefühl der Erlös­ung schoß in mir auf. Das war keine Wolke, das war eine Fnsel! Der Gedanke gab mir plötzlich Kraft. Fch richtete un­ser Segel und griff zu den Rudern.

Wie langsam wir näher kamen, aber immer deutlicher ho­ben sich die Umrisse eines Gilandes aus dem Wasser.

„Limokoa! Land! Bäume!"

Sie antwortete nicht, aber sie lachte laut auf. Dann sprach sie Worte, die ich nicht verstand. Die Mohavesprachel Sie phantasierte! Barmherziger Wind, mach, daß wir nicht zu spät kommen!

Wie ein rissiger Blumenstrauß lag die kleine Fnsel auf dem Wasser. Sicher war es eine von den Rivella Gigedoinseln. Gleichviel — und wenn Menschenfresser dort wohnten! Auch sie können Erbarmen haben!

Fch hörte das Rauschen der Brandung. Um die Fnsel war ein Kranz von Riffen, ich zog das Segel ein und ruderte lang­sam an ihnen entlang. Es war ein Korallenatoll, von einem Riffkranz umgeben. Wenn ich keinen Eingang fand? Da sah ich eine Lücke im Gischt der Wellen und der Kahn schoß hinein. Wo war meine Müdigkeit hin und meine Schwäche >

Ein stiller, verträumter Hafen, umwuchert von dichtem Grün. Mangrovewald. Bäume, die im Wasser standen und ihre Luftwurzeln wieder in dasselbe entsandten. Fch erschrak- Mangrovewald bedeutet Sumpf und Malariamücke! Fsd derte weiter. Der Mangrovewalü hörte auf. Flacher, o ger, von keinem Fußtritt versehrter Sand! Leise Kiel unseres treuen Kahnes darüber hin. Fch sproug 11 seichte Wasser und zog ihn vollends hinauf. iAchider ^ . matisch duftete es um mich. Am Ufer ein kleiner, Streifen, dahinter ansteigend dichter Wald. Urwali., den c leicht nie eines Menschen Fuß betrat. Fch hob Limokoa dem Kahn und bettete sie sanft auf weiches Moos, dann ich umher. Dicht über mir hingen reife Ananas., IMe i derbar saftigen Tropenfrüchte. Fch stückte, löste die ocha e preßte sie gegen Limokoas rauhe, vom Fieber gesprungenen 1 pen. Gierig begann sie zu fangen und ich aß selbst von i Früchten. _

Eine neue Angst! Waren hier Schlangen? Hum hatte der Wind die Mosquitos vertrieben, die sonst sicher o ^ hausten. Fch machte aus dem Segel eine Hängematte, m ® ich es zwischen zwei Baumstämmchen banb, und legte Limo hinein.

tFortlekuna folgt.)