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halten, an großen Flächen und an einzelnen Teilen. Zorben- reste, die man auf römischen Befestigungen im eroberten Lande fesigestellt hat, lassen darauf schließen, daß die farbige Behand­lung der Außenarchitektur den Römern so geläufig und selbst­verständlich war, daß sie von dieser Uebung auch bei ihren Bau ten im Feindeslande nicht abließen.

Farbigkeit wurde nicht nur durch Aufträgen von Farbstoff aus Putz- oder Naturstein hervorgerufen, auch durch den Wech sei von verschiedenem Naturstein und von Naturstein mit ge­brannten Ziegeln hat man reizvolle Belebung der Wände er­reicht. Die prächtigsten Beispiele der Verwendung verschie­denfarbiger Baustoffe, namentlich verschiedenfarbigen Mar­mors, bietet Italien seit dem 11. Jahrhundert.

Unzählige Beispiele farbiger Architektur sind aber auch in den Ländern diesseits der Alpen gefunden worden. Die schlicht geputzten Bauten der romanischen Zeit wurden mit Zugen­teilungen überzogen, Quaderungen mit verschiedenfarbigen Spie geln, bunte Zierleisten unter den Gesimsen, selbst Maßwerk an den Giebeln wurden aufgemalt, nicht um Steine vorzutäuschen, lediglich zur Belebung. Die jinitation hat man erst später er­lernt. Selbst die reichgegliederten gotischen Bauten wurden durch Farbe an einzelnen Teilen betont. jhren Höhepunkt er­reichte die farbige Ausschmückung der Fronten in der Renais- sancezeit. Die großen, platten Wandflächen waren der gege­bene Hintergrund. Verloren ging diese Kunstübuug erst mit dem Untergange des Barock. Zwar gibt es noch einige Bei­spiele von Bauten aus dem Anfänge des 19. Jahrhunderts, die noch die Bemalung der Schauseiten im alten Sinne gepflegt haben, meist wird sie aber angewandt, um entweder Ornamente mit Schattenwirkung aufzumalen oder besseres Material vor­zutäuschen. Die Kraft der Farben war verschwunden. Dann verbreiteten die Kunsthistoriker die Zabel von der marmorwei­ßen Reinheit der Bauten des Altertums. Männer, wie Sem­per und andere Zachleute, die das Gegenteil bewiesen, wurden totgeschwiegen. Nur in einzelnen Gegenden Deutschlands, be­sonders im Süden und in Hessen, haben sich farbige Hausan­striche und Bemalungen durch das ganze vorige Jahrhundert erhalten. Rückkehr zu dieser Tradition ist jetzt der Ruf der Zeit geworden. Der Name Taut steht hier im Vordergruird. Vor ihm haben der Karlsruher Oberbaurat Schäfer und seine Schüler Meckel und Hartung und die Gebrüder Seidl in Tölz und Murnau die Pflege farbiger Architektur aufgenommen.

Es fragt sich nun, ob wir an die Ueberlieferung ohne wei­teres anknüpfen können. Nach Ansicht des Zwickauer Stadt- baudirektors Bock, der sich sehr eingehend mit diesen Pro­blemen auf der Hauptversammlung der Vereinigung der tech­nischen Oberbeamten deutscher Städte beschäftigte, ist dies nicht möglich, da das Stadtgebilde unserer Tage ein anderes ist als das der früheren Zeit. Die einzelnen Straßen und Platz- wände sind ihrer Gestaltung und Abmessung nach andere in der Neuzeit als im Mittelalter. jn der alten Stadt hat ferner das Dach ganz entschiedenen Einfluß auf das Stadtbild. Bei den neuen Großstadtstraßen tritt das Dach im Straßenbilde kaum in Erscheinung. Es ist deshalb ein wesentlicher Unter­schied, ob eine Reihe von Häuser mit verschieden starker Far­bigkeit durch schwere, farbig einheitlich wirkende Dächer ein­gerahmt wird ,oder ob nur ein dürftiges Gesims und eine Dach rinne für das Auge den Abschluß gegen die Luft bilden. Ein Anschluß an die Tradition, eine Wiederbelebung der farbigen Außenbemalung in der Weise, wie es in vergangenen, baulich vorbildlichen Epochen üblich war, ist dort möglich, wo im we­sentlichen die gleichen Voraussetzungen für die gleiche Wirkung gegeben sind, in dem im inneren Kerne der Großstädte noch er­haltenen Teile der Altstadt oder auch in Kleinstädten und dörf­lichen Anlagen, die ihren ursprünglichen Eharakter durch groß­städtische Anwandlungen nicht zu sehr haben verderben lassen. Es ist in diesem Falle nicht nur möglich, sondern sogar geraten, sich an die Tradition anzulnehnen.

jm Gebiete unserer Stadtenveiterungon aus dem letzten Jahrzehnt aber sind wir keineswegs erfreut über die überlie­ferten Formen. Stoff, Form und Farbe finden wir in bun­tem, oft unerträglichem Durcheinander. Nur sehr vorsich­tige Anwendung von Sorben kann hier bessern. Man kann mit ihnen schlechte plastische Gestaltung verdeckten. Die Schwie­rigkeit, auf die Hauseigentümer in diesem Sinne einzuwirken, ist freilich bedeutend.

Eine gesetzliche Regelung ist hier dringend nötig, denn auch gegen willkürliche farbige Behandlung von Hausfronten hilft keine Bauordnung und kein Verunstaltungsgesetz. Die Haus­anstriche müssen genehmigungspflichtig werden, und die Ge­nehmigung darf nur nach Probeanstrichen an dem betreffen­den Gebäude erteilt werden. Anstriche nach vorgelegton Farb­skizzen in kleinem Maßstabe fallen regelmäßig anders aus, als man erwarten mußte. Das Verfahren ist etwas umständlich. Wir können darauf verzichten, wenn wir uns eines noch viel geschmähten Hilfsmittels, der Zarborgel, entweder von Ostwald oder der vereinfachten von Professor Krüger, dem Leiter der Werkstätten für Farbenkunde in Dresden, bedienen. Die Be­zeichnung der Nummern der zu verwendenden Farben, evtl, mit Angabe der Zarbnummer der bereits aiigestricheuen Nach­barhäuser, läßt uns die harmonische Zusammenwirkung erken­nen. Mißlungene Wirkungen sind dabei so gut wie ausge­schlossen.

Große ManbletzurrgSarbeittn.

Um den Hausbesitzern die vielfach fehlenden Mittel zu gro­ßen jnstandsetzungrarbeiten zu verschaffen, gewährt die Stadt- gemeinde Liognitz aus Anleihe-mitteln Darlehen bis zum Höchst­betrage von 90 v. H. der tatsächlichen Instandsetzungskosten,, wenn der Darlehnsnehmer nachweist, daß er über den Rest verfügt. Die Darlehen, die mindestens 500 Mark betragen müssen, sind mit mindestens 2 v. H. über den Reichsbankdis­kont zu verzinsen und spätestens bis zum 31. Dezember 1933 zu tilgen. Das Wohnungsfürforgeamt der Stadt prüft die Anträge. Der Darlehnsnehmer hat dafür zu sorgen, daß das Gebäude stets zum jeweiligen Wehrbeitragswert auf Gold­markbasis gegen Feuer versichert ist. Gesichert wird das Dar­lehen durch Eintragung einer Goldmarkhgpothek, falls nicht andere Sicherheiten gegeben werden. Es wäre zu wünschen, daß auch andere Städte in dieser Weise für Erhaltung der vorhandenen Wohnbauten sorgten, denn der Verlust durch Verfall ist viel größer als allgemein bekannt ist.

Mehr Schutz den Kleingärten.

ön letzter Zeit sind mehrfach Fälle bekannt geworden, in denen Gemeindeverwaltungen ohne zwingende Gründe versucht haben, Kleingärtner mit kürzester Frist von ihrem Gelände zu entfernen. ön anderen Fällen werden öffentliche Bedürfnisse, z. B. die Schaffung wichtiger kommunaler Anlagen, etwa die Durchführung öffentlicher Verkehrswege, die Anlage von Schularbeitsgärten, von Erholnngsplätzen für Schwerkriegsbe­schädigte, für tuberkuloseverdächtige Kinder, von Sport- und Spielplätzen als Grund für die Kündigung angegeben und die Forderung erhoben, daß solche sozialen Zwecke als ausreichen­der Kündigungsgrü â a iw nnt werben. Ganz'abgesehen da­von, daß bei solcher Rechtsübung Privateigentümer, die mit guten Gründen gleiche Ansprüche geltend machen könnten, ge­genüber dem öffentlichen Besitz benachteiligt würden, liegt in der Deberordnung jener kommunalen Bedürfnisse über die Be­dürfnisse des Kleingartenwesens überhaupt. Zu den wichtig­sten kommunalen Aufgaben, die den Stadtverwaltungen heute gestellt werden, gehört die Schaffung großzügiger und weiter Dauerkleingartenanlagen, und diese Aufgabe ist fast noch nir-

gends in Angriff genommen worden. Bei der ungeheuren R deutung, die das Kleiugarteuweseu für die Gesunderhaltung b^' Volkes und gerade seiner pflegebedürftigsten Teile, für ^ Kinder und die alten Leute, besitzt, dürfen die Aufgaben genüber anderen sozialen Zwecken nicht vernachlässigt werden" Bei entsprechend weiträumiger Anlage werden alle Großstädte in der Lage sein, den Bedürfnissen des Kleingartenwesens bührend Rechnung zu tragen, ohne mit jenen anderen sozialen Zwecken in Widerspruch zu geraten ober sie zu vernarhsäst â sigen.

Denn die Nachfrage nach Kleingartenland ist nach wie oorlÄ in den Städten äußerst stark und es werden auch in Zukunft im Notfall noch Zwangsverpachtungen nicht zu vermeiden sein

Bemerkenswert sind einige Richtlinien, die der PM/.' sche Minister für Volkswohlfahrt für die Beschaffung v Kleingartenland gegeben hat. Danach soll Zuckerrüben^ im allgemeinen nicht für Kleingarten,zwecke beansprucht wer. den. Ausnahmen sind glücklicherweise zugelassen, denn bas Kleingartenland muß ja der Wohnung des Pächters mögliM nahe liegen. Die Erzeugnisse intensiver Gartenkultür dürften volkswirtschaftlich dem Wert der Rübenernte kaum nächste. Heu. An der Forderung daß bäuerliche Ackernahrungen in un- 1 mittelbarer Nähe der Städte in ihrer Selbständigkeit aufrecht MG zu erhalten sind, soll grundsätzlich festgehalten, Ausnahmen aber sollen anerkannt werden, wenn es sich um Bauernhöfe handelt, die nicht im Eigentum des sie Bewirtschaftenden stehen, Jon.' dern etwa Terrain-Gesellschaften, ömbuftrieges eiljcba Zechen usw. gehören. ön solchen Fällen sind die Landich. schaftskammeru zu hören.

Für die Bewohner des Stadtinnern ist die Pachtung W * | schnell erreichbarem Gartenland noch schwieriger, denn hin wird aller noch freie Boden als hochwertiges Bauland ange­sehen. Wenn man mit der Auffassung, daß alles Land, bas , unmittelbar an schon dicht bebautes Gelände stößt, auf ach Fälle auch bebaut werden muß, nicht bricht, so wird man zu ei­ner gesunden Weiträumigkeit der Stä-bte kommen. Um den st Gemeinden bei diesen Schwierigkeiten zu helfen, kann bar Ausführungsgesotz zum Reichsheimstättengesetz (§ 4) angeW. > bet werden. Danach können Ortssatzungen erlassen werdm, h durch die größere oder kleinere Landflächen zu Heimstättengar tengebieten erklärt werden. Dadurch wird die Errichtung ve Baulichkeiten, die nicht dem Garteubetriebe diene», soliden ihm abträglich sind, gesetzlich ausgeschlossen und das Gelände der Bebauung im wesentlichen entzogen, das erstrebte Ziel ^ also vorerst erreicht.

NermWteS.

Großer Goldfund in Sibirien.

(bt.) Am Aldana, einem Nebenfluß der Lena, ist ein Goldlager gefunden, das sich über ein Gebiet von mehr als 500 Quadratkilometer erstreckt. Die goldführende Schicht liegt zehn Meter unter der Erdoberfläche. Die Nachricht von dm Goldfund hat bereits eine Völkerwanderung nach der Geg«> hervorgerufen. Siebentausend Menschen sollen schon El Goldgrabeu beschäftigt sein.

Eine Ehefeindin, die ins Ehejoch geht. Vie amerikaiiische Schriftstellerin R. Waimann hat wWWi' gu-ricatel, 1 dem étffwi^PBw»

Gegnerin der Ehe bekannte, jhre letzte Novelle noch hatte den Titel:öd) bleibe allein. Fast auf jeder Seite ftani: Ehe? Sklaverei! Eintönigkeit! ömmer derselbe Mam/ Puh!" Nun kommt es heraus, daß diese Dame seit «inem Fahr schon eine geheime Probeehe mit einem Anzeigen^' mann geführt hat. Vie Probe sei so gut und gaM langweilig gewesen, daß sie es nun getrost fürs ganze CM versuchen wolle.

Liebe kleine Limokoa

Zred Andersens Höllenfahrt

Roman v. Otfried von Hanstein.

(31. Fortsetzung).

&in Schiff jener Tolteken, die einst in den Wäldern an den Ufern des Usumacinta die herrlichen Säulen des Palastes von Pu.enque türmten, der noch heute als stolze Ruine den er- scyutterten Beschauer empfängt und der schon ebenso als Ru­ine gestanden, wie Eortez, der Eroberer von Mexiko, dort das Reich der Azteken zerschlug?

Männer, die solche Schlösser zu bauen wußten, die der Ewigkeit zu trotzen vermögen, konnten auch wohl solches Schiff fügen.

Auch Limokoa stand verwundert vor dem Wrack. Auch ihr war es fremd, und so wußte ich, daß es kein jndianer- schiff war.

Auf kleinen Kanus nur fuhren je die Mohave durch die Ströme ihrer Berge.

Ein vergangene, gewaltige Zeit tat sich vor meinen Augen auf und ich trat näher. Das Schiff lag auf der Seite, den Kiel etwas nach unten gerichtet. Es war nicht leck geworden. Selbst dieFelfen hätten wohl so leicht dieses jetzt vollkommen versteinerte Hartholz nicht zerbrochen. Wahrscheinlicher, daß ein Sturm es voll Wasser geschleudert hatte, als es, vielleicht schwer beladen, über den See fuhr. jedenfalls ein Beweis daß dieser See soviel Jahrhunderte bestanden.- Dieser See, dessen Ende ich mit erlebt hatte.

Auch Limokoa hatte ihre Augen mit sinnendem Ausdruck auf das Schiff gerichtet.

»Ein großes Kriegskanu. Es ist lange totl öd) nickte.

öa, Limokoa, es ist lange, sehr lange totl

jedenfalls mußte ich es untersuchen und der Meinung war sicher auch die neugierige, kleine Indianerin, denn sie lief eilig fort, ohne daß ich sie gebeten, und brachte mir einen Feuer- branb. Schwer war es, das schlüpfrige Schiff zu erklimmen und Limokoa war leichtfüßig die erste, wenn sie auch ihre zarten Hände und ihr Mantelgewand beschmutzte. Endlich gelang es auch mir, mich hinaujzuziehen. Es war für önbianerbegriffe ein großes Fahrzeug, wenn es auch nur die Größe eines großen Flußkahns hatte. Vielleicht fünfzehn Meter mochte es lang sein und sechs Metr breit, dabei hatte es nur geringen Tief­gang. Das Verdeck war vollkommen mit dünnen Goldplatten belegt. Auch sie waren von noch nicht verdunsteten Schlamm- gebilden bedeckt und schwer war es für mich, der ich Schuhe an meinen Füßen trug, mich auf ihnen zu halten. Eine aus dem­

selben kostbaren Metall gefertigte Treppe, die deshalb voll­kommen erhalten, führte in das önnere und ein kunstvolles Geländer war den Händen zum Halt.

öd) turnte die Treppe hinab. Nun war eine Art Vorraum und allerdings von ihrem Sockel gestützt lag vor mir in einer Ecke die Statue eines furchtbaren Gottes mit weit auf- gerisfenem Munde ,mit Augen aus leuchtenden Edelsteinen, in denen jetzt das Licht der Spanfackel, die Limokoa trug, glänzte.

Laut schrie diese auf und klammerte sich an mich. Mich aber bestärkte der Anblick in meiner Mutmaßung.

Eine Statue des furchtbaren Tezcatlipoca, des Gottes der Tolleren, mit dem geöffneten Munde, bereit, zuckende Herzen zu empfangen.

Vor der Statue lag ein kleines, breites Messer, das Heft aus Gold, mit Edelsteinen besetzt, die Schneide aus Obsidian, dem vulkanischen, natürlichen Glasfluß, und auch ein runder Bügel aus Kupfer.

öd) hielt beide in meiner Hand und dachte an das, was ich in den Museen gelernt hatte. War dieses Schiff ein Fahrzeug der Priester, gewesen? War jenes Messer dasötjli, mit dem der Tolpilzin, der Opferpriester, den lebenden Menschenopfern mit raschem Schnitt die Brust öffnete, um sich mit den Händen bis zu dem noch schlagenden Herzen durchzuwühlen und dieses, noch immer zuckend, dem Gott in den geöffneten Rachen zu schieben?

Wie anders, wie viel lebenswahrer, wie viel erregender wirkte das Messer, der Kupferbügel, der wohl derselbe war, mit dem das Opfer gehalten wurde, hier auf mich. Hier, wo ich es gewissermaßen aus der Hand der Vergangenheit er­hielt, als in den Schränken des Museums.

Angstvoll blickte Limokoa auf die Göttergestalt. Am Fuße des. Sockels war die Figur eines Kreuzes. Dieses Kreuz der Tolteken, das einst die spanischen Mönche irre machte, bas aber nichts zu tun hat mit dem christlichen Kreuz, sondern eine Darstellung des Wellenbaumes ist.

Eine Tür mochte den inneren Raum nicht abgeschlossen ha­ben. Einige Fetzen eines längst vermoderten Vorhangs hin­gen herab.

Dunkel war es in diesem Vorraume des Schiffes und leer war er.

Moderich roch es und die ganzen jnnenwäude waren eben­so mit Muscheln überzogen, wie die LußereSeite. ön einer übelriechenden Lache lag ein halb fauler, augenloser Fisch. Ein großer Krebs kroch mir rückwärts entgegen, seine Stielaugen glotzten mich an und er erhob eine riesige Schere, als wollte er ben Eindringlingen in sein Reich wehrhaft entgegentreten.

Armer Krebs, jetzt erwachte in Limokoa die Hausfrau. Sie ergriff ihn geschickt und trug ihn hinaus. Sprang mit ihm vom Schiff und eilte dem Feuer zu. Vielleicht war es ihr ein lieber Vorwand, das unheimliche Fahrzeug zu verlassen.

Leer war der Vorderraum des Schiffes, bis auf einige Knochen vermutlich menschliche Knochen in einer Ecke.

mein! vergab

öcl) ging nach dem hinteren Teil unter den höheren Ver« s deckbau. Auch dieser war von dem Treppenraum wohl um durch den jetzt verschwundenen Vorhang geschieden gewesen Hier stand ich in starrem Schrecken.

Ver Raum war ein großes Viereck. Und an den Wände» ringsum waren metallene Gitter und hinter ihnen aufgesta' pelt bis zur Höhe der Decke: Barren echten Goldes. Barren ein jeder mochte ein Kilogramm wiegen. Echtes, noch in Gl Dunkelheit des Schiffes nach jahrhunderten glänzendes SoW

Ein unermeßlicher Schatz! Ein ganzes Schiff, das «il Goldbarren gefüllt war. Reines, echtes Gold, wie es die Tck teken besaßen!

öd) starrte darauf hin, ich dachte daran, daß kein f dieses Schiff versehrt hatte. War es vom Strom übevnD als der Oberpriester den Schatz über den See retten W* vielleicht vor den Azteken, die hinter ihm beranbrängten1? M

jetzt aber ich sah wieder auf die blitzenden V Milliarden von Billionen an Gold und das war alles Mein Eigentum, denn ich hatte es ja gefunden! öd) alles! Vergaß den Seekessel, in dem ich gefangen, vergaß mokoa, vergaß alles, was mir geschehen, öd) starrte auf Gold, riß die Barren heraus, wog sie, prüfte sie mit W Augen, legte sie wieder zurück und riß andere hervor. lieb hört ich neben mir ein Geräusch. Limokoa war es, t111, zweite Fackel in der Hand. Die Zeit mochte ihr lang ^ worden sein und sie kam wohl, um mich zu holen. öcb schrak über den Ausdruck ihres Gesichtes, denn Stau" Schreck und Trauer lagen darin. . t

öd) schämte michl öd) begriff! Wie verzerrt von Gier nach dem Gold mußte mein Gesicht sein, daß sie so mir erschrack?

öd) schämte mich, denn ich fühlte, daß ich in ihrer Brust Götterbild zertrümmert hatte, das sie mir errichtet.

Sie hatte zu mir aufgeschaut, wie zu einem höheren W^j und nun hatte ich ihr gezeigt, daß ich nichts war, als Mensch. Ein niedriger, habgieriger Mensch.

öd) versuchte zu lächeln, trat auf sie zu, um ihre ^0"' zu streicheln, aber noch immer lag in ihren Augen dieser tu rige Schreck und sie wich zurück.

(Fortsetzung folgt.)