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Ws Stadt und Land,

ünventurzeit.

Die Inventurausverkäufe gehen um, und die Seschäftswelt , Dlc mit dem Erfolg ihrer biesja-hrigen Ausver-

# im attgem ^ .^^, Wenn auch der Ansturm des er- l^ Ees naturgemäß nicht angehalten hat, Jo wird doch gut sten Tages n urg^'^ ^ 3roQr ^ch kapp, aber doch wie- weiter gekaut bewundern muß man die Anstrengungen, die ^kätt.welt macht um den Käufern entgegenzukommen. der }um Ausverkauf kommenden Dinge ist er- staunlich. Für jeden Geschmack, jeden Geldbeutel ist Passen- ^Uiid^die Lage des Ausverkaufs sind wieder der Frauen schönste Zeit! Das ganze Sahr sparten und überlegten sie, wie sie alles Nötige beschaffen, große und kleine Wunsche durch die Kaufgelegenheit in den nachweihnacytlichen Ausverkäu­fen erfüllen können. Wo sie kaufen sollen, was sie kaufen sollen, ober was noch auf spätere, ausverkaufslose Zeiten zurückgestellt werden müsse. Und wenn sie nicht kauften, das Umherwandern, das Ansehen, das Anstaunen, das Mit-den- Augen-Abtasten, auf Qualität und Schönheit taxieren, war schon Genuß und Freude an sich.

Für den Kaufmann aber trägt die Zeit der Inventur ein ' wesentlich anderes Gesicht, als für das kaufende Publikum. Für Geschäftsinhaber und Personal bedeuten sie eine, das ganze Sahr hindurch gefürchtete Zeit angestrengtester Tätigkeit. Das ganze Lager muß gemefjen, gezählt, gesichtet werden. Der Bestand, der Abgang und das neu Hinzugekommene, Gewinn und Verlust genau gebucht und berechnet werden. Da wird zwischen Weihnachten und Neujahr oft die Nacht hindurch gearbeitet, weil die Tagesstunden dem Verkauf gewidmet fein müssen. Denn nur wenige ganz große Geschäfte können sich èen Luxus eines eigens für die Snventurze'it engagierten Per­sonals leisten, das die Snoenturarbeiten erledigt, während das übrige Personal ruhig und ungestört den Verkauf weiterführt. Als am 2. Sanuar der Inventurausverkauf begann, hatte der Kaufmann den schwersten Teil der Arbeit schon hinter sich.

Mein Vorgarten.

Als mich das Schicksal vor Sahren nach Fulda führte, muß- te ich in meinem letzten Wohnorte viel verlassen, woran mein " Herz hing. Ein herrlicher Garten mit Obstbäumen und Bee­rensträuchern am sonnigen Hang war dort meine Freude ge- I wesen. Der Blick vom Hause, nahe dem Walde, über Wie- Jen, Fluß und Höhen war ein täglicher Genuß fürs Auge, man lebte zudem, wie auf dem Lande. Hier hieß es in eine dicytbebaute Straße ziehen, über einen engen Hof auf ein I Dutzend karger sehen und sich mit einem schmalen Vorgärt­chen begnügen. Diesem mit Sträuchern bepflanzten Streifen zwischen Haus und Straße galt nun meine Pflege und Sorg­falt. Seine Lage war nicht günstig, die Sonne kam kaum hin. Ader, wie man ein schwächliches Kind noch sorgfältiger betreut als ein gesundes, kräftiges, so widmete ich mich der Pflege dieses kümmerlichen Stückchen Landes mit besonderer Liebe. Es wurde zur Verjüngung der Sträucher geschritten, der Weg wurde von allem Unkraut gesäubert, mit grauem Sranitkies ' bestreut und an einigen Stellen der Versuch mit Anpflanzung von Blumen gemacht. Das sonnenlose - - eichen kam lang­sam in bessere Kultur, jeder kleine Fortschritt freute mich, es wäre ein wahres Grholungsplätzchen geworden, wenn nicht meine lieben Mitbürger das Vorgärtchen benutzt hätten, um allerhand Verbrauchtes, Ueberflüssiges dort abzuladen. Se­hen Tag konnte ich einen Korb vollAntiquitäten und Urkun» é den" darin sammeln. Sn den Zweigen der Büsche steckten Pa­piere und Schachteln, am Boden lagen die unmöglichsten Din­ge. Wehe aber jeder Blüte, die sich mühsam ans Licht ge­arbeitet hatte, sie erlebte den Abend nichts Sa, man stiftete L nicht nur dieGüter" in den Garten, sondern botanisierte auch gründlich in ihm. Heute verschwanden die frischgepflanzten blühenden Nelken, morgen eine besonders geliebte kleine Edel­tanne und dermundgerechte" Rhabarber. Die Türen waren diesen werten Besuchern ein überflüssiges Hindernis, die eine : Hing eines schönen Morgens am nächsten Laternenpfahl, die -andere muß sich wohl einer nächtlichen Ruhestörung schuldig gemacht haben, denn ich fand sie nach wochenlanger Ab­wesenheit auf der Polizeiwache. Wie sie dorthin ge- ikommen war, stand nicht in den Akten. Nachdem ich mich jahrelang über die unrechtmäßige Benutzung meines Vor­gartens geärgert hatte, fing ich an mich wissenschaftlich mit den Funden ;u befassen, die ich dort machte. Daran knüpften sich nach und nach die interessantesten Beobachtungen. Die leidige Geldnot brachte mich auf den Gedanken diese zu ver­werten, nur war die Wahl meines neuen Berufs sehr schwer, weil mein Vorgarten mir so viele Möglichkeiten erschloß. Sollte ich eine Papiermühle gründen oder eine Knochenver- ; wertungsanstalt? Sollte ich mich auf statistische Arbeit ver- U legen, über den Zigarettenverbrauch und den Schokaladenkon- I fum unserer Stadt? Ganz einträglich könnte die Verwertung von Konservenbüchsen und verbrauchten Glühkörpern sein! Oder ich müßte den Bewohnern unserer alten Residenzstadt èurch Majsenhinstellung von Papierkörpen und Mülleimern zu billigsten Preisen aufhelfen! Die Ausnutzung meines Vor­gartens wurde immer mehr ein Problem, das mich eingehend , beschäftigte, bis ich eines Tages meine Augen auch auf an» èere Vorgärten richtete und erkennen mußte, daß die Konkur­renz riesengroß war. Sie würde jedes Unternehmen meines genialen Kopfes vernichten. Darum möchte ich hiermit öffent» icb meinen Mitbürgern er^aren, daß ich auf weitere Be- . Iteferung von Rohstoffen, Fertigwaren, Restbeständen und Ab- L o verzichte, da ich in meinem Vorgarten nur nochgärt» Reinkultur treibe. DenAbnehmern" meiner gärt» M sterischen Erzeugnisse empfehle ich den Eigenanbau nach meiner f erfolgreichen Bodenbearbeitung! Hildiher.

Militärkonzert im Stadtsaal.

» Am 24. Sanuar 1925 veranstaltet das Trompeterkorps des ^-Artillerie-Regiments im Stadtsaal ein Konzert, dessen Erlös für Wohlfahrtseinrichtungen der in Fulda untergebracbten puppen Verwendung finden soll. Mitglieder des hiesigen Mphonie-Orchesters haben sich in dankenswerter Weise in ' »betracht des guten Zweckes zur Verfügung gestellt. Die li iing liegt in den bewährten Händen des Herrn Mufikmei- dos reichhaltige, an verschiedenen Stellen r S act aushangende Programm sichert einen hohen Senuß, i reuve Beteiligung der Fuldaer Bürgerschaft zu erhof­

fen ist. Vorverkauf findet statt in der Buch- und Musika­lienhandlung von Alois Meger, bei Hoffriseur Hartmann und im Modehaus Fröse.

Zilmschau. Eentral-Theater. Ueber den Monu­mentalfilm:Die zehn Gebote", der, wie wir berichteten, in Berlin kürzlich seine Uraufführung erlebte, schreibt die Deut­sche Allgemeine Zeitung" vom 22. 8. 1924: Die photographi­sche Technik hat in diesem Film einen noch nie geahnten Höhe­punkt erreicht. Sn die Srhwarz-Weiß-Technik d. h. schwarz" auch schon nicht mehr; es ist meist wie zarte bronze­farbene Tönung werden plötzlich farbige Aufnahmen einge­stellt; der buntbewegte Zug der Kinder Ssraels durch die Wü­ste. Da wie überall ist die Anwendung der technischen Fertig­keit eine derart sicher gekannte, überlegte und empfundene, daß das herrlich befreiende Bewußtsein über uns kommt: hier ist ein Meister, der uns nie Gesehenes zeigt, für den die Hemmun­gen unserer begrenzten Schau überwunden find. Und das eben ist: Kunst . . Ein zweites: Sn diesem Film sind niemals mehr als drei Personen im Spiel. Aber es ist doch ein Massen­film? Richtig: es sind bisweilen 2500 Menschen auf der Platte. Aber in diesen Bildern gerade sind nicht einmal drei Personen agierend, sondern nur eine:das Volk . Einmal noch zwei: Moses gegen dasVolk". Darin liegt das Ge­heimnis der Szenenstellung von Eecil B. de Mille, dem Re­gisseur: er verwandelt die Komparserie der Landschaft oder in PalastwLnde oder in einen einheitlichen, in sich brodelnden Vrei. Der Held ist niemals dazwischen, sondern sofort für sich, durch die Stellung oder die Einstellung des Objektives herausgehoben. Man sehe sich an wie er die von der einge» stürzten Mauer erschlagene Mutter auf dem Werkplatz, also unter den Augen der Oeffentlichkeit, sterben läßt.

Ein sehr großer Kronleuchter mit 15 elektrischen Lampen in Schmiedeeisen und Messing getrieben ,ist augenblicklich im Ausstellungsraum der Musikalienhandlung Alogs Maier, hinter der Pfarrkirche, ausgestellt. Dieses Exemplar, das allenthalben großes Snteresse erregt, ist für das Hauptschiff der hiesigen evangelischen Kirche bestimmt und hervorgegangen in den Fuldaer Sndustriewerkstätten. Ausgeführt wurde diese gediegene, in spätgotischem Stil gehaltene, kunstgewerbliche Arbeit nach eigenem Entwurf und eigener Anleitung des Herrn G. Schäfer-Hünfeld, früher Lehrer an der städtischen K'unstgewerbeschule zu Straßburg-Elsaß. 3 weitere Kron­leuchter mit je 9 elektrischen Lampen in ähnlicher Ausführung, gleichfalls für die evangelische Kirche bestimmt, wurden eben» falls in den Fuldaer Sudustriewerkstätten hergestellt.

Zinanzamtliches.Auf die Bekanntmachung des Herrn Präsidenten des Landesfinanzamtes in Lasset in der an» liegenden Zeitung betr. Bewertung von Sachbezügen beim Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1925 wer­den die Arbeitgeber und Arbeitnehmer besonders hingewiesen. Das Ausschneiden und Aufbewahren der Bekanntmachung dürfte zweckmäßig sein."

Das Finanzamt schreibt uns:

Auf die heutige Bekanntmachung des Herrn Präsidenten des Landesfinanzamtes in Lasset Betr.: Aenderungen in der Zuständigkeit der Verwaltung der Gesellschaftssteuer (Teil 1. AL Kapitalverkehrssteuergesstz, der Börsenumsatzsteuer (Teil 3 Kapitalverkehrssteuergesetz), der Obligationensteuer und die Wechselsteuer wird besonders hingewiesen.

Aus dem Gerichtssaal.

Der hiesige Nahrungsmittel Großhändler H. war wegen Nahrungsmittelfälschung angeklagt. Nach der Vernehmung eines Sachverständigen wurde die Verhandlung vertagt und die Akten der Staatsanwaltschaft übergeben.

Vor dem großen Schöffengericht hatten sich der Schlosser H. und der Spengler K. wegen schweren Einbruchs zu verant­worten. Beide sind mehrfacy vorbestraft, der Angeklagte H. u. a. wegen Mordversuchs. Sie hatten gemeinsam im De­zember 1920 einen Einbruch bei einem Landwirte Sch. ver­übt, bei dem ihnen etwa 800 Mark Silbergeld in die Hände fielen. Dem Antrag des Staatsanwaltes wurde stattgegeben: H. erhielt 9 Monate Gefängnis, während K. zu einem Sahre

6 Mknaten Gefängnis und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Sahre verurteilt wurden. Sntereffant waren die Darlegungen des als Sachverständigen geladenen Gerichts­arztes, der wissenschaftlich die Behauptungen des Angeklagten K., sich der Sache nuvt mehr zu erinnern, zurückwies.

Der Buchdrucker B. aus Kämmerzell, der den Opferstock in der Rochuskapelle erbrochen und den Snhalt von 21 Mark entwendet hatte, wurde zu 3 Monaten und 2 Wochen Ge­fängnis unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt.

Wegen Urkundenfälschung erhielt der mehrfach vorbestraf­te Althändler L. drei Monate Gefängnis und 3 Wochen Haft. Er hatte einen Ausweis, den er von einem Handwerksburschen gekauft hatte, für seine persönlichen Zwecke mißbraucht.

Gersfeld. Einquartierung. Vom 14. bis 17. Sa­nuar werden Infanterie» und Artillerietruppen vorübergehend nach hier kommen und sich in den Knüll begeben, wo sie im größeren Verbände eine Uebung abhalten werden.

Hilders. Zugunfall. Sn einer Weiche entgleisten 3 Wagen des Abendzuges nach Wüstensachsen. Die Reisenden kamen außer einigen Beulen mit dem Schrecken davon. Eben­so ist der Materialschaden nicht sehr erheblich.

Hersfeld. Deutscher Handlungsgehilfenver- b a n d. Bor 25 Sahren wurde die hiesige Ortsgruppe des H. V. gegründet, die sich im Laufe dieser Zeit aus beschei­denen Anfängen erfreulich entwickelte.

Vad-Wildungen. DasRittergulZüschen brann­te nieder. Den hilfeleistenden Feuerwehren gelang es die Aachbargebäuden zu retten. Trotzdem ist der entstandene Schaden außerordentlich groß.

Rechtsschutz in Handelssachen.

Die Sndustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Oanau hat als Vorort des Verbandes Hefsen-Nassauischor Sndustrie- und Handelskammern an den Reichsminister der Finanzen eine ausführliche Eingabe gerichtet, in der sie roejent liebe Verbesserungen des Rechtsschutzes in Steuersachen per» langt. Sie geht dabei von der Auffassung aus, daß in den Seiten schwankender, unklarer und unübersichtlicher Steuerge­setzgebung das Bedürfnis nach ausreichendem Rechtsschutz

der Steuerpflichtigen besonders groß sei. Sie nimmt deshalb vor allen Dingen gegen die Verschlechterung des Rechtsschutzes Stellung, die die 2. und 3. Steuernotoerordnung gebracht ha­ben. Hiervon seien die Einschränkung der Rechtsmittel in den Fragen der Linkommensteuervorauszahlungen, dis R-^ schränkung der Zuständigkeit der Finanzgerichte und die Ver­schärfung der Vorschriften über die Bemessung und Voraus­zahlung der Kosten des Rechtsmittelverfahrens erwähnt. Die Sndustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau wen-- det sich weiter dagegen, daß die Kosten des Steuerstreitverfah­rens im allgemeinen ; uhoch find, und fordert eine Angleich­ung an die Kosten des preußischen Verwaltungsstreitverfah- rens. Maßgebend für die Forderung ist die Anschauung, daß das Rechtsmittelverfahren in Steuersachen grundsätzlich etwas anderes ist als das Prozeßverfahren vor den ordentlichen Ge­richten, und daß es deshalb nicht angeht, die Kosten des Steuerstreitverfahrens nach den Sätzen des Gerichtskostenge- fetzes zu bemessen.

Schließlich kommt die Sndustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. dazu, im Snteresse der Rechtssicherheit ganz allgemein die Lrstattungsfähigkeit der Kosten für Zuziehung eines Bevollmächtigten im Rechtsmittelverfahren zu verlangen. Da nach den gegenwärtigen Bestimmungen diese Kosten nur dann ersetzt werden, wenn die Rechtsmittelbehörde entsprechend verfügt, lassen sich viele Steuerpflichtige, vor allen Dingen so­weit sie wirtschaftlich schwach sind, von der Ergreifung eines Rechtsmittels abjchrecken, weil Jie nie wissen, ob ihnen auch im Falle eines Obsiegens die Kosten für den meistens unent­behrlichen Rechtsbeistand ersetzt werden.

Die Sndustrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau hat sich veranlaßt gesehen, die Frage des Rechtsschutzes in Steuersachen aufzugreifen, weil sie glaubt, in weiten Kreisen der Steuerpflichtigen eine wachsende Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen System des Rechtsschutzes feststellen zu können. Sie ist der Ueberzeugung, daß das Zentrum der Steuerpflichti­gen zur Objektivität der Steuerverwaltung und zur Zuverläs­sigkeit der Rechtsordnung eine entscheidende Voraussetzung für den staatlichen Neuaufbau bedeute. Sie ist deshalb der Ansicht, daß wichtige staatspolitische Snteresfen gefährdet wer­den, wenn die heute eingerifsene Rechtsunsicherheit fortbauert. Gegenüber rbe Wichtigkeit dieser Snteresfen können auch Be­fürchtungen der Reichsfinanzverwaltung über eine Mehrbe­lastung der Rechtsmittelbehörden keine Rolle spielen.

Vermischtes.

Elisabeth von Hegkiug gestorben. Frau von Hegking, die Verfasserin der berühmtenBriefe, die ihn nicht erreichten", ist in der Nacht zum Montag plötzlich und auf tragische Weise gestorben. Sn großer Toilette verließ sie gerade ihr Hotel, und als sie das Auto besteigen wollte, um in eine Gesellschaft zu fahren, ereilte sie ein Schlaganfall. Kurz darauf ist sie, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, entschlummert. Da­mit hat ein beneidenswertes Leben ein Ende gefunden, ein glänzendes Leben der großen Weltdame. Shr erster Gatte, Professor von Putlitz, hatte bekanntlich ein tragisches Ende gefunden. Mit ihrem zweiten Gatten, dem Gesandten Frei­herrn v. Hegking, lebte sie in glücklichster Ehe. Mit ihm hat sie einen großen Teil ihres Daseins in den fernsten Ländern, in Aeggpten, Mexiko, Sndien, verlebt. Bald nachdem dieser den Abschied genommen,.erbte sie von einem entfernten Vetter das prachtvolle alte Schloß Großen a. d. Elster. Shren Mann mußte sie verlieren. Shre beiden einzigen Söhne fielen im Kriege. Aber die an den Minister v. Raumer verheiratete Tochter aus erster Ehe steht heute an ihrem Sarg. Mit ih­rem ästhetischen Gefühl hat Elisabeth von Hegking in Großen sich eine ihrem Wesen zukommenden Rahmen von ungewöhn­licher Schönheit geschaffen. Shre vielen Gäste werden oft die­ser so anmutigen, so gütigen, feinfühlenden Schloßherrin, der Dichterin der Novellen:Der Tag anderer", des feinen Ro­mans eines EhmefonknabenTschun", der dem Motivenkreis derBriefe, die ihn nicht erreichten" entstammt, des Buches Slle mihi", gedenken .

Was ist einDago"?

(dt.) Das WortDago" wird hauptsächlich in Sübameriak angewendet, und man bezeichnet damit Menschen spanischer, italienischer oder portugiesischer Geburt. Das Wort ist eine Verballhornung des Wortes Diego, der spanischen Form un­seres Sakob und Diego ist ein in Südamerika sehr häufig vor­kommender Name.

Wetterbericht.

wb. Frankfurt a. M., 9. San. Der gestrige englische Teil- wirbel ist unter Verstärkung ostwärts abgezogen. Er besitzt an seiner Südseite einen sehr kräftig ausgebildeten Ausläufer, der heute früh über dem Kanal liegt und unser Gebiet noch stärker beeinflussen wird. Bis morgen werden wir jedoch schon auf seiner Rückseite liegen und starker Luftdruckanstieg ein» setzen. ' <

Witterungsvorhersage bis Samstag Abend. Wechselnd be­wölkt, nur noch einzelne Regenschauer, bei nach Nordwesten drehenden Winden wieder zunehmende Abkühlung.

Desgleichen bis Sonntag Abend: Wolkig bis heiter, meist trocken, leichter Nachtfrost.

Druck und Verlag: ?tudolf Bamberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuß, für Anzeigen, August Bamberger, sämtlich in Fulda.