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kis ein anderes Unterkommen beschafft ^T erklärt das Ob'ërverwaltungsgericht für unzulässig.

Gesnndheitszeugnisie für Kindergärtnerinnen.

Mei der Ltmtliche Preußische Pressedienst einer vom Kul- , m^erium an die Provinzial-Schulkollegien Herausgege- Bekanntmachung entnimmt, sollen die Provinzial-Schul- daraus bau«, ba6 b« S.such-N dar B°. Smi'ii für »ine Abbildung als Smbergartoenn ober m um Aufnahme in Kindergärtnerinnen-- bezw. Hort- ^innen-Seminare in die entsprechenden Lehrgänge der Frau- »âulen im gesundheitlichen Interesse der Kinder ein aM1S - / - t l i ch e s S e s u n d h e i t s ? e u g n i s beigefugt wird.

Die Prüfungsordnungen für Gesangslehrer.

Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung des Kultus- Ministeriums nach der die Prüfungsordnung für Gesanglehrer und -Lehrerinnen vom 24. Juni 1910 mit Ablauf des Monats September 1927 außer Kraft tritt, wird in einer weiteren Bekanntmachung, dem Amtlichen Preußischen Pressedienst zu­folge, noch folgendes ausgeführt:

Die zur Zeit in der Vorbereitung auf die Gesanglehrer­prüfung befindlichen Bewerber und Bewerberinnen können diese Prüfung nach der Prüfungsordnung vom 24. Juni 1910 noch bis spätestens 30. September 1927 ablegen. Nach diesem Zeitpunkt werden nur noch Prüfungen für das künstlerische Lehramt nach der Ordnung vom 22. Mai 1922 abgeh alten werden. — 3n die Akademie für Kirchen- und Schul- musik in Charlottenburg sind n a ch der Aufnahmeprüfung im Fanuar 1925 zur Ausbildung als Musiklehrer nur noch Be­werber und Bewerberinnen mit dem Zeugnis der Reife einer Vollanstall aufzunehmen. Studierende der Akademie, auch die vom Sommerhalbjahr 1925 an neueintretenden, müssen, so­weit sie das Zeugnis der Reife einer Vollanstalt nicht besitzen, ebenfalls bis zum 50. September 1927 die Abgangsprüfung an der Akademie bestanden haben.

Zubiläum der KtersberM Ieuerwchr.

Die Petersberger Feuerwehr konnte am vorigen 5onn» tag auf ihr 40jäbriges Bestehen zurückblicken und feierte alter Sitte gemäß an diesem Tage das Stiftungsfest. Anwesend wa­ren als Vertreter der Behörde Herr Landrat Frhr. v. G a - gern, Herr Kreisbrandmeister W e h n e r-Fulda, sowie Max Röder-Fulda ebenso zahlreiche auswärtige Wehren. An­läßlich des Jubelfestes wurde einer Reihe verdienstreicher Wehrmänner das vom Preußischen Landesfeuerwehrverband gestiftete Ehrenzeichen nebst Urkunde durch den Herrn Land­rat Frhr. v. Sagern überreicht. Das Fest begann mit einem Umzug durch die Hauptstraßen, wobei die musterhafte,^diszi­plinierte Ordnung und Haltung auffiel. Nachdem der Zeftzug im Birkenbachschen Restaurant angekommen war, eröffnete Herr Bürgermeister Waider die Saalfeier durch eine schwung- Lwlle Begrüßungsansprache. Gr hob besonders hervor, daß es sich "ber Herr Landral nicht habe versagen können, die Ehr­ung der Jubilare persönlich vorzunehmen, was wieder ein Zeichen seiner loyalen Gesinnung der Gemeinde Petersberg ge­genüber sei. Des ferneren gratulierte er den Jubilaren zu der Auszeichnung und sprach ihnen den Dank der Gemeinde aus.

Anschließend ergriff Herr Landrat Frhr. v. Sägern das Wort. Er feierte die Tätigkeit der Feuerwehr in beredten Worten und skizzierte das Zusammnarbeilen der Gemeinde Petersberg, die eine der arbeitsreichsten des Kreises Fulda sei, mit den vorgesetzten Behörden. Sein Hoch klang aus auf die Feuerwehr und die Gemeinde Petersberg. Bei der hierauf durch den Herrn Landrat vorgenommenen Auszeichnung der Wehrmänner erhielten solche Herr Ortsbrandmeister Wilhelm Diel, Vizebrandmeister Wilhelm Becker, Magnus Pap­pert, Wilhelm Wehner, Peter Hartung, August scheel für 25jährige Dienstleistung, während Herr Ambro­sius Becker eine solche für 40jährige Dienstzeit bei dem Steigerkorps erhielt. — Flotte Märsche und sonstige Musik­stücke der Petersberger Musikkapelle unter Leitung des Herrn Huber- Fulda, Gesangsvorträge der Sesangsabteilung des in Gängerkreisen rühmlichst bekannten vorwärtsstrebenden Ge- ssllschaftsvereins „Gemütlichkeit" unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten Herrn H. Happ- Fulda, sowie Theatervor- träge und ein anschließendes Tänzchen, ließen die Feierstunden iur allzuschnell vorübergehn. Möge die Petersberger Feu- wehr weiterhin segensreich wirken nach ihrem Wahlspruch: „Alle für einen und einer für Alle".

AlgliKMImnen.

Was sich für unsere Kinder in einem Teil deutscher Schu- len durchsetzt, neben dem planmäßigen Turnunterricht an zwei i bis drei Tagen der Woche täglich auch einige Minuten Frei- I Übungen zur Stärkung der Oberkörpermuskeln und des Rück­grates zu machen, das sollte sich der Erwachsene zur Richt­schnur nehmen. Besonders Frauen, die ins reifere Alter kommen und einen unerwünschten Fettansatz an sich bemerken, müssen den Muskelapparat u. die Knochen tüchtig im Training erhalten. Nichts ist so häßlich und wirkt so alt, wie eine betuliche, schwer bewegliche Frau in den Vierzigern. Die Frau i steht mit Vierzig nicht nur in Reife, sondern auch in Kraft da; ^ L t der Geburten ist vorüber, das Alter ist noch weit ^" sorgen, daß der Körper, der gern in diesen . 1 für den Lebenswinter speichert, seine Vorratskammern M Geweben, seine Fettlager unter der Haut nicht zu stark M A a v denn esmuß geschleppt werden, was er sammelt, k ,.’?... regste Hausfrauenarbeit, ein Roman von früh , >s spat in der Wohnung, hemmt den Fettansatz nicht, denn es leb t bei allem fleißigen Tummeln die zehrende Flamme für den ^alg der Sauerstoff der freien Luft. Umsomehr müssen I Frauen und Mädchen mit Haus- und Büroaufenthalt zum ■ Hilfsmittel des Turnens greifen. Es lassen sich mit einigem Twillen immer Morgens eine Viertelstunde, abends eine Vier- elftunbe. erübrigen. Am besten turnt man im Hemd oder Demdbeinkleid bei geöffneten Fenestrn. Ein sogenannter l Oaii^er-Apparat unterstützt die Uebungen wirksam, doch kann I , 'g" och a"ch ohne ihn behelfen. Zur Stärkung der Hüftge- I uud zur Minderung des Fettes der Gitzpartien ist ein ne) iges Kieisdrehen eines Beines, während man sich an oder Tur stützt, vorteilhaft. Jebes Bein 20 bis 30 I ÄÄÄ” »S"1'* 9»“*' *ung.n. ann platt auf den Rucken gelegt und den Oberkörper 20 mal

aufgehoben und zurückgelegt, ohne die Arme zur Stütze oder zum Schwung zu gebrauchen. Das gibt der Bauchmuskulatur Straffheit. Um die Beine bei dieser Uebung möglichst wenig wr Hilfe zu nehmen, lege man die Füße, unter das Bett oder einen Schrank, wo sie nach oben ein Hindernis finden. Wer es nicht gleich zwanzigmal schafft, der steigere sich allmählich da­hin, man wird in Kurzem wieder sehr gelenkig. Als Ergän­zung sind die bekannten Freiübungen des Beckens, Beugen nach vorn und hinten, Berühren der ausgestreckten Hand mit der hochgeworfenen Fußspitze usw. zu verwenden. Tüchtig warm soll man sich dabei arbeiten, der Lohn zeigt sich in weni­gen Wochen schon: Er besteht in größerer Straffheit und Be­weglichkeit des Körpers, also in dem, was die Linien des ju- gendlichen Menschen so reizvoll macht.

CiMMs Wer das EkeletMaWn.

(bt.) Das Skeletonfahren ist ein sehr schwieriger Sport, der nur auf eigens gebauten Bahnen ausgeübt werden kann. Mitder Betätigung des Schlittensportes als harmloses Ver­gnügen hat dieser Sport nichts gemein, er besteht nur in an­haltendem Training, Rennen über mäßig hohe Bahnen in außerordentlicher Geschwindigkeit und Rekordversuchen. Die Bahnen sind also vereist, in den zahlreichen Kurven stark über­höht und besitzen 9—12 Prozent Gefälle. Der Fahrer liegt auf dem Bauche kopfvor und hält sich mit den Händen am Vorderteil der Längsleisten. Will er seinem Fahrzeug eine andere Richtung geben, so reißt er es mit beiden Händen oder mit einer, die die vordere Querleiste erfaßt, um die mittlere Queraxe herum, indem er den mäßig aufgerichteten Oberkör­per auf die Unterarme bei gebeugten Ellenbogen stützt. Bei den Skeletons mit Gleisbrett kann er auch seinen Körper ge­gen das Vordertei'l des Gestelles heranziehen und so durch Ge- wichtsverlegung wirken. Denn das Fahrzeug neigt nach jener Seite, wohin das Hauptgewicht des Körpers verlegt wird, Jo daß der Fahrer die Lenkung stets durch Jein Körpergewicht des daß der Fahrer die Lenkung stets durch sein Körpergewicht unterstützt. Die nach rückwärts ge- sträckten Füße dienen nur zum Bremsen und sind mit eigens zu diesem Zwecke konstruierten Kratzeisen bewehrt, die tief. in die Bahn eingreifen und die Fahrt hemmen. Auch das Sprin­gen über Angeschnittene Hindernisse wird mit dem Skeleton geübt und dasselbe dabei mit beiden Händen in die Höhe ge­rissen, so daß ein Graben förmlich im Fluge genommen wird. Da der Skeletonsport auf seinen vereisten Bahnen sehr schwie­rig und gefährlich ist, so können sich nur geübte Fahrer auf erstklassige Bahnen wagen, erzielen dann aber Geschwindig­keiten, welche unglaublich erscheinen. So durchmaß der Fah­rer Moegli den Dimson-Run von St. Moritz in 41 Sekunden, Gaudg den Fce-Run bei Davos in 49,4 Sekunden, beide 600 Meter lang Thornton den Eresta—Run in St. Moritz mit 1206 Metern mit 59,7 Sekunden. Der Skeleton bewegt sich zu Zeiten mit einer Geschwindigkent von 125 Kilometern pro Stunde über die eigene Bahn, kann jedoch auf schneeigen Bobs leigh- und Rodelbahnen nicht mit den dort heimischen Fahr­zeugen konkurrieren. Die Bahn wird beim Rennen gewöhn­lich mehrmals durchfahren und die Zeiten addiert, so daß eine mittlere Zeit gewonnen wird. Da die Zeit nach Bruchteilen von Sekunden genommen wird und die ungeheuren Schnellig­keiten der Fahrer sich nur durch minimale Zeitdifferenzen un­terscheiden lassen, so muß eine eigene minutiöse Zeitmessung angewendet werden, sie geschieht automatisch durch eine elek­trische Uhr mit einem großen Zifferblatt, das Zehntelsekunden anzeigt. Start und Ziel sind durch eine Drahtleitung verbun­den und der elektrische Strom wird der Uhr nur vor dem Zeitpunkte des Startes bis zum Passieren des Zieles zugefllhrt, so daß sie nur so lange in Gang ist. Dies wird dadurch er­möglicht daß quer über die Bahn eine feine Schnur gespannt ist, die der Fahrer in fliegendein Start zerreißt; hierdurch wird der Strom mittels eines Kontakts eingeschaltet. Eine gleiche Schnur geht beim Ziel über die Bahn, welche durch­rissen den Kontakt ausschaltet. Die erzielte Zeit wird an der Uhr mit untrüglicher Sicherheit abgelesen.

Außer in St. Moritz und Daoos sind keine eigentlichen Skeletonbahnen bei uns bekannt und an den Wintersporlplätzen die Skeietonrennen veranstalten, finden diese, allerdings nicht mit den brillanten Fahrzeiten ihrer eigenen Bahnen, auf Bobs leighbahnen statt.

Jn der Kleidung darf der Skeletonfahrer, wenn ihm die eisige Zugluft der rasenden Fahrt nicht durch Mark und Boin gehen soll, etwas Uebriges tun und sich nicht nur sehr warm, sondern auch in schützendes Lederkostüm einhüllen. Auch Le- derwesten und darüber gezogene Sweater sind beliebt. Taschen und Knöpfe sind wegzulassen. Um den Leib hält ein Gut die Kleidung zusammen, Knie und Ellenbogen tragen gepolsterte, anschnallbare Lederkappen, auch lederne Sturzhelme zum Schutze von Kopf und Ohren sind in Gebrauch.

Aasesmrdt.

(Ohne Verantwortung der Redaktion.)

Fulda, Heimat, wie armselig bist Du! Was macht man aus Dir?! Wie stückelt man an Deinem armen, kranken Körper! Du läßt Dir alles gefallen, wehrst Dich kaum dage­gen! Schläfst Du noch immer Deinen Winterschlaf? Früher weilt ich gern in Deinen Mauern, Du Heimat meiner Fugend. Doch heute, wo ich mehr als nur Dich gesehen, Sahre in der Srembe geweilt habe, ruft Deine Rückständigkeit Mitleid in mir wach. Du Bischofsstadl, Ort manch wichtiger Konferon- zen, wer zu Dir kommt und Dich sieht muß Dich bedauern! Und warum?

Fremde, die des Abends in Deine Straßen treten, sind güblendet von der festlichen Beleuchtung, die Du allerorten auf weist, sodaß sie beim Überschreiten des Fahrdammes fast den Bordstein — wenn sie überhaupt wissen, daß ein solcher kommt — füllen müssen, um nicht zu stürzen. Teilweise macht eas L-chtmoer direkt blind, sodaß man mit Passanten in un­liebsame Berührung kommt. Dies ist ja einer angehenden Großstadt mit seinem Park von Autotaxen und selbständigen Jienjtmanimu im Alter von 9—14 Fahren, mit modernen cSQrLUS â"Aâri würdig. Man sollte nicht glauben, daß . otadt von 26 000 Seelen so etwas duldest. Oder läßt man hier Jem eigenes Licht leuchten?! Nun wohl, von Fremden kann man es aber nicht verlangen. Manchmal allerdings ist es aber angebracht, daß Dunkel, tiefschwarze Nacht herrscht, oaß es nie Tag werden möge, wenn man an Jenes Drächti™

Gebäude am Kaiserplatz denkt. Es erhält ein neues Funda­ment, damit die althistorische Ruine ja nicht vom Erdboden verschwinde. Denn es bietet einen so netten Blick schon vom Bahnhof aus; und es wirkt bezaubernd schön im Kranze des ganzen Platzes. Du arme Stadt. Um Deine Pestbeule wird jetzt ein rosafarbenes Pflästerchen geklebt, damit man es ja genau sieht. Deine gesunden Stellen dagegen sollen verdeckt werden. Einen Anblick, an dem sich jeder heimatlisbende Ful­daer erfreut — neben Dom, Orangerie, Schloßgarten u. dgl. — ist unsere gotische Kirche am Viehmarktpiatz mit ihrem Pfarrhause. Jm Geiste hat sich wohl mancher Bürger den Bau der neuen Oberrealschule hinzugemalt, sodaß man mit Heinrich- und Lindenstraße einen schönen Stadtteil vor sich hatte. Doch von der Oberrealschule wurde nur der Grundstein gelegt, um erst einem holden Vis-a-vis, einer Schule für Land­wirte die Existenz zu ermöglichen, die den Blick auf die Kirche verunziert, dagegen den jungen Leuten die Aussicht in die ev. Töchterschule erleichtern wird. Du Heimatstadt, für die Söhne Deiner Bürger hat man wenig übrig. Sie läßt man in besse­ren Baracken weiterhin zur Schule gehen, aber für Söhne von Ortsfremden baut man neue Unterrichtsstätten, und zwar an solchen Orten, die jeder Harmonie den Hohn sprechen. Anderswo legt man schöne Stätten frei, hier werden Jie ver­baut. Mich wundert, daß man nicht auch vor dem herrli­chen Baudenkmal, dem Dom, ein Warenhaus bauen will. — Ein Denkmal für unsere gefallenen 47er ist errichtet worden; doch wie es scheint nur deshalb, weil es Sitte ist, und man nicht gerne auffallen möchte. Wir h atzen wenigstens eines. Denn aus diesem Grunde kann ich mir nur eine derart schlecht gewählte Stelle erklären. Majestätisch steht das Kriegerdenk­mal von 1870=71 an seinem Platze. Nebenan zurückgedrängt, gerade, daß man es noch sieht, hat man den Gedenkstein für die Kämpfer, die für uns litten und starben. Dieses Denk­mal gehörte auf einen Platz, wie der vor der protestantischen Kirche. Da hätte es immer von Neuem zu uns geredet, uns an unsere einstigen Mitbürger und Kameraden erinnert, die uns einst schützten. So wären die Gefallenen würdig geehrt wor­den, aber nicht an jenem unglücklichen Platz. Und dann: wo bleibt überhaupt das Kriegerdenkmal der Stabt! 1919 wurde schon die erste Summe von über 400 Mark durch eine Wohl- tätigkeitsveranstaUung aufgebracht. Wie lange soll daran noch gebaut werden?

Doch Du, Fulda, nimmst alles hin, läßt alles teilnahmslos über Dich ergehen. Läßt Dir noch schließlich das Brot vor dem Munde wegnehmen wenn es nicht um Deinen Magen ging. Läßt Dir auch bieten, daß in so vorbildlicher Weise für Deine Ge­sundheit und Reinlichkeit gesorgt wird. 4 Monate kannst Du Deinen Körper in einer „Brühe" baden, deren Geruch al­lein einen längeren Aufenthalt im Wasser unmöglich macht, und aus der man schmutziger wieder herauskommt, als man gewesen. Die übrigen 8 Monate ist das Baden Luxus.

Fulda, teure Vaterstadt, wenn Du noch länger so weiter schläfst, dann bist Du wirklich bas, was schon jemand vor mir sagte: die schlafende Stabt.

folgt Unterschrift.)

Druck und Verlag: Rudolf Bamberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuß, für Anzeigen, August Bamberger, sämtlich in Fulda.

BeklmatnMhWg

wegen Abgabe von Umfatzstenererklärnugen für 1924.

<SemäJj § 35 des Umsatzsteuergesetzes haben die Umsatz- steuerpflichtigen. innerhalb des Monats Januar 1925 eine Steuererklärung über die Umsätze des Kalenderjahres 1924 abzugeben. Das gilt sowohl für die zur allgemeinen Umsatz­steuer Pflichtigen wie für die zur erhöhten Umsatzsteuer Pflich­tigen, sofern der Veranlagungsabschnitt für sie bas Kalender­jahr ist. Cs gilt auch für diejenigen zur erhöhten Umsatzsteuer Pflichtigen, für die der Veranlagungsabschnitt kürzer als ein Kalenderjahr ist, soweit sie für die Veranlagungsabschnitte bes Kalenderjahres 1924 Steuererklärungen noch nicht abgegeben haebn und noch nicht veranlagt sind.

Die Umsatzsteuerpflichtigen im Bezirk des Finanzamts Fulda werden hierdurch aufgefordert, die vorgeschriebenen Er­klärungen bis spätestens 31. Januar 1925 bei dem unterzeich- neten Finanzamt schriftlich einzureichen ober die erforderlichen Angaben an Amtsstelle mündlich zu machen.

Zur Erleichterung des Veranlagungsverfahrens wird stimmt:

1. Die Angehörigen der Land- und Zorstwirtsc!)aft sowie des Gartenbaues werden bis auf weiteres für die Um- Jäße aus diesen Betrieben — wozu auch die landwirt­schaftlichen Rebenbetriebe gehören — von der Pflicht zur Abgabe von Steuererklärungen entbunden.

2. Auch die jonstigen Steuerpflichtigen (Gewerbetreibende, Angehörige freier Berufe usw.) brauchen eine Steuer­erklärung von sich aus nicht abzugeben, wenn sie auf Grund sorgfältiger Prüfung nach bestem Wisse« und Gewissen die Ueberzeugung erlangen, daß die Summe der Voraumeldungeu, die sie über ihre Umsätze des Kalenderjahres 1924 abgegeben haben, und die Summe der geleisteten Vorauszahlungen ihren tatsächlichen steuerpflichtigen Umsätzen im Kalenderjahre 1924 ent­spricht.

Vordrucke zur Steuererklärung werden bei dem unterzeich­neten Finanzamt /Umsatzsteuerstelle) kostenlos abgegeben.

, , Rach Ablauf des Monats Januar kann denjenigen Um- fatzsteuerpflichtigen, die eine Steuererklärung nicht abgegeben haben, nach dem Ermessen des Finanzamts ein Vordruck zur Umsatzsteuererklarung zur Ausfüllung binnen 2 Wochen über- Janbt werben Die Einreichung der Erklärung kann durch - Ä 511 verholende - Geldstrafen bis zu je erzwungen werden. Umwandlung in Haft ist ziilalsig. Das Gesetz bedroht denjenigen, der über den Be­trag der Entgelte wissentlich unrichtige Angaben macht ober sonst vorsätzlich die Umsatzsteuer hinterzieht ober einen ihm nicht gebührenden Steuervorteil erschleicht, mit Geld- u. Frei­heitsstrafen; der Versuch ist strafbar. Bei verspäteter Ein­reichung einer vom Finanzamt angeforderten Umsatzsteuer-- erklärung ist das Finanzamt berechtigt, einen Zuschlag bis zu 10 v. H. der endgültig festgesetzten Steuer aufzuerlegen.

Fulda, den 18. Dezember 1924.

Finanzamt Fulda.