-' . £>oge wegen feiner Stellung in der Weltwirtschaft, Jinb “ ;tiqe Wirkungen höchst unerfreulich. Ls kommt alles an, unser Preisniveau möglichst stark zu senken, um Exportmöglichkeiten ?u steigern; hierauf sind wir nicht , iocgcn der Reparationsverbindlichkeiten angewissen, fon- tarn einfach zur Behauptung unserer Existenz, zu unserer Lr- von dem großen Luxus eines Einfuhrüberschusses von n t eren Milliarden Goldmark im abgelaufenen Sahre gar [iu<).n ,u reden. Sntenfivierung unserer ganzen Arbeitsweise, ^âänkuna in den nicht unbedingt notwendigen Ausgaben, Preissenkung und .Ausfuhr: Das find die wirtschaftlichen Erfordernisse von heute. Auch di^ öffentlich-rechtlichen K^- chorationen müfsen in ihrer Zinanzgebahrung diesen Aotwenölg- s itrn j h beugen. Um Jo dringlicher ist es, die öffentlichen Haushalte kritisch unter die Lupe zu nehmen und die ganze Steuerpolitik viel stärker, als bisher unter dem Gesichtswinkel der wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit zu betreiben.
Aus Stadt und Land.
Der Tod im Schlafe.
Der Kachelofen hat wieder zwei Opfer gefordert. Vor kurzer Seit Jo meiden die Blätter, ist ein Professor mit feiner Gattin in Braunschweig an Kohlenoxidvergiftung gestorben. Fast jeden Winter passiert es, daß Menschen auf diese Weise zumindest lebensgefährlich erkranken. Dabei ist der Hergang Jo tgpisch, daß fast jeder ihn kennt. Wenn Kohlen verbrennen, so entsteht u. a. jene gasförmige Verbindung von Kohlenstoff und Sauerstoff zu gleichen Teilen, welche wir Kohlenoxyd nennen. Geschieht die Verbrennung allmählich, so daß nicht genügend aufsteigende Wärme im Kamin erzeugt wird, und bei ihrer Wanderung durch den Schornstein ins Freie jene Luftbewegung erzeugt, die wir als „3ug“ im Ofen bezeichnen, so vermag das Tas durch die Ruzen zu bringen und sich der Zimmerluft zu- zugesellen. Während nun bei einer plötzlichen Einatmung ein ganzer Liter Kohlenoxgd nötig ist, um den Menschen zum Tode zu bringen, so genügen aber nach und nach eingeatmet, bereits sehr kleine Beimengen, denselben Effekt zu erzielen. Wenn auch nur der viertausendste Teil unserer Atemluft mit dem Gase durchsetzt ist, atmen wir tödliches Gift.
Vas beruht auf folgender Tatsache aus der Physiologie. Aufgabe der Lunge ist es, unser Blut mit Sauerstoff zu versorgen. Unsere Lungen bestehen aus einer Unzahl feinster Gewebekämmerchen, die ausgeschnitten und aneinandergereiht, weit, weit größer sind, als z. B. die Oberfläche des menschlichen Körpers. Da nun ein jedes dieser Kämmerchen von feinen, durchlässigen Blutgefäßen umsponnen ist, so geschieht der Sau- srstoffaustausch zwischen der Atemluft und dem Blut auf einer gewaltigen Fläche. Und zwar sind es im wesentlichen die roten Blutkörperchen, welche den Sauerstoff greifen, denn ihr Farbstoff, das sogenannte Haemoglobin, verbindet sich mit dem lebenswichtigen Gas und transportiert es überall dorthin, wo der Körper es braucht. Nun aber kommt das Verhängnis? bietet die Lunge den vorbeirollenden Blutkörperchen Kohlenoxgdgas mit dem Sauerstoff an, so wird dem Kohlenoxgdgas der Vorzug gegeben. Das rote Blutkörperchen schluckt — wenn es erlaubt ist, einmal so zu formulieren — lieber Kohlenoxydgas als Sauerstoff, und es verbindet sich mit dem Kohlenoxgdgas weit fester als mit dem Sauerstoff. Es ist wie ein Kind, das den Kuchen lieber ißt, als den Brei und, falls man ihm Beides hinstellt sich den Magen verdirbt, anstatt sich ordentlich zu ernähren. Was nun weiter geschieht, kann der Leser sich leicht selber konstruieren. Die meisten Blutkörperchen stecken voll 'KohIenoxgd und verschmähen den Sauerstoff. Der Körper aber ist sauerstoffhungrig! Sein Hunger bleibt jedoch ungestillt denn was der Blutkreislauf ihm bietet, ist Gift statt der nötigern Rührung.
Kohlenoxgdgas ist leider völlig geruchlos. Man merkt von 'seiner Einatmung nichts, wir empfinden die kohlenoxgdenthal- tende Luft nicht einmal als „schlecht" im gewöhnlichen Sinne. Deswegen warnt uns nichts vor einer Vergiftung, Jft man nun bei der Einatmung wach, so werden einen allerdings die ersten Anzeichen der Vergiftung selbst darauf aufmerksam machen, daß etwas vorgeht. Man bekommt Kopfschmerzen, fühlt sich merkwürdig übel und unangenehm beunruhigt. Gerät in ein leichtes Zittern, bekommt Herzklopfen aber atmet rascher als sonst. Schläft man jedoch, so geschieht es nicht selten, daß nichts den Schlaf stört, und der Vergiftete direkt in das Stadium der Unbesinnlichkeit übergeleitet wird, er ist dann sowieso matt, schläfrig, teilweise gelähmt und bewußtlos und kommt auf diese Weise zu Tode.ahne aufgeweckt worden zu sein.
Wird das Unglück noch zeitig genug entdeckt, Jo gibt es nur zweierlei: Frische Luft (Fenster auf! Künstliche Atmung! Lauerstoffbombe auf einer Rettungsstelle!) und Bluttransfussion. Kann ein gesunder Verwandter frisches Blut spenden (er kommt dabei selbst nicht zu Schaden) so gelingt es mitunter, den drohenden Lod noch im letzten Moment zu vertreiben.
Landesbibliothek. Sm Lesesaal ist neu aufgelegt: die „Deutsche Literaturzeitung", die, Hrsg, vom Verband b. deutsch. Akad. d. Wiss., als kritisches Blatt mit an erster Stelle estht Akad. d. Wiss., als kritisches Blatt mit an erster Stelle steht und eingehende Referate über Neuerscheinungen bringt. Star- Liebhaber von Rassenhunden" finden, das in Frankfurt erscheint und vortrefflich ausgestattet ist. Schriftleiter ist jetzt unser Fuldaer Landsmann Herr Zosef Berta in Bischleben- seit Jahrzehnten anerkannte Autorität auf dem Gebiete Oes Hundesports. Wir danken es der Freigebigkeit des Herausgebers, daß wir das Blatt unentgeltlich auflegen können.
Paul Keller-Abend. Wir möchten unsere Leser nochmals auf den am Donnerstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr in der Aula des Gymnasiums „-..findenden Vortrag von Paul Keller hinweisen. Muß es doch für jeden Freund guter Literatur «ine Steube fein, dem Mann zu lauschen, dem er viele genußreiche Stunden verdankt. Die Aula muß bis zum letzten Platz gestült Jem, und so den Schriftsteller ehren. Zeder sichere sich eine Eintrittskarte. Der Vorverkauf befindet sich in der Aehr- kornschen Buchhandlung.
^Espartei. Die Mitglieder werden auf die "'^machung betreffend Familienabend am 31. ds. ‘ "" P^rkbotel hingewiesen, wo für Unterhaltung bestens aeforgt ,st und Gaste eingeführt werden können.
Sacypvtriljcye xsoriragsoeranjianung. vie ztenys^enuaie für Heimatdienst, die amtliche Aufklärungsstelle der Reichsleitung, hat durch Reichstagsbeschluß die Aufgabe erhalten, sachliche Aufklärungsarbeit über außenpolitische, wirtschaftspolitische, soziale und kulturelle Fragen zu leisten, nicht im Geiste einzelner Parteien, sondern vom Standpunkte des Staatsgan- ?en. Sie sucht dieser Aufgabe gerecht zu werden durch Verbreitung von sachpolitischen Broschüren, Richtlinien, Redeleitsätzen, Flugblättern usw. an führende Personen aller Volkskreise, durch Zusammenarbeit mit der Presse der verschiedensten Richtungen, durch Herstellung und Vertrieb geeigneter Lichtbildreihen aller Art und insbesondere durch Veranstaltung von Kursen und Vorträgen. Jn den letzten Jahren hat sich gezeigt, daß die sachpolitijchen Vortragsveranstaltungen besonders beliebt und wertvoll sind. — Es werden dazu in der Regel alle in einem Kreise irgendwie führenden Persönlichkeiten schriftlich eingeladen und Jo eine im tätigen Leben stehende Zuhörerschaft zusammengebracht, deren starkes Znteresse für politische und wirtschaftliche Fragen es erlaubt, von höherer Warte aus die politischen, wirtschaftlichen und volklichen Ta- gesprobleme rein sachlich, ohne Partei- oder Standeseinstellung von verantwortungsbewußten, sachkundigen Redner behandeln zu lassen. Durch eine fachliche Aussprache von den verschiedensten Standpunkten aus wird eine gewisse Klärung des Urteils erlangt und damit zu einer Versachlichung der Gegensätze und einer Entgiftung des politischen Kampfes beigetragen. Für den Kreis Fulda findet eine solche Vortragsverstaltung am kommenden Sonntag, den 1. Februar, mittags 1,15 Uhr beginnend in der Aula des Symnafiums, Schulstraße 21 statt; Jie wird gegen 5 einhalb Uhr beendet Jein. Die Einladungen hierzu sind bereits ergangen. Sprechen werden: Herr Studienrat Dr. König-Gießen (früher Straßburg) über: „Vom Reich, vom Volk und von den Grenzen" und Herr Privatdozent Dr. Friedrich Raab, Leiter der Arbeitsstätte für sachliche Politik, Frankfurt a. M., über: „Zuhalt und Tragweite der Londoner Vereinbarungen für Deutschlands Wirtschaft und Finanzen". An die Vorträge soll sich möglichst eine sächliche Aussprache anschließen. Zugelassen werden auch interessierte Gäste, die keine besondere Einladung erhielten — selbstverständlich auch Frauen.
Deutsche Aadio-Esperanto-Liga. Am 16. November 1924 wurde nach einer glänzend gelungenen Veranstaltung in der Welthilfssprache auf der Sendestation Königswusterhausen die Deutsche Radio-Lsperanto-Liga (Germana Radio-Esperanto Ligo) gegründet. Erster Vorsitzender wurde Telegraphendirektor Behrndt und zweiter Vorsitzender Telegraphendirektor Gerlach, Leiter der Hauptfunkstelle Königswusterhausen. Geschäftsstelle: Berlin SW. 61, Wilms-Straße 5. Die Liga bezweckt die allgemeine Aufnahme des Esperanto in den Radio- Nachrichtendienst. Vorläufig hat die Liga damit begonnen, von Königswusterhausen aus jeden Sonntag um 12 Uhr verschiedene Darbietungen in Esperanto auszusenden.
Sein 31. Stiftungsfest feierte gestern abend der Gastwirteverein Fulda u. Umgegend im Stadtsaal. Die Veranstaltung erfreute sich eines sehr regen Besuches. Jn ihrem Verlauf wurden mehreren SubilarenEhrenurkunden überreicht. Für den unterhaltenden Teil hatte ein Teil der Reichswehrkapeile unter Leitung des Herrn Pfarre, sowie mehrere Mitglieder des hiesigen Stabttheaters gesorgt. Nach einer — jetzt Jo allgemein üblichen — Verlosung, die recht „wertbeständige" Gewinne aufwies, kam der Tanz zu feinem Rechte, der das Fest feinem Ende zuführte.
Gerstungen. Unfall. Beim Uederfchreiten der Gleise wurde der Kleinbahnführer Bauer von einem rangierenden Gü- terzug erfaßt und auf der Stelle getötet.
Dippach. Die Räuberbande des Werratales, die dort seit einigen Monaten ihr Unwesen treibt, ist teilweise ermittelt worden. Es sind bis jetzt 12 Personen verhaftet, die schon 135 Einbrüche eingestanden haben. Weitere Verhaftungen stehen bevor.
Steuerfabeifen von Adam Hölzel, Darmstadt. Diese seit Frühjahr 1924 allseits bekannten der Praxis entsprungenen Steuertabellen erfreuen sich infolge ihrer Vielseitigkeit mit klarer Uebersicht großer Beliebtheit in allen Kreisen, die Lohn- steuerberechnungen vorzunehmen haben. Die Steuerabzüge sind auf 2 Tabellen nach den neuesten Aenderungen des Lohnsteu- ergesetzes gültig seit I. 12. 24 aufgestellt. Die eine Tabelle enthält die Steuerabzüge für S 1 u n d e n v e r d i e n st e und tägliche Entlohnungen, die andere Tabelle diejenigen für wöchentliche, 2 w ö ch e n t l i ch e e und monatliche Lohn- bezw. Gehaltszahlungen. Sie können von dem Herausgeber im Selbstverlag zum Preise von 0,50 Mk. pro Einzelexemplar bezogen werden. Sie sind von Behörden und Jn- dustrw als wirklich praktisch anerkannt und empfohlen worden. Die Tatsache, daß bereits 2 Auflagen vergriffen sind, beweist die Zweckmäßigkeit der Tabellen. Sie finden Verwendung bei Behörden in Jnbuftrie, Handel und Gewerbe, in der Forst und Landwirtschaft. Bestellungen erfolgen zweckmäßiger Weise durch Einzahlung des entsprechenden Geldbetrages auf das Post Jcheckkonto 161 007 Adam Hölzel Darmstadt beim Postscheckamt Frankfurt a. M.
Auskunftsstelle für Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes beim Leipziger Meßamt.
Der Rechtsabteilung des Meßamts für die Mustermessen in Leipzig ist eine besondere, unter Leitung eines Patentanwalts stehende Stelle für Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes (Patente, Muster und Warenzeichen) sowie insbesondere auch des Ausstellungsfchutzes angegliedert. Allgemeine, eine besondere Mühewaltung und einen besonderen Zeitaufwand nicht erfordernde Anfragen werden von dieser Stelle kostenlos erle- digt, für die Ausstellung von Prioritätszeugnissen wird eine Schreibgebühr von 3—5 Mark erhoben. Zuschriften sind an die Rechtsabteilung des Leipzger Meßamts zu rchten.
Behördliches Deutsch.
Als Voltaires „Jungfrau“ und Helvitius „Geist" erschienen waren, wurde die Polizei in Bern beauftragt, Nachforschungen nach diesen Büchern anzustellen. Nachdem sie diesen Befehl ausgeführt hatte, meldete sie der vorgesetzten Behörde: „Zn der ganzen Schweiz gibt es weder „Geist" noch „Jungfrauen“.
Freiwillige Militärausbildung in Amerika.
(dt.) Die freiwillige Arbeit für die Verteidigung hat in den letzten Jahren in Amerika stark zugenommen und wird von dem amerikanischen Staat in voller Würdigung der großen Bedeutung dieser Arbeit in jeder Weise begünstigt, so daß sie einen ungeheuren Umfang angenommen hat. Das hängt natürlich mit dem stark ausgeprägten Patriotismus der Amerikaner und ihrer Vorliebe für allen abhärtenden Sport zusammen. Die Ausbildung geht in besonderen Trainierungslagern im Laufe von vier Wochen vor sich. Die Teilnehmer bekommen in dieser Zeit Uniform und Verpflegung vom Staat, auch bie Reisekosten werden ihnen ersetzt. Die Kurse, die sehr populär geworden sind, da sie eine Unterbrechung in der regelmäßigen Berufsarbeit darstellen, werden in drei Gruppen geteilt, in rote, weiße und blaue Kurse, von denen jeder vier Wochen dauert. Der rote Kursus ist die Rekrutenschule und ist gedacht für Männer im Alter von 16 bis 32 Zahren. Die Ausbildung ist ausschließlich infanteristisch. Der weiße Kursus ist eine Art Unteroffiziersschule für alle, die mit Auszeichnung den roten Kursus ahfoloiert haben ober an Universität oder Gymnasium militärische Ausbildung erhalten haben. Hier wird die Ausbildung für die verschiedenen Waffengattungen gesondert betrieben. Schließlich gibt es noch die blauen Kurse, die eine Art Offiziersschule darestllen, in die diejenigen, die den weißen Kursus mit Auszeichnung durchgemacht haben, eintreten können. Auch in diesem Kursus umfaßt die Ausbildung sämtliche Waffengattungen.
Auf diese Weise ist Amerika imstande, jederzeit ein ungeheures und gut ausgebildetes Heer zusammenzuberufen. Die Freiwilligkeit verbürgt den guten Geist in dieser Truppe.
Das Ende der Welt ausgeschoben.
(bt.) Vor einigen Tagen gab es großes Auffehen in Kopenhagen. Die Anschlagsäulen meldeten eine wirkliche Sensation! Große Plakate verkündeten, daß die Welt am 6. Februar 1925 untergehen werde. Den Kopenhagenern wurde recht unheimlich zumute. Zetzt aber ist ein neues Plakat an die Stelle des alten getreten, und das hat folgenden Wortlaut: „Nachdem von gewisser Seite bekanntgegeben wurde, daß die Adventistin an den Untergang der Welt am 6. Februar glauben, möchten wir hiermit bekanntgeben, daß die Verbreiter dieser Nachricht der Sekte nicht angehören und daß die Adventisten auf das Bestimmteste in Abrede stellen, jemals den Tag des Weltuntergangs gekannt zu haben". Also können wir wieder ruhig schlafen!
Der totgesagte Raisuli aus dem Wege der Genesung!
(dt.) Aus sicherer englischer Quelle erhielt der deutsche Verleger der Lebenserinnerungen des marokkanischen Schecks die Meldung, daß sich auch diesmal die Nachricht vom Tode Raisulis nicht bewahrheitet. Fast scheint es, als ob die Baraka der heilige Schutz Allahs, der nach dem Glauben des Volkes über seinem Haupte schwebt, den in Zurückgezogenheit lebenden Raisuli vor den Nachstellungen der Reporter und den böswilligen Gerüchten seiner Gegner ebenso schützt, wie er es in Hunderten von Gefechten getanhat. Wahrscheinlich aber hat die letzte Todesnachricht nur dazu gedient, um den unversöhnlichen Gegner der Spanier etwaigen Nachstellungen zu entziehen. Wenn auch Raisuli am Kampfe nicht mehr aktiv teilgenommen hat, so ist er doch noch heute die Seele des Widerstandes und die moralische Stütze für seine Stammesgenossen.
Der Adoptivvater seiner Frau.
(dt.) Das Neueste vom Neuen: ein Mann hat sich von seiner Frau scheiden lassen, um sie dann zu adoptieren. Das Paar war einige Jahre verheiratet gewesen, die Ehe hatte aber von vornherein den Fehler gehabt, daß Herr A. der Großvater seiner Frau hätte sein können. Er war nämlich schon in den Zahren, da man am liebsten zu Hause sitzt, während die einundzwanzigjährige Frau lieber ausgehen und sich amüsieren wollte. Die Ehe war daher nicht gerade glücklich zu nennen und die junge Frau schlug ihrem Mann vor, sich scheiden zu lasten. Obwohl er seine Frau sehr liebte, ging er darauf ein, wollte sie aber nicht ganz verlieren. Er hat keine Verwandten und wollte einen Menschen haben, der für ihn sorgt und dem er sein Vermögen vererben kann. Er kam deshalb auf den Gedanken, die einstige Frau als Tochter zu adoptieren. Sie führt ihm jetzt den Haushalt und kann ohne Gewissensbisse mit ihren Altersgenossen fröhlich sein. Sicher ist das Zusammenleben der beiden jetzt um vieles glücklicher. Auch ein Ausweg!
Die Kunst des Aussterbens. Jn Zentral-Afrika gibt es einige schwarze Zwergvölker, die sich freiwillig auf den Aussterbeetat gesetzt haben, weil ihnen von stärkeren Stämmen immer mehr Weideland weggenommen wurde. Um nicht eines schönen Tages Hungers sterben zu müssen, haben sich die Zwsrgstämme zum Rassenselbstmord entschlossen. Die Frauen weigern sich, Kinder zur Welt zu bringen, sodaß in einem Menschenalter diese Völker ausgestorben sein werden. Ein anderer Stamm hat das Heiraten untersagt und unterläßt den Anbau von Lebensmitteln und Feldfrüchten. Die Kunst, Ackergeräte und Töpfe zu verfertigen, hat sich bereits verloren.
Druck und Verlag: Rudoff Ramberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuh, für Anzeigen, August Bamberger, sämtlich in Fulda.
Bekanntmachung.
Freitag, den 30. Januar 1925, findet die Abschätzung etwa durch das Seländeschießen der 1. Abteilung Artillerieregiments 5 am 22. Januar 1925 entstandener Flurschaden durch eine Kommission der Abteilung statt. Die Besitzer pp., die Ansprüche stellen, wollen sich um 10 Uhr vormittags an dem kleinen Wäldchen an der Straße von Maberzell nach dem Trätzhof (etwa halbwegs Trätzhof) einfinden. Eintretender stärkerer Schneefall würde eine Verschiebung der Abschätzung notwendig machen. Die Gemeinden Horas und Maberzell würden in diesem Falle seitens der Abteilung von der Verschiebung rechtzeitig benachrichtigt werden.
Fulda, den 26. Januar 1925.
Der Lavdrat. Z. B. :Sch uster. ;,