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Ein MaAkN msr's...

Das Barometer steht auf Sturm! Zuerst der Mißtrau- ensantrag der Kommunisten. Die Rechte stimmt, da sie dir Abtrennung der Begründung nicht durchsetzen kann, ohne viel Skrupel geschloffen für den ganzen Antrag. 221 gegen 221 — also Stimmengleichheit! Das ist zum mindesten eine morali­sche Niederlage für Braun. Dann folgen die Anträge der Deutschnationalen, welche feststellen, daß die sozialdemokrati­schen Minister das Vertrauen des Landtags nicht besitzen. Hier gibts nicht mehr Stimmengleichheit, sondern die Anträge werden mit geringen Mehrheiten a n g e n o M m e n. Aber der sozialdemokratische Präsident Bartels fügt hinzu, daß diese Annahme keine verfassungsrechtlichen Folgen hätte, weil die dazu nötige Mehrheit von 226 Stimmen nicht aufgebracht sei. Hiergegen erhebt sich stürmischer Widerspruch auf der Rechten. Dr. v. Lampe und der Deutschnationale Baecker protestieren mit größtem Schneid und stellen fest, daß der Präsident zu sol­chen staatsrechtlichen Erklärungen keine Befugnis habe; es handele sich hier nicht um Anträge, das Vertrauen zu entziehen, denn dieses sei ja noch garnicht erteilt worden. Herr Grezins- ky und andere vertreten den entgegengesetzten Standpunkt. Se- desmal fetzt lautestes Hohngelächter und schärfste Entrüstung ein. Die Frage bleibt unentschieden. Die Tragikomödie erreicht ihren Höhepunkt bei dem „Bertrauensantrag" der Deutsch- nationalen und Nationalsozialisten, ön ihrer Verlegenheit läßt die Sozialdemokratie erklären, sie werde sich der Stimme ent­halten. Lampe und Baecker antworten sehr geschickt, 223 Mann stimmen gegen den Antrag — niemand dafür! Der Präsident verkündet die Bsschiußunfähigkeit des Hauses. Un­geheurer Lärm. Der Kommunist Pieck stürmt den Präsiden- tensitz, entreißt dem Präsidenten die Glocke und brüllt: „Hoch die Internationale!" Der Präsident verläßt den Saal.

Die Abstimmungen im Landtag haben ergeben, daß einige Zentrumsmitglieder von der Weimarer Koalition abgefprun- gen sind. im Anschluß an den Zwischenfall mit dem kom­munistischen Abgeordneten Pieck, der dem Präsidenten die Glocke entrissen hatte und eine Ansprache für die kommunisti­sche Weltrevolution begann, entwickelte sich übrigens im Saale noch ein kleiner Fausikampf zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Auch die Tribüne griff ein. Eine Gruppe aus der Mitteltribüne rief den Sozialdemokraten Beschimpfungen zu. Ein anderer Besucher ließ die Kommunisten und Welt­revolution hochleben. Etwa 200 Tribünenbesucher nehmen den Ruf auf, der auch von den Kommunisten, die durch das Hand­gemenge nicht behindert find, im Saale immer wieder stürmisch ausgenommen wird. — Schließlich leeren sich aber doch Haus und Tribünen und in den Gängen werden dann erregte Dis­kussionen über diese denkwürdige Sitzung fortgeführt. — Die Abgeordneten der Rechten gaben ihrer Meinung lauten Aus­druck, daß der Präsident die Beschlußnusähigkeit des Hauses nicht hätte feststellen können, da er sich selbst und den Schrift­führer nicht als abwesend bezeichnen konnte, während er gleich­zeitig die Sitzung leitete.

öo endete die historische Stunde, so endete das Kabinett der „klebenden Gewalten". Es ist bedauerl.ch, daß wir nicht in England sind; denn dort gibts keine lebenslängliche Versorg­ung für „abgebaute" Minister, und erst neulich hat dort ein Herr sein Portefeuille mit dem Brotbeutel und der Kaffee- fiojM vertauscht, weil er wieoer in den Kohlengruben Lardiffs „Kumpeln" mußte. Wir sind noch nicht so weit, wir haben noch ^-^er, aber die Mehrheit des Volkes atmet doch auf: Gott sei Dank, fahrt alle wohl, es war nicht schön gewesen.

Zer Reichstag.

Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags trat am Feri- tag unter Vorsitz des Abg. Hergt zu einer Sitzung zusammen, in der unter Anwesenheit des Außenministers Stresemann über Amnestierfragen im besetzten Gebiet im Zusammenhang mit der Durchführung des Londoner Protokolls verhandelt wurde. — die Debatte ergab übereinstimmend die Meinung, daß der Be­völkerung der besetzten Gebiete in der Frage der Amnestierung innenpolitischer Delikte so weither^g wie möglich entgegenge- kommen werden müsse. Zur näheren Prüfung, der noch aus­stehenden Einzelfälle wurde ein Untersuchungsausschuß unter beni Vorsitz des Zentrumsabgeordneten Kaas eingesetzt.

Von außerordentlichem Umfang waren die Beratungen des sogenannten Barmat-Ausschusses. Es galt heute vor allem, i>ie Formulierung der Beweisfatze vorzunehmen, die die Grund­lage der weiteren Verhandlugnen bilden sollen. Sm Verlaufe der Debatte beteiligten sich Vertreter aller Parteien, an der Aussprache und namentlich von Seiten der Deutschen Volks­partei und den Sozialdemokraten lagen umfangreiche Anträge vor. Am Schluß der Aussprache nahm der Ausschuß zunächst die abgeänderten Richtlinien der Deutschnationalen an, daß geprüft werden soll, welche Beamten oder mit staatlicher Ver­antwortung bekleideten Personen im Rahmen der gestellt. Fra­gen politisch belastet sind. Der Vorsitzende und der Schrift­führer wurden ermächtigt, ständig beim Staatsanwalt Snsor- mationen über den Fortgang des Verfahrens gegen Barmat u. Kutisker einzuholen. Die Anträge der Deutschen Volkspar- tei und der Sozialdemokraten wurden kombiniert und besagen nun im wesentlichen: die Reichsregierung zu ersuchen: 1. Dem Untersuchungsausschuß eine Aufstellung zugehen zu lassen.

a) üoer solche Kredite, die von den Aeichsministerien, der Reichsbank, der Reichskredit- und Kontrollstelle und sonstigen Reichsstelien an die Barmats, Kutisker und Michael seit dem 1 Oktober 23 eingeräumt worden sind, sowie über sonstige Ärebite der genannten Stellen, mit deren Gewährung die Be­engung ober Empfehlung zur ganzen oder teilweisen Ver- wenoung zu Gunsten von Barmats, Kutisker oder Michael verknüpft war.

"der alle sonstigen Kredite, die seit dem 1. November 923 D°n den ReichLstesten, die Reichsbank ausgenommen, ein- geräumt worden sind. - Die erbetenen Ausstellungen sollen genau detailliert sein nach der Höhe der Kredite, den Beding­ungen, der Sicherstellung, den Referenzen, evtl Vermittlern usw. und sich auch auf die von den bezeichneten Konzernen entweder finanziell oder personell oder irgend eine andere Wei­se kontrollierten oder beeinflußten Unternehmungen erstrecken.

Einstimmig angenommen wurde der Antrag der DVP. und der Sozialdemokraten auf Nachprüfung der Warengeschäfte, der Antrag Schneider (Dn.) auf Vernehmung eines Reichs- dankvertreters in der nächsten Sitzung wurde abgelehnt. Der Untrag Schreck (Soz.) wurde mit der Einschränkung ange­

nommen, daß Abg. v. Gräfe und der frühere Abg. Kunze zur Vorlegung ihres Materials aufgefordert werden sollen.

Soweit die Preußische Staatsbank in die verschiedenen Affären mit hineingezogen wird, wird ein besonderer Ausschuß Fes Landtags entsprechende Nachprüfungen anstellen und sich am Sonnabend konstituieren.

SmReichstag sind für Sonnabend und Montag irgend­welche Ausschuß-Sitzungen nicht angesetzt. Erst am Dienstag tritt wieder der Aufwertungsausschuß zusammen; der Haus- Haltsausschuß beginnt am Mittwoch mit der Vorberatung des Etats.

0t« endgültig dem KrvMinM Mrf-rMen.

D.B. Breslau, 25. San. (Ltg. Meldg.) Der achte Zivil­senat des hiesigen Oberlandesgerichts hat in dem Prozeß des Kronprinzen Wilhelm gegen Len Fiskus wegen der Aberken­nung Les Besitztums des Tronlehns Oels heute den Fiskus mit seiner Gegenklage abgewieisen. Das Gericht hat den Fis­kus zur Tragung der Kosten verurteilt. Der Exkrouprinz wird damit als rechtmäßiger Besitzer Les Thronlehns Oels anerkannt Sn der Urteilsbegründung wird ausgeführt, das Gericht gebe zu. Laß hinfkhtlir der VerleihungsurkunLe einige Zweifel ent­stehen könnten. Aus der Entstehungsgeschichte sei indessen zu entnehmen, Laß die Schenkungsurkunde Kaiser Wilhelms sich lediglich auf seinen ältesten Sohn bezogen habe, nicht aber auf den damaligen Thronfolger.

See Kampf M Stils.

Seit Sahren führt der preußische Staat einen sehr erbit­terten und sehr kostspieligen juristischen Kampf um den Haus- bcsitz der hohcnzollernschen Familie. Für das neue Preußen bat Lieser Streit bisher von Niederlage zu Niederlage geführtt. Trotz warnenden Abratens juristischer Fachleute läßt sich der Fiskus in seiner Prozessiersucht nicht beirren. Sm allgemeinen ist die juristische Materie, mit deren Aufrollung sich die verschie­denen Krongutprozesse befassen, sehr kompliziert, da im Lau­fe der vielhundertjährigen preußischen Geschichte die Besitzver- Hältnisse zwischen Staat und Königshaus durchaus nicht ein­deutig geklärt sind. Sm Falle Oels lag die Entscheidung aller­dings sehr nahe. Die Anschauung daß im neuen Deutschland jemand rechtlos ist, weil er dem vorher regierenden Hause an­gehört hat, eine Anschauung, die insbesondere von den Sozial­demokraten mit Leidenschaft vertreten wird, hat sich nicht als haltbar erwiesen. Nur Gewalt könnte hier ein neues „Recht" schaffen. Wenn man aber gewaltsam zugunsten der Allge­meinheit enteignen will, so mag man zunächst bei denen an­fangen, die in der Kriegs-, Revolutions- und Snflationszeit sich unzweideutig auf Kosten des deutschen Volkes bereichert haben. Die Hohenzollern haben Preußen mehr gegeben als genommen.

Das 9Wtt

Das Urteil im Oberland Prozeß, Alle frsigesprochen.

wtb. München, 24. San. telef. Sm Prozeß Oberland fäll­te das Schwurgericht München nach den Plaidogers der Ver­teidigung und dem Schlußwort der Angeklagten wurden frei- mittag 5 Uhr das Urteil. Sämtliche Angeklagten wurden frei- gesprochen und die Kosten des Verfahrens der Staatskasse auferlegt.

Nachprüfung der Abstimmungsergebnisse.

wtb. Berlin, 24. San. telef. Der Aeltestenausschuß des preußischen Landtags beschloß die nächste Plenarsitzung auf den 50. Sanuar nachmittags 2 Uhr einzuberufen. Als einzigster Punkt steht auf der Tagesordnung die Wahl des Miuisiervrä- sidevten. Der Geschästsordnungsausschuß wurde beauftragt, Zweifel über die Auslegung der Abstimmungsergebnisse in sei­ner Freitagssitzung nachzuprüfeu.

Die Feier der Konkordatsannahme.

wtb. München, 24. San. telef. Heute mittag hat im Staatsmimsterium des Aeußeru in Gegenwart sämtlicher Staatsminister und Staatsräte des Ministeriums des Aeußeren und Kultusministeriums, sowie zahlreicher Vertreter der Koa- litionsparteien der feierliche Austausch der Ratifikationsur­kunde zum neuen Konkordat zwischen dem bayerischen Mini­sterpräsident und dem apostolischen Nuntius Pacelli siattge- fuuden.

Miuisterpräsideut Held würdigte hierbei in einer kurzen An­sprache die außerordentliche Bedeutung, die mit dem Austausch der Ratifikationsurkunde dem in Kraft tretenden Vertrags­werk für das religiöse Leben der bayerischen Katholiken inne­wohne.

Anschließend daran hob Ministerpräsident Held unter Wor­ten wärmsten Dankes die Verdienste hervor, die sich der apo­stolische Nuntius Pacelli in jahrelanger, mühevoller Arbeit um das Zustandekommen des Konkordats erworben habe.

Nuntius Pacelli sprach seinen innigen Dank für die ihm zu Teil gewordenen Ehrungen und und zollte dem Verdienste der bayerischen Staatsregierung um das Zustandekommen dieses bedeutungsvollen Vertragswerkes herzlichste und wärmste An­erkennung.

Die Explosionskatastrophe auf Zeche Hannibal.

D.B. Essen, 23. Jan. (Eig. Meldg.) Ueber die Ursache der Explosionskatastrophe auf der Kruppschen Zeche Hannibal, hat sich bisher noch nichts feststellen lassen. Obwohl man auf der Zeche seit dem frühen Morgen unter der Oberleitung eines Vertreters des Oberbergamtes Dortmund mit Aufräumungs- arbeiten beschäftigt ist, war es bis zum Nachmittage noch nicht möglich, an die Unglücksstelle heranzukommen, wo in weitem Umkreise alles zusammengeftürzt und zu Bruch gegangen ist. Angesichts des großen Umfanges der durch die Explosion her-

vorgsrufenen Zerstörungen in den Grubenbauten glaubt ' nicht, daß es vor morgen möglich sein wird, an den Expksj Herd heranzukommen. Bis dahin läßt sich auch kein über die Ursache der Explosion gewinnen. Auch eine Berg i der noch unter den Trümmern befindlichen Leichen wirb t morgen erfolgen können. Bei den beiden geborgenen Ceich M handelt es sich um zwei Bergleute, die noch in Zweihund Meter Entfernung von der Unglücksfteüe der Explosion I Opfer fielen. I

Sturm im Atlantik.

Paris, 24. San. (Wolff.) Der „Alatin" meldet aus I Lherbourg, daß im Atlantischen Ozean und an der Weftkiilp ' von England ein heftiger Sturm herrschte. Der Danipfer „Luauretania", der in PlMouth anlegen sollte, hat dort nicht < landen können. Er hat gestern vormittag in Lherbourg 6oo1 Passagiere an Land gesetzt und sich dann nach Southampton t begeben.

London, 23. San. (Wolff.) Nach heute eingelau^,, | Meldungen sind bei zwei Schiffskatastrophen dreizehn Aien- | fchenlevLn verloren gegangen. Das britische Oeltankschiff Rede-Linie „Firt" sank am Mittwoch um Mitternacht ü Bristol-Kanal. Von der neun Mann betragenden wurde nur der erste Offizier gerettet. Der Aberdeens! 1 Dampfer „Ulster“ scheiterte heute an der Küste der I Kincardine. Von der aus acht Mann bestehenden BZatzuM ] wurden nur drei gerettet. â ]

Ein Geusralstabswerk auf dem milit. Sudex

wb. Paris, 24. Sau. Das „Oeuvre" macht darauf auf­merksam, daß die zwei ersten Bände der offiziellen Kriegsge­schichte, die von, französischen Generalstab bereits angekündig« sind, nicht herausgegeben werden. Man habe 16 Bände Sext und 15 Bände Dokumente angeknüdigt, und man höre nichts mehr davon. Man habe erzählt, daß einer der großen AM tärführer, der nach dem Waffenstillstand ein Politiker Nationalen Blocks geworden sei (General de Lastelnau) eich- ivijfes Veto gegen die Herausgabe des Werkes eingelegt buk Aber dieser General habe keinesfalls Einfluß auf das Echtz im Lande. Aber ist es denn wahr, daß die bereits gedruckten Bände der offiziellen Geschichte beiseite gelegt wurden, und daß nur ein einziges Exemplar der Nationalb'chliothek über­mittelt wurden, das aber dort so sorgsam vor den Lesern ver­heimlicht wird, daß es nicht einmal im Katalog zu finden ijt. Wie lange wird die offizelle französische Kriegsgeschichte also noch vertraulich bleiben.

Eine Senatsrebe Borahs.

D.B. Washington, 24. San. (Eig. Meldg.) Senator Bo­rah hat im Senat zu der Frage der Schuldenverpflichtung Frankreichs zu Amerika Stellung genommen und dabei ann die

Kammer angeknüpft, die unlängst in der französischen Kammer über den gleichen Gegenstand stattgefunden hatten. Die Rede Borahs lief darauf hinaus, daß Frankreich unb^ dingt seinen Verpflichtungen nachkommen müffer'^.oUewM Frankreich vorrechnen, welche Vorteile ihm der Krieg gebiM D hat, rief Borah aus. Frankreich habe Gebiete gewonnen, dir ?u den reichsten der Welt gehören und deren Wert uitzfchätz- bar fei und die nach zuverlässigen Berechnungen bisher von ■ Deutschland bezahlten 6 einhalb Milliarden Mark an Repara­tionen seien gleichfalls zum allergrößten Teil Frankreich zu­gute gekommen. Borah findet es ungeheuerlich, wenn es viel- - fach so hingestellt werde, als wolle Amerika die Rolle des - Sbylocks spielen, nur weil es seine berechtigten und gemäßigten Ansprüche geltend mache. Amerika habe keinen Anteil an der Kriegsbeute gefordert, keine territorialen oder sonstigen §e- winne, müsse aber nun erwarten, daß Frankreich sich auf feine s elementaren AnstanLspflichten besinne. Borah schloß mit der | Erklärung, Amerika müsse auf der Tilgung der Schulden durch Frankreich bestehen. Die Wirkung von Borahs Rede war ungewöhnlich stark und wird sicherlich, zumal sich der Senator in voller Uebereinstimmung mit den Ansichten der AegierM und der gesamten öffentlichen Meinung befindet, starken,^ derhall haben.

Sapan baut U-Boote.

Paris, 14. San. (Wolff.) Die „Lhlgaco Tribune" berieb“ tet aus Washington, daß Japan den Bau von Unterseeboot und Zerstörern ins Auge fasse und ^war nach dem Tgp von Hilfsschiffen deren Bau durch das Washingtoner Abkommen nicht beschränkt sei. Seder neue japanische Zerstorersei in der Obacht zwei amerikanischen Zerstörern gleichwertig und habe einen Aktionsradius von 1500 Meilen.

Wieder mal ein Revolutiönchen.

wb. London, 24. San. Nach einer Meldung aus Santiago Le Lhils haben dort junge Offiziere von der Residenz des Pr^ sidenten Besitz ergriffen, ohne daß Blut vergossen wurde. revolutionäres Komitee soll den Premierminister A l t a m i; rano in Haft genommen haben. Ls ist nicht bekannt, ob die ganze Armee hinter der revolutionären Bewegung sicht.

Aus Stadt und Land.

Das 2. Sglnphoniekonzert.

Der 2. Konzertabend unseres Fuldaer Sgmphonieorch^^ unter Leitung des Herrn Musikmeisters Hewers bringt '' ben Bruckners 3. Symphonie, auf die wir schon oMim lend hinwiesen, zwei Werke von Beethoven, und da^ ist den Musikfreunden ein Abend versprochen, wie ihn Großstadt ihrem Publikum auch nur zu geben vermag: wir ben in den letzten Wochen dasselbe Programm in Lasse! u

Frankfurt vorgefunden.

Ludwig van Beethoven! Kein anderer Ran l ist so von eigenem Glanz umflossen, kein anderer so tief Volk gedrungen! Schumanns in grenzenloser Verehrung sprochenes Wort: „Wer darf sich unterstehen» Beethoven 1