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schaffen werden. Außerdem wurde die Gründung einer Se- fchäftsstelle der Kreissparkasse in Heringen gulgchcißen. Line Sitzung des Kreistages am 19. Dezember, soll über d-e Vor­aus, eistungsverordnnng zum Wegebau und der Krelssatzung über das Zortbildungsschulwesen beschließen. Auf dem Hersfelder Schweinemarkt roaren aufgetrieben 102 Tiere, Ls wurden gezahlt 10-30 Mark für das Stuck. Bei mäßigem Handel blieb Ueberstand.

geringen Lin seltener Zall von Zleischvergiftung, wel- rbor ur Vorsicht mahnt, ereignete sich hier beim Einwohner 5 ^aub der eine zahlreiche Familie hat, 56 Kinder und noch die alten Eltern. Das älteste der Kinder, kaum aus der ^ entlassen, erkrankte plötzlich nach dem Genuß von Schaffleisch schwer und mußte sich in ärztliche Behandlung be­geben. Nach langem Kopfzerbrechen wurde festgestellt, daß über Nacht ein Blechlöffel in dem gekochten Zleisch stecken geblieben war. Man hofft, daß nun alle außer Lebensge­fahr sind.

Lasset. Sturm auf dem Rathaus. ön der Sitzung der Stadtverordneten wurde Stadtschulrat Boese zum Oberschul- rat gewählt. Stürmische Debatten gab es über das Defizit -er Stadtverwaltung von 2,7 Millionen. Die Linke versuch­te die Mehrheit verantwortlich zu machen, die Rechte wandte ein, daß die Mehrausgaben Wohlfahrtszwecken dienten. Der Streit ging darum, ob Wahlagitation vorliegt oder nicht. Line ebensogroße Debatte, von demselben Gesichtspunkt aus be­trachtet, gab es über die Aufwertungsfrage. Ls wurde eine Entschließung angenommen, die den Magistrat ersucht in den Etat für 1925 namhafte Mittel zum Zwecke der Aufwertung der städtischen auf Reichsmark alter Währung lautenden Ver­bindlichkeiten bereitzustellen. Schließlich wurden noch 800 000 Mark für die Rentenfürsorge nachbewilligt; diese Summe be­lastet den laufenden Etat in einer Weise, die das Defizit zum Ausdruck bringt.

Gießen, 4. Dez. Den Lodessturz in die Lahn führte ein 20 Sahre altes Mädchen aus, nachdem sie Hut und Mantel auf die Brücke gelegt hatte. Rettungsversuche blieben erfolglos. Die Leiche konnte noch nicht gelandet werden. Zamilienstreit soll die Ursache sein.

Eingesandt von den Parteien.

Erwiderung.

(Ohne Verantwortung der Redaktion.)

Auf das Eingesandt in Nr. 2.

Ls ist immer sehr leicht Anträge zu stellen wenn man keine Deckung hat und so war es auch der Sozialdemokratischen Partei sehr leicht im Reichstag den Antrag einzubringen die Snvaliden-Renten zu verdoppeln. Die Herren wollten mit dem Antrag, von dem sie von vornherein wußten, daß er nicht ° durchging, nur die Unzufriedenen auf ihre Seite haben. Es wird im Reichstag nicht einen Abgeordneten geben, der nicht ein Herz für die traurige Lage der Sozialrentner hätte. Hier gibt es keine Parteiunterschiede.

Wie augenblicklich im Linkslager mit der Wahrheit um- gesprungen wird beweist folgender Zoll.

Sn Nr. 12 der Deutschen Znvaliden-Zeitung (Dezember Nov.) wird von der Preu^.,»-en Republik behauptet, daß sie im Etat ausgeworfen hat:

1. für SLuglingsfürsorge 100 000 M

2. für Lungenfürsorge 300 000 M

3. für Gesundheitsfürsorge 4 500 000 Ji

4. für Pferdesport 23 000 000 ^

Was sagt Herr Severing zu dieser Auslassung seiner po­litischen Zreunde?

Die Scheidung der Geister muß kommen und darum heißt es morgen:Scharf rechts heranl"

I (Wir geben diesem Eingesandt noch einmal Raum und Hof- sfen, daß damit die Angelegenheit erledigt ist. D. Red).

Deutsche Volkspartei. Am Donnerstag hielt die Deut­sche Volkspartei Kreisgruppe Zulda ihre letzte diesmalige Wahlversammlung ab. Sie war ein voller unbestrittener Sr» -folg. Der Saal war dicht gefüllt. Dio Zuhörerschaft hinge­rissen zu freudigem Beifall durch die glänzende Rednergabe des Referenten. Die deutsche Volkspartei zählt Herrn Dr. iung I ?u ihren wirksamsten Interpreten. Ausgehend von einem Ge- © dicht, das einem hier erschienenen sozialdemokratischen Wahl- flugblatt entnommen ward, zeigte der Herr Referent die grundlegenden Verschiedenheiten in der Auffassung der äußeren

Politik bei den Rechts- und Linksparteien mit rücksichtsloser Wahrheit auf. Die Wghl allein enlzcheidet in Völkerfragen. Die Pazifisten sind Ideologen, die das deutsche Volk aus sei­nem Llend nicht herousfUhren können. Nur der national Ge­sinnte, der die Hebung unserer Macht mit allen Kräften er­strebt,, wird reale Politik treiben können, die auf dem Ge­biete der auswärtigen Politik ein Gebot der Stunde ist. Dann beleuchtete der Nedner mit scharfen Schlaglichtern das Gebiet der inneren Politik, die aber als lebensnotwendige Voraus­setzung eine zielbewußte starke Außenpolitik haben muß. Die Gesundung des deutschen Volkes verlangt Kampf bis aufs Messer gegen die moralzersetzende Lenden?, die in unseren Lhea tern, in unserer Literatur sich eingenistet hat. Sittliche und wirtschaftliche Hebung unseres Volkes muß Hand in Hand ge­hen. Dazu bietet sich in der Entwertungsfrage das schönste Feld. Shro Bedeutung liegt ebenso sehr auf ethischem Ge­biete, wo es gilt, das Vertrauen zum Staate und Rechte wie­der herzustellen, als auf wirtschaftlichem Gebiete. Aus der un­geheuren Sülle der Gedanken möge dieser ganz kurze und da­her unvollständige Auszug genügen. Langer, begeisterter Bei­fall lohnte dem Herrn Referenten seine so erfolgreiche Mühe. <3n der Diskussion trat ein Vertreter der sozialdemokratischen Partei, der, wie anerkannt werden soll, in ruhiger Weise den gegnerischen Standpunkt zu vertreten suchte. Das Vorge­brachte wiederlegte im Schlußwort der Referent mit größter Gewissenhaftigkeit, ön der Zahnenfrage wies Herr Dr. Sung auf den schreienden Widerspruch hin, der in dem Hissen der schwarz-rot-goldenen Zahne unter dem Gesänge derIn­ternationale" liegt. Dem Herrn Referenten steht aber auch ein kostbarer Humor zur Verfügung, der die Zuhörerschaft in seinen Bannkreis zog. Dadurch gewann das Schlußwort eine ungeahnte Durchschlagskraft. Die Versammlung wurde ge­leitet und geschlossen von dem zweiten Vorsitzenden der Kreis­gruppe Zulda der D. V. P., Herrn Kaufmann Großenbach.

W. A. B.

Prof. Schücking in Burghaun.

Vergangenen Sonntag Nachmittag sprach der bekannte Parlamentarier Prof. Schücking in einer sehr gut besuchten Versammlung in dem Altstadtschen Gasthaus über Aufgaben und Ziele der demokratischen Partei. Prof. Schücking, der demokratische Spitzenkandidat unseres Wahlkreises, rechtfer­tigte in fein vorgetragener Weise die seitherige demokrati­sche Politik, die einzig und allein zur Besserung und Konsoli­dierung der heutigen Verhältnisse geführt hat. Es sei sehr in­teressant zu beobachten wie gerade eine Partei, die früher nicht genug die Demokraten anfeinden konnte, heute sich zu dem Lräger der demokratischen Außenpolitik mache, ja daß gerade Stresemann, der Zührer dieser Partei, sich als Schöp­fer dieser Politik aufspiele. ^>e Deutschnationalen, die heute so und morgen so seien, bekamen ebenfalls manche unangeneh­me Wahrheit über ihr schwankendes und unwahrhaftiges Ver­halten zu hören.

Besonders heroorgehoben fei die Angabe Schückings, daß gegenüber einem Austritt von nur 92 Mitglieder ein Neu - Zugang von 11 800 in der gleichen Zeitspanne zu verzeich­nen sei. So konnte er zuversichtlich seine von starkem Beifall begleiteten Ausführungen mit dem Wunsche schließen, daß aus der, nach gegnerischem Ausspruch kleinen aber mächtigen Par­tei kommenden Sonntag, den 7. Dezember eine große und mächtige Partei werden möge!!!!

^weigverein vom Roten Kreuz, Vaterländischer Zraueuvereiu.

Die auf Dienstag, den 9. ds. Mts. nachmittags 5 einhalb be?iD. 6 Uhr im kleinen Sitzungssaals des Landratsamts anbe­raumten Generalversammlung des Vaterländischen Zrauenver- eins und des Zweigvereins vom Roten Kreuz werden wegen des an diesem Abend stattfindenden Konzertes des Läcilien- Vereins auf den folgenden Tag (Mittwoch den 10. d. Lüts.) nachmittags 5 einhalb bezw. 6 Uhr verlegt, (vergl. die Bekanntmachungen in Nr. 1 unserer Zeitung.)"

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Dem deutschen Volk ist Maximilian Vern kein Unbe­kanntes mehr, und seine beiden Gaben, mit denen er es be­schenkte, haben sich viele Zreunde erworben. DieZehnte Muse" und dieDeutsche Lgrik" sind im wahrsten Sinne des Wortes Volksbücher geworden.

in seiner Deutschen Lgrik setzt er uns eine solche ZUlle deutscher Dichtung vor, reicht uns Schätze von solch auserle­senem Geschmack, und überzeugt einen ieden, daß er in der Auswahl allen Richtungen gerecht geworden ist. Das Aeuße- re des Buches ist geschmackvoll in seiner Aufmachung, der Preis in Anbetracht seines Umfanges billig. Es stellt somit ein sinniges Weihnachtsgeschenk dar, das einen bleibenden Wert besitzt. -tm.-

Gottesdienstordnung.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 7. Dez., (Männerapostolat). Dom 7» 6, 6, 7» 7 u 7 hl. Messen. Vor u. nach denselben jedesmal Austeilung der hl. Kommunion. 717 hl. Messe mit Ansprache und Männerkomm. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und Kommunion der Kinder des 7. Schuljahres. 7,10 Kathedralamt mit Predigt, 7*12 letzte hl. Messe mit Predigt, 712 Herz-iesu-Andacht, 4 Uhr Predigt mit Andacht und Segen, 6 Uhr Andacht in der Marienkapelle, (im Dezember und ionuar ist diese Andacht immer Sonntags Abend um b Uhr.) Stadtpfarrkirche. Beichte Samstag nachm. 37 u. 7a8 7^9; Sonntag früh 7»67»8, 57^ hl- Komm., 53/z hl. Messe, 63/t hl. Messe u. Komm, des Männer­apostolals, um 8 Uhr erster Schulgottesdienst, Predigt u. Kommunion des achten Schuljahres, 9 7t Pfarramt 11. Predigt, 11 zweiter Schulgd. und Predigt, 97« Christenlehre, für iünglinge in der Severikirche, p/t Christenlehre d. iungfr.-, 27t Rosenkranzbruderschaft. Montag Fest Mariä-Empfängnis. Sreitag nachm. 5 Uhr Andacht. Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Uhr Zrühmeste. 8 Hochamt und Predigt, 7« 10 Sodalitätsmesse (Opfer für die neue Glocke), 7t 5 Christenlehre, 5 Uhr Andacht. Severikirche. 7 Uhr hl. Messe. Zrauenberg. 5, 716, 6, 717 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Singmesse mit Predigt, 9 Le­vitenamt, nachm. 2 Predigt u. Umgang für die marianische Bruder­schaft. in der 8 Uhr-Messe Generalkommunion der Bruderschafts- mitglieder. 3 Uhr Rovizenunterricht. Zriedhofskapelle am Stau» zosenwäldchen. Sonntag 6 7« hl. Messe mit Ansprache. Abtei- Kirche der Benediktinerinnen. Sonntags 6 Uhr Conoentamt, Wo­chentags 3/o6 stille Messe; 7*9 Conoentamt, täglich 3 Uhr Vesper.

Evangelischer Gottesdienst.

7. Dezember 2. Advent. Vorm. 9 7» Uhr Sup. Ruhl. 11 Uhr Kindergottesdienst. Abends 6 Uhr Pfr. Weber. Großenlüder: vorm. 971 Uhr Pfr. Weber. Schloß Bieberstein. Vorm. 9 Uhr Pfr. Hostmann. Amtswoche. Sup. Ruhl Dienstag, 9, Dez. Abends 8 Uhr Kirchenchor Mittwoch 10. Dez. Abends 8 Uhr Bibelstunde (Gemeindehaus, Kleinkinderschule).

Landeskirche.

Sonntag 7. Dezember. 2 Uhr nachm. Kinderbund, 37t unb 8 Uhr abends Evangelisation Prediger: Roch n. Hersfeld. Diens­tag 8 Uhr abends Zugendbund Sreitag 8 abends Bibel und Ge­betstunde.

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in das Handelsregister, Abt. B Nr. 76 ist bei der Zirma Wirth u. Kiich, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Zülda heute folgendes eingetragen.

Durch Beschluß der Gesellschaftsversammlung vom 24. November 1924 ist das Stammkapital auf 12000

Goldmark umgestellt.

Zulda, den 3. Dezember 1924.

Amtsgericht Abteilung 5.

in unser Handelsregister, Abt. B ist heute bei der unter Nr. 83 eingetragenen Aktiengesellschaft in ZirmaLmaillier- tverk, Aktiengesellschaft in Zulda,, eingetragen worden, daß dem Dipl. ing. Erwin Neitzert in Zulda Prokura er­teilt ist.

Zulda, den 3. Dezember 1924.

Amtsgericht Abteilung 5.

Zur Aufklärung!

M., 3'1 No. 281 derFuldaer Z-itunz" wird der tzaus- und Grundb-sitz-rw-r-in Fulda in unerhörter Weise angegriffen. In boshafter ''â?t werden dann Dinge angeführt, die der Wahrheit widersprechen und die Absicht der Artikelfchreibers erkennen lassen.

Für die Kosten und für die Wahlarbeiten ist lediglich di- wir,schaf,rxart-iGrtrgruxx- Fulda" Träg-rin und' v-rantwortlich e- keinen m7'f ^"75? ^' â der cZaur- und Grundb-sitz-rv-r-in Fulda auf di- maßloß-n Anwürfe nicht eing°h-n, er wird er ,-m-n Mi gliedern überlasten, war sie für Antwort bei der Wahl zu geben haben.

(drtrgruxx- -fulda freut sich ob der vornehmen Wahlkampfer, nach der parol-Marx, Sirtsi-f-r, S.-a-rwald Tremmel" , Ä SÄX«** --1* ti '4 *...«Ä.

Drum auf! Deutscher Mittelstand! wähle Wirtschaftspartei!

Wahlzeitei No. s Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes, Ortsgruppe Zulda.