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grundsätzlich die Verpflichtung zur Räumung der ersten Zone am 10. Sanuar nicht anerkennen unter dem Vorwande, daß Deutschland zur Revanche rüste. Auch von einer früheren Räumung des Ruhrgebiets vor dem 15. August ist nicht mehr die Rede. Wegen dieser verschiedenen Auffassungen der Lon­doner und der Pariser Regierungskreise ist die Botschafter- Konferenz von Mittwoch auf Lonnabend verschoben worden. Inzwischen hat aber dieser unehrliche Handel auch die Macht­haber in Amerika aus ihrem WeihnachsKschlummer aufge­weckt. Präsident Eoolidge hat der Presse mitteilen lassen, daß nach Ansicht der Regierung der Vereinigten Staaten die er­folgreiche Ausführung des Dawes-Abkommens bedroht wer­de durch ein Verbleiben der Besatzungstruppen in der Kölner Zone und daß die Auffindung kleiner Waffenlager von keiner wesentlichen Bedeutung für die Kriegsfähigkeit, Deutschlands sein könne. Ferner wird noch gemeldet, daß Eoolidge bon den Ententeregierungen Verhandlungen mit Deutschland über die Räumungsfrage erwartet. Ob diese recht deutliche Stellung­nahme der amerikanischen Regierung, die sowhl der politischen Sachlage als auch dem bekanntlich sehr regen amerikanischen Rechtsgefühl entspricht, die Haltung von Paris und London beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Der deutsche Standpunkt ist klar: wenn man nicht versöhnliche Verhandlungen mit uns führen will, dann fordern wir unser Recht nach dem Versail­ler Vertrag, in einer Pariser Meldung ist davon die Rede, daß Herriot geäußert habe, er könne einem Deutschland gegen­über, das zur Revanche rüste, keine Aachsicht üben. Die Re­densart von den Rüstungen ist barer Unsinn; im übrigen aber wollen wir von Herrn Herriot gar keineNachsicht" haben, sondern wir wollen unser Recht!

Das Neueste.

Der Fall Kulisker.

wtb. Berlin, 29. Dez. abends 10 Uhr etelf. DerLokal­anzeiger" teilt zu der Angelegenheit Kutisker mit, daß die Amtsführung des am 1. April in den Ruhestand getretenen Präsidenten der Preußischen Staatsbank v. Dombois einer Nachprüfung unterzogen werden solle. Allerdings glaube man ihm höchstens Fahrlässigkeit vorwerfen zu können.

wtb. Berlin, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. Der amtliche Preußische Pressedienst teilt zu den Verhandlungen im Falle 'Kutisker mit, daß die Verhaftung des Geheimen Finanzrates Ruehe wegen Verdacht der Untreue gegen die preußische Staatsbank erfolgt ist.

wtb. Berlin, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. DerVage- ' rische Kurier" bringt die Nachricht: Man habe in Berlin be- schlossen, die Pfalz steuerlich von Bagern loszulösen und dem Landesfinanzamt Darmstadt zu unterstellen. An der Behaup­tung ist, wie das Reichsfinanzministerium mitteilt, kein wahres Wort. Die Pfalz bleibt nach wie vor bei dem auch für andere Teile Vagerns zuständigen Laudesfinanzamt Würzburg.

wtb.Berlin, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. Die Reichs- indexziffer für die Lebensunterhaltungskosten (Ernährung, * Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) belauft sich 1 nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den 1 23. Dezember auf 122,8. Sie ist gegenüber der Vorwoche um 0.2 Prozent gestiegen. 1

I

wbt. Berlin, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. ön dem Dor­fe Glasow bei Mahlow im Kreise Teltow wurde gestern ein i Handgranatenanschlag entdeckt, der sich gegen den früheren 1 Gemeindevorsteher des Ortes Fritz Lehmann richtete. An der ] zum Hofe führenden Türe des Lehmannschen Hauses waren < Zwei Stielhandgranaten so angebracht, daß sie beim Oeffnen i der Türe explodieren mußten. Allem Anschein nach handelt es | sich uns einen Racheakt gegen Lehmann. Von den Tätern fehlt | jede Spur.

wtb. Bern, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. Der deutsch- schweizerische Dichter Karl Spitteler ist gestorben.

wtb. Belgrad, 29. Dez. Die Perawda meldet: Aus den letzten Konferenzen Zankow und Paschitsch und Aintschitsch ' wurde beschlossen; die ehemalige Wrangelarmee zu reorganisie­ren und kampfunfähig zu machen. Zu diesem Zwecke wurde die Mobilisierung der in Bulgarien und Südslavien befindli­chen Kosaken und monarchistischen Russen angeordnet.

wtb. Loudon, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. Wie die Dailg Telegraf" meldet, bestätigt sich der gemeldete Ver­lust eines deutschen Fischdämpfers auf der Höhe von öslay, daß es sich um das 215 Tonnen große SchiffHoheluft" der Ham­burger Fischereigesellschaft handele und daß dabei 11 Menschen umgekommen seien.

wb. Washington, 28. Dez. Der Seismograph der George­town Universität verzeichnet einen sehr ausgesprochenen Erd- bebenstoß um 6,48 Uhr abends. Das Beben dauerte bis 8 Uhr. Es wird angenommen, daß der Mittelpunkt der Erschüt­terung 6000 Meilen entfernt, möglicherweise in der japanischen I Erdbebenzone, liegt.

wb. Newgork, 29. Dez. Durch Funkspruch. Wie aus Tokio gemeldet wird, sind bei einem Brande in der dortigen Privatirrenanstalt, die 343 Geisteskranke herbergte, viele Personen verbrannt. Bisher wurden 13 Leichen aufgefun­den; 108 Snsaßen werden als vermißt gemeldet. Das Feuer griff auf die benachbarten Häuser über, von denen 50 einge­äschert wurden.

Buenos Aires, 29. Dez. (Wolff.) Die seit einiger Zeit Zwischen der argentinischen Regierung und dem Vatikan be­stehende Spannung hat ernsteren Eharakter angenommen. Die Trennung von Kirche und Staat scheint in Argentinien unmit­telbar bevorzustehen.

Zum Magdeburger Urteil

Der volksparteiliche Reichstagsabgeordnete Geheimrat Kahl, der nicht nur einer der ältesten und angesehendsten Volksvertreter sondern auch einer der berühmtesten Rechts- lehrer Deutschlands ist, äußert sich jetzt in einem Zeitungsar­tikel zu dem Urteil des Magdeburger Schöffengerichts vom

22. Dezember Bemerkenswert ist, wie warm er für den Reichs Präsidenten Ebert eintritt, der am Ende seiner Amtszeit nicht Verdächtigung, sondern Dank und Anerkennung verdiene. Zu dem Urteil selbst, soweit es in seiner Begründung die Hand­lungsweise Eberts als landesverräterisch bezeichnet, bemerkt D. Kahl, daß ihm eine rechtsirrtümliche Anwendung des Bor­satzbegriffes zugrunde liege.

Sturmzeichen in Frankreich.

200000 Bankangestellte abgebaut.

D.B.Verlin, 27. Dez. (Lig. Meldg.) im verflossenen iahre sind von den Banken nicht weniger als rund 200 000 Angestellte abgebaut worden. Die meisten Großbanken haben etwa drei Viertel ihrer früheren Belegschaft entlassen.

D.B. Berlin, 27. Dez. (Lig. Meldg.) in führenden deutschnationalen Kreisen herrscht die Ansicht vor, daß die ge­genwärtige innen- und außenpolitische Lage die Deutschnatio­nale Volkspartei in der Frage der Regierungsbildung zu größ­ter Reserve veranlassen müsse, da für die Deutschnationalen kein Grund bestehe, der jetzigen Regierung vor Lösung der großen außenpolitischen Fragen irgendwie aktiv in den Arm zu fallen.

wtb. Mannheim, 27. Dez. abends 10 Uhr telef. Der stellvertretende Schlichter für Baden hat den Antrag auf Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches vom 9. De­zember der für die Hafenarbeiter eine Lohnerhöhung von 10 Prozent vorsah, abgelehnt. Ein Streik der Arbeiter von Mannheim und Ludwigshafen scheint hier nicht unvermeidlich zu sein. Ein Streikbeschluß ist jedoch nicht nicht gefaßt

worden.

Ntröreifachmg der fnmMWn Kriegsschulden.

D.B.Paris, 27. Dez. (Lig. Meldg.) Finanzminister Ele­mente! hat der Kammer die Bilanz der finanziellen Lage Frank reichs überreicht. Aus dem Bericht geht hervor, daß die äu­ßere Schuld Frankreichs bis zum 14. Juli 1924 auf 35964 Mil­lionen Solbfranken angelaufen ist. Die kosolidierte innere Schuld betrug 73 550 Millionen Goldfranken, die gesamte Staatsschuld somit 109 594 Millionen Goldfranken. Die Staatsschuld hat sich damit seit dem Kriege mehr als verdrei­facht.

Der Westfche Massenmörder.

Auch ein Mädchen unter den Opfern?

Aehnlich wie im Falle Haarmann laufen nunmehr von al­len Seiten Vermißtenanzeigen oder Meldungen über Personen cch, die-.,wohhch Wohnung,,Denkes gesehen,

dann aber spurlos verschwunden seien. Schon jetzt scheint festzustehen, daß Denke nicht nur Männer ermordet hat, son­dern daß sich unter seinen Opfern auch ein Mädchen befindet, das aus Eichau (Kreis Münsterberg) stammt und seit vier Wochen spurlos verschwunden ist, nachdem man es zuletzt in der Feldstraße in Münsterberg in unmittelbarer Nähe der Wohnung Denkes gesehen hat. Damit würde sich die Annah­me bestätigen, daß der Massenmörder von Münsterberg im Gegensatz zu Haarmann nicht aus sexuellen Motiven gemor­det hat, sondern daß er lediglich aus Habgier jede günstige Ge­legenheit benutzte, um «Fremde, die bettelnd oder arbeitsuchend bei ihm vorsprachen, umzubringen und sich in den Besitz ihrer wenn auch noch so armseligen Barschaft und Kleidungs­stücke zu setzen, während er aus irgend einer krankhaften Veranlagung heraus das Fleisch seiner Opfer verzehrte. Die­se Annahme wird auch unterstützt durch die schlechten wirt­schaftlichen Verhältnisse, in dene sich der Mörder befand. Den­ke hatte seine Besitzung während der Inflationszeit für meh­rere Millionen Mark verkauft, sich aber freie Wohnung auf seinem bisherigen Besitztum ausgemacht. Seine aus dem Ver­kauf stammenden Geldmittel waren bald völlig entwertet, so daß der über Fünfzigjährige bald mittellos dastand. Einem eigentlichen Gewerbe ging er nicht mehr nach, er betrieb ledig­lich noch ein wenig Gartenbau. Der Rharbarber aus dem Garten Denkes war übrigens in der ganzen Stadt als beson­ders gut bekannt, man wußte allgemein, daß dieser Sonder­ling die schönste Rhabarberzucht hatte und erst jetzt stellt sich I heraus, worauf das Gedeihen dieser Pflanzen zurückzuführen ist: Denke hat nämlich das Blut seiner Opfer zur Düngung der Rhabarberstauden verwandt! Die Haut der Ermordeten hat der Unmensch zu Riemen und Hosenträgern verarbeitet. Der Hosenträger, den er bei seiner Verhaftung trug, war ge­platzt und mit einem Stück Kopf.haut geflickt, an dem sich noch Haare befanden.

wtb. Breslau, 29. Dez. abends 10 Uhr telef. Oberstaats­anwalt Blümel aus Glatz, der zur Untersuchung des Mün- sterberger Mastenmordes am Tatorte weilt, äußerte über das Verbrechen Denkes folgendes: Die Oeffentlichkeit steht der Polizeibehörde mit einem gewissen Vorurteil gegenüber; sie wird es nicht verstehen können, daß in einem Jo kleinen Städt­chen wie Münsterberg unerhörtes Verbrechen Sahrelaug un­entdeckt bleiben konnte. Soweit sich der Tatbestand über­blicken läßt, trifft aber die Münsterberger Polizei keine Schuld. Daß Denke sein grausiges Handwerk bis heute ausführen konnte, hat verschiedene Gründe: erstens stand er bei der Be­völkerung in dem denkbar besten Rufe, zumandern konnte nie­mand in feine Lebensweise einen Einblick erhalten, da er von jeher ein zurückgezogenes Dasein führte. Die Hausbewohner erklärten sich Denkes großen Fleischverbrauch damit, daß er Hunde und Katzen schlachtete. Nach den weiteren Aeußerun­gen des Oberstaatsanwaltes stehen aus den vorgefundenen Pa­pieren zu schließen, nunmehr 5 Morde fest. Einige weitere sol- leu vttmutmaßt werden. Denke begang vermutlich fein ver- | brecherisches Treiben in der Suflationszeit, da er bis dahin über genügend Geldmittel verfügte.

Aus Statt und Land.

Ehrung eines MitbiirMs.

ön der gestrigen Stadtverordnetensitzung, bei der 28 Stadt­verordnete sowie der Magistrat anwesend waren, stand als ein­ziger Punkt die Ehrung eines Mitbürgers auf der Tagesord­nung. Nachdem 5 Uhr 10 die Sitzung durch Herrn Rechts­anwalt Schultheis eröffnet war, wurde Herrn Professor Dr. Thielemann das Wort als Berichterstatter erteilt Herr Professor Thielemann führte aus, daß seit dem 1. So- nuar 1885 Herr Professor Dr. Vonderau als Lehrer an der hiesigen Domschule segensreich wirkte. Herr Profes­sor Dr. Vonderau hat sich in der wissenschaftlichen Welts Deutschlands einen Namen durch seine manigfachen Forschun­gen auf dem Gebiet der Geschichte und durch erfolgreiche Ausgrabungen gemacht. Sm Sahre 1908 wurde er von der Königlichen Regierung zum Professor ernannt, sowie von der Universität Marburg zum Ehrendoktor in wohlverdienter An­erkennung seiner der Wissenschaft geleisteten Dienste. wurde der einstimmige Beschluß gefaßt Herrn Professor Von­derau eine besondere Ehrung seitens der Stadt zuteil werden zu lassen. Herr Professor Vonderau wurde sodann in den Sitzungssaal geführt. Als Vertreter des Magistrats und des Stadtparlaments überreichte Herr Oberbürgermeister Dr. Antoni ihn in feierlicher Form eine Ehrenurkunde. Der Geehrte, der nur mit Mühe feine Rührung verbergen konnte, dankte sehr herzlich für die ihn überraschende Ehrung. Er nahm hierauf die Gratulationen des Magistrats und der Stadtverordneten entgegen. Schluß der Sitzung 5 Uhr 35.

Alte Kalender.

Der Kalender war früher das am weitesten verbreitete Buch. Kalender wurden in jedem Sahre weit mehr verkauft als Bibeln und Gesangbücher. Es dürfte wenige Erzeugnisse der Buchdruckerkunst geben, die uns ein solch gutes Bild der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse aus 16. bis 18. Sahrhundert geben wie die Kalender der damaligeD Zeit. Aus den damaligen Kalendern können wL ersehen, wie tief damals noch das Volk im Aberglauben/ im Hexen­glauben, in der Unwissenheit und im fatalistischen Denken ver­stricht war. Ferner war so ein alter Kalender aus dem 16. und

17. Sahrhundert nicht zu denken ohne furchtbare Mordge­schichten, ohne Schilderungen von Kriegsgreueln, ohne Welt­untergänge und ohne ähnliche fürchterliche Naturereignisse. Ganze Städte mußten in die Luft gesprengt werden, der Tür­ke mußte auf das greulichste morden und plündern, ein Komet mußte im Anzug sein, der mit feinem langen Schweif viele Sterne am Himmel einfach mit sich riß, oder fürchterliche Heu­schreckenheere hatten ganze Länder verheerend durchzogen, sol­che und ähnliche Vorgänge mußten geschildert sein, sonst fan­den die Kalender keinen Anklang. Auch durften Prophezei­ungen der gruseligsten Art nicht fehlen. Weiter mußte bei Kalender allerlei Verhaltungsmaßregeln bei bestimmten Sah- resereignissen, medizinische Ratschläge, Wetterregeln und Sterndeuterei enthalten. Wie Hexen zu behandeln sind und -wie man -dem Teufel mit Erfolg abwebren ssannz^^rn- -- â^ ist, sich zur Ader zu lassen unFW* moWWMnkes Vieh heilt. Diese alles mußte in den alten Kalendern enthalten sein. Da es damals noch viele Leute gab, die nicht lesen konnten, so mußten diesen Leuten die gruseligsten Geschichten des Kalen­ders wenigstens durch bildliche Darstellungen näher gebracht werden. Dies geschah durch ganz roh gearbeitete Holzschnitte. Grobzugespitzt, wie der ganze Snhalt dieser alten Kalender war, waren auch die Titel. Da gab es den Mondkalender, den Sammerkalender, den Todkalender, den Elendkalender, den Krieg- und Türkenkalender usw. Erst im 19. Sahrhundert tonnten diese alten Bauernkalender keinen Absatz mehr finden.

Volkhochschule und Volkslesehalle. Die Uebungsstunde Ur Esperanto findet heute (Dienstag) wieder in der Volks- efehalle (Schulstraße) statt, beginnt aber erst um 8 Uhr.

, lk. Zeuerlärm. Am Sonnabend abend gegen 12 Uhr wur­de die Feuerwehr nach der Königstraße alarmiert. Pünktlich, wie immer, war ein Zug zu Stelle, aber statt eines Br«- Herdes wartete ihrer nur eine verschlossene Haustüre. Kach längerem Befragen und Klopfen konnte festgestellt roeiM daß ein Balken, der dem Ofenrohr zu nahe lag, etwas schwer aber mit einer Mütze voll Wasser zu löschen war.

Wengleich die Feuerwehr zum Schutze des Eigentums da ist und eineGeneralprobe" ihre Schlagfertigkeit auch erhöhst so sollte man wegenKleinigkeiten" die Wehrmänner doch nicht gleich alarmieren.

Fahrpreisermäßigung zu Gunsten der Sugendpslege.

Die den behördlich anerkannten Sugendpflegevereinen für das Kalenderjahr 1924 ausgebänbigten Ausweiskarten, in de­nen die Berechtigung zur Snanspruchnahme der tarifmäßig Ermäßigung ausgesprochen war, verlieren mit Ablauf des 31- Dezember 1924 ihre Gültigkeit. Die Ausweiskarten werbc" vom 1. Sanuar für das Kalenderjahr 1925 neu ausgefertigt-

Das in dem letzten Sahr geübte Verfahren,' wonach die Ausweise an Hand der von ihnen unterstellten Verwaltungs­stellen gefertigten Verzeichnisse über die in Frage kommenden behördlich anerkannten Vereine ausgestellt wurden, hat sich wenig bewährt. Die Aufstellung der Lammelverzeichnisse nahn« längere Zeit in Anspruch. Dadurch kam eine Anzahl von Vereinen zu spät in den Genuß der Vergünstigung und eine Reihe von Vereinen war in der Abholung der Ausweist säumig.

Um diesen Mängeln vorzubeugen, bleibt uns nur üb^ das anfängliche Verfahren wieder einzuführen. Es w^ also für die Zukunft wieder Einzelanträge der interesM Vereine vorzulegen sein, die außer dem Namen und Gist " Vereins und der genauen Anschrift des Vorsitzenden auch Namen der Fahrkartenausgabe, die für den Verein in kommt, enthalten und mit behördlicher Anerkennung verseh sein müssen. Die Aushändigung der Ausweiskarle erfolgt w> der durch die örtliche bezw. bei Orten ohne Eisenbahn! tionen durch die nächstgelegene Fahrkartenausgabe geg Zahlung einer Gebühr.

Die Sndustrie- und Handelskammer teilt uns mit:

Wie die Ausverkäufe im vergangenen Sommer gezeigt haben, sind bei vielen Gewerbetreibenden die gesetzlichen Vor-