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Um die Neubildung der Regierung.

D.B. Berlin, 9. Dez. (Sig. Meldg.) Reichskanzler Dr. Marx befindet sich auf dem Rückwege nach Berlin, um die Verhandlungen des Kabinetts am Mittwoch nachmittag zu lei­ten, das die Konsequenz aus dem Wahlergebnis ziehen wird. Dem Kabinett dürfte ein Vorschlag unterbreitet werden, wo­nach es fo verfahren soll, daß die Regierung zu einem bestimm­ten Termin kurz vor dem Zusammentritt des Richstages, also am S. öonuar zurücktreten wird. Die Einberufung des Reichs­tages auf den 5. öanuar steht nunmehr fest.

Der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei wird am Mittwoch vormittag tagen. Auch hier dürfte die Frage er­örtert werden, wie die Neuwahlen auszuwerten find; ön den Kreisen der Parteileitung besteht, fo viel wir wissen, keine Neigung, das Wahlresultat so zu deuten, als ob nunmehr die große Koalition das Gegebene sei. Vielmehr wird betont, daß die Mehrheit für die antisozialistischen Parteien auch ohne die Demokraten jetzt fowohl im Reichstag als im Preußischen Landtag stärker sei als vorher und daß in Preußen die Mög­lichkeit eines Linksblocks nicht mehr bestehe. Diese Möglich­keit habe ja im alten Landtag der Deutschen Volkspartei die Veranlassung gegeben, sich an der großen Koalition zu betei­ligen. Allerdings ist man sich in den Kreisen der Deutschen Volkspartei noch nicht im Klaren über die künftige Haltung des Zentrums und über die Ansprüche, die nunmehr die Deutschnationalen stellen werden. Gerade von diesen dürfte viel für die Haltung des Zentrums und somit für die Möglich­keit einer Koalition von Hergt bis Marx abhängen.

ön deutschnationalen Kreifen wird das Srgebnis der Reichs­tagswahl in hohem Maße mit Befriedigung begrüßt. Man erklärt hier, daß angefichts der konzentrischen Angriffe, den die Partei im Wahlkampfe von allen Linksparteien und von der Regierung ausgefetzt war, der Ausgang der Wahl als durch­aus günstig angesehen werden kann.

D.B.Berlin, 9. Dez. <Eig.-Meldg.) Die Verhandlungen zwischen den am Tarifvertrag für den Bergbau beteiligten Parteien werden am Mittwoch in Essen fortgesetzt werden. Der Reichspräsident hat auf ein Telegramm der christlichen Gewerkschaften auf Beschleunigung der Verhandlungen ge­antwortet, er habe sich mit dem Reichsarbeitsminister in Ver­bindung gesetzt und um Beschleunigung gebeten. s

Zum Andenken an den Grafen Spee.

Der Lhef der Marineleitung sandte an Gräfin Spee fol­gendes Telegramm:Am zehnjährigen Erinnerungstage der Schlacht bei den Falklands-Fuseln gedenkt die Reichsmarine in Treue des ruhmreichen Führers des Kreuzergeschwaders und seiner Helden, öhnen nachzueifern in Pflichterfüllung und Wagemut ist unser heiliges Gelöbnis zum heutigen Tage. Zenker, Admiral und Thes der Marineleitung".

Der Beginn der Regierungsverhandlungeu.

D.B. Berlin, 6. Dez. (Sig. Meldg.) Die Führer der Aeichstagsparteien werden, wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfahren, im Laufe der Woche mit den Parteileitungen und bisherigen Zraktionsvorsitzenden in Berlin zusammentre- ten, um zu den Ergebnissen der Wahl Stellung zu nehmen. Die Besprechungen der Parteiführer mit dem Reichskanzler sollen frühestens am Sreitag oder Sonnabend stattfindsn, da der Kanzler vor diesem Termin nicht nach Berlin zurückkehrt und auch die amtlichen Ergebnisse vorher nicht vorliegen, ön den bisherigen Regierungsparteien herrscht eine starke Stimmung für die Beibehaltung des Reichskanzlers Marx, der auch die Zustimmung der Sozialdemokraten erhalten würde. Man will die Regierungsbildung wegen der bevorstehenden wichtigen au­ßenpolitischen Entscheidungen möglichst beschleunigen und der Reichskanzler dürfte daher unmittelbar nach dem Bekannt­werden des amtlichen Wahlergebnisses seineDemission beim Reichspräsidenten einreichen.

Herr Ebert und der Muuitionsarbeiterstreik .

wtd. Magdeburg, 9. Dez. 10 Uhr abends telef. 2 m R o t- Hardt- Prozeß verlas der Vorsitzende die kommissarielle Zeugenvernehmung, die der R e i ch s p r ä s i d e n t in Berlin gemacht hatte, wonach er sich während des ganzen Streiks der Munitionsarbeiter rückhaltlos auf den Boden der Landesver- teidwung gestellt, und auch in diesem Sinne gehandelt habe. Dieser Streik sei im öahre 1918 ohne sein Zutun abgebrochen. Weiter bekundete der Reichspräsident, er sei später in der be­stimmten Absicht in die Streikleitung eingetreten, um den von den radikalen Elementen geleiteten Streik auf dem schnellsten Wege zum Abschluß zu bringen.

c Berlin, 9. Dez. abends 8 Uhr telef. Für morgen Nachmittag ist, wie die Blätter hören, eine Ministerbesprech- ung über die aus den Reichstagswahlen ergebenden Stim­men eingesetzt. Der Reichskanzler trifft morgen früh hier ein.

robt. Berlin, 9. Dez. abends 8 Uhr telef. Wie die Vossi- sche Zeitung aus Schwerin meldet war gegen den Deutfch-Völ- kischen Vizepräsidenten des Mecklenburgischen Landtags G i e - s e ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, da dieser be­schuldigt wurde, sich an Frauen, mit denen er amtlich zu tun hatte, vergangen habe. Giese wurde zur Dienstentlastung und zur Tragung der Kosten verurteilt.

wbt. Dehrn, 9. Dez. abends 10 Uhr telef. Seit einigen Sagen sind die Arbeiter der Kalkwerke Steelen-Dietkirchen ausgesperrt. Die Notstandsarbeiten wurden abgelehnt.

wtb. Hamburg, 9. Dez. 10 Uhr abends telef. Der noch Hamburg bestimmte englische Kohlendampfer Tegnemouth ist Hamburger Nachrichten zufolge bei Hochwasser und dichtem Nebel gestrandet. Aus dem Hamburger Hafen find große Schlepper ausgelaufen um Rettung zu bringen.

Neue Streikgefahr in Oesterreich.

..P?;^ 9- Dez. (Sig. Meldg.) Der Ministerrat be- Ichloß, den Beamten eine Weihnachtsgratifikation nicht zu zahlen Die meisten Beamtenorganisationen haben daraufhin 'm parlamentarischen Ausschuß erneut ihre Forderungen ange­meldet. Man ist daher in starker Sorge wegen eines neuen allgemeinen Beamtenstreiks, umsomehr als das Ultimatum der Postbeamten am 10. Dezember abläuft.

_ â Paris, 9. Dez. DieChicago Tribune" meldet aus ^okio, die japanische Presse kritisiert scharf die Botschaft des Präsidenten Sooübge an den Kongreß. Sie verurteilt einstim- m*g, daß Präsident Eoolidge durch die Einwanderungsbill jede unterschiedliche und unfreundliche Sefetzgebung unterstützt.

D.e englische Thronrede.

wbt. London, 9. Dez. 10 Uhr telef. ön der Lhronc ede heißt es u. a. das britische Volk verlangt für die Ermordung des Sirdars eine Sstyne, die die Achtung für die vitalen bri­tischen Interessen sichert. Die Regierung wünscht keine Un­terbrechung des normalen Handelsverkehrs mit Rußland und erklärt daß das Handelsabkommen von 1921 zur Förderung des gegenseitigen Handelsverkehrs Verwendung finden werde. Die Regierung wünscht weiter, daß der Flottenstützpunkt öin- gopore ausgebau. werde, 'vie Thronrede umreißt die Grund­linie einer euergstchen P.....k D P-ng des Arbeitspro- bfems sowie zur Behebung der Wohnungsnot und Teuerung.

Pariser Beurteilung der Wahlen.

D.B.Paris, 9. Dez. (Sig. Meldg.) Die französische Pres­se ist an der Beurteilung des Ergebnisses der deutschen Reichs- tagswahlsn ziemlich gleicher Meinung. Es wird erklärt, daß der neue Reichstag eine republikanische Mehrheit haben kön­ne, aber hinzugefUgt, daß der überraschende Erfolg der Deutsch nationalen und der Deutschen Volkspartei dieser Mehrheit viel von ihrer Bedeutung nimmt. Der öntranfigeant nennt die Sozialisten und die Deutschnationalen die wahren Sieger des Tages. Als die Besiegten werden überall die beiden extremen Parteien der Völkischen und der Kommunisten betrachtet, ob= wohl die Verluste der letzteren nicht so groß sind als man er­wartete. DerTemps" sieht in dem Ergebnis eine Schwäch­ung der Reaktion. Die gestrigen Wahlen stellten einen Rück­schlag gegen die Wahlen des 4. Mai dar. Das Blatt kommt zu dem Schluß, die Sozialdemokratie werde einen entscheidenden Einfluß im Reichstag ausüben, aber die Opposition der Rech­ten werde außerordentlich mächtig fein. Eine neue Regierung werden ebenso schwer zu kämpfen haben wie die Regierung des Kanzlers Marx.

Massenhinrichtungen in Estland.

D.B. Riga, 8. Dez. (Sig. Meldg.) Das estnische Kriegs­gericht in Reval verurteilte zwei vjjijiere der Luftschiffdivision zum Tode, weil sie während des Kommunistenaufstandes sich passiv verhalten hatten. Sie wurden sofort erschofsen. Außer­dem wurden weitere 12 Kommunisten hingerichtet, denen nach­gewiesen werden konnte, daß sie an dem Aufstand beteiligt waren. Der estnische Außenminiper hat Pressevertretern ge­genüber zum Ausdruck gebracht, durch die Vorkommnisse in Reval habe sich die Notwendigkeit ergeben, eine Vereinigung der baltischen Staaten gegenüber Sowjetrußland zustande zu bringen.

Besprechung Chamberlain Mussolini.

D.B. Rom, 9. Dez. (Sig. Meldg.) Dem Besuche Eham- berlains wird in maßgebenden römischen Kreisen besondere Be­deutung beigemessen. Man verweist insbesondere auf die lange und sehr herzliche Unterredung, die zwischen Mussolini und Chamberlain statt find und will wissen, daß die Bezieh­ungen ötaliens zu England unter dem neuen Regime wesentlich herzlicher sich anzulassen beginnen, als die unter Macdonald je der Fall war.

Der Zusammentritt des englischen Unterhauses.

D.B. London, 9. Dez. (Sig., Meldg.) Das englische Un­terhaus tritt am Dienstag mittag zusammen. Baldwin ist am Montag zurückgekehrt, um die letzten Besprechungen über die Thronrede zu führen. Der Wortlaut der Thronrede ist, wie üblich, am Montag abend den Parteiführern beider Häuser bekannt gegeben worden. Bis Weihnachten besteht die Tä­tigkeit des Parlaments nur in der Erörterung der Thronrede und der Erledigung einiger umstrittener Gesetzentwürfe, die bis Ende des Jahres in Kraft treten sollen.

Die Verhandlungen des Völkerbundsrates.

D.B. Rom, 9. Dez. (Sig. Meldg.) Am Montag nachmit­tag vier Uhr ist die Sondertagung des Völkerbundrates durch eine kurze Ansprache des italienischen Mitgliedes Salandra eröffnet worden, der in seiner Rede betonte; daß die italieni­sche Regierung und das Volk in gleichem Eifer nach friedlichen Fortschritten streben. Auf Begrüßungsworte des Präsiden­ten des Rates antwortete der englische Außenminister, Auston Thamberlein, daß er, um das große Interesse seiner Regier­ung und den tiefen Respekt vor den Arbeiten des Völker­bundes zu beweisen, London, trotz der gegenwärtigen Parla- mentstagung, verlassen habe, um an den Arbeiten des Völker­bundes teilzunehmen. Er sei dabei nicht nur der Interpret der Absichten der englischen Regierung, sondern der Wünsche des ganzen Volkes. Der Rat trat dann in die Verhandlungen ein.

Umbau des Reichstages notwendig.

D.B.Berlin, 8. Dez. (Sig. Meldg.) Die Folge des An­wachsens des Reichstages auf annähernd 500 Sitze wird, wie wir hören, einen Umbau des Hauses notwendig machen. Der Reichstag vom 7. Dezember ist quantitativ ein Rekordparla- ment. Um die gewaltige Zahl der neuen Volksvertreter un­terbringen zu können, erweist sich die Beseitigung einiger Gän­ge als notwendig. Man wird jedenfalls alles aufbieten, um den letzten Ausweg zu vermeiden, den das englische Unterhaus wählen mußte, einen kleinen Rest der Volksvertreter auf den Tribünen unterzubringen.

wb.London, 9. Dez. Der Direktor des Handelsamts Pyl- lipp Llogd Greame hat, wie angekündigt, mit Ermächtigung ocs Königs, den Namen Sir Cunliffe Lister angenommen.

Madrid, 9. Dez. Von den drei zum Tode verurteilten Anführern in Vera find zwei hingerichtet worden; der dritte hat Selbstmord begangen.

wb. Paris, 9. Dez. DerNewgork Herold" meldet aus (rokio, das Kabinett habe den Vizeminister im Ministerium tut auswärtige Angelegenheiten Sakata Matsudaira zum Bot­schafter in den Vereinigten Staaten ernannt. Minister Schi- lehara werde binnen Kurzem in Washington anfragen, ob diese Ernennung genehm sei.

wb. Rewgork, 9. Dez. Zunkspruch. ön hiesigen Finanz- M eijen betrachtet man den Ausfall der deutschen Wahlen als eine Sicherung für die Dur, .'uhrnna des Dawesplanes in den ursprünglichen Linien.

Die interalliierten Schulden.

Ts ist allgemein menschlich verständlich, daß es Aergernis erweckt, nicht nur wenn es einem selbst schlecht geht, sondern auch wenn es einem guten Freunde besser geht als einem selbst in gleicoer Lage. Die amerikanisch-französischen Verhandlun­

gen über die Regelung der Schuldentilgung haben in England bekanntlich außerordentlich verstimmt. Man fühlt sich gerade­zu dafür bestraft, daß man rechtzeitig an die Abtragung seiner Verpflichtungen gegangen ist. Die in der englischen Oeffent- lichkeit herrschende Empörung über die erwartete Vorzugs- behandlung Frankreichs durch Amerika hat nun anscheinend dazu geführt, daß die Verhandlungen vorübergehend abgebro­chen worden sind. Frankreich dürfte für seine Auffassung den Umstand anführen, daß die Annahme des Dawes-Planez Verhältnisse geschaffen hat, die einen Vergleich mit früher nicht ohne weiteres zulassen.

Aus Wt Md Land.

Der Wahlsonntag in Fulda.

Von geschätzter Seit wird uns geschrieben:

Wer am kupfernen Sonntag durch die Straßen unserer Stadt wanderte wird erneut die Feststellung gemacht haben, daß die Fuldaer Geschäftswelt in Bezug auf gediegene Auswahl" und geschmackvolle Dekorationen den Zriedensstand nicht nur erreicht, sondern durchweg überboten hat. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft, eingeleitet mit der Weihnachtsmesse im Bürgerverein als Ouvertüre wird mit dem silbernen Sonntag und der darauffolgenden Woche feinen Höhepunkt erreichen. Den Anstrengungen der Geschäftswelt ist ein klingender Er­folg zu wünschen, zumal für manchen Geschäftszweig das Weih-' nachtsgeschäft manche Scharte des vergangenen Sahres aus^ wetzen muß. Die Spezialgeschäfte übernehmen immer mehr den Grundsatz der zwanglosen Besichtigungen in ihren Ver­kaufsräumen oder besonderen Ausstellungen und sie fahren gut dabei, wie dieses auch die in besonderem Rahmen gebotene Weihnachtsausstellung der Firma Wäschehaus Adolf W i 11 7 bewies. 2m großen Saale des Ballhaufes unter exotischen Zierpflanzen und heimischem Tannengrün, bei den Klängen ei- v nes von der Firma Mollenhauer Söhne gestellten Slektromophon herrschte am Sonntag großer Betrieb. Die j rührige Firma Adolf Will bot eine Schau ihrer Spezial­artikel in Wäsche jeder Art. Wer vieles bringt wird maMem etwas bringen, denn wenn man wollte, konnte man für fM^- Alter, vom Vabg bis zu den Großeltern, etwas^èââS-Au- ^ den. Die Mehrzahl der Besucher waten naturgemäß Damen, deren ureigenstes Gebiet ja die Beschaffung der Bett-, Leib- ' Tischwäsche usw. ist. Als Sachverständige konnten sie nun wie-- der in der Fülle des Gebotenen wählen, etwaige Lücken im Weißzeugschrank ausfüllen, da derschneeige Lein" zu stabilen , Preisen und inFriedensqualität" wieder zu haben ist. Und " wenn gar die lebhafte Unterhaltung der Damenwelt über Fi­let-, Madeira-, Richelieu- und sonstige Arbeiten durch Prali- £ nee darbieiende zierlichen Pagen angenehm unterbrochen wur­de, wie in der Wäscheausftellung der Firma Adolf Will, dann / bleibt fast nichts zu wünschen übrig. Allseitige Anerkennung ß fanden auch die geschmackvollen elektrischen Lampen mit apar- ten Leidenschirmen aus der Werkstatt der Firma Hillen- M brau d, Rittergasse, Verkauf bei Firma Sell, Steinroeg 1. 8 Die Relchstagwahl hätten wir hinter uns jetzt gilt es auch bei j der Wahl der Weihnachtsgeschenke keineWahl"mUdigkeit vorschützen. Die Fuldaer Geschäfte sind für denWähler" ansturm gerüstet. H.

Chemallgc "6 T e£ . nachmittags einhalb 3 Uhr findet bei Kamerad Wilhelm K r a- ß m e r (Gasthaus zur Traube, Lteinwg) eine Versammlung der ehemagien 61er bezw. deren Feld-Ersatzsormationen statt. Zwecks einer wichtigen Besprechung werden alle Kameraden von Fulda und Umgebung gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. | Auswärtigen Kameraden ist Gelegenheit zur Rückkehr ge- ' geben und deren Erscheinen deshalb besonders erwünscht.

Fèlmschau.Das Mädel vom Capri, so nennt sich der neue Lga Mara-Film, der nur 2 Tage, Mittwoch und Don- = nerstag im Eentralt Heater zur Aufführung gelangt, i Zu Füßen des von der Sonne überglühten Vesuvs entwickelt | dieser Film auf dem paradiesischen Boden Capris das Schick- sal einer abenteuerlichen Liebe zwischen einem übermütigen ver­waisten armen Mädchen und dem Besitzer des Schlosses Mon- tebello. Unter der Meisterregie Friedrich Zellniks gibt Cya Mara mit ihrem sprudelnden Uebermut das unbesorgte, le- i benslustige italienische Kind, welches in seinem unerschütterli­chen Glücksvertrauen nach einer Reihe spannender vtwhrtèu* er schließlich von dem geliebten Grafen heimgefUhrl wird. ' Friedrich Zelnik hat um Cya Mara ein erlesenes Ensemble ge­sammelt, so daß jede Szene von heiterem Leben sprüht. Ein Zaktiges LustspielOh das macht fast gar nichts" mit Paul Heidemann und Karl Huzar vervollständigen den erstklassigen Spielplan.

Zahrplanänderung. Ab Montag, den 15. Dezember 1924 halten auf den Stationen Niederbieber und Altenfeld wieder folgende Personenzüge an:

a) Niederbieber aus Richtung Wüstensachsen

Persz. Nr. 2324 ^

Wktg. von 5,56, 5,57

Vm.

Perszg. Nr.

2328

von 10,47 10,48

aus Richtung Fulda

Vm.

Perszg. Nr.

2327

von 1,49 1,50

Am.

Perszg. Nr.

2333

(W. auß. Sob.) von 6,37 6,377

Nm.

Perszg. Nr.

2333 (Sob. u. So.) oo.v 7,41 7,42

b) Altenfeld aus Richtung Gersfeld

Nm.

Perszg. Nr.

2431

(Werkt.) von 5,26 5,27

Vm.

Perszg. Ar.

2415

(Sonntags) von 9,50 9,51

Vm.

Perszg. Nr.

2415

(Werktags) von 10,19 10,20

aus Richtung Fulda

Vm.

Perszg. Nr.

2416

von 2,20 72 2,21

Nm.

Perszg. Nr.

2424

(W. auß. Sob.) 00177,197,20

Nm.

Perszg. Nr.

2424

(Sob. u. So.) von 8,11 8,12

Am

Platzkonzert. Heute den 10. Dezember 4 Uhr nachmittags findet am Kaiser-Zriedrichdenkmal Platzmusik vom Sroinp- Korps des Artl. Regt. Nr. 5 statt.

Hünfeld. Vom Kriegerdenkmal. Die letzte Stadtverordnetensitzung beschäftigte sich eingehend mit der Er­richtung des Gefallenendenkmals, deffen Ausführung der Zir^ ma Hartmann in Eiterfeld übertragen worden ist.

Aus dem Vogelsberg. Die Inflation und die jetzt herr­schende Geldknappheit läßt bei vielen wieder eine früher gern ausgeübte Beschäftigung zu Ansehen komm: das Spinnen- Ebenfalls findet man jetzt viele Wollaufkäufer, welche die Spinnereien versorgen.