wb. Paris, 18. Dez. Die durch das Weihnachtsfest unterbrochenen Handelsvertragsverhandlungen werden am 24. Dezember wieder ausgenommen werden. Es scheine jetzt sicher, daß der Handelsvertrag, über den man verhandle, nicht vor dem 10. 1. abgeschlossen werden könne. Es sei daher wahrscheinlich, daß nach einem Uebereinkommen zwischen den beiden Regierungen der Status quo provisorisch, ;. B. für einen Monat, aufrechterhalten werden würde. Infolge der Abreise des Staatssekretärs Lrendelenburgs nach Berlin seien lediglich dis Vollsitzungen vertagt worden.
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wb. Paris, 18. Dez Wie Havas aus Kairo meldet, hat sich die ägyptische Regierung trotz der gestrigen Petition einer großen Zahl von Abgeordneten geweigert, das Parlament ein- zuberufen.
wb. London, 18. Dez. Der diplomatische Berichterstatter des „‘Daily Telegraph" erfährt bezüglich des alliierten Beschlusses betreffend die Frage der Räumung Kölns am 10. Ba- nuar, die britischen Kreise seien der Ansicht, daß diese Frage aufgrund des Friedensvertrages und zwar aufgrund des endgültigen Berichtes der Militärkontrollkommission und nicht aufgrund von Zweckmäßigkeitsgründen entschieden werden müsse.
Em JMsioßprozeß in Mam.
Das Bestreben, vor den Schranken eines Gerichtshofes geschichtliche Schuld zu klären, zieht sich durch die Geschichte der Menschheit, von den Staatsgerichten und Scherbengerichten der antiken Demokratien bis zu den vor Staatsgerichten und Zivilgerichten aufgerollten politischen Riesenprozessen der Neuzeit. Die Ergebnisse solcher gerichtlichen Untersuchungen müssen angesichts der Begrenztheit der Mittel juristischer Eat- sarhenfeststestung und Rechtsfindung und mehr noch angesichts des geringen Abstandes, den solche Gerichtshöfe im allgemeinen zu der Geschichtsspanne haben, über die fie^ zu Gericht sitzen, immer lückenhaft und mangelhaft bleiben. Trotzdem will die Kette solcher Prozesse nicht abreihen. Lind doch Gerichtsverhandlungen über weltgeschichtliche Persönlichkeiten und Ereignisse ein typisches Kennzeichen pseudodemokratischcr Verfallszeit.
Während in Deutschland der Reichspräsident und die durch ' ihn verkörperte politische Partei vor Gericht stehen, ist das sogenannte Dolchstoßthema auch in einem anderen kriegsunterlegenen Lande aufgerollt, in Ungarn. Als die Wogen der Revolution hochgingen, da tauchte überall die Forderung nach Tribunalen für die sogenannten Kriegsschuldigen auf. Die Enthüllungen und Aktenveröffentlichungen der Nachkriegszeit haben immer ein- wandfrei ergeben, daß die Schuld an der Me I tkatastrophe von 19 14 einzelnen Persönlichkeiten nur inbegrenztem Maße zur La st gelegt werden kann, u. d a ß d i e a n der Entfesselung des Weltkrieges bewußt sch u l d i - gen Männer sicherlich nicht un ter den Besiegte n z u s u ch e n s i n d. So hat sich denn die allgemeine Aufmerksamkeit den Zusammenbruchserscheinungen zugewendet. Auch hier haben einzelne, wenigstens soweit sie an verantwortlicher Stelle standen, nicht in dem Umfange Schuld auf sich geladen, wie es in der Volksvorsteiiung angenommen wird. Man kann wohl ohne weiteres behaupten, daß bewußt auf die Niederlage ihres Volkes keiner der Männer hingewirkt hat, die im Vordergründe der Kriegspolitik standen. Eine andere Frage ist die gutgläubiger Kurzsichtigkeit. Gegen d i e Männer, die in blindem, die Lehre der Ge - Hbirhte leugnendem Vertrauen dic deutsche Zukunft auf dem morastigen Grunde eines angeblichen gegnerischen Gerechtigkeitswillens aufgebaut und die in verblendeter Selbstkasteiung alle lebens starken a u f b a u - enden Kräfte der Vergangenheit in den roten Morast getreten haben, wendet sich heute d i e aufdämmernde Erkenntnis der besiegten Völker.
Graf Karolgi war in den Zusammenbruchstagen der Führer Ungarns in das von roten Nebeln überwehte Moorland der nationalen Selbkajtaiung zur höheren Ehre der Sieger. Er hat nicht den Takt eines deutschen Fürsten, des Prinzen Max von Baden besessen, der sich nach dem Scheitern seiner Hoffnungen, nach dem Zusammenbruch des durch ihn noch verkörperten Systems aus der politischen Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Karolgi, ein Mann aus uraltem m ay a r i j ch e n Adels st amme, hat i n n e r p o l i t i s ch dem Bolschewismus den Boden bereitet und Außenpolitisch trotz eines Uebermaßes an Entgegenkommen und Selbsterniedrigung } es nicht verhindern können, daß Ungarn zum Zwergstaats gemacht worden ist. Kennzeichnend für diesen Mann ist es, daß er einem Mackensen auf dem Rückzug von der Front, an der dieser Feldherr für Ungarn gestritten hatte, gefangen nehmen ließ. Das oberste ungarische Gericht hat auf dem Wege des Zivilprozeßverfahrens dem „roten Grafen" seinen auf 100 Millionen Goldkronen geschätzten Familienbesitz enteignet und zwar, weil es ihm a 1 s einen Hoch- und Landesverräter ansieht. Auf die formale Seite des Verfahrens einzugehen oder etwa einen Karolgi, den Freund der Entente und den Gegner Deuts ch land s, der schon während des Krieges in landesverräterischer Verbindung mit führenden Ent- entestaatsmännern stand, in Schutz zu nehmen, dazu haben wir in Deutschland keine Ursache. Ss interessiert auch nur den Historiker, sestzustellen, wie weit der letzte König von Ungarn, Kaiser Kari, in den Wust von Schwäche und Verrat verstricht war, aus dem sich Karolgi vergeblich herauszuwinden versucht.
Sines reiften mir beute sicher: erhebend war eine 5 eit nicht, vor der heute in Deutschland w-ie in Ungarn alle Beteiligten selb st der in die Matrosenmeuterei v erwik - Kelte Herr Dittmann mit Gebärden der Abscheus abrücken.
Marokko.
Die spanische Katastrophe in Marokko.
D.B.Madrid, 17. Dez. (Sig. Meldg.) Die Lage der Spanier in Marokko scheint sich zum Schlimmsten zu wenden. Der
Zall von El Lasar nach zweitägiger Belagerung wird als ein Todesstoß für die spanischen Truppen angesehen. Es erscheint auch zweifelhaft, ob Primo de Rivera sich wird in Letuan halten können. An einigen Stellen stehen die Marokkaner bereits 20 Meilen vor Letuan. Wenn keine Aenderung der Page eintritt, ist die Besatzung von Letuan mit der Aushungerung bedroht. — Primo de Rivera hat seine Abreise nach Madrid erneut auf den 26. Dezember verschoben. Das spanische Direktorium erklärt in einer Bekanntmachung, Spanien denke nicht daran, Nordafrika aufzugeben.
Eine neue Marokkokonseren;.
D.B. London, 17. Dez. (Lig. Meldg.) Nach der Wendung der Dinge in Marokko rechnet man in maßgebenden englischen Kreisen ernsthaft mit der Möglichkeit^einer englischen Vermittlung. Chamberlain suche nach einer Formel, die dem Licherhcitsbedürfnis Englands und den politischen Ansprüchen von Srankreich, Italien und Spanien gerecht wird. Man hält es deshalb für wahrscheinlich, daß Chamberlain eine Marokko-Konferenz einberufen wird, die unter seinem Vorsitz in London tagen würde.
Manien.
wb. Rom, 18. Dez. Die Agenzia Stefani meldet die Entsendung zweier italienischer Kriegsschiffe in die albanischen Gewässer und dementiert gleichzeitig die Behauptung, daß Italien mit Sugoslawien ein Abkommen abgeschlossen habe, das die Unabhängigkeit Albaniens verletze. Endlich verbreitet die Agentur eine Mitteilung des albanischen Presseamtes in Tirana, nach welcher Versammlungen in Albanien stattge- funden hätten, in der die Regierung Logalität der Bevölkerung zusichert und der Völkerbund ersucht wird, gegen Sugo- slawien und Griechenland, die die Rebellen unterstützt hätten, Schritte zu unternehmen. Die hiesige albanische Gesandtschaft erklärt, daß die Banden, welche jetzt in Albanien ein- tiäfen, in jugoslawischen Städten, die namentlich aufgeführt werden, sich gebildet hätten. Zugleich stellt die hiesige albanische Gesandtschaft zu den heute von den italienischen Blättern gemeldeten Erfolgen der Rebellen fest, es herrsche keinerlei Revolution in Albanien.
Deutschland.
Zwei Arbeiter in einem Wahnsinnsanfall erstochen.
D.B. Berlin, 17. Dez. (Sig. Meldg.) Auf dem Bahnhof Küstrin ereignete sich heute eine schwere Bluttat. Ein bayerischer Holzarbeiter, der verhaftet gewesen war, konnte auf dem Transport nach der Stadt entfliehen. Als er sich heute vormittag in dem Wartesaal 4. Klasse befand, sprang er plötzlich auf, zog ein Sagdmesser und stürzte sich auf zwei Arbeiter. Er verletzte beide durch Stiche in den Hals und in die Lunge lebensgefährlich. Die beiden Schwerverletzten haben das Bewußtsein bisher nicht erlangt. Dem Täter, der offenbar geisteskrank ist, gelang es in dem allgemeinen Tumult, durch ein Bahnhofsfenster zu entfliehen. Er konnte nicht ermittelt werden.
wtb. Stuttgart, 17. Dez. abends 10 Uhr. Heute vormittag wurde der Neubau der technischen Hochschule feierlichst eröffnet. Finanzminister Dr. Dehlinger gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Finanzlage von jetzt ab sich so gestalten möge, daß weitere Neubauten ermöglicht würden. Staatspräsident Bazille warf einen Rückblick auf die Entwicklung der Hochschule und betonte die Wichtigkeit der Technik.
Vaden erhöht die unteren Veamtengehälter.
D.B. Karlsruhe, 17. Dez. (Sig. Meldg.) Sm Haushaltsausschuß des Badischen Landtags legte Finanzminister Dr. Köhler im Namen der Staatsregierung dar, daß es dem Lande Baden unmöglich sei, die durchaus ungesunde Regelung der Veamtengehälter vom November 24 weiterhin auf Baden anzuwenden. Sm Einvernehmen mit dem Gesamtkabinett schlug er vor, vom 1. Sanuar 1925 an die Bezüge der Besoldungsgruppe 1 bis 6 nicht wie im Reich um 12 einhalb Prozent, sondern um 20 Prozent zu erhöhen, während die übrigen Gruppen eine JOprojentige Erhöhung erhalten sollen.
Dr. Stresemann lehnt endgültig ab.
D.B.Verlin, 19. Dez. (Sig, Meldg.) Am späten Abend hat Dr. Stresemann dem Reichspräsidenten Sbert in einer längeren Besprechung den Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung zurückgegeben. Dr. Stresemann hat erklärt, daß er nach dem Zentrumsbeschluß und der darauf folgenden Stellungnahme seiner eigenen Fraktion zu diesem Beschluß nicht mehr in der Lage sei, die Führung bei der Bildung einer bürgerlichen Regierung zu übernehmen. Präsident Sbert dankte bem Außenminister für seine Bereitwilligkeit, den Versuch zu machen, und behielt sich seine weiteren Schritte vor. Man nimmt an, daß er sich morgen mit dem Zentrum in Verbindung setzen wird. ön parlamentarischen Kreisen wird behauptet, daß die Stellungnahme der Zentrumsfraktion in dieser Schärfe die doch vielen überraschend gekommen ist, besonders be- ftimmt wurde durch das Verhalten der Deutschnationalen im Wahlkampf.
der Entscheidung Dr. Stresemanns war am Nachmittag eine Besprechung des Außenministers mit dem Reichspräsidenten vorangegangen, in deren Verlauf der Reichspräsident sein Einverständnis zu^ Bildung einer Regierung auf bürgerlicher Basis gab. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei war nach diesen Verhandlungen auch damit einverstanden, daß Dr. Stresemann die Verhandlungen weiterführe. Erst der Zen- trumsbeschluß hatte dann eine völlig neue Situation geschaffen, die sowohl den Außenminister wie die deutsche Volkspar- tei veranlaßte, ihre Haltung zu korrigieren und die vorerwähnte Haltung einzunehmen.
Auch die Rechtsparteien über den Ebert-Prozeß verstimmt. u ? ^^^' 181 De?- (Lig. Meldg.) Der ziemlich mon- ftroße Ebert-Prozeß in Magdeburg hat nach Abschluß der Deweisaufnahme nochmals eine peiliche Ueberraschung ge- orackt. Der letzte Zeuge Gobert, der dem Abgeordneten ^bert in der Ereptower Versammlung den Zettel wegen der -Befolgung der Gestellungsbefehle hinaufgereicht hoben will und darauf die Antwort erhielt, den Befehlen wäre keine Fol- ge ?u leisten ist, wie sich nun herausstellt, 11 mal vorbestraft, barunter sieben mal wegen Diebstahls. — Wir können dieser
Feststellung hinzufügen, daß bis weit in die Kreise der Rechten und die deutschnationale Fraktion hinein starkes Mißbehagen über die ganze Inszenierung des Magdeburger Prozesses besteht.
Ausland.
wb. Wien, 17. Dez. Die Verhandlungen mit den Sozialdemokraten wegen der Erzielung eines Arbeitsprogramms brachten, den Morgenblättern zufolge, insofern eine Vereinbarung über den Tag der nächsten Sitzung des Nationalrat« zustande kam. Der überwiegende Eindruck ist der, daß trotz der bestehenden Gegensätze zwischen Regierung und Opposition möglich sein werde, schon am Donnerstag mit der Erledigung des Arbeitsprogramms zu beginnen.
D.B. Wien, 16. Dez. (Sig. Meldg.) Aach einer hier vorliegenden Meldung will Hitler für den wahrscheinlichen Fall seiner baldigen Freilassung sich in Salzburg ansiedcln.
wb. Paris, 17. Dez. Die republikanisch-demokratische Union hat das Mandat der elf Deputierten, die demissioniert hatten, für die Kommission für Elsaß-Lothringen erneuert. Die beiden Gruppen, der die elsaß-lothringischen Deputierten angehören, haben gleichfalls dieselben Deputierten wieder ernannt.
Eie Drohnote Tschitscherins an Amerika.
D.V.Newgork, 17. Dez. (Sig. Meldg.) Das Staatsdepartement erhielt eine außerordentlich scharf abgefaßte Note des russischen Volkskommissars für Aeußeres, Tschitscherin, in der auf das entschiedenste gegen das Eindringen amerikanischer Kriegsfahrzeuge in russische territoriale Gewässer in Sibmon protestiert und erklärt wird, im Wiederholungsfälle würde ein solches Vorgehen aktiv von der Sowjetregierung unterdrückt werden. Vom Staatsdepartement wird dazu erklärt, daß dieD Note sich auf eine wissenschaftliche Expedition aus dem Sahre 1920 beziehen müsse, und damals habe das Territorium der fernöstlichen Republik unterstanden, die die Einwilligung zu Forschungsreisen gegeben hätte. Die Drohnote Tschitscherins werde im übrigen überhaupt nicht beantwortet werden.
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Aus Stadt und Land.
Personalien. Ss wurden ernannt: Der Kreissparkassenrendant Ludwig Möller zum Kreissparkassendirektor, der Kreisansschußobersekretär Scholz zum Kreisausschußbllrodi- rektor, die Kreisausschußsekretäre Will, Weber und Engelke zu Kreisansschußobersekretären, der KreisfUr- sorgesekretär B r e h l e r zum Kreiswohlfahrtssekretär, der Kreisverwaltungssekretär L e i st e r zum Keisausschußsekretär.
Ertrunken. Gestern morgen trieb die Leiche einer hiesigen Einwohnerin im Wollwebergraben. Aach unseren Ermittelung gen hat die Polizei noch nicht festgestellt, ob es sich um einen Selbstmord oder Unglücksfall handelt.
Landesbibliothek. Die Ferien dauern vom 24. 12. bis zum Sahresschluß. Letzter Ausleihetag ist der 23. Dezember.
Umsatzsteuererklärung. Wir verwe'i/e^^ns die Bekannt- machung des Finanzamtes in der heutigen Nummer und empfehlen ihre Beachtung.
Das Finanzamt schreibt uns:
Gemäß § 201 der U. A. sind die im Besitze der Pflichtigen befindlichen Weiierveräußerungsbescheinigungen mit dem Ablauf dieses Sahres wieder zu erneuern. Die Anträge für die seitherigen Snhaber von Weiterveräußerungsbescheinigun- gen sind bis zum 31. 12. 1924 dem Finanzamt einzureichen. Neue Beantragungen sind nach einem vorgeschriebonen Formular bis ebenfalls 31. 12. 1924 am Finanzamt, Zimmer Ar. 31 in den Vormittagsstunden zu bewirken. Später einlaufende Anträge können keine Berücksichtigung mehr finden.
Aus dem Gerichtssaal.
Es wurde zunächst gegen mehrere Angeklagte verhandelt, die sich wegen Uebertretung der Poliseiftme zu verantworten hatten. Mit Ausnahme des Angeklagten S. wurden sie zu je 20 Mark Geldstrafe und Tragung der Ge- richtskosten verurteilt. — Wegen nächtlicher Ru heft ö r u n g war der Ingenieur K. vor Gericht gezogen. LS erfolgte infolge mangelhafter Beweise Freispruch. — Der Gastwirt B. aus Elters erhieir eine Strafe von 20 Mark und Tragung der Unkosten wegen unbefugten W e i d e n s auf staatl. Zorstgebiet. — Zu insgesamt 60 Mark wurde der Viehhändler L. verurteilt, wegen Viehtreibens ohne Kontrollbuch und Motorradfahrens ohne Führerschein. — Ebenfalls wegen Uebertretung der Verkehrsordnung hatten sich der Kaufmann G. und der Metzger H. zu rechtfertigen. G. wurde zu 5 Mk Strafe verurteilt, H. jourbe freigesprocyen. — Der Kaufmann B., der in Langenvieber im September Getreide ohne Legitimation aufgekauft haben sollte, wurde freigesprochen. — Auch bei den Arbeitern K. und L., die nächtlicher Ruhestörung wegen angezeigt waren, erkannte das Gericht auf Freispruch. — Der Gastwirt K. wurde wegen zu später Anmeldung eines Fremden an der Polizei zu 30 Mark Strafe verurteilt. — Der wegen groben Unfugs angeklagte Z. wurde freigefprochen. — Sm Verfahren gegen die minderjährige Angeklagte L. erklärte sich das Gericht als nicht zuständig und verwies die Sache an das Jugendgericht.
Das Landratsamt teilt uns mit:
„Ueber die Beleuchtung der Fahrräder bei Dunkelheit und bei starkem Nebel herrscht teilweise Unklarheit. Nach den ministeriellen Bestimmungen dürfen nur hellbrennende Laternen mit farblosen Gläsern, welche den Lichtschein nach vorn auf die Fahrbahn werfen, verwendet werden. Eine Ausstattung der Radfahrlaternen mit rotem oder grünem Seitenlicht ist unlässig."
Vm Postamt wird uns geschrieben:
Sonntag, den 21. D e z e m b e r ist die Paketannahme- und Ausgabe von 8—12 Uhr vormittags geöffnet. — An den Weihnachtstagen und am N e u j a h r s t a g e ist der Schalterdienst und der Zustelldienst wie folgt geregelt:
Am 24. Dezember werden die Schalter, abgesehen von dem Schalter für die Annahme von Telegrammen und die An-