Einzelbild herunterladen
 

Donnerstag, den IS. Dezember 1924.

Nr. 15

Mische Morgenzettung.

L Beiblatt.

Verlag: Fulda, Kanalstraße 44.

oooo=oo===ooo===ooooooooo=ooooooooooooooooooooooooooo.ooo,oooooooooo0ooooooooooooooooooooo,oeoooooo»oo,o.oopoo=oo,o<,o=ooooooooo,ooooooeo=.,oo.ooo|o.oooooooooooo=ooooooooooooooooooooooaoo

Aus der Rittemit.

Von Herbert Lewandowski. i

Das Zeitalter des Minnedienstes, der ritterlichen Turniere und Heldentaten ist das erste, in dem die Stau aus der Ab- geschiossenkeil des häuslichen Lebens hervortritt, um am ge­sellschaftlichen Leben teilzunehmen. Liest sie sich früher allen­falls beim Kirchgang sehen, so erscheint sie jetzt bei allen fest­lichen Gelegenheiten in der Öffentlichkeit und läßt sich be- i. undern und anschwärmen.

Die Sormen des göselljchaftlichen Lebens waren stark aus­geprägt, und da Knigges „Umgang mit Menschen" den Heran­wachsenden jungen Damen damals noch nicht die Anstandsre­geln beibringen konnte, so wurden die Jungfrauen an irgend­einen Hof gejcpickt, wo sie einer Königin und Fürstin das hö­fische Benehmen abgucken konnten. Die jungen Mädchen ; siegten ihrer Herrin und Lehrerin wie ein Schatten zu folgen, man sah immer den ganzen Schwarm. Bon Hilde im „Gu- t.unlieb“ wird erzählt:

Mit ihr gingen Jungfrauen

Zwanzig oder baß.

Die Obliegenheiten der jungen Mädchen waren nicht im­mer die unangenehmsten. Bor allen Dingen mußten sie zwar lernen, sich zu bewegen, beim Gehen leise und kleine Schritte zu nehmen nicht mit den Armen zu schlenkern den Blick achtsam zu Boden zu senken, daneben lernten sie aber auch ganz offi­ziell das Kugen. c^s bestand nämlich damals die schöne Sitte, d>e heute sicher manches Kopfschütteln erregen würde, baß die Damen, wenn Besuch in Sicht war, den Fremden entgegenge­hen mußten, um sie mit einem Kusse zu begrüßen. So wird Krimhild, als Siegfried nach Worms kommt, erlaubt, den „waetlichen" Mann zu küssen. Frau und Tochter des Mark­grafen Rüdiger müssen an einer anderen Stelle des „Nibelun­genliedes" im ganzen sechs Helden küssen. Bei dem grimmen Hagen erscheint es der Tochter keine Kleinigkeit der Pflicht zu gehorchen:

Doch mußte sie erfüllen, was ihr der Wirt gebot,

da färbte sich ihr Antlitz erst bleich, dann wieder rot.

Wenn es aber schon einmal so weit ist, baß geküßt wird, dann kommt es nicht so genau darauf an. Als Herwig im „Gudrunlied" seine Braut Gudrun nach langer Trennung wie- berfinbet, fallen auch für die Freundin der Braut ein paar Küsse mit ab;

Jn seinen Armen hielt er die wunderholde Maid;

Was sie sich beide sagten, schien ihnen lieb und steid.

Er küßt, ich weist wie oft nicht, die Königin, die reiche,

Dazu auch Hildeburgen, die heimatlose Magd, die treue, (bleiche.

Allgemeiner Brauch 'der Zeit war es, baß die Frauen den Männern ihrer Wahl Liebespfänder gaben. Bald war es ein Gürtel oder ein Schleier, manchmal eine Locke ober gar ein Strumpfband. Mehrfach wurde dieses Liebespfand am Helm oder Schild sichtbar getragen.

Wie sahen nun die Frauen aus, deren Handschuh oder Kopftuch die Ritter an ihren Waffen befestigten, um für sie Kämpfe und Abenteuer zu bestehen und dann den „minnigli- chen" Lohn zu empfangen? „Schlank, rank und rund, von Hautfarbe weist und rosig, auf zierlichen Füßen mit feinen Knöchelchen, unten so gehöhlt, „baß ein Vogel durchschlüpfen konnte“, und in den „zart gedrollenen" Hüften leicht und ela- stich sich bewegend. Mit gerundeten Armen vom rechten Mast, langen schlanken Fingern, rosigen Nägeln . . mit rei­chen, langen seidenweichen Haaren, blühenden Wangen, einem kleinen rot und kußlicb schwellenden Mund, einem feinen Grüb- cbenkinn, kleinen, weißen, ovalen Ohren, Zähnen von schnee- weißem Schmelz und Echter Fügung ausgestattet, züchtig zu­gleich und feurig, fuß und frisch, eine tauschimmernde Rose".

Mancher Dichter besang die Schönheit der deutschen Frau- an. Wer kennt nicht die schönen Verse Walthers von der Vo­gelweide:

„Zücytig ist der deutsche Manu,

Deutsche Frauen sind engelschön und rein;

Töricht, wer sie schelten kann,

Anders mag es wahrlich nimmer sein:

Zucht und reine Minne,

Wer die sucht und liebt,

Komm in unser Land, wo es noch beide gibt, M- Lebt ich lange nur darinne."

Jn manchen Punkten waren die moralischen Auffassungen der Frau von heutigen Ansichten recht verschieden. Während es für selbstverständlich galt, baß die Frauen die fremden Hel­den küßten, legten die Frauen bei anderen Gelegenheiten eine ganz eigenartige Auffassung von Schamhaftigkeit an den Tag.

Als Gudrun und Hildburgis im „Gudrunlied" nur mit dem Hemd bekleidet und barfuß am Stranb die Kleider der bösen Königin Gerlinde waschen müssen, erscheinen — vor­läufig noch ohne sich zu erkennen zu geben — die Befreier Herwig und Ortwein:

Es zitterten vor Froste die schönen Mägdelein,

Da sprach der König Herwig: „Könnte es nicht sein, Daß es euch Minnigliche nicht bäuchte eine Schande, Zu tragen edle Mädchen, unsere Mantel auf dem rauhen

(Stranbe?“

Da sprach Frau Hildes T^chier: „Gott lasse euch gedeih» Sure Mäntel beiden. R^?m Leibe mein

Sollen Menschenaugen nie sehen Manneskleid."

Daß die Werbungen in den höfischen Zeiten Anlast ganz besonders himmelhoher Versprechungen gewesen ist, läßt sich denken.

Horand berichtet im „Gudrunlied" der schönen Hilde, daß sein Geliebter allen Frauen entsagt habe, um nur sie' zu lieben.

Er sprach zu der Jungfrau: „Wol, er entbeut dir das, Dast sich sein Herze minnet, so gänzlich ohne Hast.

Nun last auch ihn genießen, o Jungfrau, deiner Güte!

Er hat um deinetwillen gewandt von allen Frauen sein

fGemüthe.

Später in der Ehe allerdings ging es nicht immer gänzlich ohne Streit ab. Mancher erzürnte Ehemann griff zum Prü- gelstock, wenn ihm die Gaue überlief. Auch der Held Sieg­fried machte keine Ausnahme davon, „dieser Degen kühn und gut."

So erzählt Kriemhild dem Hagen:

„Das hat mich schon gereuet . . .

Auch hat er so verbläuet zur Strafe meinen Leib;

Daß ich es je geredet, beschwerte seinen Mut;

Gr hat es wohl gerochen, dieser Degen kühn und gut“.

Kriemhild findet es scheinbar ganz in der Ordnung, boß ihr Gemahl ihre Handlungsweise so „gerochen“ hat. Vielleicht betonte eine tüchtige Prügelstrafe den Eharakter der Männ­lichkeit. Mathilde, die Tochter eines Grafen von Flandern wenigstens wollte ihren Bewerber Wilhelm partout nicht hei­raten. Nachdem er sie aber tüchtig verprügelt hatte, erklärte sie, ihm und keinem anderen wolle sie angehören.

So entbehrte also auch das höfische Leben, das Zeitaiier der Minnesänger, das vielen Menschen späteren Zeiten immer als eine ganz ideale Epoche vorschwebte, nicht seiner Schat­tenseiten. Die Stellung der Frau war nach außen hin viel­leicht freier und glänzender als in manchen anderen Zeitläufen, verführte sie aber dann auch zu vielen Untugenden und Un­sitten, von denen hier nicht die Rede sein soll.

Drei Frauen.

Cybia ist so klug, dast man nicht recht versteht, weshalb sie so unansehnlich in ihrem Aeusteren ist. Fhre Unscheinbar­keil ist aber weniger eine Sache der Begabung als des Tem­peraments. Sie ist wirkUcy sehr klug und gelpreich, von einer Art, die sie überall zu einer sehr begehrten Unterhalterin macht. Aber trotzdem wünscht jeder, der [L, eben erst so aus­gezeichnet mit ihr unterhalten hat, daß sie auch sonst etwas an­ziehender sein moiyte. Aber j)as glänzende Wissen ist in die­sem Falle wirklich ein Fluch. Sie glaubt sich durch ihre geisti­gen Gaben über das Gros ihrer Kameradinnen und über deren kleinen Schönheitssorgen weit erhaben; und das ist das Ge­heimnis, weshalb es ihr nicht gelingt, in Leben und Gesell­schaft wirkliche Erfolge zu erzielen.

Margot dagegen ist überaus reizend und von einer gütigen Natur mit allen jenen Eigenschaften beschenkt, hie zur Voll­kommenheit mädchenhafter Lieblichkeit beitragen. Sie kennt ihre Reize sehr genau und achtet auch sehr darauf, daß vie an­deren diese Reize ebenfalls kennen und bewundern. Jbr Schlaf­zimmer erinnert an den Ankleidesaion einer berühmten Ope- rettendiva, mit al! den Pomaden, Pudern, Parfüms und an • deren Kosmetika, die darin aufgestapelt sind. Fhre wöchent- 1 leben Ausgaben für Maniküre und Frisieren würden genügen, eine sechsköpfige Arbeiterfamilie gut zu ernähren. Sie geht auch nie aus, ohne irgend etwas mit nach Hause zu bringen, das ihrer Verschönerung dienen könnte. Aber sie ist nicht nur selbst eine Sklavin ihrer Schönheit; auch die anderen müssen sich vor ihr beugen. Und sie scheint es gar nicht zu bemerken, dast sie dadurch überall, wohin sie kommt, großes Unbehagen oerbreitet.

Lisa, die Dritte im. Bunde, hat etwas von Lgdias Klug­heit und viel von Margots Lieblichkeit. Aber in ihrer Klug­heit ist Takt und sie hat das Talent, andere fühlen zu lassen, daß auch sie klug sind. Jbre Schönheit ist in sich vollkommen, weil Lisa die Kunst versteht, sich auf die richtige Weise, das beißt auf die, die ihr steht, anzuziehen. Jbre Erfolge grün- densich nicht nur auf persönliche Reize. Sie bringt es aus­gezeichnet fertig, bei jeder Gesellschaft mit der größten Teil­nahme irgendeinem langweiligen Menschen zuzuhören, der sich über sein Lieblingsthema bis in die Unendlichkeit verbreitet. Jbr Aeusteres kultiviert sie nicht um jeden Preis, sondern nur so weit, als es wirklich nötig ist. Bei diesen Gelegenheiten ist sie übrigens sehr bestrebt, das Angenehme mit dem Nütz­lichen zu verbinden. Mit einem offenen Buche vor sich po­liert sie sich ihre Fingernägel nach dem Rgthmus eines Gedich­tes, das sie lernt. Während sie sich das Haar bürstet über­hört sie sich die kleinen Ehancons, mit denen sie soviel Beifall findet. JJt es eia Wunder, daß Lisa, obwohl sie lange nicht so klug und geistreich wie Lgdia und lange nicht so schön wie Margot ist, doch die größten Erfolge aufzuweisen hat?

Der zum Alter passende M

Heutzutage pflegen die Kleider und Hüte keinerlei „Alters­merkmale" zu zeigen. Die allgemeine Anschauung geht dahin, dast jede Hutform uno dasselbe Kleid gleicherweiie für Groß­mutter, Mutter und Tochter passend sei. Häufig führt diese Anschauung aber zu sehr beklagenswerten Ergebnissen. Die engen Hute in halber Glocken- und halber Directoire-Form kleiden die wenigsten Frauen in mittleren Fahren. Diese klei­nen Hüte, die das Haar vollkommen bedecken, pflegen sehr „hart" auszusehen, wenn ihnen nicht durch eine gejebickte Garnitur einige Weichheit verliehen wird. Eine berühmte Lonooner Putzmacherin, eine sehr erfahrene Frau in diesen Dingen, behauptet? vor kurzem, daß unter gar keinen Umstän­den auch nur die kleinste Locke unter dem Hut von heute her- vorschauen dürfe. Ein Gesicht aber, das nicht mehr ganz jung ist braucht den meiner machenden Effekt losen Haares. Und dann sollte sich die eigentliche Krempe des Hutes, wenn sie* auch schmal bleibt, nach dem Alter der Trägerin richten. Jn neun von zehn Fällen sieht eine Frau jünger aus in einem kleinen Hut mit fast gerader Krempe, als in einem, der einen

Teil ihres Gesichtes und fast alles Haar verdeckt. Großmüt­ter, die sich das Haar pudern, sehen entzückend in dreieckigen Hüten aus, die an der linken Seite mit einer großen Kokar­de aus Moireeband verziert sind. Die Durchschnittsfrau zwischen 45 und 50 Fahren sieht am besten in einem eleganten Glockenhut mit ziemlich gerader Krempe und mäßig hohem Kopf aus, dabei ist es wichtig, daß der Hut nicht zu weit übers Haar gesetzt wird — nur gerade weit genug. Fede Frau, die sich beim Huteinkaufen die Mühe macht, mehrere Wirkungen zu probieren (und das tun die meisten), wird schnell verstehen, was hier gemeint ist. Auffallend alt macht das „Topf"-Mo- dell, das beinahme keine Krempe hat und vollkommen das Haar verbirgt. Es steht der älteren Frau der runde, leicht ge- schweifte Hut, der keine Mode hat am besten. Gute Strau­ßen ehern — kein Magazin davon sondern ein schönes Stück — umgeben ihn vorteilhaft und schmeicheln der Linie. Die Farbe ist nicht so wichtig wie die Form, obgleich naturgemäß ruhige und dunkle Töne vorteilhafter sind.

Was eine Kausfrau sich wünschen kann.

Wenn die Hausfrau und Mutter um diese Zeit der Vor­bereitungen die Wunschzettel ihrer Angehörigen durchsieht, sich zum Weihnachtsfeste rüstend, dann mag ihr wohl der Seufzer entschlüpfen: Unb ich? Bleibt da wohl noch ein Nestchen im Beutel für das, was ich an Wünschen auf dem Herzen habe?

Welche Hausfrau rechnet das nicht zu ihren Wünschen, was ihr die Arbeit abnimmt oder erleichtert, was Küche und Wäscheschrank verschont und bereichert? Ganz zuletzt viel­leicht wird die Frau, die de selbst Hand anlegen muß, an ihre persönlichen Bedürfnisse denken und sie geltend machen — im Gegensatz zu allen anderen Zamlienmitgliedern, die das Ge­meinsame, das zur Wirtschaft Nötige oder Nützliche, weist Gott. nie als ein Geschenk auch für sich ansehen würden.

Die Hauslrau aber wünscht mit solchen großen und kleinen Dingen des Haushalts doch nur zum Teil etwas, das sie in iyrer Person angeht. Wer es sich leisten kann, wird darum mit gutem Recht die Wunschliste dem anfragenden Gatten oder den Kind-.rn mit der Zweiteilung uoergeben: „Haushalts­wünsche — • Eigens Wünsche".

Was kann die Hausfrau sich nun wünschen, wenn sie an die Arbeit für den Tisch denkt?

Da sind die hübschen Erhitzer sogenannte Rechauds, ver­nickelt und mit Spirituslampcben für die Warmhaltung der Speisen auf dem Tische. Sie erweisen sich zumal im Winter, als recht gemütliche Freunde bei der Mahlzeit. Die kleine Flamme fingt, man darf ihrer Platte ruhig Porzellankannen und Teller anvertrauen Wie angenehm an einem Tische, wo viele essen und immer einer zu spät kommt — Da sind die Possiermaschinsn, durch hie man kraft der Einrichtung ver­schiedener S'ebgnßen alle Arten Gemüse, Kartoffeln, HUl- senftüchte, Muse usw. zu Brei zerrühren kann, ohne sich viel anzustrengen. Dann die Vrotschneidmaschine, die es auch mit Rimdiite^ern gcht; geradezu unentbehrlich in Häusern, wo viel Brot gegessen wird und wo Kinder sich häufig allein bedienen müssen. — Wer anspruchsvoll ist, wird an eine Knet- und Rühr Maschine erinnert, He schwere Teige durch die Drehung eine- Kurbel (Zahnradsisttem) leicht bearbeitet.

Praktisch, hübich uno wirtschaftlich sind Aluminium-Koch- gefäste besonders solche, die mit Rand versehen, eines in an- 'ere gesetzt werden können, so dast man vier Gerichte resp, drei Gerichte und einen Koste! Wasser zusammen auf einer Flamme kochen kann. Fch selbst habe diesen Satz Gefäße; er leistet vorzügliches, wenn man die Vorsicht gebraucht, ' die Töpfe einzeln für sich anzukochen und dann erst ineinanderzu- Icßen. Sehr erfreulich ist auch der oesitz einer Kochkiste, die wirklich zweckmäßig gebaut ist. Es gibt ferner Kartoffelschäl­maschinen sie sind aber weder ökonomisch noch nehmen sie in Wahrheit wesentlich Arbeit ab. Ja, wenn all diese rührenden reibenden, nutzenden Küchengeisterlein elektrisch anzuschließen wären, wie man es in amerikanischen Musterküchen hat! Aber das bleibt nur für Wenige erreichbar, höchstens mit Kleinig- keilen wird p an anzufangen sich getrauen. Der elektrisch.' Wasserkessel in einer Steckdose des Speisezimmers angeschlos­sen, auf einem Seitentisch oder dem Teewagen postiert, ist heute vielfach zu,indem Der Staubsauger mit elektrischem Anschluß ist ein erprobter Gehilfe für Decken, Vorhänge, leichte Tep- Picye. Bon schweren Teppichen saugt er zwar den oberflächli­chen Staub und hie abgetretene Wolle recht gut doch was zum Grunde fackt, erreicht er nur unvollständig. Dicke Teppiche müssen also trotzdem zeitweilig geklopft werden: für die tägliche Reinigung ist er aber nützlich: er erspart Bücken und Bürsten lnd verhindert das Wirbeln des Staubes. Eine Neuerung un- <cr elektrischen Geräten ist ferner die Kochplatte; ein rundes Gestell, das ein Gefäß trägt und womit man überall kochen kann; in Krankheitsfällen, wenn man es zu Tee- oder schneller Getränkebereitung im Schlafzimmer anschließen kann, ein guter Gehilfe.

Keine Hausfrau wird außerdem mit Wünschen in Verle­genheit kommen; was haben die Fähre, in denen man nichts erneuern konnte, an Geweben und Geräten alles zerstört Wenn der Haushalt nur im Zeichen des „Wiederaufbaues" steht, wird seine Lenkerin schon Beglückung genug empfinden, und es wird durchaus nicht nötig fein, daß alles auf einmal be­schert , was schön und nützlich zu sein scheint.

Kritische Sprüche.

Ein kluger Mann muß nicht hören auf der Frauen Weinen.

*

Jebe Torheit der Frau ist eine Dummheit des Mannes.

Alle Bosheit ist ein Scherz gegen eines Weibes Bosheit. (Prediger Salomonis 15.)