, M dâ wie es scheine, Deutschland ehemals zuge stimmt gehabt» an , ^^ Nouvelle" billigt die Rede und glaubt va-
?u können, daß die Rede Herriots Früchte ge- rau^ Die klare und sehr energische Haltung Herriots Lucker gestattet, sich von der Beherrschung der mo- ^Ätck»n und revanchelustigen Rechten los ?u machen. Die narchi tchd b j dgh das vielleicht eine Taktik und ?4 Ä Taktik sei. Aber, fährt das Blatt fort, ijogar em ^^.^5 ?u Verhandlungen führt! Die Stun- ^ann >lL ber iE mit Deutschland verhandeln muß über M . Frankreich und Deutschland betrifft. Die inter- Konferenz sind ausgezeichnet, aber nur unter der fllllI.ür ‘ das) sie vervollkommnet werden durch besondere Verhandlungen zwischen den interessierten Teilen. Aber Dr. fordert uns zu einer Regelung auf. Er nimmt feier- nh die Grundsätze an, die wir als die wesentlichen Elemente erklärt haben. Antworten wir ihm sehr rasch, daß wir bereit sind, ihn anzuhören. Haben wir den Mut, zwischen Paris u,lb Berlin die große Debatte zu eröffnen, die uns das Mittel in die Hand geben wird, zu erkennen, ob es endlich möglich ist, eine kontinentale Politik zu betreiben, ohne daß die Schicksale der beiden in Frage kommenden Länder aufeinanderprallen.
Aus Stadt und Land
Die „Hessische Morgenzeitung" bringt als Neuerung von heute ab den Kurszettel der frankfurter Fonds-Börse der vom Bankhaus Carl Kiefer u. To., Niederlassung Fulda fachmännisch überarbeitet zur Verfügung gestellt wird. Außerdem bringen wir Berichte über den gesamten Cffekten— Verkehr, die Produktenbörse in Frankfurt a. M. und Mannheim, sowie die Notierungen für Edelmetalle. — 3n einem besonderen Handelsteil bringen wir alles Wistenswerte aus dem Gebiete des Handels, der Fndustrie und Finanzpolitik, Auszüge aus Berliner und ausländischen Börsennotierungen, wodurch weiteren Kreisen unsere Leser bestens gedient werden wird.
Steuerkalender der Stadtkasse Fulda.
3m Monat Februar 1925 kommen folgende Staats- und Gemeiudeabgaben zur Erhebung:
1. Wassergeld für 3. Vierteljahr 1924, zahlbar bei Vorlage des Wasserzettels oder 8 Tage nach Behändigung desselben. (Schonfrist: 8 Tage).
2. 15. Februar 1925 ist letzter Termin zur: Zahlung
a) der staatlichen Grundvermögenssteuer einschließlich des städt. ZulMages für Februar 1925,
b) der Hauszinssteuer für Februar 1925,
c) der Gewerbesteuer- und Handelskammerbeitrag- Borauszahlung für Februar 1925,
d) der Müllabfuhr- und Kanalbenutzungsgebühren für
4. Vierteljahr 1924,
e) der Hundeestuer für 4. Vierteljahr 1924. (Schonfrist: 8 Tage.
Raa) Ablauf der Schonfristen kommen die Verzugszuschlä- ge zur Erhebung und erfolgt die zwangsweise Einziehung der Rückstände. st
Zu Gunsten der Kinderspeisung findet am Mittwoch, den 11. Februar 1925 abends 8 Uhr im Stadtsaale ein B u n - ter-Abend statt, für den sich in anerkennenswerter Weise die Feuerwehrkapelle, Gesangverein Liederkranz, die Turnge- meinde 1848 e. V., Turn- und Fechtklub 1888 e. V. u. Erster Sportverein Borussia 1904 e. V., zur Verfügung gestellt. Ehrenpflicht der gesamten Bürgerschaft Fuldas ist es, diesem Unternehmen angesichts seines guten Zweckes durch zahlreichen Besuch zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. Es gilt das Lie- beswerk, daß von den Kinderfreunden jenseits des Ozeans nach mehrjähriger Durchführung nunmehr beendet, ist, weiterzufUH- ren. Man darf erwarten, daß Fulda in der Unterstützung seiner notleidenden Kinder nicht versagen wird. Besonders die Elternschaft und die Schulen, denen ja das Wohl der Kinder zumeist am Herzen liegt, sollten durch ihr Erscheinen am Bunten Abend ihr Interesse an der so segensreichen und wichtigen Fortführung der Kinderspeisung bekunden. Das Programm wird im Anzeigenteile heute veröffentlicht.
Klavierkonzert in c-moll von Beethoven.
Bei dem 2. Konzert des hiesigen Sgmphnieor- chesters am 4. Februar werden wir neben der Toriolan- Ouvertüre und Bruckners 3. Symphonie das Klavierkonzert in c-moll von Bethoven hören. Dazu wird uns von unserm Mitarbeiter geschrieben.
Die ersten Klavierkonzerte Beethovens, das in B und das E-durkonzert, sind noch im Stil der Fugendwerke geschrieben. Beide waren mehr praktischen Zwecken bestimmt: Beethoven schrieb sie für den eigenen Konzertvortrag, und so kam dabei Mehr der Pianist als der Komponist zu Wort. — Für uns beginnt das Klavierkonzert Beethovens mit seinem op. 37 in r-moll, im Fahre 1800 geschrieben. Fn der Form hält sich der Meister noch an das Ueberkommene, aber inhaltlich finden wir ■einen neuen Geist: Der Komponist offenbart sich als gereifte Persönlichkeit. „Da ist nichts mehr von der harmlosen Spiel- seligkeit der früheren Zeit, ernstes Pathos und tiefe Empfindung kommen zum Wort, und man fühlt den Künstler heraus, der innere Erlebnisse und seelische Erschütterungen hinter sich hat. Vie Form ist nur noch das notwendige Gefäß der musikalischen Gedanken". (Leop. Schmidt). — Eine Neuerung tn dem E-mollkonzert ist die eigenartige Zusammenstellung der Tonarten innerhalb des Werkes, Allegro in c-moll, Largo in der Tonart der Dur-Ter;-E-dur, Rondo in c-moll. Wir erblicken darin die besondere Absicht des Komponisten, dem Ganzen lebhaften Farben- und starken Stimmungswechsel zu gbben. — Gleich der Anfang, das herb-energische Allegro leigt Beethovenische Prägung. Wuchtig tritt uns mit seinem nachhallenden Quartenmotiv das Hauptthema entgegen, das wesentliche in einem Gedanken zusammenfassend. — Fn wun- dervoller Schönheit und mit schwärmerischem Lmpfindungsaus- 'öruck zieht das Larg o, der 2. Satz, an uns vorüber, dessen ^bema von üppiger Kolleratur umrankt wird. Mit seinem ver- yauchenden E-durschluß bildet es einen eigenartigen Kontrast iu bm im Klavier allein beginnenden fast eigensinnig-trotzigen °"' °» in dem alle Kobolde eines übermütigen, geistreichen < umois spielen. — Das Klaviersoio in diesem Konzert ^"iertbesuchern schon von früher her bekannte
T'.1 ?^â'" B i b e r übernommen. Fhr bisheriges
11 111 Konzerten bürgt für eine gute künstlerische Lei-
Die Volkshochschule eröffnet mit der Komuienoen xvocye iy- re Vortragsabende. Die Besucher werden es begrüßen, daß diesmal ein Raum inmitten der Stadt zur Verfügung steht: Die Aula der Oberrealschule im Schulgebäude am Viehmarktplatz. Mit Rücksicht darauf, daß in diesem Winter von verschiedenen Seiten schon viel Anregung geboten wird, hat die Volkshochschule ihre Darbietungen diesmal der Zahl nach in bescheidenem Umfang gehalten. Das Gebotene wird sicher wieder viele Freunde werben.
Die Vorträge der Marburger Universitätsprofessoren werden vom llniversitätsbund e. V. im Rahmen der Volkshochschule veranstaltet, zu denen alle Mitglieder des Universitäts- Hundes herzlichst eingeladen sind. (Unentgeltlicher Eintritt gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte). Die hiesigen Zeitungen veröffentlichen heute im Anzeigenteil das Vortragsver- zeichnis der Vorlesungsreihen, der Einzelvorträge und Arbeitsgemeinschaften, von denen zwei schon seit. Wochen ihre Tätigkeit begonnen haben. — Fn der nächsten o^it werden noch verschiedene Mitteilungen in den hiesigen Zeitungen erscheinen, auf die wir hier schon aufmerksam machen.
Von der Kraftpost. Vom 4. Februar ab verkehrt die Kraftpost zwischen Poppenhausen und Fulda werktäglich 2 mal laut Fahrplan.
Die Automobil- u. Motorradbesitzer
Fulda u. Umgegend kamen am Donnerstag, den 29. ds. Mts. im Saale des hiesigen Büxgervereinshauses zusammen, um mit Rücksicht auf die Entwicklung des deutschen Kraftfahrver- kehrs und der daraus erstandenen Organisationen, Besprechungen zu pflegen, auch in der hiesigen Stabt eine Bereinigung der Automobil- und Motorradbesitzer zu schaffen.
Der Besuch war sehr rege, eine gorße Anzahl Motor- sporttreibende waren anwesend urtb traten begeistert für einen Zusammenschluß ein, sodaß noch am gleichen Abend die „Gründung einer Vereinigung" und die Wahl eines provisorischen Vorstandes erfolgen konnte.
Die Vereinigung hat die vornehme Aufgabe, die Fnteressen der Besitzer von Kraftfahrzeugen voll und ganz zu wahren und die Geselligkeit und die Pflege des guten Sportes zu fördern.
Die erste Generalversammlung wurde auf Dienstag, den 10. Februar ds. Fs. im kl. Saale des Bürgervereinshauses festgesetzt und können noch weitere Fnteressenten, die an der Gründungsversammlung nicht haben teilnehmen können, ihren Beitritt an den 1. Vorsitzenden, Herrn Direktor 3. Christoff Fulda (Rhönmöbelwerke) oder an den 1. Schriftführer, Herrn C. Ferrenbach Fulda (Kohlen-Vertrieb G. m. b. H.) erklären.
Erfolgreicher Geflügelzüchter. Auf der 22. deutschen Nationalen Geflügel-Ausstellung in Hamburg wo 6500 Tiere zur Schau standen, erhielt Wilhelm Knips, auf selb ft gezüch - tete RhodelLnder den silbernen Bundes-Becher für
Wer ?u Gunsten der Kinderspeisung etwas tun will, besuche den „Bunten Abend" am 11. Zebruär 1925.
bestes Tier in dieser Rasse, außerdem Ehrenpreis 3 mal sehr gut und 3 mal gut, eine hervorragende Leistung in dieser Rasse bei dem sehr starken Wettbewerb. Außerdem erhielt der Aussteller auf der Magdeburger großen Allgemeinen Geflügelschau, beschickt mit 2800 Tieren von seinen ausgestellten 4 Rodeländer zwei 2., drei 1. und einen 2. Preis, 4 mal sehr gut, silberne Verbands-Medaille, 3 Ehrenpreise und außerdem den Ehrenpreis der Stadt Magdeburg.
Leipziger Messe: Die FrUhjahrmesfe findet in der Zeit vom 1. bis 7. März 1925 statt. Messe-Abzeichen (aus Meißner Porzellan) mit der dazugehörigen Ausweiskarte fistd zum Preise von 5 Mark pro Stück beim ehrenamtlichen Vertreter des Messeamts, Herrn Zabrikdirektor C b b y Bellinger, im Büro der Carl Rübsam Wachswarenfabrik A.-G., zu haben. Der Preis ermäßigt sich im Vorverkauf auf 3 Mark, wenn das Abzeichen der Leipziger Herbstmesse 1924 mit unterschriebener Ausweiskarte, beide mit derselben Nummer versehen, mit in Zahlung gegeben werden. Es wird empföhlen, Ausweis- Karte und Abzeichen bis zur nächsten Messe aufzubewahren, da in Aussicht genommen ist, zur Herbstmesse 1925 gegen Rückgabe des Abzeichens mit Ausweiskarte beim Erwerb des neuen Abzeichens im Vorverkauf wiederum einen Preisnachlaß von 2 Mark zu gewähren.
Zur Messe verkehren wiederum 2 Messe-Sonderzllge am Freitag den 27. und Samstag den 28. Februar mit 33 ein— drittel Prozent Fahrpreisermäßigung. Die Fahrzeiten werden noch bekannt gegeben.
Die Fahrkarten sind zu haben -beim Vertreter des Norddeutschen Llogd, Herrn Edmund Russack, Fulda, Sturmius- straße 9 und werden nur gegen Vorzeigen des Messeausweises abgegeben.
Svielplan der EM. Theater fn Frankfurt a. M.
Opernhaus:
Sonntag, 1. Febr. Nachm. 3 Uhr: „Das Waldmännlein". Abends 6 einhalv Uhr: „Tannhäuser".
Montag, 2. Febr. Abends 7 Uhr: „Amelia oder Ein Aias- kenball“.
Diens,tag, 3. Febr. Abends 7 Uhr: „Der süße Kavalier".
Mitttwoch, 4. Febr. Abends 6 einhalb Uhr: „Die Hugenotten".
Donnerstag, 5. Fan. Abends 7 Uhr: „Hoffmanns Erzählungen".
Freitag, 6. Febr. Abends 7 einhalb Uhr: „Ariadne auf Naxos".
Samstag, 7. Febr. Nachm. 3 Uhr: „Das Waldmännlein". Abends 7 Uhr: „Die Fledermaus".
Sonntag, 8. Febr. Nachmittags 3 Uhr: „Das Waldmännlein". Abends 7 Uhr: „Der Evangelienmann".
Sonntag, 1. Febr. Abends 7 einhalb Uhr: „Der Kreidekreis".
Montag, 2. Febr. Abends 7 Uhr: „Troilus und Ereffida".
Dienstag, 3. Febr. Abends 7 einhalb Uhr: „Das Apostelspiel", hierauf: „Er ist an allem schuld."
Mittwoch, 4. Febr. Abends 7 Uhr: „Troilus u. Erefsida".
Donnerstag, 5. Febr. Abends 7 einhalb Uhr: „Der Kreidekreis".
Freitag, 6. Febr. ‘bekreis“.
Samstag, 7. Febr. im Opernhaus".
Sonntag, 8. Febr.
Abends 7 einhalb Uhr: „Der Krei-
Abends 7 einhalb Uhr: „Der Brand
„Troilus und Erefsida".
Wo bleibt die Straßenbeleuchtung?
Die Stäbte haben seit ihrem Entstehen den Nachdruck darauf gelegt, daß in ihrem Bannkreise die Sicherheit des Lebens und Eigentums gewährleistet wurde. Wo von irgendeiner Seite der Friede gebrochen wurde, da ging die städtische Obrig»1 keit mit schweren, ja drakonischen Strafen vor. Nicht umsonst haben die alten Stäbte noch heute eine Erinnerung an den Pranger und den Galgen; und auch das Stockhaus führte seinen Namen mit voller Berechtigung. 3n harten Zeiten, in denen die öffentliche Sicherheit auf den freien Landstraßen nur in sehr beschränktem Umfang aufrecht erhalten werden konnte, boten die umfriedeten Stäbte ihren Bürgern einen starken Schutz gegen Willkür von außen und Friedensbruch im Fn- nern. Etwas von dieser elementaren Pflicht der Städte gegenüber ihren Einwohnern ist auch heute noch im Volksbewußtsein lebenbig; wenn auch die Sicherheitspolizei gerade in einer Reihe größerer Orte verstaatlicht worden ist, so bleibt doch die Pflicht der städtischen Behörden bestehen, auch ihrerseits alle Maßnahmen zu ergreifen, die im Sinne einer Sicherung von Leben und Eigentum der Bürger erforderlich sind.
Fn den Kriegsjahren und noch mehr in den darauf folgenden stürmischen Zeiten ist diese Pflicht leider allzusehr vernachlässigt worden. Man braucht noch nicht einmal besonderen Nachdruck auf die furchtbaren Straßenkämpfe zu legen, die in zahlreichen Gemeinden Verwüstungen schlimmster Art angerichtet haben. Daß bei solchen Anlässen mit eiserner Hand eingegriffen werden mußte, verstand sich von selbst, und heute darf wohl angenommen werden, daß ähnliche brutale Verstöße gegen die öffentliche Ordnung als überwunden angesehen werden können. Auch sonst entsprachen die Vorkehrungen zum Schutz der öffentl. Sicherheit nicht den berechtigten Ansprüchen, die man vor dem Kriege an die städtischen Verwaltungen zu stellen gewohnt war. Und ein gewisser Rest ist auch heute noch übrig: Das gilt be- sonders von der mangelhaften Beleuchtung der Straßen, die nicht überall aber in sehr zahlreichen Gemeinden hinter den be- scyeidensten Ansprüchen zurückbleibt. Daß gerade die Straßenbeleuchtung so lange vernachlässigt wurde, hatte natürlich seine an sich begreiflichen Gründe. Während des Krieges mußte mit der Kohle überall gespart werden; wie sich der Einzelne einschränken mußte, so konnten auch die städtischen Anlagen für Gas und Elektrizität nur einen Teil ihres Bedarfs erhalten, und eins allgemeine Einschränkung der Straßenbeleuchtung war die notwendige Folge. Heute liegen die Dinge zwar insofern anders, als ein Mangel an Rohstoffen im allgemeinen nicht mehr besteht; wohl aber tritt nun ein anderes Moment stärker hervor, nämlich die finanzielle Leistungsschwäche der Gemeinden. Während früher jede Gemeinde, die etwas auf sich hielt, ihren Ehrgeiz darein setzte, gerade auf dem Gebiet der Straßenbeleuchtung voranzugehen, haben sich viele Gemeinden heute mit einer höchst kümmerlichen und mangelhaften Straßenbeleuchtung abgefunden, um möglichst sparsam zu wirtschaften. Von der Reichshauptstadt angefangen, sind auch jetzt noch viele Orte in nächtliches Dunkel gehüllt, besonders wenn die Kaufläden geschlossen sind, und nur verhältnismäßig wenige und unzureichend brennende Laternen suchen die Finsternis zu durchbrechen.
Es muß einmal mit aller Entschiedenheit ausgesprochen werden, daß gerade die Sparsamkeit bei der Straßenbeleuchtung sehr übel angebracht ist. Denn Licht ist nicht bloß ein ästhetisches Bedürfnis, sondern vor allem die beste Gewähr für die öffentliche Sicherheit. Wenn in den letzten sechs Fahren der Schutz von Leben und Eigentum so viel zu wünschen übrig ließ, wenn die Einbrüche und die Vergehen gegen das Leben sich so beängstigend vermehrt haben, so mag dabei auch die allgemeine Verwilderung der Sitten ihren Anteil haben, aber diese üblen Begleiterscheinungen einer stürmischen Zeit wären nicht so bösartig hervorgetreten, wenn die Straßenbeleuchtung dem im Dunklen schleichenden Verbrechen besser gemehrt hätte. Gewiß wird man auch darauf sehen müssen, daß die Straßenpoli- zei mehr als bisher für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sorgt, ober der beste Helfer im Kampfe gegen die Ansicherheit bleibt das Licht. Deshalb darf es auf diesem Gebiet keine Sparsamkeit geben. Fede Gemeinde, auch wenn sie sonst sich bis zum äußersten einschränken muh, darf an der Straßenbeleuchtung nicht länger sparen. Hier muß sie ihre volle Pflicht gegenüber der Öffentlichkeit tun. Es ist eine Ehrenpflicht der deutschen Gemeinden, in der Beleuchtung der städtischen Straßen nicht zurückzustehen; sie helfen durch sie am besten zur Wiederherstellung gesitteter Zustände mit und erfüllen nur eine Aufgabe, die so alt ist wie die deutsche Stabt selbst.
Briefkasten.
Herr C. N. Wir danken für den gütigen Hinweis; aber mir wissen schon lange und können uns die b es o n n e r e S ei- t e denken. Daß diesen Leuten die Vernehmungen vor dem ; Untersuchungsausschuß im Barmat-Skandal ungelegen kommen und man sie deshalb den Lesern vorenthält, ist bei dieser „braunen" Farbe (schwarz plus rot gleich braun) verständlich. Entschieden praktischer ist es die Leser auf angebliche — im Uebrigen noch garnicht bewiesene — Verfehlungen ehemaliger Kaiserlicher Beamte hinzuweisen, die, wenn sie wahr wären« : zwar betrüblich sind, im Uebrigen aber an die Taten der No-.