_ Bahn noch mehr als bisher in seinen Ansprüchen be- 'S unb zahlenmäßig „abgebaut“ werden muß Belaste .:{ den borgen ums tägliche Auskommen und mit der Ungst nLlicbem Verlust der Stellung können die Eisenbahn- ° und Beamten unmöglich ihren verantwortungsvol- so versehen, wie es im Interesse der Gesamtheit ist Aber was kümmert die alliierten Kriegspro-
-M Stadt und Land.
Siebzigster Geburtstag. Am heutigen Gage feiert unser all- und hochverehrter Mitbürger, Herr August Sro- k en b a ch, seinen siebzigsten Geburtstag. Am 15. Sanuar 1855 in der alten reichsfreien Stadt Mühlhausen in Thüringen ge- boren, trieb es nach vollendeter Schul- und Lehrzeit den jungen wagemutigen Kaufmann hinaus in die Welt. Sm Sahre 1878 kam er nach Fulda und gründete hier ein eigenes Geschäft. Unermüblicber Fleiß, Umsicht und Tatkraft zwangen den Erfolg an feine Seite. Kaum zweiunddreißigjährig wurde Herr Großenbach zum derzeit „Königlichen" Lotterie-Gin- nehmer ernannt. Wer weiß, wie gründlich die Lotterie-Verwaltung ihre Vertreter auf „Herz und Nieren" prüft, wird in dieser Ernennung den sprechenden Beweis für das hohe Vertrauen und Ansehen erbracht finden, deren sich der Subilar jederzeit erfreuen durfte. Wir wünschen unserem lieben Mit- 1 ■ bUrger noch viele Sahre der Rüstigkeit und Schaffensfreude im Kreise seiner Familie und in unserer Mitte. W.A.B.
Von unserem Regiment. Sestern morgen wurden Teile verschiedener Batterien unseres hiesigen Artillerieregiments verladen, um an einer dreitägigen Uebung, an der die Garnison Gießen und Gassel ebenfalls mitwirken, teil zu nehmen. Die Rückkehr wird am 18. abends erfolgen. Wie wir hören, dient diese Uebung im größeren Verbände in erster Linie nachrichtentechnischen ömecken.
Für Rentenempfänger. Die Auszahlung der Fusatzrente an sieche erwerbsunfähige Kriegsbeschädigte und an Kriegshinterbliebene findet Donnerstag, den 15. Januar 1925 vormittags zwischen 9 und 12 Uhr an der Wohlfahrtskasfe, Stadtschloß parterre statt. Gelbe Ausweise mitbringen.
Wichtig für Sozialrentner. Am Freitag, den 16. Januar 1925 vormittags von 9—11 Uhr findet die Auszahlung der H Unterstützung für Sanuar an die hilfsbedürftigen Sozialrentner der Stadt Fulda statt.
Hundert Sahre Deutscher Buchhändlerbörsenverein. Aus Anlaß dieses Subiläums wird zu Ostern in Leipzig eine große Seier veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit wird ein Ehren- Lenkmal für die im Weltkriege gefallenen Buchhändler enthüllt und eine Suonäumsstistung für Wohlfahrtszwecke er- richiet.
Gebühren für Legitimationskarten und Gewerbelegitimations- Karten.
Sm vergangenen Sahre ist die Gebühr für die Ausstellung von Lsgitimationskarten auf 3—50 Reichsmark feft- K gefetzt worden. Die Gebühr soll innerhalb dieses Rahmens unter Würdigung der Leistungsfähigkeit der Firmen und der Wichtigkeit der Karte für den Inhaber von Fall zu Fall bemessen werden. Da jetzt die Erneuerung der Legitimationskarten für das Kalenderjahr 1925 erfolgen muß, werden die Gewerbetreibenden mit diesen hohen Sätzen erst bekannt. Allgemein wird über die Höhe der Gebühr geklagt und verlangt, daß die I Vorkriegsgobühr wieder eingefUhrt wird. Die Sndustrie- u. Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau hat sich frühzeitig mit der Gebührenfrage befaßt und ist für eine Aenderung eingetreten. Da ihre erste Eingabe bisher ohne Erfolg geblieben ist, ist sie neuerdings an den Herrn Preußischen Minister für Handel und Gewerbe herangetreten und hat gebeten, daß die Gebühr wieder einheitlich für alle Gewerbetreibenden auf den Borkriegssatz festgesetzt wird.
"Vorauszahlungen auf Einkommensteuer und Körperschaftssteuer. Am 10. Sanuar 1925 (Schonfrist 17. Januar) sind Voraus- zahlungen auf die Einkommensteuer und Körperschaftssteuer fällig. Vorauszahlungspflichtig sind: 1. alle Gewerbetreibenden, und zwar a) die Monatszahler für die Betriebseinnahmen H im Monat Dezember 1924, b) die Vierteljahrszahler für die Betriebseinnahmen in den Monaten Oktober, November und Dezember 1924; 2. Personen, die in der Feit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1924 Einkommen bezogen haben: a) aus Vermietung und Verpachtung, b) aus freiem Beruf und an- . derer selbständiger Arbeit, c) aus sonstigen Einnahmen; 3. ; Lohnsteuerpflichtige, wenn sie in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1924 nur Arbeitslohn von mehr als 2 200 RM. ' °ber Arbeitslohn und Einkünfte der unter 2 bezeichneten Art Don zusammen mehr als 2 000 RM. bezogen haben. Die Fif- fern 1 und 2 gelten auch für Körperfchaftssteuerpflichtige. Für 16 Vorauszahlungen gelten die Vorschriften der 2. Steuernot« Verordnung und der dazu erlassenen Durchführungsbestimmun- .Ourch die Fweite Verordnung des Reichspräsidenten -er mir fcbafthcb notwendige Steuermilderungen vom 10. No-
4 bie nach dem Umsatz oder dem Vermögen Einkommensteuervorauszahlungen der Gewerbetrei- en en erstmalig für den Monat Dezember um ein Viertel er- k werden; bei Gewerbetreibenden, die ihre Borauszahlun- 1 4 n'2 nionatlirb, sondern vierteljährlich leisten, ist die Vor- I ?lO ung für bas vierte Kalenderoierteljahr 1924 um ein K -ropri.^1’ °011 einem Vwrtel, also um ein Fwöftel, ermäßigt
Afchäftsmethoden des System Barmst.
I entnehmen den „Hamburger Nachrichten" folgende Darstellung:
^rst allmählich ist es möglich, die Kutiskerschen G e» I ™ 0 5 ? n iu durchschauen und festzustellen, auf I kn^e r ""^ ^eije es dem Generaldirektor des früher so I HnföTHok ^enen Bankhauses v. Stein gelungen ist, industrielle I Kontrolle zu bringen. Eine Vor- I Art drs Aufsaugens von Betrieben war ; und für Z Zâ'l^'esung eintretende Kreditnot , ^no für die Art und Weise, wie Kutisker vorging, ist
ein Musterbeispiel der Fall der Mechanischen Treibriemen-A.-S.
in Tempelhof, deren Direktor Grieger verhaftet worden ist, weil er seinen Namen unter Wechsel gesetzt hat, die dann Kutisker der Staatsbank als Sicherheit für seine Kredite gegeben hat.
Am 5. Dezember 1923 verkaufte Kutisker an den Direktor Grieger, mit dem er damals noch in loser Fühlung stand, 15 000 Dollar Sotoanleibe zum Preise von 63 000 Mark auf die Kutisker 20 P r o z e n t A u f f ch l a g berechnete, so daß also die Mechanische Treibriemenfabrik gegen Kutisker eine Verbindlichkeit von' 75 600 Mark besaß.
Bis zum 15. Dezember verlangte nun Kutisker für diese Schuld t L g l i ch 8 P r o ; e n t Fi ns e n , und nach zehn Tagen beliefen sich für die Schuld die Zinsen bereits auf 46 368 Mark. An diesem Tage gab Kutisker der Treibriemen-A.-G. erneut 30 000 Mark und die Gesamtsumme der nun entstandenen Verpflichtungen in Höhe von rund 167 00O Mark forderte am 8. Januar 1924 bereits 128 000 Mark Finsen.
Direktor Grieger war es trotz dieser enormen Verschuldung möglich, in kurzer Feit das geliehene Kapital an Kutisker zurückzuzahlen, doch hatte er im August 1924 aus der ursprünglich recht kleinen Schuld die lawinenartig auge- fchwollene Finssumme von rund 1,3 Millionen Mark zu zahlen.
Kutisker ließ nun das gesamte Lager und die Maschinen der Fabrik verpfänden, kaufte den Aktienbesitz Griegers für den vierten Teil des Wertes an und ließ noch für kurze Feil den früheren Besitzer der Fabrik Grieger als Direktor im Betriebe, um ihn dann kurze Zeit später Knall und Fall zu entlassen.
Grieger versuchte nun gegen Kutisker wegen Wuchers bei der Staatsanwaltschaft vorzugehen und stellte das gesamte Material gegen Kutisker in der Wohnung der Prokuristen Brecht zusammen.
Kutisker erfuhr durch Agenten von dieser ihm drohenden Gefahr und bestellte die Prokuristin in die Steinbank. Dort wurde sie von zwei Beamten des Polizeipräsidiums, dem Kriminalkommissar Schüler und dem Betriebsassistenten Stemmermann, festgehalten, man fuhr mit der Prokuristin in Begleitung des Neffen Kutiskers, Salomonsohn, in die Wohnung des Fräulein Brecht wo die beiden Polizeibeamten eine Haussuchung vornahmen und das Kutisker belastende Material auffanden.
Man packte die Dokumente in einen Koffer und die beiden Polizeibeamten kehrten nach der Haussuchung bemerkenswerter Weife nicht ins Polizeipräsidium zurück, wo die Dokumente hätten sichergestellt werden sollen, sondern man fuhr in dieSteinbank, wo Kriminalkommissar Schüler dem Generaldirektor Kutisker und besten Repräsentanten, einem Herrn v. Kohl, die Dokumente übergab.
Trotz ihres Protestes konnte die Prokuristin Brecht die Papiere, die Eigentum des Direktors Grieger waren, nicht zurückerhalten.
Die Dokumente blieben zunächst im Besitz der Steinbank und die Prokuristin Brecht bekam erst nach einigen Tagen den leeren Koffer zurück.
Eine ähnliche Haussuchung, die wenige Tage später von Kutisker bei einem Kaufmann J. Aaczinski versuchte wurde, der ebenfalls mit dem Snhaber der Mechanischen Treibriemen- A.-G. Geldgeschäfte gemacht hatte, die Kutisker unangenehm zu werden drohten, verlief resultatlos, weil Raczinski sich energisch und erfolgreich einer Durchsuchung feines Büros widersetzte.
Unerklärlich bleibt die Tatsache, daß Kutisker den behördlichen Apparat für sich in Tätigkeit zu fetzen wußte, ohne daß die Polizeibeamten Verdacht schöpften und das Ungesetzliche seines Vorgehens abwehrten.
Wetterbericht.
wb. Frankfurt a. M., 14. San. Durch das Vordringen warmer Luftmassen vom Ozean her, ist das mitteleuropäische Hochdruckgebiet ostwärts gedrängt worden. Der Tiefdruckwirbel wird in nordöstlicher Richtung weiter ziehen und unser Gebiet daher nur schwach beeinflussen. Die eintretende Erwärmung bleibt wahrscheinlich nur vorübergehend.
Vorhersage für Donnerstag: Zunächst noch Nachtfrost, weiteres Abnehmen des Nebels, zunehmende Bewölkung, meist trocken, tagsüber wärmer, südwestliche, später westliche Winde.
Vorhersage bis Freitag Abend: Wieder Verstärkung des Nebels und weitere Abkühlung.
Druck und Verlag: Rudolf Bamberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuß, für Ameiaen. August Bamberger, sämtlich in Fulda.
Bekanntmachung
Obstbauanstalt der Landwirtschaftskammer
für den Reg.-Bez. Gaffel in Oberzwehren.
Tgb. Nr. 1.
Oberzwehren, den 2. Januar 25.
Lehrgänge
für Obst- und Gemüsebau in der Obstbauanstalt der Laud- wirtschaftskammer für den Reg.-Bez. Gaffel im Sahre 1925.
1. Lehrgang für Baumwärter. (Gemeinde- und Vereinsbaum- wärter).
FrUhjahrsabfchnitt 5 Wochen vom 23. Febr. bis 28. März Sommerabschnitt 2 Wochen vom 22. Juni—4. Juli
Herbstabschnitt 3 Wochen vom 28. September—17. Oktober für Baumwärter, welche sich für spätere Tätigkeit in öffentlichen Dienst (Kreis, Gemeinde, Genossenschaft, Verein) verpflichten, können durch die Landwirtschaftskammer Ausbil- dungsbeihülfen gewährt werden. Anträge nebst Anmeldung mit der schriftlichen Verpflichtung daß der Antragsteller dem Kursisten die gleiche Ausbildungsbeihülfe gewährt, müssen an die Obstbauanstalt Oberzwehren eingereicht werden.
2. Lehrgang für Lehrer.
Frühjahrsabschnitt 3 Wochen vom 2. März—21. März, Sommerabschnitt 1 Woche vom 27. Juli—1. August. die Anmeldung erfolgt durch die vorgesetzte Behörde.
3. Lehrgang für Landwirte und Gartenbesitzer.
Frühjahrsabschnitt 3 Tage vom 24.—26 März
(Kursusgeld 5 Mark)
Sommerabschnitt 3 Tage vom 1.—3. Juli
(Kursusgeld 5 Mark)
4. Obst- und Gemüseverwertungskursus für Damen. Sommerabschnitt 2 Tage am 23. und 24. Juli
(Kursusgeld 5 Mark)
Herbstabschnitt 2 Tage am 24. und 25. September
(Kursusgeld 5 Mark)
Die Anmeldungen sind an die Obstbauanstalt Oberzwehren zu ricyten.
Wird veröffentlicht.
Fulda, den 10. Januar 1925.
Der Vorsitzende des Kreisausschufses.
Frhr. o. Sagern.
Betrifft: Kreisvergniiguugssteuer-Hebeliste.
Die Herren Bürgermeister des Kreises, die mit der Einreichung der Hebeliste über die während des Vierteljahrs Ok- tober—Dezember 1924 erhobene Kreisvergnügungssteuer noch im Rückstände sind, werden hieran mit Frist bis zum 17. ds. Mts. erinnert. Eventuelle Fehlanzeige ist erforderlich.
Es wird ersucht, zwecks Ersparung von Rückfragen darauf zu achten, daß in der Hebeliste nachstehend bezeichnete Angaben enthalten sind.
1. Art der Veranstaltung, Tanz, Theater, Konzert, Preisskat usw.
2. Bei Kartensteuer: a) Sefamteintrittsgelb f. j. Preisstufe
b) Prozentsatz für jede Preisstufe
c) Feitpunkt der Beendigung bei Tanzlustbarkeit.
3. Bei Pauschsteuer nach der Größe der Veranstaltungsfläche
a) Größe der Veranstaltungsfläche
b) Dauer der Veranstaltung.
Auch die Veranstaltungen, für die die Kreisverguugvngs- steuer noch nicht entrichtet ist, sind ebenfalls in die Hebeliste aufzunehmen.
Fulda, den 10. Januar 1925.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausfchustes.
Frhr. v. Sagern.
Bekanntmachung.
. Sn unser Handelsregister B Nr. 145 ist heute bei der Firma Gebrüder Strauß, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Fulda folgendes eingetragen worden:
Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 15. November 24 ist $ 3 des Sesellfchaftsvertvages betreffend Stammkapital und feine Einteilung geändert.
Das Stammkapital ist auf 1500 Reichsmark umgestellt.
Fulda, den 10. Januar 1925. j
Amtsgericht Abteilung 5.
Bekanntmachung.
Jn unser Handelsregister B Nr. 81 ist heute bei der Firma Rhön-Hartbafaltwerke Billstein, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Fulda folgendes eingetragen worden:
Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 10. Dezember 1924 ist das Stammkapital ohne zahlenmäßige Aenderung auf 100 000 Reichsmark umgestellt.
Fulda, den 10. Sanuar 1925.
Amtsgericht Abteilung 5.
Bekanntmachung.
Jn unser Handelsregister B Nr. 141 ist heute bei der Jirma Berkel und Wenzel, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Fulda folgendes eingetragen worden:
durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 31. 12. 24 ist § 6 des Gesellschaftsvertrags betr. Stammkapital und feine Einteilung geändert.
Das Stammkapital ist auf 20 000 Reichsmark umgestellt.
Fulda, den 12. Sanuar 1925.
Amtsgericht Abteilung 5.
An die Steele« von Sindt und Land Fulda!
Entgegen den Bestimmungen des Friedensvertrages haben die im Kriege gegen uns verbündeten Mächte am 10. Sanuar dieses Sabres die
Kölner Zone nicht geräumt.
Unter dem nichtigen Vorwande der unvollständigen Abrüstung des deutschen Reiches halten sie rechtswidrig, pochend auf ihre erdrückende Ueberlegenheit an militärischen Machtmitteln, das Kölner Land auch weiterhin besetzt. Macht geht ihnen vor Recht! Das deutsche Volk ist wehrlos; es kann der Gewalt nur sein gutes Recht sntgegenstellen. Dieses zu betonen und schärfsten Einspruch zu erheben gegen den Vertragsbruch unserer Feinde ist der Fweck der K u n d g e b u n g , am Sonntag, den 1 8. ds. Mts., 11,15 Uhr vormittags öie unterzeichnete Vereine vor dem Stadtsaal veranstalten.
Alle Gleichgesinnten sind herzlich eingeladenl
Kreiskriegerverband. — Mariueverein Fulda. Bereinigung ehemaliger 47er Feldartilleristen.
Reserve- und Landwehroffizierverein Fulda.
Turngemeinde 1848. '
Suugdeutfcher Orden, Bruderschaft Fulda. Deutscher Schützen- und Wanderbund e. V.
Deutscher Offtzierbund, Ortsgruppe Fulda.