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Das große EiirnbalMnglütt in Kerne.

rotb. Essen, 13. San. telef. Die Reichsbahndirektion teilt folgendes mit: Heute morgen um 7 Uhr 20 Min. stieß der D-Fug Nr. 10 auf den im Bahnhof Herne stehenden voll­besetzten Persouenzug 230 auf. Es herrschte dichter Nebel und Dunkelheit. Bisher sind 2 1 Tote und 30 bis 3 6 Leicht- und Schwerverletzte fefigestcUt. D.e Ret- tungsarbeiten haben sofort begonnen. Der Unfall ist, wie bis zur Stunde ermittelt werden konnte, vermutlich dadurch ent­standen, daß der D.-Fug 10 das aufHatt" stehende Ein­fahrtssignal infolge des dichten Nebels überfahren hat. Der Präfldent, der Ämtsvorstand und alle für den Betrieb ver­antwortlichen Dezernenten der Aeichsbahndirektio» Esten sind nach Ort und Stelle abgefahren.

rotb. Herne, 13. San. telef. Bei dem heutigen Unglück sind 2 3 Tote und 5 9 Verletzte zu beklagen, davon sind 14 schwer und 2 lebensgefährlich verletzt, während 2 Leichtverletzte sich nach Hause begeben konnten. Der Zusam- meustoß war so stark, daß 12 der Getöteten nur noch aus den aufgefundenen Papieren festgestellt werden konnten. Die Un- gliicksstelle bietet einen furchtbaren Anblick. Die Lokomotive des D.-Fuges zog die beiden letzten Wagen des Perfonenzu- ges vollkommen in- und durcheinander, sodaß alle Reisenden in diesen beide» Wagen zermalmt wurden. Außerdem sind noch zwei weitere Wagen 4. Klasse sehr schwer beschädigt und eben­so ein Wagen 2. Klasse. Die Unglücksstelle bietet ein großer Trümmerhaufen, alles ist mit Wagenteilen bedeckt, dazwischen liegen Zeitungspakete, Lebensmittel, Kleidungsstücke, Kinder­spielzeug und Bilderbücher alles mit Blut getränkt. Die Aufräumungsarbeiteu sind im vollen Gange. Das Unglück er­eignete sich auf folgende Weise: Der Personenzug 230 stand im Bahnhof und sollte 7,10 7,19 halten und abfahren. Er verspätete sich aber, da viele Reisende eiustiegeo. Der D.- Fug sollte erst 7,24 einlaufen, traf aber verfrüht um 7,20 ein. Bei dem überaus dichten Nebel und der herrschenden Dunkel­heit durchfuhr der D.-Fug die beiden Haltesignale, verminderte aber seine Schnelligkeit, da er in Herne halten mußte, sonst wär; da- Unglück noch er" ^i-y'r gewrf.m.

2m Anschluß an die vorstehenden Meldungen die gestern vormittag bereits als Extrablätter erschienen, teilen wir noch folgendes mit:

wb. Berlin, 13. 2an. Bei dem Unglück in Herne find vier Wagen 4. Klasse des Personenzuges zerstört worden, drei Wagen des Berliner D-Fuges wurden schwer beschädigt. Die Verwundeten wurden sämtlich mit Notverbänden zum Kran­kenhaus geschafft. Nach den Aussagen der Aerzte soll bei den Schwerverletzten keine Lebensgefahr bestehen.

wb. Berlin, 13. 2au. Die 21 amen der bei dem Herver Li- senbahnunglück Getöteten sind: 1. Ehefrau Loitgsik aus 2ckern (Westfalen), 2. Haus Vestring aus Henricheuburg (Westfalen), 3. Lohauna Korn aus Dortmund, 4. 2ohann Holtfilker aus Dortmund, 5. Kaufmann Hoff aus Dortmund, 6. Tsorg Vanfe- ler aus Herne, 7. Michael Witziak aus Lalzberg in Bagern, 6. 2ohaun Vollmer aus Herne, 9. Gustav Hippeustiel aus Riem­ke in Westfalen, 10. Franz Grosch aus Dortmund, 11. Elisa­beth Treute aus Osterfeld (Westfalen), 12. Korwitsch (Wohnung unbekannt), 13. Karl Grötel aus Walsum (Rheinland), 14. Otto Horstmann aus Dortmund, 15. Karoline Sungs ans La- strop, 16. Lehrerin Gertrud Tulhage aus Dortmund, 17. Wil­helm Broß aus Braunschweig, 18. Rudolf Schilling ans Me- lenau bei Meppingen (Westfalen), 19. Maria Kranz aus Her­ne, 20. Auguste Bock aus 2ckern, 21. Stefan Lottgsiak aus 2ckern, 22. Karl Fing aus Menge (Westfalen).

rotb. Berlin, 13. San. telef. Die Richsbahugefellfchaft teilt mit: Die Fahl der bei dem Eisenbahnunglück in Herne Getöteten hat sich auf 23 erhöht. Der Name des 23. Toten konnte noch nicht jefigestellt werden. Da die Verletzten sich auf die verschiedensten Krankenhäuser verteil­ten, verzögert sich die Feststellung der Namen. Alle Toten und die Mehrzahl der Verletzten gehören zu den Reisenden des Persouenzuges, auf deu der D.-Fug aufgefahren ist. 2n dem D.-Fug wurden nur wenige Personen leicht verletzt.

Nm Wege in der NègiermgsbiidMg

D.B.Berlin, 13. San. (Lig. Mechg.) Die Verhandlun- : gen, die Dr. Luther im Verlaufe des Montags mit den füh­renden Mitgliedern der verschiedenen Parteien gepflogen hat, haben dazu geführt, daß er einen neuen Weg zur Lösung der Krise beschritt, der auf die Bildung eines bürgerlich-über­parteilichen Kabinetts binausläuft. Die Bildung eines über­parteilichen Kabinetts mußte nach dem Fentrumsbefchluß am Sonntag und den Verhandlungen mit führenden Fentrumspoli- tikern am Montag als gescheitert angesehen werden und Dr. Luther sah sich veranlaßt, am Nachmittag den Parteien einen neuen Vorschlag zu unterbreiten.

2ede der bürgerlichen Parteien soll mit einem Vertreter in die neue Regierung eintreten. Diese Herren sollen die Par­teien als solche nicht binden, sondern sollen nur Verbindungs­männer darstellen. 2m übrigen soll bas Kabinett mit partei- politijtb neutralen Persönlichkeiten besetzt werden.

c ^ntTUm bat sich in seiner Aachmittagssitzung mit die- jem Vorschlag des Reichsfinanzministers beschäftigt und sich da­mit einverstanden erklärt, daß ein Fraktionsmitglied, Dr. ^rauns, m einem solchen Kabinett Luther seinen Posten als Äeutsarbeitsminifter beibebält. Einen wesentlichen Vorbehalt

'^E öuftnnmung bietet allerdings sie Voraussetzung daß Minister Geßler das Reichswehrministerium im neuen Kabinett behält. Die Demokraten haben sich gegenüber dem Plane Dr Luthers ablehnend verhalten. Auf die Frage, ob sie Dr. Geß­ler im Ministerium belasten würden, wurde Dr. Luther geant­wortet, daß, wenn Dr. Geßler mit dieser Frage vor die Frak­tion träte, die Antwort nicht zweifelhaft sein könne. Die De­mokratische Fraktion würde danach also ihre Zustimmung zu einem Verbleiben Dr. Seßlers in einem solchen Kabinett ver­sagen.

Die Entscheidung liegt danach im wesentlichen bei Herrn Dr. Geßler persönlich. Der Fentrumsbefchluß wird hinfäl­lig, wenn Dr. Geßler es für notwndig halten sollte, seine Frak-

tion in aller Form um ihr Zustimmung zu seinem Verbleiben in einem solchen Kabinett zu ersuchen.

Die Deutschnationalen, die gemeinsam mit der Landtags­fraktion tagten, haben sich über die Lage unterhalten und eine neue Sitzung für Dienstag nachmittag angesetzt, weil sie hof­fen, bis dahin die Entscheidung der Demokraten und die even­tuell erforderlich werdende neue Entschließung des Zentrums zu kennen.

Alles in allem kann man sagen, daß die Regierungsbildung am Montag abend zwar etwas festere Gestalt angenommen hat, daß sich aber nach wie vor weder die eine noch die andere Sei­te zu einem klaren Entschluß durchringen kann. 2nsbesondere erscheint es noch durchaus ungewiß, ob schließlich die Deutsch- nationalen einer solchen Lösung ihre Zustimmung geben werden, wenn sich herausstellt, daß sich ihre Forderungen in bezug auf Preußen nicht verwirklichen lassen werden.

Brennendes Schiff im Hamburger Hafen.

wb. Hamburg, 13. 2an. Der Brand auf dem aus Bombag eingetroffenen Eunard-DampfersLhuja" ist gelöscht worden. Die Feuerlöschzüge und das Feuerlöschboot konnten Henle Vor­mittag 5 Uhr abrücken.

Das Saargebiet wieder deutsche Zeit.

wb. Saarbrücken, 13. 2an. Wie wir hören, werden in den nächsten Tagen, wahrscheinlich am 15. oder 16. 2anuar, in Darmstadt oder Frankfurt a. M. Verhandlungen zwischen Vertretern der Reichsbahn und der Saarbahnen stattfinden mit dem Zweck, auch auf den Saarbahnon die mitteleuropäi­sche Zeit einzuführen. Ls ist mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, daß am 1. Februar auch im Saargebiet im Bahnverkehr auch die deutsche Feit eingeführt wird.

Die Rückkehr Wiedfeldts verzögert .

D.B. Essen, 13. 2an. (Sig. mierter Seite berichtet wird, kehrt nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, Krupp nach Essen zurück, sondern

Meldg.) Wie von infor- Geheimrat Wiedfeldt noch am 16. 2anuar zur Firma fährt erst am 16. 2anuar

von Aewgork ab. Die Verzögerung erklärt sich dadurch, daß ein Botschaftsrat erkrankt ist und der neue Botschafter, Freiherr von Maltzahn noch nicht eingetroffen ist.

Line neue Verhaftung in der Kutisker-Affäre.

D.B. Berlin, 13. 2an. (Lig. Meldg.) 2n dem Verfahren gegen Kutisker ist am Montag nachmittag der rumänische Staatsangehörige Boris Eorbini, der sich bisher der Festnahme entzogen hatte, festgenommen worden. Turbini wird beschul­digt, zu den Personen gehört zu haben, die sich fälschlicherweise als Abnahmkommission der rumänischen Regierung ausgaben und das Hanauer Lager besichtigt haben. Die Staatsanwalt- schaft hat am Montg Eorbini in dieser Angelegenheit ver­nommen.

mb. London, 13. San.Daily Mail" meldet aus Schanghai daß britische Kreuzer zum Schutze der Einwohner und des Eigentums in den Fremdenniederlassungen eingesetzt wurden.

Gestern fanden, keine Kämoä^ , _________ Tschang-guen-sings ergab sich dTn^ius!ändischen Behörden. Die

siegreichen Truppen Tschi-hsien-guans haben die Eingeborenen stadt geplündert.

Die englisch-rnssischen Beziehungen.

D.B. London, 13. 2an. (Lig. Meldg.) Der russische Bot­schafter hatte vor seiner Abreise in London eine eingehende Aussprache mit dem Außenminister Ehamberlain. Ls han­delte sich dabei um eine Reihe von Konflikten, die in letzter Feit zwischen England und Rußland aufgetreten waren. Ra­kowski hatte angeblich bei seinem Besuch bei Herriot dagegen protestiert, daß die in Biserta liegende Wrangel-Flotte den Russen ausgeliefert werde. Ehamberlain hatte Bakowski er­klärt, daß das nicht der Fall fei. 2m Laufe der Besprechun­gen gab Ehamberlain zu erkennen, daß er der Wiederaufnahme der Wirtschaftsverhandlimgen mit Rußland nicht abgeneigt sei.

wo. Paris, 13. Erkundigungen an fieren zu können,

2an. DerMatin" glaubt aufgrund von bester Stelle gewisse Nachrichten demm- nach denen die Ernennung Kellogs zum

Schatzsekretär einen politischen Frontwechsel Amerikas ge­genüber Lowjetrußlands herbeiführen werde.

Houghton nicht Botschafter.

wb. Aewgork, 13. 2an. Reuter meldet, daß bezüglich der gestern Nachmittag verbreiteten Berichte, denen zufolge Hough­ton den Londoner Botschafterposten angenommen habe, ver­lautet, daß keine amtliche Mitteilung über eine schche Ernen­nung erfolgte. Es handele sich daher dabei um. reine Mut­maßungen.

Ostasien.

wb. Manila, 13. 2an. Drei amerikanische Torpedoboots- zerstörer sind nach Schanghai abgegangen. Weitere Kriegs­schiffe werden dorthin entsandt, wenn die Lage es erfordern werde.

Fwei weibliche Gouverneure.

Bei Gelegenheit der amerikanischen Wahlen zum Kongreß sind diesmal zwei Srau^h zu Gouverneuren amerikanischer Staaten gewählt worden. Es sind dies Mrs. Ferguson, die zum Gouverneur von Texas ernannt worden ist, und Mrs. Aellg Roß, welche Gouverneur von Wogming wurde. Be­zeichnend für den Entwicklungsweg dieser Frauen, die zu höch­sten Verwaltungsposten ausersehen wurden, ist die Tatsache, daß beide ihren Ehemännern auf diesem Posten folgen. Bei­de haben mit ihren Gatten jahrelang gemeinsam gearbeitet; 'Ulrs. Roß war 20 Sabre hindurch ihres Mannes Beraterin, und der Staat konnte nach seinem Tode gar keinen besseren Nachfolger wählen, Mrs. Ferguson tritt an die Stelle ihres Mannes, weil dieser durch Hetzereien politischer Gegner ge­fällt und seines Amtes entsetzt worden war. Seine Frau be­trieb, nachdem sie unter Schwierigkeiten auf den obersten Platz gelangte, sofort seine Rehabilitierung und setzte sie auch durch.

Aus Studt und Land.

Von der Farbe in Fulda.

Als die ersten farbigen Strickjacken im Ltraßenbild Sm^ auftanrhteu, wußte man nicht, ob man sie schön oder bäßte M nennen sollte. Das war auch gar nicht so einfach, dazu ja nein zu sagen: Eine einzelne oder wenige Sacken in leuchte». M den, hellen Farben wirken im grife grauen Ltraßenbild Zweifel " los auffallend. Wer also nicht wollte, daß sein Töchterch^, | auffiel, schaffte ihm zunächst keine farbige Sacke an. Hause, innerhalb der 4 Wände mit farbigen Tapeten, Teppi­chen und Möbeln trugen bald Herren und Damen sorglos die bunte Sacke. Wer bann zu den wenigen Glücklichen gehörte die im Leebad oder im farbenprächtigen Gebirgsluftort febe» konnten, wie die ganze 2ugend bis ins hohe Mittelalter bin= : ein diè neuen Sacken trug, wird sich gefragt haben, daß der Mensch endlich aufhört, die farbige Natur durch sein nüchter- nes Aeußere zu stören.

Es ist ja kaum hundert 2 ah re her, daß der Mensch ^ Verständnis für die Farbe in seinem Aeußeren und im Lira- I ßenbild verloren hat. Wir wollten hier nicht nachweisin, warum die Straßen damals ihre Halbtrauer anlegten, ^' warum die Herren ihre schmucken Röcke und Hüte mit ofenrohrigen Fglinder und dem Rest eines ganzen Rockes« schwarzen Frack vertauschten. Stellen wir uns nur vor,^^ die Frauen damals diesen Unfug mitgemacht hätten, dann tjife ich einmal das Winterfest eines Vereins ober einen Ballch sogenannten oberen Zehntausend sehen mögen.

Dazu waren die Frauen doch zu schlau! Sie wußten schon, | wie sie gefallen. Sie haben als die klügeren nie auf die Zach I verzichtet und daher auch den Sinn für die Farbe mehr als d« j hierin gleichgiltigeren Männer sich erhalten. Sie wissen ach, p den Unterschied zwischen bunt und farbig zu wahren und ha- ! ben hierin besser als die Männer von Einstein gelernt, das 1 auch in ber Zarbenivirkung alles relativ ist. Ebensowenig wie L

die Natur Farben, die sich nicht vertragen, zusammenstellt, wer­den Frauen im Ballsaal sich neben Frauen setzen, deren W die Wirkung ihres Kleides stört.

Der Mann aber, der sein Haus mit einem neuen M versehen will, hat auch in Fulda in der letzten Feit wohl schm vom farbigen Anstrich der Häuser läuten hören und sich d« Kopf über die schönste Farbe für fein Haus zerbrochen. & denkt aber nicht daran, daß er durch sein farbiges Haus das ganze Straßenbild zerstören kann.

Nachdem ich nun das Lob der Frauen gesungen habe, hojje ich den größten Teil der Leser es giebt ja mehr Framii als Männer für bes was ich eigentlich will, schon geroonntn

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haben. 3d) möchte das Verständnis und die Freude an

bet Serbe im Stadtbild fördern: Schon wiederholt haben Tc-

rufene und Unberufene in Aufsätzen und im Eingesandt ber# daer Zeitungen ihre Ansicht geäußert. Durchaus einverfE den kann man sein mit dem zweifellos von einem Fachmann ge­schriebenen Aufsatz überdie Farbe im Stadtbild" in Nr. S

derHessischen Morgenzeitung". Die Frage ist gewiß der

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Rectzt nochAncmchenotaub hiec aufroirbenr

Haben, was früher war, und was wir jetzt nur noch in ata Bildern oder in den Kulissen der Theater sehen. Vorsicht unb

Umsicht. Hierbei sind in besonderem Maße geboten. Wasmä Fulda mit Recht dazu gesagt haben, wenn im vorigen Mi ® der Friedrichstraße das Rauschersche Haus mit seinem reichen Giebel an Stelle des neuen elfenbeinweißen Kleides pöM in den leuchtendsten Farben dagestandeu hätte? Das Haus wäre aus dem Rahmen der an und für sich vornehm anständi­gen Friedrichstraße völlig herausgefallen. Publikum und Ben- Polizei würden sich gegen solche Streiche sträuben. Der gutn Sache wäre ein schlechter Dienst mit einem solchen Anfang ge­

leistet. I

Wenn man in Fulda Ernst machen will mit der Farbe, dann 9 fange man in. den traulichen stillen Winkeln und Täßchen der 9 Stadt an. Dort sammle man feine Erfahrungen an eßbaruM L welche Art Farbe hier dem Wetter am besten stand hält. i j kann sich aber bei dieser Frage nur darum handeln, wie oft - meinem Haus ein neues Kleid anziehen soll. Daß man. jeinr- Haus so gut wie sich selbst von Zeit zu Zeit einmal einen net - Anzug anschafft, ist früher selbstverständlich gewesen. J hoffe auch, daß wenn die Aufgabe wächst, auch die Ehenuc b immer erfolgreicher dieser Frage annehmen wird.

Man soll, wie schon oben gesagt, auch nicht über das d- hinausschießen: Scb habe Magdeburg in den letzten W nicht gesehen. Nach allem aber, was ich über die WirksaM- Bruno Tauts dort gelesen habe, scheint man in MagdeK diesen Fehler begangen zu haben. Machen wir es lieber '^ ; wie das uns näher liegende Frankfurt a. M. es gemacht Dort hat derBund der tätigen Altstadtfreunde" in dE ien 3 Fahren trotz aller anfänglichen Widerstände bes strats und besserwissender Leute eine in ästhetischer M'dW . Hinsicht äußerst segensreiche Tätigkeit entfaltet. Die & ( mit himmelhohen Giebelhäusern besetzten engen Gäßche» ; ter dem Dom, die der Fremde früher ängstlich umging, iy j dumpfen schmutzigen Höfen Schlupfwinkel dunkelsten lagen, bilden heute eine besondere Sehenswürdigkeit 01 : furts. Frankfurt ist jetzt stolz auf diese Tassen, von 1 einzelne schon farbig geschlossene Bilder darstellen. ,^

Wie das nun möglich war, und ob es auch in Fulda unb am Platze ist, Farbe in das Stadtbild zu bringen, das uns voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Februar der kräftige, erfolgreiche Leiter des Bundes der tätigen freunde in Frankfurt a. M. Dr. Lübbecke in der Au Symnafiums oder im BUrgerverein erzählen. \o

' Sollte Dr. Lübbecke das Verständnis hier weiß ich in Fulda schon eine ganze Reihe von Tassen un ^ eben für den Anfang. Auch gibt es schon Hauseigentum ^ mittun, sei es aus Freude und Verständnis an der Saciy ^, weil ihr Geschäftssinn ihnen sagt, daß es eine WicKU )0 | klame nicht geben kann. Wenn erst in einem Gäßchen - ^ Häusern 9 Häuser in luftiger Farbenpracht leuchten, wird bas 10. Haus wie ein armer Sünder in seinen ^ ^ schmutzigen Gewand dastehen unb sich auch möglichst Sonntagskleid anziehen.

Sn die Fulda gestürzt. Gestern morgen bs5

der Wiesenmühle ein trauriger UnglUcksfall: Die Toch