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wb. Kairo, 4. Dez. Reuter. Drei . ^ujcoe Zlieg er befin­den sich auf dem Wege nach Zeddah, um in den Dienst des Königs Ali zu treten. Drei Flugzeuge sind bereits in Jebbah eingetroffen. Die Agenten des Königs Ali in Europa und Aegypten suchen eifrigst Kriegsmaterial zu kaufen. Einige Tanks wurden nach dem Hedfchas gesanvl. Großbritannien lehnt es ao, eine Ermächtigung für die Versendung von Ma­schinengewehren und anderem Material aus England zu ge­währen.

Englische Lustrüstnngen.

D.B. London, 4. Dez. (Cig. Meldg.) Der englische Luft­minister Sir Hoare erklärte Pressevertretern, daß die neue eng­lische Regierung an dem Bauprogramm für die Cufipotte wei­ter arbeiten wolle. Ende des Jahres würden 18 Zlugzeugge- schwader für die Heimatverteidigung bereit stehen, eine Hahl bie im nächsten Jahre auf 25 erhöht werde. Der Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Schwierigkeiten, die sich aus dem öriebensoertrage wegen des Ueberfliegens deutschen Ge­bietes ergeben haften, bald überwunden würden, damit es möglich werde, direkte englische Luftverkehrslinien nach Prag, demMittelpunkt Europas" einzurichten.

wb. Paris, 4. Dez. Havas berichtet aus Madrid: Der stellvertretende Vorsitzende des Direktoriums, General Ma- gaz, weist die ihm zugeschriebenen Erklärungen, die er vor Vertretern der spanischen Presse gemacht und in denen er die französische Regierung beschuldigt haben soll, die Revolution in Spanien vorzubereiten, als absolut falsch zurück und fügt sie auf eine Taktlosigkeit einer der Pressevertreter zurück.

wb. Paris, 4. Dez. Havas berichtet aus Athen: Die grie­chische Regierung hat dem Parlament einen Resolutionsent­wurf unterbreitet, der die Inkraftsetzung des neuen Hollta­rifs vom 15. Januar 1924 aufschiebt und die Regierung er­mächtigt, provisorische Handelsabkommen von kurzerDauer auf der Basis des neuen Holltarifs abzuschließen.

wb. Paris, 4. Dez. DerChicago Tribuna" wird gemel­det, daß der Volkskommissar für Heereswesen, Trotzki, dem­nächst zum Sowjetbotschafter bei der Regierung in Angora ernannt werden würde.

Der mysteriöse Sinowjewbries.

D.B. Paris, 4. Dez. (Cig. Meldg.) Das Journal meldet aus London, die Angelegenheit des Sinorojerobriefes sei nun­mehr aufgeklärt. Karl Radek sei auf die Denunziation einer Stau hin wegen Spionage zu Gunsten Englands angeklagt worden. Radek soll englischen Agenten den Sinowjewbries an die englischen Kommunisten in die Hände gespielt haben.

wb. Braunschweig, 4. Dez. Der braunschweigische Mini­ster des Jnnern hat auf Grund des Art. 123 Abs. 2 der Aeichsversassung für den 6. 12. und 7. 12. für das Gebiet des Zreistaats Versammlungen unter freiem Himmel und öffent- liche Auszüge wegen der Gefahr für die öffentliche Ruhe und Ordnung sowie zur Sicherung der Durchführung des Wahl­aktes verboten. Es waren verschiedene große Umzüge geplant. Kundgebung des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses

zum Reichsschulgesetz.

Der kommende Reichstag wird vor folgenschwere poli­tische und wirtschaftliche Entscheidungen gestellt sein, aber auch wichtige Kulturaufgaben dürfen nicht länger zurückgesetzt wer­den. Jnsbejonbcre muß die Sicherung der evangelischen Schu­le durch ein Reichsschulgesetz, wenn nicht die deutsche Einheit auf diesem Gebiet unwiederbringlichen Schaden leiden soll, oh­ne jeden Verzug in Angriff genommen werden. Wir fordern daher die evangelischen Männer und Zrauen aller politischen Parteien auf, bei den Neuwahlen für die Erhaltung und die volle Entfaltungsmöglichkeit der evangelischen Schule im Sin­ne der einmütigen Entschließungen des Stuttgarter und des Bielefelder Kirchentages ihren ganzen Einfluß einzusetzen.

Das Kandidatenheer.

Innerhalb der 24 Parteien, Sekten und Sektchen, die sich um das Vertrauen des anscheinend unbegrenzt langmütigen deutschen Volkes bemühen, marschieren nach amtlichen Hu- sammenstellungen nicht weniger als 4638 Kandidaten allein für den Reichstag auf. Die 24 Gruppen haben je nach ört­licher Laune sich 51 verschiedene Parteibezeichnungen gewählt. Ein geradezu niederschmetterndes Bild politischen Elends und nationalen Niederganges. Daß man ausgerechnet den zur Klüngelbildung wie keine andere Nation neigenden deutschen ^olke ein Wahlsystem gegeben hat, das geradezu herausfor­dert zur Hersplitterung und Eigenwillen, ist eine der größten Unbegreiflichkeiten in dem in erster Linie nach dogmatischen Grundsätzen unter Außeracyclossung unserer Sonderart nach der guten und bösen Seite hin geschaffenen Verfassungswerke.

Wenn das deutsche Volk angeborenes Empfinden für po- lilische Selbstverständlichkeiten und Notwendigkeiten besäße, so wurde es aus dem Wahlsystem und seinen Folgen selbst die Notwendigkeit erkennen, denjenigen Gruppen ihre Stimmen zu geben, die das Notdach, das nach der Revolution gezimmert worden ist, nicht als einen Ewigkeitsbau ansehen, sondern die sich bewußt sind, daß unsere Verfassung in wichtigsten und grundlegendsten Fragen einer Verbesserung bedarf. Nicht da­rauf kommt es an, daß die Slimmenzahl arithmetisch ausge- zählt wird. Ein Wahlsystem muß die Eigenschaft haben, die Bildung großer Gesinnungsgruppen zu erleichtern und Füh­rer zu erziehen.

Zu Tode verurteilt und Hmmun.

D.B. Paris, 4. Dez. (Cig. Meldg.) Die französische kommunistische Partei richtete vor kurzem an den seinerzeit in Abwesenheit zum Tode verurteilten Hauptmann Sadoul, der sich bis jetzt in Moskau bezw. Berlin befand, die Aufforder­ung, sich nach Frankreich zu begeben. Sadoul scheint mittler­weile bereits in Paris eingetroffen zu sein und zwar verse­hen mit einem Diplomatenpaß, der ihn als Angehörigen der russischen Botschaft ousweist. Die Polizei fahndet bereits nach Sadoul. Das Amnestisgesetz, wie es von der Kammer ange­nommen worden war, hatte eine Begnadigung Sabouls vor­gesehen, der Senat hatte aber diesen Paragraphen gestrichen. Sadoul war am 8. November 1919 wegen Desertion und Ein­verständnis mit dem Feinde zum Tode verurteilt worden. En­

Die Preußische Regierung und die Beamtengehälter

Der amtliche Preußische Pressedienst schreibt:

Zn der Presse war in einigen Fällen von unterschiedlichen Ansichten innerhalb des Preußischen Staatsministeriums über die Bemessung der Beamtengehälter die Rede gewesen. Da­zu ist zu sagen, daß der als Auffassung des Preußischen Mini­sterpräsidenten wiedergegebene Standpunkt, daß die Gehäl­ter der unteren und mittleren Beamten diesen wirklich auch das zum Leben notwendige Existenzminimum gewährleisten müssen, von dem gesamten Preußischen Staatsministerium ausnahmslos geteilt wird. Insbesondere besteht in dieser Zrage keinerlei Meinungsverschiedenheit zwischen dem Preu­ßischen Ministerpräsidenten und dem Zinanzminister Dr. von Richter. Es trifft daher auch nicht zu, von Hindernissen zu sprechen, die einer ausreichendenGehaltsregelung vom Zinanz­minister entgegengostellt werden. Wenn die kürzlich beschlos­sene Gehaltserhöhung hinter den Wünschen und Erwartungen der Beamten der unteren Besoldungsgruppen zurückgeblie­ben ist, so war dafür der Gesichtspunkt entscheidend, daß eine weitere Erhöhung die wirtschaftlich schwer erträgliche Gefahr einer Tariferhöhung bei der Eisenbahn zur Folge gehabt hätte.

wb. Berlin, 5. Dez. Wie die Blätter von zuständiger Sei­te erfahren, muß der Zusammentritt des neuen Reichstages spätestens am 6. Januar erfolgen und da der 6. Januar ein Zei- ertag ist, spätestens 5. Januar.

wb. Berlin, 5. Dez. Hwei Verkehrsflugzeuge der Lun­ker-Expedition in Vuenos-Aires sind am 4. Dezember nach Ueberfliegung der Kordilleren in Santiago de Chile gelandet.

wb. London, 5. Dez. Reuter meldet aus Tientsin: Ehine- sische Aufständische versuchten bei der Ankunft Zun-Zat-Ens die rote Zahne zu hissen wurden aber von der Polizei daran ge­hindert.

Eine Falschmeldung. Propagaudafahrten am Wahltag.

Einige rechtsstehende Blätter veröffentlichen eine förmliche Anfrage an den Preußischen Minister des Jnnern Severing, ob es wahr sei, daß der Polizeipräsident von Berlinsämt­lichen Kameradschaften des Reichsbanners L ch w a r z- Rot-Gold" am Wahltage geschlossene Umzüge mit Musik und Zahnen gestattet habe, während anderen Orga­nisationen Veranstaltungen und Umzüge verboten werden. Wie der amtliche Preußische Pressedienst hierzu erfährt, ist diese Aachricht falsch. Der Berliner Polizeipräsident hat vielmehr allen Parteien, die einen entsprechenden An­trag gestellt haben, am Wahltag sogenannte Propagandafahr­ten auf Lastautos oder Wagen mit Piakten, Musik und Zah­nen gestattet, unter der Bedingung, daß bei dieser Gelegenheit keine Ansprachen gehalten werden.

Die Untersuchung gegen den Zrontbann.

D.B. München, 5. Dez. (Cig. Meldg.) Jn der Front- bann-Angelegenheit hat der Untersuchungsrichter die auswär­tigen Untersuchungen abgeschlossen und ist nach München zu- rückgekehrt. Jn Landsberg hat er nun auch Hitler, Kriebel und Weber vernommen. Auf Grund dieser Einvernahme rech­net man in engeren Kreisen Hitlers bestimmt mit einer günsti­gen Entscheidung für diesen.

Die Sahresbotschast von Eoolidge.

D.B. Aewgork, 5. Dez. (Cig. Mewg.) Präsident Coo= lidge Hot dem Kongreß die übliche Zahresbotschaft zugehen lassen. Jnnenpolitijrb wiederholt Eoolidge im wesentlichen sei­ne bereits gemachten Erklärungen; außenpolitisch bezeichnet er als den leitenden Grundsatz die Zörderung des Zriedens. Der Präsident wünscht an dem Protokoll festzuhalten, durch das ein internationaler Gerichtshof unter den jetzt dem Senat vor­liegenden Bedingungen gebildet würde. Das Werk der Wa­shingtoner Konferenz müsse durch weitere AbrUstungsüberein- kommen erweitert werden. Eoolidge widersetzt sich auf da s be­stimmteste jeder Streichung von Schulden auswärtiger Mäch­te an Amerika. Die Beschränkung der Einwanderung sei eine notwendige Maßnahme, aber er strebe eine menschlichere Hand­habung der Gesetze an, sodaß es auch den Verwandten von be­reits im Lande befindlichen Personen gestattet sein soll, einzu­wandern.

wb. Amsterdam, 4. Dez. Heute begann der Hivilprozeß der TageszeitungTelegraf" gegen die Ehefredakteure der so­zialistischen TageszeitungHet Volk". Anlaß zur Klage bildet ein Artikel desHet Volk" vom 17. 1., in dem demTele­graf" der Vorwurf der Bestechung durch die russische Regier­ung gemocht wird, weil derTelegraf" Ende 1916 mehrere Londerbeilagen ausgegeben habe, für die er von der russischen Regierung 60 000 Gulden erhalten habe.

wb. Buenos Aires, 4. Dez. Zunkspruch. Nach einer Mel­dung aus Lima haben aufständische Bergbewohner am 20. No­vember Eheta in Nordperu besetzt. Die Regierungstruppen Haben Eheta nach zweitägigem Kampfe zurückerobert. Eine Unzahl Aufständischer hat sich noch nicht ergeben.

wb. London, 4. Dez. Der Staatssekretär des Aeußern, Austen Ehamberlein, fährt in Begleitung seines ersten Privat­sekretärs nach Paris ehe er zur Teilnahme an der bevorstehen­den Sitzung des Völkerbundsrates nach Rom weiterreist.

wb. Gibraltar, 4. Dez. Reuter meldet: Aus Marokko sind beunruhigende Gerüchte eingetroffen, denen zufolge die Spa­nier gezwungen wurden, ihre Posten bei Rio Martin in der Nähe Tetuans aufzugeben.

wb. Kairo, 4. Dez. Einer Blättermeldung zufolge hat die britische Regierung der Witwe des ermordeten Sirdars 200000 englische Pfund angeboten. Sie lehnte jedoch die An­nahme ab und ersuchte um Verteilung des Geldes unter die Armen.

wb. Kairo, 4. Dez. 1000 Mann ägyptischer Truppen sind aus dem Sudan in Suez eingetroffen.

wb. Kairo, 4. Dez. Einer Blättermeldung zufolge ist der Sultan Nedsched mit einem Gefolge von 400 Personen und ISO den die Vorlage für die Wiedereröffnung der lutherischen

wb. Adelaide, 4. Dez. Beide Häuser des Parlaments Ha- Mann bewaffneter Truppen in Mekka eingetroffen.

Schulen in Südaujtralien angenommen.

de 1917 wurde er mit einer französischen Kommission nach Rußland beschickt und bekleidete nach der bolschewistischen Re­volution in Sowjetrußland hohe Posten, u. a. Generalinspektor der Armee, als Präsident der Außerordentlichen Kommission in Kiew usw. Da heute auch der neue russische Botschafter, Krassin in Paris eintrifft, wird angenommen, daß die Kom­munisten damit einen großen Vorstoß gegen die Regierung Herriots unternehmen wollen. Die Polizei gibt bekannt, daß sie mit der baldigen Verhaftung Sadoules bestimmt rechnet.

Aus Stadt und Land.

Hu unserer ersten Bilderbeilage am Sonntag.

Die Ermordung des Sirdars von Aeggpten hat Ereig­nisse heraufbeschworen, die das Pharaonenland wieder ein­mal in den Vordergrund des politischen Interesses gestellt ha­ben. Malerische Ansichten aus diesem alten Kulturlande bringt ein Aeggpten-Artikel in unserer nächsten Beilage; daß aber auch unsere deutsche Heimat reich ist an landschaftlichen Schönheiten lehrt ein anderer illustrierter Aufsatz über male­rische deutsche Flußwinkel. Mit der Jagbbüchfe begleiten wir fernerhin den bekannten Kanadajäger Max Otto nach Kana­da, dessen Wildreichtum in verschiedenen gelungenen Natur­aufnahmen veranschaulicht wird. Der aktuelle Teil hat auf die allerletzten Ereignisse in aller Welt Bedacht genommen, ei­ne packende Diebsgeschichte, ein interessanter Modeteil und die Rätselecke vervollständigen den abwechslungsreichen Inhalt der Beilage.

Stadttheater. Sudermann,D a s G l ü ck im Winke l". Ein Konflikt zwischen Gattentreue und Leidenschaft ist das Motiv, dem SudermannGlück im Winkel" zu Grunde liegt. Cin Widerstreit der Gefühle, der mit dem Siege der Treue endet. Elisabeth, die zweite Frau eines Schulrektors iii einer kleinen Kreisstadt, hegt eine heimliche, verborgene Leidenschaft für den Freiherr» v. Röcknitz, auf dessen Gute sie als Waise aufgewachsen ist. Diese Leidenschaft wird durch den geselligen, freundschaftlichen Verkehr, der das Rektorhaus mit dem Per­ron verbindet, immer wieder aufs neueeidfacbt,*,^ glaubt Elisabeth ihren inneren Kampf nicht'MWr^velter füh­ren zu können, und entschließt sich der Leidenschaft zu folgen. Doch die große, edle und entsagungsvolle Liebe ihres Gatten führt sie wieder zu ihrer Pflicht zurück.'

Ewald RUggeberg wurde in der gestrigen Aufführung sei­ner Rolle in jeder Weise gerecht. Als eine sehr gute Leistung ist die Elisabeth der Frau Saas zu bezeichnen, die ihr bestes Können bei ihrem tiefempfundenen Spiel zeigte. Die Helene der Anni Thumert war trotz mancher in der Rolle liegenden Schwierigkeiten gut wiedergegeben. Herbert Schröder fand endlich einmal im Zreihorrn v. Röcknitz eine wirklich dankbare Rolle, dis das Stadium feiner schauspielerischen Anfänger- schaft etwas verhüllte, den Cyp eines eckigen, vierschrötigen, ungelenken Landjunkers, Emil Bischoff verkörperte den ver­knöcherten, schulmeisterlichen Kreisfchulinspektor in einwand­freier Form. Die Leistungen von Herrn Aures als Dangel und Sinny Cryns als Bettina bewegten sich leider nicht auf dem­selben Niveau. Die szenische Zrage fand eine zufriedenstellen­de Lösung, sodaß die Ausführung in Hinsicht auf die Gesamt­leistung des hiesigen Stabttbeaters wohl eines zahlreiches^ Be luM^Der^göwejer^va^: Sch.

Weste und Kunstgewerbe. Auf der Leipziger ZrUhjahrs- messe vom 1. bis 7. März 1925 wird im Grassi-Museum in besonders dafür eingerichteten Räumen wieder eine äußerst reichhaltige Messeausstellung des Kunstgewerbes vorhanden sein. Die Hulassung zu dieser Ausstellung erfolgt nur nach ei­ner vorhergegangenen Prüfung der Ausstellungsgegenstände, so daß eine Gewähr dafür besteht, daß nur auserlesene Ar­beiten des Handwerks und der Manufaktur vorhanden sind, die einen Ueberblick über die künstlerischen Kräfte und Rich­tungen des modernen Kunstgewerbes geben.

Falsche Aentenbankscheine zu 10 Renten-Wark.

Seit einiger Heit tauchen in hiesiger Gegend Nachbildungen von Rentenbankscheinen auf, die auf Papier mit bogen- förmigem oder maschen drahtförmigem Wasser­zeichen gedruckt sind, während die echten Scheine als Wasser­zeichen das Kreuz-Ring-Muster haben. Neuordingsoerwen- den dieselben Fälscher Papier ohne natürlichesWast^eicM^I und ahmen das Wasserzeichen der echten Scheine durch Auf­druck eines Klischees nach. Bei allen diesen, offenbar einer Quelle entstammenden Zalschstücken sind die bei den achten Scheinen im Papier eingebetteten Zasern nur anfgekiebboder mit Leidenpapier überklebt oder sie fehlen gänzlich. Hält man die Zaischscheine gegen bas Licht, so ist die Zälschung leicht zu erkennen. ZUr die erfolgreiche Mitwirkung bei der Ermitt­lung und Zestnahme der Fälscher von Rentenbankscheinen zahlt die Deutsche Rentenbank eine Belohnung bis zu 1000 Ren­tenmark. Lachdienliche Mitteilungen nimmt jede Polizei­dienststelle entgegen.

Lockerung der Wohnungszwangswirtschast.

Der preußische Minister für hat durch

Erlaß vom 27. November 1924 die Regierungspräsidenten an- gehalten, im Hinblick auf seine demnächst zur Veröfjenllich- ung gelangende Verordnung über die Bewirtschaftung möblier­ter Himmer und übergroßer Wohnungen die Gemeindebehör­den mit tunlichster Beschleunigung anzuweizen, vorläufig keine Beschlagnahmen von Teilen übergroßer Wohnungen mehr aus­zusprechen.

Kaltennordheim (Rhön). Gut abgelaufener Autounfall. Der Sportzweisitzor der FirmaHegewald-Zilm-Leipzig" fuhr durch das Rhöngebirge. An einer sehr steilen kurvenreichen Stelle versagten bie Bremsen. Der Fahrer, Freiherr von Bohlen-Hegewald, der durch seine wagehalsige Fahrt auf den Ob.-5alzberg bei Berchtesgaden im Oktober 1923 in Mün­chener Sportkreisen sehr bekannt geworden ist, forderte seinen Beifahrer zum Abspringen auf und konnte sich selbst noch zwei Sekunden vor dem Ueberschlagon des Wagens durch Absprin­gen vor dem sicheren Unglück bewahren. Der Wagen wurde mit Pferden abgeschleppt.

Hersseld, 4. Dez. Der Finanzausschuß des Kreistages ge­nehmigte gegen eine Stimme den Ankauf des Dr. Haringschen Haufes in der Reichsbankstraße 3 für 40 000 Mark. Ju dem Hause soll dem jeweiligen Hersfelder Landrat eine Heimstätte