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Der Skilauf im Hochgebirge.

Soeben erscheint im Verlage von Z. A. Brock­haus ein für alle Bergsteiger und Skifahrer wich­tiges Buch dieSchule der Berge" von dem Engländer S. Winthrop Soung, der zu den her­vorragendsten englischen Bergsteigern gehört und in diesem Buche die reiche Erfahrung seiner lang­jährigen Bekanntschaft mit den Alpen gesammelt hat. " Wir bringen hier einen interessanten Ab­schnitt, aus der Zeder Anold Lunns.

Die Redaktion.

Moores Ueborfchreitung der Strahlegg und des Zinsteraar- ioches im Sanuar 1865 kann als Beginn der Winterhochtou­ristik gelten. Die erste Winterfahrt auf einen Grostgipfel war die Besteigung des Wetterhorns durch A. B. B. Toolidge und Mist Breoort im Sahre 1874. Einige Tage später standen beide auch auf der Sungfrau. Diesem Beispiele folgte eine auserlesene Schar von Bergsteigern, unter denen Mrs. Le Blond einen Ehrenplatz beanspruchen darf. Aber erst nach Paulckes Durchquerung des Berner Oberlandes auf Skiern im Sahre 1897 wurde der Winter in den Bergen volkstüm­lich. Bis dahin hatten nur wenige an der Schneewaterei Ge­schmack gefunden; jetzt eröffnete die Verbindung des Ski­sportes mit der Bergsteigerei neue, reizvolle Möglichkeiten.

Es dauerte geraume Zeit, ehe die Engländer sich aufraff- len. Die Zahl der von britischen Skiläufern gemachten Slet- scherfahrten ist heute noch gering. Die Deutschen, Oesterrei- rher und Schweizer hingegen haben das Hochgebirge schon gründlich auf Skiern erforscht und betrachten das neue Hilfs­mittel als eine Selbstverständlichkeit.

Die Zeit ist nicht fern, wo man alle Klubhütten mit Skiern ausrüsten wird. Viele Alpinisten haben längst begriffen, dast Berge wie der Monte Rofa oder das Zermatter Breithorn dem Schneeläufer zu jeder Sahreszeit günstige Gelegenheit bie­ten. Wer die Mühe nicht scheut, ein Paar leichter Sommer­skier mitzunehmen, der wird durch die schöne Abfahrt mehr als entschädigt.

Es gibt keinen Monat im Sahr, in dem ich nicht schon ge­nustreiche Skifahrten gemacht hätte, und keine Sahreszeit, in Ser nicht vorzügliche Verhältnisse anzutreffen wären. Sn schlechten Sommern wird sogar der begeisterte Zelskletterer im Ski einen Tröster haben. So mancher hat eine Woche, oft sogar vierzehn Lage und länger warten müssen, ehe ihm der Wettergott einen Gipfel zugestand. Mit Skiern läßt sich von der Hütte aus auch ein halbwegs guter Nachmittag trefflich ausnutzen. Linst fast ich auf der Lgon-vom-Steiger- Hütte. Nachdem es einen Lag und eine Nacht geschneit hatte, klärte es um 10 Uhr früh auf. Zwei Gesellschaften wurden nach kurzem Kampf von der leichten Lbnenfluh zurückgeschla­gen. Mein Zreund und ich gingen auf Skiern und erreichten den Gipfel in der üblichen Zeit. Nach prächtiger Abfahrt flie­sten wir in die Hütte auf die verdrossenen Zusttapfer. Sn die endlose Reihe der Regentage sind gewöhnlich vereinzelte schö­ne Lage eingeschaltet, die dem Kletterer nichts nützen, dem Lchneeläufer restlosen Gewinn bedeuten.

Zür Lie in vielen guten Handbüchern gelehrten Anfangs- gründe des Skilaufes fehlt hier der Raum. Sch will nur kurz darauf hinweisen, dast die Kunst immer dieselbe bleibt, einerlei, ob man sie im Hügelland oder im Hochgebirge aus- übt. Die von Sbarsky erdachte Lilienfelder Technik hat in dieser Hinsicht viele Leute irregeführt. Seine kurzen Skier erschwerten die Schlustfahrt und erleichterten das Bogenfahren, so dast man die Bretter sehr schnell beherrschen lernte, unter Umgehung aller Schwierigkeiten. Dazu kam ausgiebiger Stockgebrauch. Obgleich dieser Stil heute nicht mehr gilt, bilden viele Leute sich noch ein, dast der norwegische Stil fürs Hochgebirge zu schneidig sei. Sn Wirklichkeit ist das Zirn- gelände viel leichter als das Mittelgebirge, wo der Wald die Hauptschwierigkeiten erzeugt. Daher eigne man sich ruhig den schwungvollen norwegischen Stil an, bei dem alle Bewegun­gen fast ohne Stockhilfe gemacht werden. Volle Beherrsch­ung der Skier ist unmöglich, wenn man auf dem Stock reitet.

Auf Bergfahrten kommen zulässige Stockhilfen vor; je- doch rate ich dem Anfänger, sich nicht um den Stock zu küm­mern, ehe er eine größere Gewandtheit im stocklosen Fahren erlangte. Bei aller Vorsicht wird es im Hochgebirge oft nö­tig, sehr schnell zu fahren. Sm Wettrennen mit der Nacht oder mit einem heraufziehenden Wetter rettet uns nur die Ge­schwindigkeit. Die mit der Sicherheit verträgliche Höchstge­schwindigkeit läßt sich aber nur durch stetes lieben im Mittel­gebirge erzielen, indem man jeweils immer etwas schneller läuft als das eigene Sicherheitsgefllhl juläßt.

Der rücksichtslose Läufer, der häufig hinfällt, bedeutet im Hochgebirge eine Gefahr für seine Begleiter. Der Langsame ist ein Aergernis und vermag oft gefährliche Aufenthalte zu verursachen. Die Standhaftigkeit ist die Hauptfache; aber die Schnelligkeit ist auch wichtig. Bei guter Anleitung lernt der Durchschnittsmensch in vierzehn Tagen ziemlich zügliches Lau­fen und langsame Schwünge auf gewöhnlichem Schnee. Na- türlich hat er noch weit zum tüchtigen Läufer; aber einige der bedeutendsten Skifahrten in den Hochalpen sind von mittelmä- stigen Läufern durchgeführt worden. Daher rate ich dem Bergsteiger, sich in die flinke Kunst einweihen zu lassen, um sie auch in regnerischen Sommern anzuwenden. Sie wird ihm balb Freude machen. Leicht wird man ein mäßiger und mit et­was Geduld auch ein guter Läufer. Das höchste Ziel ist na­türlich nur wenigen erreichbar.

Um dem Lefer die folgenden Seiten verständlich zu machen, must ich ihm kur? über das Wesentliche der Bogen und Schwünge belehren.

Auf den Brettern gleitend sucht man jeweils zwei Punkte der verschneiten Landschaft durch eine gerade Linie zu ver- binden. Infolge mannigfacher Hindernisse sich dieser Wunsch nur selten verwirklichen und dann auch nur auf ver- haltnismäßig kurzen Strecken. Daher muß man sich drehen uno wenden. Die Schwünge des Skiläufers sind nicht Selbst- ?weck wie die des Eisläufers, sondern aus der Notwendigkeit Sporen. Nebenher können sie auch schön sein.

g^t drei Hauptarten: den Stemmschwung, den Tele- la-jchwung und den Kristianiaschwung. Seden von ihnen ?um plötzlichen Anhalten und zum Richtungswechsel vor Fahrt benutzen. Da das Abfahren im Zickzack oder in

Schlangenwindungen den Weg verlängert, so dient es auch als Bremse, wo der Abhang für die gerade Schutzbahn zu steil ist. Die Wahl des Schwunges hängt von der Schueebeschaf- fenheit ab.

Der leichteste und langsamste ist der Stemmbogen. Er bildet den eisernen Bestand des Gebirgsläufers, weil er noch von Oberflächen geduldet wird, die den Telemak oder Kristia­nia überaus schwierig und unmöglich machen. Der Anfänger möge versuchen, Stemmbogen und Kristiania zu verbinden, in­dem er jenen mit diesem beendet. Dieser Stemmkristiania (zum Unterschied vom offenen K) ist der dankbarste aller Ski- schwünge. Nach der Listenfelder Zahrweise verliest man sich ausschließlich auf den Stemmbogen, die anderen als Kunst­stücke betrachtend. Auf gewissen Schneearten sind die beiden anderen Schwünge aber besser, weil man sie aus großer Ge­schwindigkeit machen kann, was beim Stemmbogen unmög­lich ist.

Der Telemak bewährt sich in tiefem Schnee und bei wei­chem Bruhharsch. Die schnelle Zahrt beendet man am besten mit einem Kristiania. Aneinandergereihte Scherenkristianias sind schwierig, aber es lohnt sich, sie zu können. Leichter und sicherer ist der aus Stemmschwüngen zusammengesetzte Schlan­genbogen. Den Geübten erkennt man an den zu einem anmu­tigen Schweben verfliestenden Schwüngen. Sm Hochgebirge ziehe ich Stemmbogen und Kristiania dem Telemak vor, es sei denn, dast ich tiefem Weichschnee oder zarter Kruste begegne.

Beim Telemak verlegt man das ganze Körpergewicht auf einen Fust und hat daher weniger Gewalt über den anderen Ski. Ueberdies sind die Stürze bei mißglückten Telemak- schwUngen gefährlicher. Bei fehlerhaften Stemmbogen oder Kristiania fällt man gewöhnlich nach innen gegen den Hang, beim verunglückten Telemak nach außen und auf die Nase. Auch neigen die Telemakskier zu hinterlistigen Kreuzungen.

Also kurz: Stöcke möglichst wenig gebrauchen; Stemm- schwünge laufen, wenn der Schnee nicht durchaus den Tele­mak verlangt. Zum plötzlichen Anhalten lieber den Kristiania als den Telemak benutzen.

Die übliche BergrUstung ergänzt der Skiläufer durch Skier Seehundsfelle, Skistöcke und Werkzeuge. Zu Ratschlägen über die Wahl der Skier fehlt mir hier der Raum. Sch möchte nur erwähnen, dast die Skier für Hochtouren nicht so sehr viel kürzer zu sein brauchen als die Skier fürs Hügelland. Man nehme sie vielleicht um eine Handbreit kürzer. Sehr kurze Skier taugen nur für den Sommer. Sch habe die allerläng­sten Skier, die im Handel zu haben waren, auf ziemlich aus­gedehnten Zährten verwendet und die nächst kleinere Nummer im Hochgebirge.

Die abnehmbaren Zelle sollen das Zurückrutschen im Ab­stiege verhindern. Die Skistiefel macht man etwas größer als die gewöhnlichen Bergstiefel. Sie sollen eine leichtere Be- nagelung erhalten, aber auf keinen Fall unbenagelt bleiben. Der unbenagelte Stiefel entspringt einer gedankenlosen Nach­ahmung der norwegischen Fußbekleidung.

Auf alle Gletscherfahrten nehme man Steigeisen mit. Acht­zackige sind die besten; aber auch sechszackige leisten gute Dienste. Die kleinen vierzackigen Eisen sitzen schlecht und sind unbequem. Wegen weiterer Einzelheiten verweise ich den Leser auf mein Bucy über den Geländelauf (Tross Sorntry Skiing).

Die Ursache der Haffkrankheit aufgeklärt.

Arsenhaltige Abwässer als Krankheitserreger.

Die aus Anlast des Auftretens der Haffkrankheit bei Fi- schern des Frischen Haffs in Ostpreußen ausgeführten wissen­schaftlichen Untersuchungen, an denen in erster Linie das In­stitut für InfektionskrankheitenNobert Koch" in Berlin, die Landesanstalt für Wasser-, Boden- und Lufthggiene in Berlin-Dahlem, die Staatliche Nahrungsmittelunlersuchungs- anstalt in Berlin und die Nahrungsmitteluntersuchungsanstalt der Landwirtschaftskammer in Königsberg i. Pr. beteiligt sind, haben, wie dem Amtlichen Preustischen Pressedienst aus dem Preussischen Wohlfahrtsministerium geschrieben wird, ergeben, dast

1. die Einspritzung von 1 ccm. keimfrei filtrierten Haffwas- Jers bei Menschen, die bereits einen Anfall der Haff­krankheit durchgemacht haben, einen neuen Anfall aus­zulösen imstande ist;

2. in Blut, Harn und Organteilen von an der Haffkrank­heil erkrankten oder ihr zum Opfer gefallenen Menschen und Tieren Arsen enthalten ist; in Haffischen konnten da­gegen nur ganz geringe Spuren Arsen nachgewiesen wer­den;

3. im Wasser des Haffs nicht unerhebliche Mengen Arsen enthalten sind, und zwar zum Teil in gelöster Zorm, zum Teil als flüchtiges Gas, das nicht Arsenwasserstoff, son­dern eine höher molekuläre organische Arsenverbindung ist;

4. aus dem Schlamm des Haffs sogen.Arsenpilze" gezüch­tet werden konnten, die imstande sind, aus arsenhaltigen Substanzen, wie sie auch die arsenspeichernden Wasseral­gen darstellen, flüchtige Arsenverbindungen zu entwickeln;

5. in den Ablaugen der Zellulosefabriken erhebliche Mengen Arsen enthalten waren.

Hieraus kann mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrschein- lirhkeit der Schluß gezogen werden, dast das mit den Ablau- gen der Zellulosefabriken dem Haffwasser beigemenge Arsen durch biologische Vorgänge im Haffschlamm in flüchtige hoch- molekuläre Arsenverbindungen übergeführt wurde, die die Er­krankungen der Zischer veranlastt haben.

Um den Doktorhut.

(dt.) ön Lund fand dieser Tage eine Doktordisputation statt, die aus dem Rahmen der sonstigen ähnlichen Ereignisse herausfällt. Der betreffende Kandidat hat eine so eigentüm« liebe Laufbahn hinter sich, dast wohl ein Bericht darüber lohnt. Begabungen unter ganz jungen Leuten sind keine Seltenheit.

es ist vorgekommen, dast ein Sechzehnjähriger sich als

Astronom einen Namen gemacht hat; weniger gewöhnlich ist dagegen, dast ein reifer Mann neben seiner Berufsarbeit ein Examen nach dem andern absolviert, um nach eifrigstem Selbststudium schließlich mit dem Doktorhut gekrönt zu wer­den. Und das ist hier der Fall. Vor wenigen Sahren noch war der frischgebackene Doktor Voiksschullehrer in einem ab- gelengenen Dorfe Schwedens. Aber er war ein begabter junger Mann und die Volksschule war ihm zu eng. Er ver­tauschte sein Lehramt gegen einen Redakteurposten in der Hauptstadt. Und als Redakteur lag er nicht auf der Bären­haut. Er schrieb lange Leitartikel für jede Nummer, mit un­streitiger Energie uno viel Talent und polemisierte nach Rechts wie nach Links. Auch Vorträge hielt er und war unermüdlich tätig. Ungeheures Erstaunen erregte es, als er eines Tages das Abiturium gemacht hatte, was für ihn, der kein Latein ge­konnte hatte, nicht so einfach gewefen war. Man nahm an, dast nun seine Energie erschöpft sein würde, aber keines­wegs. Er schrieb wohl seine Leitartikel weiter, versäumte des­wegen aber seine Studien nicht. Rasch absolvierte er das phi­losophische Studium, unter Verhältnissen, die dem Durch­schnittsmenschen für Studien nicht gerade geeignet erscheinen würden. Setzt hat er den Doktorhut errungen. Wohin sein Ehrgeiz nun sich wenden wird, ist noch nichts bekannt. Man nimmt an, dast er eine Professur anstrebt. Zreie Bahn dem Tüchtigen!

Sontra Gummisohle!

(dt.) Der neueste Streit ist: Gummisohle oder nicht Gum­misohle! Ein Arzt behauptet, es sei schädlich, Gummisohlen zu tragen. Man bekommt schmerzende ZUste dadurch, sagt er, und mancherlei andere Unannehmlichkeiten sind die Folge. Es ist ähnlich wie bei dem Tragen von Gummischuhen, die aller­dings Kälte und Feuchtigkeit abhalten, aber die Ventilation vehindern. Dagegen sagen andere, dast die Gummisohle ja nur die Zustsohle bedeckt, also nicht mit Gummischuhen verglichen werden kann. Die Schuhmacher sind große Zeinde der Gum­misohle und schieben ihr alle möglichen schlechten Eigenschaften zu, weil naturgemäß ihr Vesohlhandwerk durch sie geschädigt wird. Der Träger von Gummisohlen wird sicher die Erfahr­ung gemacht haben, dast sich ihr Gebrauch billiger stellt und ein Neubesohlen nicht so zeitraubend ist, als wenn die Stiefel wo­chenlang in der Raparaturwerkstätten herumliegen müssen. Aus diesen verschiedenen Gründen wird die Gummisohle wahr­scheinlich trotz aller Angriffe sich behaupten.

Die Epidemie der Verbrechen.

(dt.) Sn Ehikago haben sich im Laufe der letzten Woche nicht weniger als 14 Morde und 33 Einbrüche ereignet. Ein Bankkassierer wurde niedergeschossen, ein elegant gekleideter Mann ermordet vor der Tür eines Restaurants aufgefunden, ein Student, der einen Einbrecher überraschte, von einer Ro- volverkugel niedergestreckt, sein Zustand ist hoffnungslos. Ein Polizist hat zwei Männer getötet, mit der Behauptung, daß sie feiner Zrau nachstellten. Ein Eifenbahnbeamter hat in der Trunkenheit einen Soldaten getötet und ein junger Mann sei­nen Onkel zu Boden geschlagen, weil dieser seine Mutter miß- handelte. Die Epidemie der Verbrechen wütet in der Welt. Sn Amerika, wie in Europa. Welche Hygiene kann Abhilfe schaffen?

Hahnenschreie in der Nacht.

(dt.) Kopenhagen rebelliert gegen die Störung der Nachtruhe durch Hahnengoschrei. Die Zeitungsspalten, Hallerr von Zür und Gegen wider: Hie Hahn, hie Nuhestörung! Man kann die Ruhestörer nicht verhaften und zur Woche bringen, ja, wenn es so einfach wäre! Aber so einfach ist es eben nicht. Also spricht man sich in den Zeitungen aus. Und nun scheint Abhilfe zu winken. Ein Herr berichtet über Hühner­haltung in Amerika, wo Hühnerzucht und Lierproduktion in großem Maststabe betrieben werden. Dort spezialisiert man sich: man verlegt sich entweder auf die Lierproduktion, oder man zieht Kücken auf. Kommt es auf die Kücken an, so muß man natürlich Hähne haben, will man nur Lier produzieren, so muß man natürlich haben, will man nur Lier produzieren, so kann man die Hähne ganz entbehren, und die Hühner legen dann nicht nur mehr Eier im wahr, sondern d i e Lier wer­den auch größer und halten sich länger frisch. Sn Amerika gibt es Hühnerfarmen mit zusammen 8 Millio­nen Hühnern, besond. meisten Stalienern, unter denen sich nicht ein einziger Hahn befindet. Ls wäre anzuraten, sagt der Ver­fasser dieses Artikels, wenn auch die einheimischen Eierpro- duzenten ihre Hähne abschafften, die viel Sutter kosten und im Hinblick auf die Lierproduktion ganz wertlos sind, im Gegen- teil eher schaden! Dast es Hähne geben muß, um den Be­stand zu sichern, ist eine andere Sache. Sn den Städten hat jedoch die Hühnerhaltung in der Regel den Zweck, den Haus­halt mit Liern zu versorgen, also weg mit den Häh­nen und die Bürger werden wieder ruhig schlafen könnens

Der älteste Mensch der Welt.

(dt.) Der älteste Mensch der Welt ist jetzt gefunden; es ist ein in Konstantinopel lebender Kurde, der nach beglaubigten Urkunden jetzt einhundertundfünfzig Sahre zählt.

Etwas verspätet.

(dt.) Vor einiger Zeit fand man in London in einer Woh­nung, in der ein jetzt verstorbener Briefträger gewohnt hatte, eine Monge Briefe und Karten die der Postbote aus irgend einem Anlast, wahrscheinlich aus Zaulheit und Leichtsinn, nicht ausgetragen hatte. Man hat nun dafür gesorgt, dast die Briefe in die Hände der Adressaten gekommen sind. Viele der Postsendungen stammen noch von der Zront, und zahlreiche sind älter als zehn Sahre. Das schlimmste, was der Postbote durch seine Liederlichkeit angerirhtet hat, ist, dast er zwei Lie­bespaare getrennt hat, und das ist eigentlich schlimm genug. Man hat Briefe von jungen Männern an ihre Bräu- te gefunden. Die jungen Damen haben die Geduld verloren, da sie keine Briefe mehr bekommen haben, und haben sich mit anderen verheiratet. Zwei sichere Beispiele dafür hat matt feftgejtellt. Man kann eigentlich sagen, dast es ein Glück für den Briefträger ist, dast er rechtzeitig starb. Diese Entdeckun­gen hätten sonst unangenehme Zolgen für ihn gehabt.