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Wieder einmal Barmat.

wb. Neustadt a. d. H., 15. Jan. Wie demPfälzischen Currier in Neustadt gemeldet wird, ist in Ludwigshafen das Eerücht verbreitet, daß der bekannte Berliner Zinanzkonzern Barmat seine Beziehungen auch auf die Pfalz erstreckt habe. Durch die persönliche Freundschaft des Inhabers einer pfälzi­schen Firma zu einem Minister, heißt es, hätte die Sirma von dem Konzern bedeutende Geldbeträge erhalten und Staatsauf- träge zugewiesen bekommen, bei denen jede Konkurrenz aus- geschaltet war. Hierdurch seien bedeutende Ueberpreise erzielt worden.

Zu dieser Notiz aus Neustadt wird dem WTB. aus Lud- wigshafen gemeldet: Zum Barmatkonzern gehört die Firma Groth A.-G. in Ludwigshafen. Diese Firma hat durch Ber­mittlung der Maklerbank Hypotheken ausgenommen im Wer­te von 750 000 Mark, die aufgrund des ausgestellten Hgpo- thekenpfandbriefs dem Barmalkonzern mit Hilfe der Merkur- dank, die ja auch zum Varmatkonzern gehört und mit Hilfe der Reichsbank von der Reichspost gewährt wurden. Die per­sönliche Freundschaft des Inhabers einer pfälzischen Firma zu dem Reichspoistminister spielt in dieser Gache keine Rolle.

Sie Haltung des Zentrums.

wb. Darmstadt, 15. Jan. Jn der Angelegenheit der Hof- sischen Regierungsbildung sind gestern die Fraktionen zu ei­ner Beratung zusammengetreten; sie sind aber, ohne daß ihre Verhandlungen zu einem Erfolg geführt hätten, wieder aus- einandergegangen. Die Haltung des Zentrums ist nach wie vor dieselbe, d. h. es lehnt eine Weiterarbeit mit der bisherigen Koalition grundsätzlich ab. Die Lage ist nun so, daß die bei­den Linksparteien für sich eine Regierung nicht bilden können ohne das Zentrum, umgekehrt können die Rechtsparteien ohne das Zentrum ebenfalls keine Regierung bilden, da die Kommu­nisten auf jeden Fall in negativem Ginne zu wirken gewillt sind. Wie die Weiterentwicklung sich vollziehen wird, läßt sich vor­erst noch nicht absehen. Wahrscheinlich ist, und damit rech­net man in parlamentarischen Kreisen, daß eine Art Provi­sorium geschaffen wird, bis sich eine endgültige Lösung findet. Es kommt also praktisch darauf hinaus, daß die bisherige Re­gierung die Geschäfte weiter führt.

Jas MWum New-Asâ

mb. Amsterdam, 15. Jan. Den Blättern zufolge bildete sich unter dem Ehrenvorsitz des holländischen Gesandten in Washington ein Komitee mit dem Zweck, im Fahre 1026 zur Erinnerung an die vor 300 Fahren erfolgte Gründung New- Jorks durch die Holländer der Stadt Aewgork ein von hol­ländischen Künstlern zu schaffendes Denkmal zu stiften. Das Komitee erläßt zur Verwirklichung dieses Zieles in der Presse einen Ausruf zur Sammlung von Geldbeträgen.

Das Neueste.

Jie Regierungskrise gelöst.

wtb. Berlin, 15. Fan. telef. Wie wir ans parlamentari­schen Kreisen erfahren, hat der Reichspräsident heute nach­mittag gegen 6 Uhr Dr. Luther zur Berichterstattung über die Lage empfangen. Ueber die Frage, ob er mit der Kabinetts- bilduug beauftragt wordeu ist, liegt eine amtliche Meldung noch nicht vor, doch kann festgestellt werden, daß der Neichs- tagsprästdeut Loebe bereits für morgen nachmittag 6 Uhr eine Sitzung des Reichstages angeordnet hat, in der die Regier­ungserklärung auf der Tagesordnung steht.

Sr. Luther Reichskanzler.

wtb. Berlin, 15. Fan. telef. 3m Reichstag wurde kurz nach 7 Uhr bekannt, daß Dr. Luther vom Reichspräsidenten zum Reichskanzler ernannt und mit der Bildung des Kabinetts beauftragt wordeu ist. '

Ser neue Wtizminijter.

wtb. Berlin, 15. 3an. telef. Heute nachmittag hatte Dr. Luther eine Besprechung mit dem dem Zentrum nahestehenden Oberlaudesgerichtsrat Schumacher-Köln, der an die Stelle des bisher genannten Oberlandesgerichtspräsidenten Schollen für das Sustizministerium in Aussicht genommen ist.

Aus dem Reichstag.

mtb. Berlin, 15. 3an. telef. Der Reichstag erledigte in seiner heutigen um 4 Uhr begonnenen, nur kurzen Sitzung zu­nächst die Anträge verschiedener Fraktionen auf Vorlegung ei­nes Gesetzentwurfes über die Errichtung von Arbeitergerich- ten. Die Anträge wurden dem sozial-politischen Ausschuß überwiesen. Sodann beschäftigte sich das Haus mit den An- trâgen der Deutschnatioualeu, des Zentrums, der deutschen Volkspartei und der Demokraten über Maßnahmen zum Schutze des gewerblichen und kaufmännischen Mittelstandes. Auch diese Anträge wurden an den Ausschuß verwiesen. Ebenso die Anträge zur Verbesserung der Rentner, der Kriegsbeschädig­ten und der Kriegshinterbliebenen. Nach Erledigung weiterer Anträge über Sozialversicherung und Arbeiterschutz, sowie über die Aufwertung vertagte sich um 7 Uhr abends das Haus auf Freitag nachmittag 6 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Entg --ennahme einer Erklärung der neuen Reichsregierung.

Um die Regierungsbildung in Seifen.

wtb. Darmstadt, 15. Fan. telef. Die Frage der Aegier- ungsbildung in Hessen ist nunmehr in ein entscheidendes Sta­

dium getreten. Die hessische Zentrumsfraktion hat einstim­mig den Beschluß gefaßt, auf seiner Forderung zu bestehen, die bisherige kleine Koalition nach rechts zu verbreitern und hat diesen Beschluß offiziell zur Kenntnis gebracht. Die Forderung dieser Verbreiterung braucht stch jedoch nicht unbedingt auf die deutsche Volkspartei zu erstrecken, auch der Bauernbund käme in Betracht.

Englische Luftschiffe in loo Stunden nach Andien

wtb. Kalkutta, 15. Fan. telef. Der hier weilende eng­lische Vizclllftmarschaü B r a u k e r entwarf Pläne für zwei Luftschiffe, die im Stande sein sollen, Fusassen in 100 Stunden nach Fudieu zu bringen. Man hofft den Dienst mit diesem Luftschiffen im Frühjahr 1927 aufnehmen zu können.

Jemonstration der Erwerbslosen.

ivb. Mannheim, 15. Jan. Gestern nachmittag versammel­ten sich im hiesigen alten Rathaus zirka 500 Erwerbslose, um zu den Forderungen an Staat und Stadt Stellung zu nehmen. Der 9trfbeit&lOffenrat gab folgende an den badischen Staat ge­richtete Forderungen bekannt: 1. Aushebung der § 4 und 16 der Reichsverordnung für Erwerbslose. (§ 4 sieht vor, daß jeder Kaufmännische erwerbslose Angestellte vor Eintritt der Lrwerbslosigkeit mindestens 3 Monate in der Pflichtversicher­ung war und sein Monatsgehalt also 200 Mark nicht überstieg. Es gibt nun 2000 Angestellte in Mannheim, die wegen dieser Einschränkung keine Unterstützung beziehen. § 16: Grenze der Unterstützung 52 Wochen, in Baden 65). 2. Erhöhung der Erwerbslos ensätze um 100 Prozent. 3. Zahlung der Unter­stützung an Fugendliche unter 16 Fahren. 4. Gesetzliche Aner­kennung des Achtstundentages. Die Forderungen an die Stadtverwaltung sind: 1. Uebernahme aller testierenden Schul­den der Erwerbslosen an Gas und Miete durch die Stadtver­waltung. 2. Weiterzahlung der Erwerbslosenunterstützung an die durch die Reichsverordnung aus der Unterstützung aus- geschiedenen Erwerbslosen. Auszahlung einer Barunterstütz- ung von 100 Mark an die Verheirateten und 50 Mark an die Ledigen aus dem städtischen Usberschuß von 1922=23. 4. Ueberlassung eines geeigneten Raumes für den Arbeitslosen­rat. Nach der Diskussion bildete sich ein großer Demonstra­tionszug, der sich ohne Zwischenfälle bald wieder auflöste.

Aus Stadt und Land.

Die zerstörende und schaffende Natur, ein Thema- über das man ein dickleibiges naturphilosophisches Werk schreiben könnte, wird in fesselnder Form an Hand eigen­artiger Naturereignisse der letzten Zeit in unserer nächsten Bil­derb Silage mit den neuesten Ausnahmen gestreift; als ein Ge­genstück dazu führt uns ein anderer Artikel aus der großen Fülle der Naturerscheinungen Sonderlinge der Flora vor, die in eigenartigen Bildern von unserem Photographen festgehalten worden sind. Dieses Mal kommt insbesondere auch der Sport wieder zu der ihm gebührenden Geltung: eine ganze Seite mit den neuesten Bildern ist ihm gewidmet. Der übrige aktuelle Teil, eine Humoreske, Modenschau und Rätselecke werden das Uebrige dazu beitragen, unseren Lesern eine Stunde ab­wechslungsreiche Kurzweil zu bieten.

Der Winter schon zu Lude? Wie uns von einem Aatur- beobachter mitgeteilt wird, sind neulich in unserer Gegend Zü­ge von Kranichen gesichtet wovden, die nordwärts zogen. Da diese Vögel sonst später aus ihren südlichen .Winterquartieren zurückzukehren pflegen, so ist anzunehmen, daß es sich bei uns bald ausgswintert haben wird.

Deutscher Offizierbuud. Wie wir schon einmal berichteten, findet am heutigen Freitag der Vortrag des Generalmajor Gras von der Goltz im Bürgerverein statt über das Thema Der Geist von Potsdam". Allen vaterländisch Denkenden wird der Besuch dieses Vortrages auf das angelegentlichste empfohlen; aber auch diejenigen, deren Fnteressen mehr kos- moxwli tisch und deren politische Einstellung mehr international ist, haben Gelegenheit aus den Ausführungen des bekannten Offiziers Momente zu schöpfen, die sie zu lehrreichen Verglei­chen anregen.

Ehemalige 61 et Zeldartilleriften. Nächsten Sonntag, den 18. Januar um 5 Uhr nachmittags bei Kamerad Wilhelm Kra­mer in Fulda, Gasthaus zur Traube, am Steinweg Zusammen­kunft. Wegen der wichtigen Tagesordnung wollen alle Ka­meraden erscheinen.

Aalurheilvereiu.Alim ul ter Natur", der wir­kungsvolle Werbefilm des deutschen Bundes der Vereine für naturgemäße Lebens- und Heilweise macht seit einigen Mona­ten die Runde durch viele deutsche Städte. Auch in Fulda findet Freitag um 5 und um 8 Uhr im Zentral-Kino (Gie­sels Saal) eine Vorführung statt. Ein erläuternder Vortrag von Herrn Paul Scholz-Gießen geht voraus. Musik und Ge­sänge begleiten die Vorführung. Der Besuch der Veran­staltung ist Mitgliedern und Freunden des Naturheil-verems sehr zu empfehlen.

Aus dem Gerichtsjaal.

Der Gerichtshof hatte sich heute fast ausschließlich mit Be­leidigungsklagen zu befassen.

Zu einem Vergleich kam es zwischen dem Kläger B. und dein Angeklagten K.

Der Weichensteller H. erhielt wegen Beleidigung und Be­drohung eine Strafe von 10 Mark bezw. 2 Tage Gefängnis. Jn der Beleidigungsklage des H. der des Meineids be- schuldigt war, einigten sich die Parteien aus einen Vergleich. Ebenso erfuhr die Sache B. gegen L. eine gütliche Beilegung.

Jn Sachen der Wwe. R. und des L. R. wurden die gegen­seitigen Privatklagen zurückgezogen und aus diese Weise die Angelegenheit aus der Welt geschafft.

Die zwei feindlichen Brüder traten alsdann vor die Schran­ken des Gerichts in Gestalt des Maurers Franz L. und des Fabrikarbeiters Magnus L., welcher letztere sich wegen Sach­beschädigung zu verantworten hatte. Er erhielt eine Strafe

von 20 Mark, während die Gerichtskosten je zur Hälfte d Kläger wie dem Angeklagten zur Last fielen.

Die Rosa L. wurde wegen Mißhandlung ihrer Schwieger­mutter zu 10 Mark und Tragung der Kosten verurteilt.

Der wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung angeklagte H. wurde freigesprochen, da die Beleidigungen auf Segenfei. tigkeit beruhten und ein Hausfriedensbruch im Sinne des Gesetzes nicht nachweisbar war. Jn die Gerichtskosten muß. ten sich der Kläger wie der Angeklagte teilen.

Vacha. E i n unglücklicher Tag. Jn dem Kaliberg, werk zu Tiefenort beym, in der chemischen Fabrik zu Merkers verunglückten innerhalb weniger Stunden 3 Arbeiter tödlich Ein anderer Arbeiter, der noch auf die Förderschale aus­springen wollte, büßte einen Arm ein, ein weiterer verlor an einer Kreissäge eine Hand.

Warnung. Vorgestern abend wurde ein Beamter auf dem Wege von Vacha nach Philippsthal von einem d^§ Weges kommenden Auto aufgefordert mitzufahren, was der Beamte mit aller Entschiedenheit ablehnte. Es handelt sich einen geschlossenen Wagen, dessen Fenster mit schwarzen Vor­hängen versehen waren, und der mit dem Fahrer und noch einem Herrn besetzt war. Da dieses Gefährt evtl. auch hier bei uns einzeln wandernde Leute zur Mitfahrt veranlag könnte, so ist es dringend erforderlich, daß man sich die In­sassen erst einmal etwas genauer ansieht, da man nie wch mit wem man es zu tun hat und auf solche bder ähnliche Aeji/ schon viele Deutsche in die Hände französischer Werber E

Simmern. Gesunde Gegend. Jn der Gemeinde Ar- tershausen ist seit Weihnachten 1924 kein Todechll zu verzeichnen gewesen. Man sagt, daß der frische' Bergwich auf dem Hunsrück dieser gesundheitsfördernde Faktor sei.

Bad-Orb. Grober Unfug. Jn den hiesigen Strudel hatte man Basaltbrocken, Eisen-stücke und Glasscherben gewor­fen, sodaß die Quelle verstopft wurde. Unter großen Be­schwerlichkeiten wurden die Sachen wieder zutage gebracht.

Hersfeld. Die deutschnationale Volkspartei wird am Kom­menden Sonntag in Gemeinschaft mit einigen vaterländische Verbänden in der neuen Turnhalle eine Reichsgründungsfsis! begehen, zu deren gutem Gelingen erstklassige Kräfte ihre Mit­wirkung zugesagt haben.

Hersfeld. Unglücksfall. Die Frau des Oborpost- fcbaffners K. stürzte am Marktplatz in der Dunkelheit so un­glücklich, daß sie sich den Röhrenknochen einer Hand brach. Wie verlautet, führt man den Unfall auf die schlechte Beschaf­fenheit des Straßenpflasters zurück.

Bebra. Ungetreuer Beamter. Der Eisenbahn- beamte R. flüchtete nachdem er auf der hiesigen Stationskasse ungefähr 17 000 Mk. veruntreut hatte. Das Geld soll er in leichtsinniger Gesellschaft vertan haben. Scharf geschehn wurde kurz nach Bebra auf 2 D.-Züge. Es wurde nimmd verletzt. Auf die Ergreifung der Täter stehen 100 Mark Belohnung. Ein Reisender ohne Fahrkarte sprang, als die Kontrolle kam, aus dem fahrenden Zuge und entkam.

Erstaufführung.

wb. Wiesbaden, 15. Jan. Wie das WTB. «Wff^ ge­langt am 17. Januar im dritten Sgmphoniekonzert der Wies­badener Staatskapelle im Stadttheater zu Wiesbaden unter Otto Klemperers Leitung Ernst Krencks 2. Sonderte ,§ Opus 25, zur deutschen Erstaufführung.

Ueberprüfung der Sagdsteuerfätze.

Fn einem Erlaß vom 4. Dezember v. Js. halten der Mini­ster des Jnnern und der Firlanzmimster gemeinsam auf die Notwendigkeit tunlichster Herabsetzung aller öffent­lichen Abgaben hingswiesen und die Gemeinden und Gemein- deverbände ersucht, dieser Notwendigkeit auch ihrerseits nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Wie der Amtliche Preu­ßische Pressedienst mitteilt, weisen die genannten Minister in einem neuen gemeinsamen Erlaß darauf hin, daß sich insbeson­dere auch bei der Ja gib steuer eine Herabsetzung empfohlen wird, und zwar umsomehr, als die durch den Runderlaß vom j 9. Dezember 1922 zugelassene Erhöhung des Steuersatzes von | 15 auf 30 v. H. des Pachtpreises eine durch die GeldentwertW veranlaßte Maßnahme gewesen ist, die nach der Befestigt der Währung ihre Voraussetzungen verloren hat.

Die Minister ersuchen daher die. Kreise und gegebenen^ die Gemeinden, die eine Fagdsteuer erheben, von diesem S«c sichtspunkte aus die Sätze ihrer Fagdstouerordnungen zu über prüfen und, soweit die Sätze -noch aus der Zeit der Seid' entwertung her für die heutigen Verhältnisse als zu stor angespannt zu erachten sind, eine entsprechende Herabsetzung vorzunehmen. Bei der S-enehmigung neuer Fagdsteuer Ordnungen sowie bei der Verlängerung ab laufend er Geuè migungen bestehend. Ordnungen sollen die Genehm igungsbeHè^ den darauf achten, daß die Steuersätze das den Heutigeu ^ hältnissen entsprechende Maß nicht überschreiten.

Wichtige Neuerungen im Paßwefen.

Der Reichsinnlenm'mffter hat vor einiger Zeit in einer Aen­derung der Paßoorschriften den Sichtvermevkszwang ^ Reichsangehörige allgemein beseitigt, für Nichtreichsangch^ rige mit Wohnsitz oder dauerndem Aufenthalt im Jniand W Ausreisesichtvermerkszwang wesentlich abgeschwächt. JnfW' dessen hat der Preußische Minister des Jnnern gleichfalls Reihe von Abänderungen auf dem Gebiete des Paßwbstns st troffen, aus denen der Amtliche Preußische Pressedienst nachstehenden hervorhebt:

Jn Fällen, in denen den Paßgesuchen offenbar unübens- und aussichtslose A u s w a n d e r u n g sa b s i ch 1 e n N de liegen, oder in denen die Vermutung begründet ist, ^ f n Gesuchsteller unter Einflüssen einer gemeinschäd 1 ® Werbetätigkeit stehen, ist alsbald mit der Auswandererberatungsstelle in Verbindung zu treten, ^ diese vor der Aushändigung des Passes beratend auf w suchsteller einwirken kann. Zugleich soll in solchen Sailen ^ Gesuchsteller dringend angeraten werden, von der Stellung ^ Paßantrages im Snteresse der Unkostenersparung ab?uJebLn er sich nach Einholung fachkundigen Rates schlüssig 9^ .^ ist, ob er bei seinem Auswanderungsvorhaben verbleiben Bcharrt der Sesuchsteller auf seinem Antrag, so muß der K ohne weiteres ausgestellt werden. .

Politischen Vereinigungen ist die Ausste» von Sammellisten als Paßersatz und gegebenenfalls '