Einzelbild herunterladen
 
  

! Aus Stadt und Land.

Vortrags-Vereinigung.

Male hatte die Vortragsvereinigung den I W staatlichen Bibliothek in Weimar, Herrn Pro- ^âektor der M ^ ^ ^boten. Ein er-

I feflor ferner ^je Vortragsvereinigung zieht so einen I treuliches oeitP heran. Ein Deetjen-Vortrag ist

B KreisGenuß, wenn er auch Ansprüche immer cm Wartung zu diesem Bortrage ging, Sha- NW- ®er ^ w« v-- I-»'- I kßfpeaies ^ kramen voraus, und sie kennen zu i die Pühne, bietet Fulda keine Gelegenheit. Die - Kämen des Deetjens eben Vortrages wiesen andere Wege. £ eiate uns, wie deutscher Geist gerungen hat, sich Sha- kelveare m eigen zu machen. Herr Prf. Deetjen, ist Botst., der ^-bakespeare-Ges. in Weimar, deren hohe Verdienste welt- bekannt sind. Deetjen stcht Jo im Brennpunkt der Shaktzspea- M-Zorschung. Was er uns bot, hat das Fegfeuer strengster wissenschaftlicher Forschung und Kritik bestanden. Darum ver­mag er auch Lob und Tadel gerecht zu verteilen, auch das Unvollkommene anzuerkennen, wenn es nur in dem heißen Kampfe der deutschen Geister um das Erbe des großen Bri­ten feine Berechtigung fand. Wie aber Deetjen die Fülle | ; des Stoffes zu meistern weiß, wie kristallklar und verständlich feine'Ausführungen sind, wie tiefsprühend sein Geist alle Sei- ten des Shakespeares Problem ouszuweisen versteht, darin zeigt i sich der Meister. Zormvollendet, in ruhiger vornehmer Sach- i : lichkeit reiht sich Satz an Satz, so fesselt Deetjen vom ersten | L bis zum letzten Wort. 2ch Hosse, daß wir nicht zum letzten Male ihm zu Füßen gesessen haben. W. A. B.

2. Sinfomekouzert.

Am 4. Februar wird unser hiesiges Sinfonieorchester unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Herrn Musikmeister He- wers, die 3. Sinfonie Bruckners zur Aufführung bringen. Das 1 der Werke wahnhaft großer Meister wird jedem strebenden Menschen zu allen Feiten eine eigene unbegrenzte | L Offenbarung bedeuten. Nicht mit Unrecht suchen z .B. in j h Goethes Geistesgut Angehörige der v e r s ch i e d e n st e n Weltanschauungen ihre Begründung und Bestätigung. Die S Gaben dieser Geisteskönige übermitteln uns eine unsagbar be- ; glückende harmonische F us a mm e n f ass u n g und Lösung der äußerst differenzierten Welt- und Menschheitsrätsel im einheitlichen göttlichen Geiste und ein zielwissendes Volsmenschentum spricht aus ihnen, dem man nur nahe kommt durch hingebungsvolles Aachepleben. Menschen- und MeNschheitsDhrer sind diese Großen im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie durch ihre Seelenreife Mittler wurden gött­licher Willensäußerungen auf dem Wege der Kunst.

So ist Bruckners sinfonisches Werk einerseits bedeutungs­voll als göttliche WesensoffeNbarung durch die Musik, an­dererseits sind seine 9 Sinfonieen in ihren in sich abgeschlossenen -Stufen der graphische Aufdruck für eine menschliche 5 se­ien e n t w i ck l u n g. Man wird solche Künstschöpfungen I nur dann ganz verstehen, wenn man sie nicht nur losgelöst vom Künstler betrachtet, objektiv, sondern wenn man in ihnen auch das Ringen einer Menschenseele zu schauen vermag, die sich bemüht, dem göttlichen Wesensgehalt der Welt immer., näher [ zu kommen. Wenn so nicht nur die Kunst, sondern auch die Wissenschaften betrieben und angeschaut würden, dann würde I der tiefere Sinn des Goethes chen Wortes wieder besser ver- l standen werden:

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, Der hat auch Religion;

Wer beides nicht besitzt, Der Hobe Religion.

Wie einen Gottesdienst eigener Art erlebten die wahrhaften I Meister ihr Kunstschaffen. Bezeichnend dafür ist die folgende - kleine Geschichte, die so recht zeigt, wie der Genius sich nicht U in ein starres System aus Menschensatzung einfangen läßt, z sondern wie er, in Freiheit seine Schwingen entfaltend, sich herniedersenkt als göttliches Geschenk in eine wohlvorbereitete, reife Menschenseele. Sie zeigt aber auch gleichzeitig diese Brucknerseele in ihrer treuherzigen, kindlichen und doch dabei kraftvollen, selbstsicheren Art. Die Geschichte ist entnommen aus demMusikant Gottes", wo Bruckner dem Prälaten von St. Florian den Hergang bei der Linzer Orgelprüfung wie folgt erzählt:

Dös war a so. Da sind s am Thor g'sessen, neben der Orgel, der Herr Erzbischof Rudigier, der Herr Domkapellmei- ster und noch zwoa Herren. Und da hat der Herr Domkapell­meiste a Notenblatt g'habt, a verdLchtig'L, und gibt mir's. Da war ein Fugsnthema aufgeschrieben. Das war a Thema a geschmalzen's, Herrschaft normal!! 5 schau' mir die I G'schicht a Weil' an, wischpöln s' scho hinter meiner:Aha, dös kann er nicht". 5 denk' mir: Heilige vierzehn Nothel- |. fer, jetzt könnt' i euch brauchn! Und wie der Herr Erzbi- - schof sagt:Herr Bruckner, is ihnen dös vielleicht zu schwer?" sitz' i scho' bei der Orgel, und fang' an, ganz piano mit der 'B o xhu m a na, wissen S' (singt die Melodie). Nachher laß' i die Gegenstimm' dazu und g'spür' i, wie meine FUß auf die Pedale umanandtanzen, als ob s' die Engeln hin und her schupfen, dann komm' i mitm Thema im Baß (fingt) und drauf tin ein' Orgelpunkt und in oaner Steigerung, daß die Kirchen erbittert is wie vom Himmlischen Donner. (Visionär:) 2 hab' glaubt, die Wolken gehn ausanand und die drei Engel stehen a und schau'n auf mich und der Glorienschein fallt aus der I ^^ göttlichen Wesens über die ganze Und i spiel und spiel' und spiel' und . . . i woaß selber I "immer wir. Der heilige Geist war Halt über mich gekommen." Prälat:Kind Gottes! Der Herr war mit dir! . . . Und was haben die Herren Examinatores dazu gesagt?" Bruckner:Vias die glfogt hab'n? Sakrament no- wall (Sich entschuldigend:) Raa, dös hab'u s' net gfagt, Hrrr Prälat! (Gezwungen hochdeutsch.) Aber Seine Smi- nen? hat gefaget:Meine Herren Examinatores, statt daß Sie den Herrn Bruckner prüfen, hätte der Herr Bruck- : "er ihnen prüfen sollen."

drr Vorstand der Ortsgruppe des deutsch evangelischen ' T^. leine Mitglieder auf das am 24. ds. Mts.

» stattfindende Konzert des Artillerie-iRegiments Beteil, 5-HDPcken aufmerksam, mit der Bitte um rege ; Beteiligung an demselben.

Den Skifahrern zum Trost!

Wie uns ein Leser unserer Festung mitteilt, hat er die Be­obachtung gemacht, daß im Sahre 1889 der Winter erst am 27. 1. eintrat. Vieser Winter hielt an bis nach Ostern und steht auch in diesem Sahre zu erwarten, daß wir etwas der­artiges erleben. Wettevkundigs hoffen bestimmt gegen Ende der Woche mit eintretendem Winter.

Für Erledigung von Vaupolizeizeiangelegenheiten und Bau­beratungen hat das Preuß. Hocybauamt zu Fulda Schloß­straße 4, Sprechstunden eingsführt und zwar jeden Mittwoch und Sonnabend, vormittags von 1112 Uhr. in der übrigen Seit sind die Geschäftsräume des Hochbauamts für die Allge­meinheit geschloßen.

Hanszinssteuer und Wohnstättengesellschaft. Bestimmungsmäßige Verwendung der Mittel für Woh­nungsbauten.

in Verbindung mit der Affaire der Wohnstättengesell- schD ist in der Presse wiederholt behauptet worden, daß auch öffentliche Mittel aus dem Aufkommen der Hauszins- steuer zu unzulässiger Kreditgewährung verwendet worden seien.

Aus dem Preußischen Wohlfahrtsministerium wird dem Amtlichen Preußischen Pressedienst hierzu mitgeteilt, daß von dort aus Mittel aus der Hauszinssteuer unmittelbar weder an Wohnungsgesellschaften noch an Private vergeben werden. So obliegt auch in Berlin die Verwendung der Mittel aus der Hauszinsestuer zum Fivecke des Wohnungsbaues dem Magi­strat, insbesondere der von ihm gegründeten W o h n iu n g s- f ü rs o rg e g e s e l ls cha f t. Von dieser ist festgestellt wor­den, daß die der Wöhnstättengssellschaft zugefUhrten Haus- zinssteuenmittel jeweils ihre b e st i m m u n g s m ä ß i g e Verw endung für Woh n u n g s ba u t >e n gefun­den haben.

(Vorstehendes durfte für uns in Fulda von besonderem ! Snteresse sein. D. Red.)

Hauptversammlung des Naturheilvereius.

Aus dem iabfesbericht des Vorsitzenden wibd folgendes er­wähnt: Die Mitgliederzahl beträgt 534. in 1924 haben 1 H aup tv er Jamm Imig, 6 Monatsversammlungen und eine Fu- sammenkunft der Frauengruppe, außerdem 20 Vorstandssitz­ungen stattgefunden. Es wurden 5 öffentliche Vorträge von auswärtigen und 5 kleinere Vorträge von hiesigen Rednern gehalten. Außerdem vemnstâete der Verein einen 4 Abende I umfassenden Lehrgang in den Anwendungsformen der Natur­heilkunde. Die drei Lichtluftbäder wurden im Laufe des Sah­res bedeutend verbessert und mit 4 neuen eisernen Turngerä­ten ausgestattet. Die Bäder hatten im Frühjahr und Som­mer sehr regen Besuch und brachten gute Einnahmen von Ba­degästen und auch Mitgliederzuwachs. (Die Mitglieder nebst ihren Familien sind berechtigt, die Luftbäder kostenlos zu be­nutzen. Äußerem gehören die Mitglieder ohne weitere Bei- tragspflicht der Begräbnis-Unterstützungskasse des deutschen Bundes der Naturheilverein an.) Die den Mitgliedern zur Verfügung stehende wertvolle Bücherei wurde durch Anschaf­fung verschiedener Merke erweitert. Ferner wurden neue Badegeräte angoschafft, die gegen eine kleine Gebühr ausge­liehen werden. Die Vereinseinnahmen betrugen rund 5200 [ Mark und die Ausgabn 4600 Mark. An Mitgliedsbeiträgen wurden vierteljährlich 1,50 Mark erhoben. Nach Erstat­tung des Jahresberichtes wurde der Haushaltsplan für 1925 vorgetragen und genehmigt. Sn der Vorstandswahl wurden die Aemter der beiden Vorsitzenden, Schriftführer, Rech- nungsführer und des Bücherverwalters den Herren Decke, Ruland, Lamprecht, Dornemann, Hâer, Dern und Gunkel übertragen. Den Beirat bilden die Damen Schmitt, Golem- biewski und Fischer, sowie die Herren Wenzel, -Lucker, Dâetlin, Gattke, Schmitz und Klug. Kassenprüfer Mr 1925 wurden die Herren Leibold und Müller. Der Vorsitzende teilte mit, daß voraussichtlich Anfang März Herr Grotzinger, Leiter der RaturhSilanstaltDiätreform" Lehmerüde einen Lichtbildvor­trag über das Themawo steht der Totengräber der Mensch­heit?" halten wird. Ferner gab er bekannt, daß in der Mo­natsversammlung am 16. Februar ein Vortrag überinnere Sekretion" (Drüsenabsonderung) veranstaltet werden soll. Auch wurde eine Einladung zum Konzert des Trompeterkorps empfehlend zur Kenntnis gebracht. Die Baupläne des Vor­standes betr. Erweiterung des LuftbadesBadegarten", wofür schon 1655 Mark gezeichnet und 340 Mark gezahlt worden sind, konnten nur besprochen werden. Der endgiltige Beschluß und die Kostenbewilligung soll in einer späteren Versammlung geschehen, sobald der Magistrat das Baugesuch genehmigt hat. Der Vorstand wurde beauftragt, durch mündliche Verhand­lung mit Herrn Oberbürgermeister möglichst baldige Erledig- ung der Angelegenheit zu erbitten.

Schlitz-Ausstellung.

Nächsten Samstag und Sonntag, den 24. und 25. d. Mts. findet unter dem Ehren-Vorsitz Seiner Erlaucht dem Grafen und Herrn von Schlitz genannt von Görtz in den Räumen der hiesigen Turnhalle die 25. Subiläums-Ausstellung des Oberhelf- fischen Seflügel-Füchter-Verbandes statt. Es sind annähernd 600 Tiere gemeldet, und ist dieses wohl die größte Ausstellung dieser Art, welche bis jetzt in unseren Mauern stattfand. Au­ßer dem Soodler-Erinnerungspreis, zum Andenken unseres, leider so früh verstorbenen Verbands-Vorsitzenden, Ph. Soedler, Nieder-Gemünden, welcher vom Verband zum er­stenmale auf bestes Tier in Abt. 1. Hühner, vergeben wird, flohen bis jetzt schon weitere 90 wertvolle Ehrenpreise zur Verfügung. Erste Füchter von Ruf werden mit ihren Tieren vertreten sein und dürfte daher jeder Basucher der Ausstel­lung, welcher für etwas Gutes und Schönes Snteresse hat, auf seine Kosten kommen. Auch ist die Gelegenheit günstig, gute Tiere zu verhältnismäßig billigen Preisen zu erwerben. Da­rum nächsten Samstag und Sonntag für alle Geflügel- und Taubenfreunde von Stadt und Laich Parole: Schlitz-Aus­stellung.

schen Farben ausgemalte Soo nahm am Samstagabend eine fejtfveudige Menge auf. Fahlreiche Kostüme ließen keinen Smeifel an der äquatorialen Lage Timbuktus, andere wieder zeigten kühne Phantasie, viel Witz und viel Geld. Aber alle ordneten sich dem Grundgedanken dieses Festes unter und o entstand eine afrikanische Revue, wie sie eben nur die Küttst- erlschaft auszudenken und auszuführen vermag. Das Fest er­reichte seinen Höhepunkt, als Wumba-Wumba, der Sultan von Timbuktu, in glanzvollem Festzuge unter Trompelenge­schmetter im Saal erschien, begleitet von seinem Hof und der Timbuktanischen Leibgarde. Vevschiedene Tiere des Foo (Elefant, Schildkröte, Krokodil, Schlangen, Affen, Stachel­schweine) wurden mit vielem Geschick im Fug verwandt und trugen mit dem übrigen Gefolge des Sultans nicht wenig zum afrikanischen Eharakter des Festes bei. Nach Empfang der ausländischen Gesandten, Uebergabe der Geschenke und exoti­schen Tänzen fand dann mit großem Gepränge der Stapellauf derTimbukta" statt. Das Fest wird kommenden Samstag wiederholt.

Hofaschenbach. Tödlicher Unfall. Sm Steinbruch am Ulmstein löste sich ein etwa 1012 Zentner schwerer Block und erschlug den unten arbeitenden Ludwig Pappert. Der Verunglückte ist Vater von 4 Kindern.

Allendorf. Schlaue Fechpreller. in einer hiesigen Gastwirtschaft trafen sich zwei Fremde, die erklärten Kriegs­kameraden zu sein und das Wiedersehen natürlich kräftig be­gossen. Der Wirt im Hintergründe freute sich über das herz­liche Verhältnis der beiden alten Kameraden, aus dem für ihn ein ziemlicher Verdienst herauszuspringen schien. Beim Bezahlen wollte jeder seinen Kriegskameraden freihalten und schließlich verfiel man darauf, daß man den Fahler bei einem Wettlauf feiststellen wollte. Da der erste Lauf mißglückte, er­klärte sich der Wirt lachend zum Schiedsrichter bereit und gab auf der Straße feierlich das Feichen zum Ablauf mit dem Ta­schentuch. Die beiden Läufer sausten los, um die Ecke herum auf die Landstraße und kamen nicht wieder. Heute noch wartet der Wirt auf die beiden Wettläufer.

Eine Warnung für ungetreue Ehemänner!

Su einer Stadt an der Bahnlinie FrankfurtBebraHan­nover ist folgendes niedliche Gelschichtchen passiert. Ein Ein­wohner dieser Stadt hatte die Absicht, mit 5000 Mark barem Geld in der Tasche zu verreisen, um Einkäufe zu machem Auf einer Fwischenstation die er zum Umsteigen benutzen muß­te, traf er mit einer Dame zusammen die auf dem Arm ein kleines Kind trug. Man wurde bekannt, und logierte sich in einem Hotel unter der Bezeichnung Herr soundso mit Frau und Kind ein. Als der gute Mann am andern Morgen er­wachte, war die Dame mit seinem Mantel, mit dem Gelde un­ter Furücklassung des kleinen Wesens verschwunden. Außer­dem hatte die Ungetveue das Hinterteil aus der Hose ge­schnitten. Guter Rat war teuer und nur seine treue Gattin mußte ihm unter Ueberbringung von anderer Kleidung usw. helfen.

Vermischtes.

Kuriositäten des Fundbüros. Das Postamt in Ehicago ver steigerte dieser Tage liegengebliebene Sachen und unbestellbare Sendungen. Darunter befand sich auch ein Glasauge, ein Ge­biß falscher Föhne und ein künstliches Bein aus feinstem Mahagoniholz. Allerdings wurde auf der Versteigerung für solche an sich wertvollen Gegenstände nur ein minimaler Preis erzielt.

Reue Opfer der Haffkraulchert. Die Haffkrankheit, deren Rätsel vor einiger Feit völlig gelöst schien, tritt jetzt wieder auf. Es scheint sogar, als ob die Krankheit noch bösartiger wirkt als damals. Es find in wenigen Tagen bereits zwei To­desfälle zu verzeichnen.

Der Streit um die Pferdeäpfel. Sri Glogau streitet man sich, wie gemeldet wird, gegenwärtig darum, wer das Eigen­tumsrecht an den Roßäpfeln hat. Der Magistrat soll auf dem Standpunkt stehen, daß das Auslesen des Pferdekotes Diebstahl fei und somit den Schrebergärtnern nicht gestattet werden könne, sich fremdes Eigentum anzueignen. Von die­sen wird nun auf den § 959 bürgerliches Gesetzbuch hinge- wiesen, in dem es heißt:Eine bewegliche Sache wird herren­los, wenn der Eigentümer in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz aufgibt". Auch als Fundgegenstand von geringerem Werte würde der Pferdekot nach dem Gesetz, falls der rechtmäßige Eigentümer daraus verzichtet, in den Besitz des Finders übergehen.

Wetterbericht.

rob. Frankfurt, 21. San. Der Kern des ausgedehnten Hoch­druckgebietes liegt heute über Polen und hat dort starke Kältegrade gebracht, die sich besonders in Ost- aber auch in Mitteldeutschland bemerkbar machen. Auch bei uns ist zu­nächst noch mit Sinken der Temperatur zu rechnen.

Borhersage bis Donnerstag Abend: Meist wolkig, trok- ken, nachts leichter Frost, auch tagsüber Temperaturen in der Nähe des Aullpunktes, schwache östliche Winde.

Vorhersage bis Freitag Abend: Keine wesentliche Aen­derung.

Druck und Verlag: Rudolf Bamberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuh, für Anzeigen, August Bamberger, fämtlich in Fulda.

Frankfurt a. M. Timbuktu im Foo.

5 pe ; ialbericht der H. M. F.)

Die Frankfurter Genossenschaft deutscher Bühnenangehö­riger und der Franklfurter Kunst lerbund veranstalten alljährlich als Wohltätigkeitsfeft den Timbuktu-Maskenball im Soo. Auch die diesjährige Veranstaltung Thema: Der Stapel- lauf desTimbiuktu" darf wohl als das Ereignis der Sai­son bezeichnet werden. Der in all seinen Räumen in tropi­

Die Herren Bürgermeister wollen auf die Wichtigkeit des Vortrages von Herrn Dr. Karsten über die Bekämpfung der Tuberkulose in der Kreis-Bauernversammlung vom 23. Sanu ar 1925 durch ortsübliche Bekanntmachung Hinweisen.

Fulda, den 19. ianuar 1925.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses. ; Frhr. v. Sagern.

Die Herren Bürgevmeiestr wollen auf die Notwendigkeit frühzeitiger Anmeldung zur Fohlenweide Hinweisen, da die Anmeldungen nach der Seit ihres Eintreffens berücksichtigt werden.

Fulda, den 19. Sanuar 1925.

^r Vorsitzende des ^eis-Ausfchustes.

Zchr. v. Sagern.