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Zone scheint ebenfalls bereits eine Entscheidung in dem Sinne gefallen zu sein, daß England dort solange bleibt, wie Frank­reich das Ruhrgebiet besetzt hält. Man versucht diesen Rechts- bruch Deutschland dadurch schmackhaft zu machen, daß eine frühere Räumung des Ruhrgebietes als ursprünglich beab­sichtigt in Aussicht gestellt wird. Da aber bisher überhaupt noch kein Termin für die Ruhrräumung ernsthaft genannt ist, hängt der Begrifffrüher" durchaus in der Luft. Ein sehr schwieriges Kapitel ist die mit der interalliierten Schuldenre- gelung verknüpfte Konferenz der Finanzminister. Es ist anzu­nehmen, daß die Aussprache zwischen Thamberlein und Her­riot hier entscheidende Fortschritte bringt.

Ein äußerst heikles Gebiet ist endlich die Orientfmge, die für England überall akut geblieben ist unb die in Aeggpten be­reits zu Reibungen mit der französischen öffentlichen Meinung geführt hat. Vom Ausgang der Verständigung mit England dürfte auch das Schicksal der französischen Regierung abhän­gen, deren Ansehen in den letzten Wochen bereits einige spür­bare Stötze erlitten hat. Einst war Herriot der starke Mann, und Mac Donald wankte auf seinem Stuhle. Heute kann Baldwin gegenüber leicht das Gegenteil Ereignis werden.

Unterbrechungen andauernder Siegesjug Mackensens, der ihn als Befehlshaber der deutschen und österreichischen Heere bis nach Pinsk führte. Mit mächtigen Scylägen durchbrach er die russische Front zwischen Karpathen und Weichsel. Der Kaiser ernannte ihn bald 'darauf als Ausdruck feiner Dank­barkeit zum Feldmarschall.

Am 26. August fiel die starke^ Festung Brest-Litowsk Mackenseus Heeresgruppe in die Hände. Der Orden vom Schwarzen Adler schmückte als weiterer Ausdruck des kai­serlichen Dankes bald Mackensens Brust. _

Mackensens schönste und eigenste Tugend ist die cum. Wie er stets für seine Untergebenen ein warmes, mitfühlen­des Herz hatte, so ist er treu seiner Familie, ein liebevoller Gatte, ein fürsorglicher Vater. Geradezu herzerquickend war sein Verhältnis zu seiner über alles geliebten Mutter, die hochbetagt in Glogau starb und noch die Beförderung ihres Sohnes zum Generalfeldmarschall erleben durfte. Treu ist Mackensen sich selbst, ist er trotz seiner Erfolge bescheiden ge­blieben. Recht bezeichnend für sein Denken und Fühlen war es, daß er sich bei seiner Erhebung in den erblichen Adels­stand oen WappenspruchGedenke des Anfangs" erwählte.

seitsEMe MM.

1 ,,,öd) bekenne ganz offen, daß ein voller Sieg des Reiches den Interessen der Sozialdemokratie nicht entsprechen würde". Ströbel, 1915 imVorwärts".

2.Wir müssen uns klar darüber werden, daß die eigentliche und tiefste Ursache dafür, daß es so ungeheuer schwer ist, zum Frieden zu kommen, an den militärischen Erfolgen Deutschlands liegt". DerVorwärts" 1917.

5.Deutschland soll das ist unser fester Wille s e i n e Kriegsflagge für immer streichen, ohne sie das letztemal siegreich heimgebracht zu haben".

DerVorwärts" am 20. Oktober 1918.

4.Das deutsche Volk hat auf der ganzen Linie g e s i e g t. Scheidemann, am 9. Dez. 1918.

5.Wir haben die Revolution gemacht, um den Krieg zu be­enden."

Revolutionärer Propagandaausschutz" November 1918.

6.Der Dolchstoß von hinten gegen die deutsche Front war der g I ü ck I i ch Jt e D o I ch st o tz des revolutionä­ren Proletariats".

Sozialdemkr. Schriftleiter Thomas in Ausburg.

7.Wir haben schon von Beginn des Krieges, von Anfang des Wahres 1918 systematisch für d ie Revolu­tion der Flotts gearbeitet".

8.Wir kennen kein Vaterland, das Deutschland heißt". Sozialdemokrat Trispien am 11. 1. 1922.

Herriot mb Ehambsriem.

Wenn in den vergangenen Fahren und Monaten französi­sche und englische Staatsmänner zusammenkamen, so pflegte sich an die danach verlautbarten Vereinbarungen immer eine Fülle von beiden Teilen wenig erfreulichen Ausdeutungen, Mistverständnissen und Aichtigstellungsversuchen anzuschließen. Sobald einmal die Formel der allgemeinen Beteuerung allge­meiner Herzlichkeit und freundlichsten Einverständnisses ver­lassen wird, sobald irgend einer der vielen zwischen beiden Ländern bestehenden Reibungspunkten in der Öffentlichkeit berührt wird, pflegt Aufregung auf beiden Seiten die Folge zu sein. Die Zusammenkünfte zwischen Baldwin und Poin- care, Herriot und Mac Donald haben fast nur zu derartigen Auseinandersetzungen geführt. Der gegenwärtige englische Ministerpräsident hat nun den Ausweg einer Entsendung sei­nes Außenministers gewählt, der erst einmal den Boden für eine Aussprache zwischen den beiden führenden Staatsmän­nern vorbereiten soll. Herriot sieht sich zum ersten Mal einem englischen Staatsmann gegenüber, den er nicht von vorn her­ein irgendwie durch die Fesseln einer gemeinsamen Weltauf- fassung in seiner Bewegungsfreiheit behindern kann. Richt um billige Begriffe wie allgemeine Weltbefriedigung und ähnliche Gedankengebilde, hinter denen sich die tatsächlichen Machtforderungen bequem verstecken können, geht es jetzt, sondern um eine Reihe ganz konkreter -Fragen, in denen sich das Verhältnis von England und Frankreich spiegelt.

Houston Thamberlein ist der Sohn eines Vaters, dessen Mame programmatischen Klang gewonnen hat. Der britische Weltmachtgedanke beherrscht die Partei, der der junge Tham­berlein angehört, er spricht aus dem Klange seines Namens. Thamberlein hat einen Teil seiner akgdemischen Erziehung in Deutschland genossen. Er hat als Student im Hause eines deutschen Gelehrten gewohnt und, wie der Sohn dieses Ge­lehrten in einer Berliner Zeitung mitteilt, bei Treitschke Vor­lesungen gehört, sich mit der sozialen Frage beschäftigt und im Hause Bismarcks verkehrt. Er weiß also, was Deutsch­land als geistig politischer Begriff bedeutet. Er kennt im besonderen die Durchdringung deutschen Volksgefühls mit dem Rheingedanken, um den letzten Endes ja der deutsch-franzö­sische Gegensatz wie seit einem Fahrtausend so auch in diesen Tagen wieder schwingt. Deutschenfreund im Sinnne der StammUschpolitik ist er natürlich keinesfalls. Er weiß, daß England heute nicht mit Deutschland, wohl aber mit Frank­reich als einen realen Machtfaktor zu rechnen hat. Gelingt es ihm, mit Frankreich den Bau des britischen Wellgebäudes zu stützen, so wird er auf Deutschland ebenso wie sei­ne Vorgänger nicht die geringste Rücksicht neh - m e n. Er wird Deutschland in der Zukunft sicherlich nicht als eine nutzbar zu machende Größe aus den Augen lassen, er wird es aber vermeiden, seinem Lande etwa durch die Zu­spitzung der Räumungsfrage Schwierigkeiten zu machen, die keinen Nutzen bringen. Es ist anzunehmen, daß bei der be­vorstehenden Unterredung zwischen Baldwin und Herriot zu­nächst einmal dasjenige in den Vordergrund geschoben wird, Thamberlein wird dagegen auch über die strittigen Fragen bereits die Ansichten, die Stellungnahme des französischen Ge­genspielers herbeiführen.

Ein Gebiet, auf welchem es nicht zu scharfen Zusammen­stößen kommen tuirb, ist das Genfer Protokoll. Baldwin wird keinesfalls Mac Donalds Erbschaft zu übernehmen be­reit sein, ebenso wenig wie in der russischen Frage. Er wird worüber einigermaßen uneinigungsübereinstimmung besteht, aber seine Uebereinstimmung zu den Grundgedanken des Pro­tokolls erklären, und die realen Abmachungen nach seinem Geschmack treffen. ön der Frage der Räumung der Kölner

Aus Wt Wh MO»

Adventszeit.

Advent ist abgeleitet vom lateinischen adventus die Ankunft, nämlich die Ankuu^ Thristi und soll auf den Ge­burtstag dos Heilandes vorbereiten. Doch gehen die Advent- sonntage nicht auf die Urzeiten des Christentums zurück, son­dern sie sind erst seit dem 6. Fahrundert bekannt. Zum er­sten Male wird die Adventszeit auf dem Konzil zu Lerida in Katalonien erwähnt. Das war im Fahre 524. Auf diesem Konzil wurde auch beschlossen, datz in der Adventszeit jede Woche drei Fastentage? haben muß und daß in dieser ganzen Zeit keine feierlichen Hochzeiten abgehalten werden dürfen. Diese Bestimmung besteht noch heute in der katho­lischen Kirche. Auch in der evangelischen Kirche bestand eine derartige Bestimmung, doch ist sie hier seit ungefähr einem halben Fahrhundert abgoschafft worden. Die Einführung von vier Adventsonntagen besteht feit dem Ende des 6. Fahrhun- berts und ist auf eine Anordnung des damaligen Papstes, Gregors des Großen, zurückzuführen. ön der griechischen Kir­che dauert die Adventszeit länger; denn dort beginnt sie in jedem Fahre bereits mit dem 14. November. Die Adventzeit ist nicht nur die religiöse Vorbereitungszeit auf Fesu Geburt, sie ist auch die Zeit der Vorbereitung für alle Freuden, die das Weihuachtsfest bringt. Zu keiner Zeit wird in den Familien so viel getuschelt wie in der Adventszeit. Schränke, Truhen, und andere Behältnisse, die vorher immer offen standen, wer­den nun stets verschlossen gehalten und die Heimlichtuerei und das Verstecken nehmen kein Ende. Wundervoll erscheint den Kindern die Adventszeit; denn mit jedem Tage mehr merken sie, daß nun bald der liebe Weihnachtsmann mit seinen Herr­lichkeiten heranrückt.

Euckenbund. Am Freitag, den 5. bs. Mts. abends 8 Uhr findet in der Aula des Gymnasiums. ein Rezitationsabend fro­her und ernster Balladest von Dr. Helenö Hernach Dozentin für Vortragskunst in Berlin und Wien, statt. Fräulein Fernau ist kürzlich erst von einer Reise durch Südamerika zurückgekehrt, wo sie bei den deutschen Brüdern ungeheure Triumphe gefeiert hat.

Unfall. Vorgestern morgen gegen 10 Uhr stürzte ein 2jähriges Kind in der Lindenstratze aus dem Bodenfenster, vom 4. Stockwerk herunter, wobei es auf eine Gartenlaube fiel. Der Arzt stellte einen schweren Schädelbruch fest. Bis jetzt konnte nicht ermittelt werden, ob die Verletzungen lebens­gefährlich sind.

Zilmschau. Vom 6. bis 9. wird im Eentra l- T h e- a t e r der neue Vita-Großfilm der DeuligDer Zirkus­könig" zur Aufführung gebracht, ön diesem Film tritt seit längerer Zeit zum ersten Mal wieder Max Linder, der in ganz Europa gefeierte Filmdarsteller, vor das deutsche Publi­kum. Er verkörpert die Rolle eines leichtsinnigen jungen Lebemannes, der es Nacht für Nacht im Ballokalimmer toller treibt. Sein Onkel kann es nicht mehr mit ansehen. Er sperrt ihn ein. Doch Max entwischt stets, öm Schaufenster eines Möbelgeschäftes erwacht er von einem Abendbummel. Der Onkel wütet Max soll heiraten.Hier sind vier Bilder, nun wähle." Max wählt aber eine andere: die Tochter des oirkusdirektors. Und nun beginnt seine Laufbahn im Zirkus. ön unerhört spannenden und lustigen Szenen läuft bie Zirkuslaufbahn von Max an uns vorüber. Tausend Hin­dernisse werden von seiner sprühenden Laune beiseite gefegt. Csnblid), nachdem alles durcheinandergewirbelt ist, gewinnt er die Tochter des tobenden Direktors.

2m Neuen Theater ist was ganz besonderes zu sehen: Der Film im Film". Es ist ja Jo furchtbar nett, völlig zu­ruckgelehnt, wo möglich auf einem womöglich gepolsterten Stuhl im Kino-Theater zu sitzen und sich dort oben auf der Lemwandbühne ein Stummes und doch Jo beredtes Spiel zwi- schen Menschen anzusehen, ohne zu wissen wie das gemacht wicd. Der Regißeur eines Filmes hört Jo oft im Kreise seiner Bekannten bie Bitte und den Wunsch:Ach lassen Sie mich both einmal an den Aufnahmen im Atelier teilnehmen

Also wie das gemacht wird ist der Fnhalt eines' großen ^ei es dieses öilms im Film, ön amüsanterDurchführung begleitet von heiteren Episoden, Art über die Vorgänge bei Atelier- und Freiaufnahmen, öm Namen dieses bildhaften Gerichtes offenbart sich die ungeheure Grüße der Arbeit die ein Film erfordert auf dem Wege vom Manuskript an dem der Autor viele Wochen schafft, über die Vorbereitungsar- beiten und die des Aufbaus der Dekorationen hinweg zu den Wochen- und Monatelang währenden Aufnahmen im Atelier unb im Freien bis zum vorführungsbereiten Filmband das in einer t. änge von über 2 Kilometern die endgültige Form des Films bat stellt. Wer den FÜm im Film sah, wird nicht nur die unbefangene Freude und die gewohnte Sympathie em- pfinben, sondern auch noch etwas mehr:Die Achtung vor der Arbeit am Film und das Wissen als wäre er selbst vom Bau".

Bad Salzschlirf. Am gestrigen Abend hatte die Deutsch­nationale Volkspartei zu einer öffentliche Versammlung in

das Deutsche Haus eingelaben. Die Versammlung war äuse serst stark besucht nb verlief von Anfang bis Ende in ruhiger Weise. Der Referent Herr Merzige-Eassel entledigte sich, in vollendeter Form seine Aufgabe. Die freie Aussprache wurde wurde von einem sozialdemokratischen Redner benutzt. ön seinem Schlußwort wiederlegte der Redner die Ausführungen des Diskussionsredners ganz ausführlich. Die Versammlung hat sicherlich der Partei seh zum Rutzen gedient.bfs

Ein Leser schreibt uns:

DieFrankfurter A a ch r i ch t e n "! Geliebt hab ich sie nie! Meistens habe ich sie nur als unliebsame Bei­gabe zumKreisblatt" betrachtet. Man I i e st d o ch z u - nächst die Lokalzeitung, und wer dann noch mehr wünscht, bestellt sich eine größere Tageszeitung. Die,Z Frankfurter Nachrichten" waren weder das eine noch das andere. Daß nun aber der Verlag derFrankfurter Nach- richten den bodenständigen Zeitungen unserer Stadt als Konkurrenz entgegentritt, dürfte ihm noch etliche seiner bisherigen Freunde hier kosten: i ch verzichte künftig auf das Öntelligen?blatt.

Etwas sonderbar erscheint mir das Vorgehen der Män­ner, die für dieF. N." arbeiten. Mit alten Zeitungslisten vom Kreisblatt bewaffnet treiben sie Abonnentenfang. Sie stehen auf der Liste, Sie müssen die Zeitung für Dezember behalten!" Na, na, man kann doch dieönteUigen? noch immer nicht in jemand hineintrichternl

Vetr. Offenhaltung der Läden am kupfernen Sonntag.

Die önbuftrie= und Handelskammer Frankfurt a. M.- Hanau Geschäftsstelle Fulda schreibt un, daß die in obigen Angelegenheit in der Stadt verbreiteten Ansichten, welche auch teilweise Eingang in die Tagespresfe gefunden haben, nicht den wirklichen Verhältnissen entsprechen- Durch die Ver­ordnung des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe in Verbindung mit der Verfügung des Herrn Regierungspräfi- d-nte: ist die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Ar­beitern im Handelsgewerbe nur für die beiden letzten Sonn­tage vor Weihnachten erlaubt, für den Wahlsonntag dagegen verboten. Hieraus kann nicht geschlossen werden, daß die­jenigen Geschäfte des Handelsgewerbes, welche keine Gehilfen beschäftigen, von dem Verbot ausgenommen sind, denn der § 41a der Gewerbeordnung besagt ausdrücklich, daß, soweit Ge­hilfen pp. im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden dürfen, ein gewerbebetrieb an diesem Tage in offenen Verkaufsstellen nicht stattfinden darf.

Sanner?. Die hiesige Dachziegelfabrik nimmt;. Zt. eine be­deutende Betriebsvergrößerung vor. Es wird unter anderem ein zweiter neuer Ringofen mit massivem Ofenhaus und Trok- Kenanlagen gebaut, außerdem werden die maschinellen Hinrich jungen erweitert. Die Produktion der Fabrik wird durch die Neuanlagen, die im Frühjahr in Betrieb kommen, verdoppelt. Es ist dankbar zu begrüßen, daß durch die Fabrikneubauten und den späteren vergrößerten Betrieb Arbeitsgelegenheiten ge­schaffen werden, ferner, daß die heute renomierten Sannerzer Dachziegeln in ihrem frachtgünstigen Absatzgebiet in Zukunft in genügenden Mengen geliefert werden können, was heute nicht der Fall ist."

Messung. Ein am Boden liegender Handwerksburfche wur­de von Passanten betreut, die glaubten, es mit einem Kranken zu tun zu haben. Es stellte sich doch heraus, daß der Mann total betrunken war, sodaß sich die Polizei seiner liebevoll an­nahm.

Niederhone. Brand. Das im Kornspeicher lagernde Ge treibe geriet durch Selbstentzündung in Brand. Trotzdem das Feuer durch das Eingreifen der Feuerwehr bald gelöscht werden konnte, ist der Schaden des verbrannten und angekohlten Ge­treides doch beträchtlich.

Der Kurhesfifch-Waldeckische Handwerksbund wendet sich in seinem Wahlaufruf an das Handwerk und betont nur sol­che Parteien zu wählen, die dem Handwerk ihr Snteresse und aussichtsreiche Sitze in den Parlamenten zugebilligt haben. Es sind dies:

Deutschnatiouale Volkspartei:

Synbikus Dr. W i e n b e ck -Hannover, Maurermeister Breckelbaum- Hamburg, Bäckermeister R i e J e b e r g -Quedlinburg u. a. ;

Deutsche Volkspartei:

Malermeister Havemann -Hildesheim, Bäckerobermeister Becker -Magdeburg, Fleischermeister H e f l e r -Guben, Tischlermeister Hüther -Stralsund, Steinmetzmeister S ch w a b a ch -Leipzig, Glasermeister M e g e r -Eslingen u. a.

Zentrumspartei:

Schreinermeister Fink -Wiesbaden, Genossenschaftsleiter Esser -Euskirchen u. a.

Demokratische Partei.

Schreinerehrenobermeister K n i e st -Tassel, Klempnermeister B a r t s ch a r t -Königsberg, Malermeister B l e n k e -Berlin u. a.

Eshagelt Zeitungsverbote.

Karlsruhe. Die in Bretten erscheinende Tageszeitung Süddeutsches Volksblatt" Redaktion, Druck und Verlag von Friedrich Esser, wird auf Grund des Gesetzes zum Schutze der Republik auf die Dauer von einer Woche verboten. Das süddeutsche Volksblatt hatte in seiner Nummer 263 ein bie Reichsflagge beschimpfendes Gedicht zum Abdruck gebracht.

Keine Befiirchtlmen skr die Bersvrgung mit Brotgetreide und Kartoffeln.

DerStatistischen Korrespondenz", dem amtlichen Publi­kationsorgan des Preußischen Statistischen Landesamts, ent­nimmt der amtliche Preußische Pressedienst folgende Angaben: ön der Öffentlichkeit war lange die Meinung verbreitet und wurde noch durch unberufene Stellen genährt, daß unsere Ernte diesmal eine Katastrophe bedeute und wir das Schlimm­ste vor allem für unsere Brotversorgung befürchten müßten. Gegenüber diesen Gerüchten, die sich teilweise hart­näckig bis in die letzte Zeit hielten, ist nochmals auf das Dringendste zu betonen,^ daß die Verhältnisse weit günsti­ger liegen, als vielfach angenommen wurde. Um hierüber