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_ üUS[ernten, in allen Nachkriegsjayren durch Lehrlings- tlücbilinge aus den besetzten Gebieten, sowie durch junge Lute aus dem Mittelstand, deren Eltern in Anbetracht der Teuerung auf geringe Ausbildungskosten und frühzeitige Lriverbsfähigk. Wert legen müssen. Der Zugang der Mad­den mit höherer Schulbildung zum Handwerk scheint abso- lut ^d relativ stärker zu sein als der der Knaben; genaue Sittern fehlen aber.

2 Hie unsicheren Verhältnisse veranlassen die Eltern, die Kin­der etwas Ordentliches lernen zu lassen.

- Die Bevorzugung der gelernten Arbeiter ist zweifellos auch ?um guten Ceil auf die aufklärende ^roeit von Schule und Berussamt zurückzufuhren.

4. Die organisierte Berufsberatung hat latente und verstreute Nachfrage wirksam gemacht und das Verhältnis von Lehrstellen und Lehrstellensuchenden überhaupt erst einiger- maßen überschaubar werden lassen.

Die weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands in den Fahren 1922=24 hat die Spannung zwi­schen Nachfrage und dem Angebot von Lehrstellen in geradezu katastrophaler Weise erhöht. Die vorläufige Unterbringung von Scyulentiagenen in Arbeitsstellen, mu oenen man sich in den Vorjahren vielerorts schlecht und recht durchgeholfen hat­te wurde 1924 infolge der wachsenden Arbeitslosenziffern der jugendlichen Arbeiter unmöglich. Als eines der traurigsten Symptome des niedergehenden wirtschaftlichen Lebens mutz^die Tatsache verbucht werden, daß von November 1923 bis 3e= bruar 1924 zu fast allen Berufsämtern Lehrlinge kamen die regen Schließung oder ä u ß e r ft e r Einschränk- ung des Betriebes von ihren Lehryerren entlassen worden waren.

Der Mangel an Lehrstellen hat zwangsläufig eine Abwan­derung der Lehrstellon-Anwärter zur ungelernten Ar­beit zur Folge.

Berichtigung. Jn Nummer 3 der , hessischen Morgen­zeitung" brachten wir unter der UeberfChristLin Cejei schreibt unseine Mitteilung aus Leserkreisen, die besagte, daß die Angestellten derFrankfurter Nachrichten" mit alten Zeitungslisten vom Kreisblatt " bewaffnet Abonnen- tenfang treiben. Unser Gewährsmann war nicht in der Lage dies genau festzustellen und dieFrankfurter Nachrichten" for­dern uns auf, dies dahin zu berichtigen, daß dieFrankfurter Nachrichten" auf Grund des früher von denFuldaer- Nachrichten" in ihrem Besitz befindlichen Materials ihre Abonnentenwerbung betreiben.

Zu Gunsten der evangeitzchen Kirche und dem Diakonissen­heim veranstaltet die evangelische Gemeinde im Saale des evangelischen Gemeindehauses, am Sonntag, den 14. Dezem­ber 1924 einen reichhaltigen Theaterabend. Auf allseitigen Wunsch wirdDas Nosel von Schwarzwald", undDas Glöcklein von 6unissähr", zur Auffuyrung gebracht, worauf jetztrton besonders hingewiesen wird.

Frau Holde.

Der Oratorien- und T o n ? e r 1 v e r e i n T ä c i = 1 i a Museum hatte zu seiner Aufführung ein volles Haus, des dramatischen Thorwerkes kann als guter Ci'olg gebucht werden.

Der Komponist, Professor Thierfelder gibt inFrau Hol- be ein tiefempfundenes Tongemälde, hegen Melodienfluß nicht minder fesselt als der geschickte Aufbau der dramatischen Hand!" ng. Dadurch wird die Aufführung derFrau Holde" an und für sich schon eine dankbare Aufgabe.

Der Lhor zeigte sich seiner Aufgabe, besonders im 2. Teil, sehr gut gewachsen. Wir Heven als besonders gut her­vor das uuett zwischen Lhor und Konrad:Der Nebel wallt und wogt im Wind"Ls faßt Entsetzen den Bösewicht". Dagegen hätten wir im dritten Teil, im Duett Thor und Jlfe (Seht, vor der gelben Dolde kniet nieder des Blinden Braut") den Lhor gern etwas zarter gehört. 6m ganzen kann dieLäcilia" mit ihrer Leistung zufrieden sein.

Von den S o l i st e n verdient an erster Stelle genannt zu werden Frau Cläre von Conto die mit ihrer wunder­bar weichen, grade in den höchsten Lagen so außerordentlich warm ansprechenden Stimme, eine reizende 6lse in das Herz, des Hörers zauderte. (Leider war das O r ch s st e r nicht im­mer einfu^luugsfähig p. p.l 6hr Partner Frieder, Herr A r - t h u r F r i s ch b i e r, verfügt über einen gut geschulten Te­nor, der besonders im Zusammenklang mit dem Solosopran gut zur Wirkung kam. Herr Arthur G s ch w i n d (Florian) hat einen guten tragjagigen Baß, eine besonders gute Aus­sprache (und mußte eigentlich gleich nach Frau Cläre von Coi>= la erwähnt werden.) Sein IntermezzoWie traumumfangen ruht das Tal" packte und gewann die Hörer in besonderem Maße. 6n die an und für sich wenig sympathische Rolle des Stadtschreibers Konrad konnte sich scheinbar auch nicht sein Darsteller Herr Lothar Schäfer hineinfühleu, oder wo­ran tags, daß der Wehruf,Weh mir, die Hexe vom Holde- stein!" so wenig Widerhall fand? Das Duett Lhor und Konrad (Lhor:Die Wolken zerreißen" war sehr gut) litt un­ter die.'er Ltimmungslosigkcit. DieFrau Holde" hatte in dankenswerter Weise Frau Hilda Stern-Fulda übernommen, deren rühmlichst bekannte Sicherheit daneben demganzen S.-pran wieder zum guten Gelingen verhalf -- Herrn Musikdirektor Leber gebührt zweifelsohne großer Dank für seine mühevolle, von gutein Crfolg gekrönte Arbeit der reiche Beifall des besetzten Hauses gab ihn ihm. =tr.=

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Fstmschau. ® a ft spiel Hanni W e i fz e i m C e n = traltheater. Die befwekannte und beliebte ^..mschau- fpielerin Hanni Weiße stellt sich ab Freitag dem Pub­likum persönlich vor. Wie wandlungsfähig und wie sie es versteht, allen ihren Rollen einen besonderen Lharakter zu ge­ben zeigt eine vor dem Gastspiel zur Zeit laufende amüsante und interessante Zusammenstellung einiger Filme, in denen die FilmkUnstlerin gespielt hat.

Die Sing- und Tanzspiele, in denen Hanni ^ eiße nun persönlich vor das Publikum tritt, geben ihr Gelegenheit zu zeigen, daß sie nicht nur Meisterin der stummen Kunst ist, son­dern daß sie auch im Leben über sprudelnden Humor und ein wahrhaft ansteckendes Lachen verfügt, daß sie singen und tan= ?en kann wie eine allererste Soubrette. 6hre Sketches: Das Aiädel mit den zwei Herzen und die Venus vom Kurbelkasten ein Blick hinter die Kulissen des Filmes entgalten prickeln- oe Musiknummern und Tänze erster Komponisten. Man I '"E die Melodien nach, wenn man schon das Theater ver­

läßt. Die Partner von Hanni Weiße sind zwei bekannte Berliner Schauspieler, die besonders für die Tournee ausge­sucht worden jind. Die Künstlerin gastierte bisher schon in über 35 großen Bühnen mit immer steigendem Crfolg.

6m Neuen Theater gehen bis einschließl. Freitag 2 Dramen über die Leinwand, die sowohl in ihrer Aufmachung wie in der Darstellung der einzelnen Rollen als durchaus ge­lungen bezeichnet werden können und jedem Besucher 2 Stun­den angenehme Unterhaltung bieten. Das Erste,das Ge­schöpf", schildert uns die Ränke und die sonderbaren Wege, die die Liebe einer schönen Frau in das Leben zweier Freunde hineinträgt. Das Zweite,der Renngraf" zeigt uns wie ein edeldenkender Mensch von adeligem Stande seine Liebe zu ei= nem einfachen Balèttmädel, trotz Gegenmaßnahmen seiner Angehörigen hochhält und schließlich das Mädchen als seine Gattin heimführt. ^s.-

Oberrealschule Fulda. BunterAbend. Wir möchten nicht verfehlen auf den heute im großen Stadtsaale stattfindn- den Bunten Abend hinzuweisen, dessen Reinertrag für die Errichtung einer Gedenktafel für die gefallenen Schüler der Anstalt bestimmt ist. Die Vortragsfolge ist so reichhaltig, daß ein Jeher ein paar unterhaltende Stunden verleben dürfte.

Hersfeld, 8. Dez. Die Polizeiverwaltung hat vor einiger Seit eine Verordnung erlassen, die es Gastwirtschaften und allen mit Spirituosen Handelnden verbietet, Liköre und Branntwein in Flaschen oder zum sofortigen Verbrauch an Freitagen und Samstagen von 12 Uhr mittags an abzugeben. Die Verordnung hat sich insofern bewährt, als der volkswirt­schaftlich unerfreuliche übermäßige Alkoholgenuß an den Lohn­zahlungstagen nachgelassen hat. Die Gastwirte sind mit der Verordnung einverstanden, da ihre Gaststätten wieder ihrer eigentlichen Bestimmung als Stätten der Erfrischung und Un­terhaltung zurückgegeben werden und nicht in den Verruf von Stätten des Trunkes kommen.

Steuerkarten 1925.

Das Städt. Steueramt teilt uns mit:

Die Steuerkarten für 1925 sind den Arbeitnehmern in der Stadt Fulda zugestelft. vie Steuerkarte hat den Zweck, Ar­beitgeber' und Arbeitnehmer über die Ermäßigungen aufzu­klären, die oeim Lohnpeneravzug zu berücksichtigen sind. Aach Prüfung der Karte durch den Arbeitnehmer ist diese unverzüg- h 1) an den Arbeitgeber abzugi den. Beamte, Ruhegehalts- Wartegeldempfänger, Witwen usw. haben die Karte sofort der b Bezüge auszahlende Kasse zuzuste'len. Zur Zeit Erwerb^ lose haben die Karte bei der ersten Arbeitsaufnahme dem Ar­beitgeber zu übergeben. Wechselt der Arbeitnehmer im Lau­fe des Steuerjahres 1925 den Arbeitgeber, so muß die Karte sofort dem neuen Arbeitgeber bei der Arbeitsaufnahme über­geben werden. Heimarbeiter (innen) müssen ebenfalls eine Steuerkarte haben. Arbeitnehmer, die noch keine Karte er= halten haben, mu«en sofort die Ausstellung einer solchen beim städtischen Steueramt beantragen. Daselbst werden auch Be­richtigungen pp. der Karten bis zum 13. d. Mts. vorgenom­men. Für in Verlust geratene Karten muß der Betrag von 1 Reichsmark bei der Neuausstellung entrichtet werden. Die Ermäßigungen für mittellose Angehörige sind bei dem Fi­nanzamt, nicht beim städtischen Steueramt zu beantragen. Ar­beitnehmer und Arbeitgeber dürfen unter keinen Umständen eine Berichtigung der Karte vornehmen.' Die Berichtigung erfolgt ausschließlich durch das städtische Steueramt bezw. Fi­nanzamt. Die Arbeitgeber, Kassen usw. wollen darauf achten, daß die Karten von sämtlichen Arbeitnehmern sofort zur Ab­lieferung gelangen. n

Die Bewirtschaftung möblierter Zimmer und übergroßer Wohnungen.

Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt hat ^m Preußischen Staatsrat den Entwurf einer Verordnung über die Bewirtschaftung möblierter Zimmer und übergroßer Wohnungen zugehen lassen, aus dem der Amtliche Preußi­sche Pressedienst bas Folgende mitteilt:

Die Vorschriften des Reichs Mietengesetzes und Ausführungsbestimmungen, sowie die Bestimmungen des 1. Abschnitts des Gesetzes über Mieterschutz und Mieteinigungs­ämter mit Ausnahme der des § 29, ferner die Vorschriften des Wohnungsmangelgefetzes sollen keine Anwendung fin­den auf möblierte Zimmer, die keine selbständige Wohnung darstellen. Ebenso soll eine 6 n a n s p r u ch n a h m e von Teilen einer Wohn u n g mit der Begründung, daß die Wohnung im Verhältnis zur Zahl ihrer Bewohner als übergroß anzusprechen sei, nicht mehr zulässig sein.

Soweit bis zum Jnkrafttrefen dieser Verordnung die 6n- anspruchnahme von Teilen übergroßer Wohnungen ausge­sprochen und durchgeführt worden ist, soll es bei den bisherigen Bestimmungen und dem durch die 6nanspruchnahme geschaffe­nen Zustand sein Bewenden haben. Dies soll auch bei einem Wechsel in der Person desjenigen gelten, demgegenüber die Inanspruchnahme ausgesprochen oder durchgeführt worden ist. Desgleichen sollen sämtliche vor dem 6nkrafttreten dieser Verordnung anhängig gewordenen Streitigkeiten über die Höhe der gesetzlichen Miete für möblierte Zimmer, die keine selbständige Wohnung darstellen, sowie anhängige Streitig­keiten über deren Herausgabe nach den bisherigen Vorschrif­ten erledigt werden.

Sämtliche vom Wohlfahrtsminister erteilten Ermächtigun­gen, soweit sie mit dieser Verordnung in Widerspruch stehen, sollen zuruckgenommen werden. Der Wohlfahrtsminister be­hält sich vor, auf Antrag von Kommunalaufsichtsbehörden für einzelne Gemeinden Ausnahmen von den Bestimmungen der §ö 1 und 2 zuzulassen. Die Verordnung soll mit dem I. Januar 1925 in Kraft treten.

Warnung vor einem Betrüger.

Am 9. Oktober 1924 sprach bei einer Behörde nach Dienstschluß der Kaufmann Hans Kohl aus Dortmund vor, der sich auf diesen Namen auswies, und angab, sich auf der Reise von Salzburg nach Dortmund zu befinden, woselbst er Maiunkrodtstraße Nr. 120 wohne und eine Stellung habe. Bis vor Kurzem sei er in französischer Gefangenschaft gewesen. Cs seien ihm jetzt unterwegs die Mittel ausgegangen, und aus sei­nen Papieren ging hervor, daß er von verschiedenen Fürsorge- stellen und Rotekreuzstellen Beiträge zur Weiterreise erhalten hatte. Auf seine dringenden Bitten und Vorstellungen hin ist ihm ein Betrag ausgehändigt worden, den er versprach in der Kürze wieder zurückzusenden. Da Rückzahlung nicht er= folgte, wandte die Behörde fid) an die Polizeiverwaltung in

Dortmund, die mitteilte, daß KA borf als ppwerer Einbre­cher bekannt und seine Angaben unwahr seien.

Von diesem Vorkommnis wird mit der Bitte Bericht er­stattet, eine öffent ühe Warnung vor dem Genannten ergehen zu lassen, damit nicht noch weitere Fürsorge und sonnige Stel­len um Geldbeträge gebracht werden. Personalien: Der Mann ist mittelgroß, dunkelblond, ohne Schnurrbart und war mit einem Hellen Gummimantel bekleidet".

Asbach. Wahlkuriosum. Bei Auszählung des Wahlergebnisses fand man hier in einem Umschlag statt der Stimmzettel ein anderes Blatt Papier mit folgendem Vers, der für sich selbst spricht:

Daß wir sind betrogen, das ist nicht gelogen.

6ch wähl auch keinen von dieser List weil viel zu groß der Wirrwarr ist. Wer nur zanken hat im Sinn, braucht nicht zu gehn bis nach Berlin; wer aber einmal dorten sitzt der soll auch tun was Ordnung ist, damit ein einig Reich aufblüht und nicht verderbend untergeht.

So mag ein jeder danach streben, daß wir als Deutsche können alle leben!

Ein zerfallendes Zollernschloß. Das überaus malerisch ge­legene alte Zollernschloß in Alt-Baringen, umspült von Egach und Steinach, geht unaufhaltsam seinem Verfalle entgegen. Sorgfältige Untersuchungen haben ergeben, daß das Schloß wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist. Durch seinen Ab­bruch würde aber auch zugleich das schöne Stadtbild zerstört werden. Das Betreten des Schlosses ist bis zur Entscheidung des württembergischen Parlaments verboten.

Das deutsche Drama in Straßburg. Unter der Spiellei­tung von Otto Henning gastierte die Schauspieltruppe des Basler Stadttheaters in Straßburg. Man gab Schillers Don Carlos. Diese erste deutsche Vorstellung seit dem Kriege verlief ohne jeglichen Zwischenfall. Zwar hatten vor der Aufführung Lokalblätter dem Gerüchte von einer Gegen­manifestation einer nationalistischen Gruppe Raum gegeben, doch blieb eine solche Kundgebung aus. Die Aufführung war recht zufriedenstellend. Eine hervorragende Leistung bot die Darstellung König Philipps. Die 6nszenierung, die auf das Einfache und Wichtigste zurückging, war für Straßburg neu­artig. Das Theater war, trotzdem die Preise um das Dop­pelte erhöht waren, bis auf den letzten Platz besetzt.

, âsÄ »W tfwnttie.

Spitzenschuleu in Spanien.

Am.- in Spanien regen sich die Frauen, besonders die Damen des Adels, bei denen der Sinn für Kleinkunst nicht so leicht von Alltagsmühe verschüttet werden kann, um die edlen, schönen Spitzentechniken neu zu pflegen, die auch hier, wie überall in europäischen Ländern, in Vergessenheit zu geraten drohten. Lange Zeit war der Wert einer handgenählen, handgeklöppelten Spitze mißachtet und elend bezahlt, als die Maschinenspitze mit ihrem oberflächlichen Effekt und ihrer Billigkeit überall Einzug hielt. 6nzwifcyen hat man sich längst besonnen, und wer sich vornehm kleinen will, an seinen Wohn-' fenstern und in seiner Einrichtung die billigen Cffekte vermei- ben will, der kauft doch nur noch echte handgearbeitete Spi- tzen. Seien Jie nun deutsche Klöppelspitzen, flämische Point lüce, französische Valenciennes und Filetspitzen, irische ge= häkelte Spitzen, oder italienische und spanische Klöppel. Aus- schneide- oder Nähspitzen, deren Charaktere sich ja ähneln, da bie meiste Spitzenarbeit von Jtalien, speziell Venedig kommend sich weiterpflanzte. Gräfliche Damen haben nun in Spanien eine Spitzenschule begründet, die unter Leitung eines Frauen­ausschusses steht. Dort werden die Schülerinnen und Ar­beiterinnen in vier Gruppen eingeteilt und erhalten für das Geleistete Lohn. Mit dieser Schule ist eine Sammlung alter spamlcher Spitzen und eine Bibliothek vereint, die jene schönen unübertrefflichen Muster vor dem Aussterben bewahren helfen

schlaflose Nächte und wie man sie vermeidet.

Schlaflosigkeit ist vor allem ein Uebel der Frauen Aber sie mögen sich darum nicht grämen und fürchten, daß sie am nannten Jorgen nicht frisch sein werden. Man erinnere sich ^^n. daß dcr Körper ruht, die Herz- und Atemtaiigkeit

Rückenlage bedeutend herabgemindert ist und die Dunkelheit den Augen wohltut. Man bemühe sich, nur an t ?u ^"l"m So wird man eine recht be­trächtliche Erholung haben, selbst wenn man nicht oder sehr spät Jinjcblaft Natürlich gibt es Dinge, die geeignet sind, c en Schlaf zu fordern oder zu vertreiben. Man nehme abends keine zu schwere Mahlzeit ein, gehe aber auch nicht hungrig schlafen. Tine Kleine Tasse warmer, nicht heißer Milch oder etwas Fleischbrühe kurz vor dem Schlafengehen soll zu bal-

^'"Mafen verhelfen. Autzerdem vermeide man vor dem Schlafengehen aufregende Lektüre oder aufregende Gesell- !chaftssp,ele^ Und vor allem sollte es streng verpönt fein, bis }ur letzten Minute zu arbeiten. Tägliche Bewegung im Freien ^^oh<g ermudet, pflegt zu einer guten Nachtruhe beizu- kaftend,e Wärmflasche nicht, wenn man an s ä Denn ehe die Füße warm sind, kann man loch nicht entschlafen, und geduldig darauf zu warten, wo". pme Äitverschwendung. Auch schlafe man bei weitaeöff- mohnt d^'nu man in einer geräuschvollen Gegend wohnt, dann stopfe man sich lieber Watte in die Ohren, als daß man d.e Fenster schließt. Die Betten sollten warm, aber leicht sein. Tin öuviel ist ebenso schlimm wie ein Zuwenig. Wenn Sn ? so 'st es das beste Schlafmittel, den Körper mit reichlich Sauerstoff zu versorgen. Man lege sich

Unb tue o.,. bis zehn recht tiefe Atemzüge, ohne eine Pause zu machen. Diese Cxtramenge Sauerstoff macht einen für eine Zeitlang ganz benommen, und ehe diese Wir­kung aufhort, ist man selbjt fest eingejuuafen.

druck und Verlag: Rudolf Bamberger, Fulda. Berantworllk^» für den textlichen ^eil: Friedrich P. Partmuß, für Anzeigend August Bamberger, sämtlich in Fulda. ? 3