$9 ten VArMchea er.) küUsMânuische« MkePssd!
Kein Stand ist so sehr auf die Fortführung einer Verständigungs- und wirtschaftlichen Ees.undungspolitik, auf eine Politik der inneren und äußeren Beruhigung angewiesen wie der gewerbliche und kaufmännische Mittelstand. Umsturz, Kriegsgefahr, Zuspitzung der Klassengegensätze, Putsche würden nur neue wirtschaftliche Unsicherheit, neue Inflation. bringen. Jede Politik, die mit diesen Dingen spielt, die sie in gefährliche Nähe rückt, muß der Mittelstand ablehnen. Parteien,bie ihm nicht die sichere Gewähr geben, daß sie sich einer hetzerischen nationaUsii- schen Phrasenpolitik fcrnhalten uno die Politik vernünftiger Verständigung und allmählichen, ruhigen Ausbaus betreiben wollen, muß der Mittelstand seine Stimme versagen. Der Mittelstand braucht vor allem
Ehrliches Geld, Arbeit und Kredit.
Nicht durch Phrasen und unerfüllbare Versprechungen, sondern durch ruhige, sachliche Arbeit und sichtbare Erfolge hat sich die Deutsche Demokratische Partei einen Anspruch auf das Vertrauen des Mittelstandes verdient. Der Demokrat Schacht »var cs, der die gute Goldmark wieder geschissen und gehalten hat, dir Verfolgung einer ruhigen verstLndigungsbereiten Außenpolitik, auf die unsere Partei immer hingedrängt und dir sie schließlich auch durchgesetzt, hat die Mark vor äußeren Erschütterungen bewahrt. Erfolgreich hat sich die Demokratische Partei für die Beteiligung des Handwerks an Reparatiens, und Regierungsaufträgen, für die Berücksichtigung des Handwerks bei der Vergebung von Rohstoffen und Heeresgut eingesetzt, auch fernerhin wird sie jeden Weg -ur Beschaffung lohnbringender Arbeit beschütten. Die Fragen des Wohnungsbaus rmd der Mietenzwangswirtschaft geben ihr besonders häufig Anlaß. auf starke Erhöhung der Reparatursätze und rascheren Abbau der Zwangswirtschaft binzudrängen, denn beides dient vor allem auch einer Belebung des BauhandwerkS und vieler anderer damit zusammenhängender Gewerbezweige.
Kredit? Wir setzen uns dafür ein, daß die vorhandenen Kreditinstitute, Reichsbank und Zcntralgenosfen- schaftskasse in Verbindung mit den Kreditgenossenschaften Betriebsmittel und billige Kredite f.r das Kleingewerbe und den Kleinhandel bereitstellen.
Pflege des Lehrlings- und Fachschulwesens im Sinne »et beruflichen und staatsbürgerlichen Ertüchtigung des gewerblichen Nachwuchses. Ausbau der be- rufsständischrn Organisation des Handwerks, insbesondere baldige Einbringung der seit langem geplanten
Reichshandwerksordnung
betrachtet die Partei als ebenso wichtige Erfordernisse kulturellen Fortschritts wie eine energische Weiter- sührung der gegen preiserhöhende Kartell« gerichteten Politik. Es ist unerträglich, daß Handwerk und Kleinhandel im Verkehr mit dem Verbraucher dem Verdacht «'-billiger Preistreiberei ausgesetzt werden, statt diejenigen zu beschuldigen, die sich in möcht gen Verbänden der Rohstoff- und schwerindustriellen Interessenten verborgen im Hintergrund halten. Wir wenden uns gegen Leben und Arbeitskraft verteuernde Zölle, d'« d's gewerbliche Leben schwer belasten und nur dem Eroßgrundb sitz eine erhöhte Rente sichern, wir werden uns ebenso gegen die Steuerfreiheit der Konsumoenoffenschaf^n und der Genossenschaften der L-andbünde: bemen! sieche nb ist der demokratische An- Iran im preubi'chen Landtag, der eine gleichmäßige Be= h. ndlnng aller Genossenschaften mit den Gewerbebetrieben fcirbert, durchgesetzt wo den; w'r werden u~3 gegen jede den selb'tändigen Mittelstand bedrohende SoziÄisierung und Kommunalisierung.
Die Rechtsparteien suchen dir öffentliche Aufmerksamkeit von ' sichtbaren Erfolgn der demokratischen Arbeit und von den Fehlern ihrer eigenen schlechten Wirtschaftspolitik, durch Betonung rein Part«' politischer Gesichtspunkte obzulenlen. Aber nicht auf die Partei kommt es an. sondern auf den
_ ruhigen, wirtschaftlichen und politischen Aufbau.
Die Rechtsparteien, in denen die Interessen der Großagrarier und der preiserhohenden Kartelle organ«- sie 't sind. bieten nicht die Gewähr für eine planmäßige, allen Kreisen gerechtwerdende stetige Aufhaupolilik. Ebenso muß vor einer Partei gewarnt werden, die sich Mirtschaftspart 'i nennt, vom Professor des Kirchenrechts Dr. Bredt geführt wird und sich mit dm Welsen und dem Bayerischen Bauernbund zufammenoeschlossen hat. WA verbindet Hans- Werk und Kleinhandel mit der Wiederaufrichtung des Komgrerchz Hannover und den Interessen der ober Ixineft wen Gebings heuern? W-.eS verbindet Handwerk und 5-leinhandel mit den Jntere^e« der Großgrund- bentzer und der großen Kartelle? Niä? Aber mit der nüchternen AufbaupoWU der Demokraten sind olle Pefversintercfsen des Mittelsiande« verbunden Auf den demokratischien L'sien kandidieren an hen ' er'cn Bteilen zahlreiche bewährte Vertreter des
gewerhffchen und kaufmännischen Mittelstandes: Ehrenobenneister Kniest (K-nset-, Klemviierobermcister Bartschat (Königsberg), Maler meister Kkn'e (Berlin, Tischlerobermcister Emmetuch (Neukölln). Kaufmann Büll (Homburg), Hurdwerkskammerpräsident Henne (Tübingen). Gastwirt GV (Frankfurt a. M.), Genossenschaftsleiter Wiel w (Brandenburg). Malermeister Andreas (Nordhausen) tu a
Drum
wâhft der Mittelstand deutsch-demokratisch,
so bringt er eine große Zahl seiner besten und bewährtesten Vertreter in den Reichstag und Landtag und entscheidet sich für die Politik der Ruhe, Ordnung und des sachlichen Aufbaus.
grauest, reiset èar valsrlonü!
Der deutschen Frau, bk -eigenes Unterscheidungs- Vermögen besitzt, ist heute die Möglichkeit gegeben, Tcutjâstands Zukunft für die nächsten Jahre zu bestimmen.
Zur Zeit der Maiwahlen waren viele Framen durch die skrupellose Stimmungsmache der Rechten so verhetzt, daß sie die reaktionären Parteien wählten. Heute dagegen liegt bie politische Lage so klar wie nie zuvor. Auf der rechten Seite macht sich unablässig prahlerisches Maulheldentum breit, das uns ben inneren und äußeren Frieden auf das schwerste gesährdrt und in unseren ehemaligen Feinden die Vorstellung erweckt: di« Deutschen planen unablässig blutige Rache. Diese nationalistische Mache zerrettzt uns auch im Innern, vergiftet die Jugend und sucht Dieser durch antisemitische Verhetzung Gerechtigkeitsgefühl und jedes klare Beurte'lunosvermögen zu rauben.
Die Rechte mißbraucht unsere ehrwürdigen Farben der Vergangenheit: schwrrzweißrot zu parteipolitischen Zwecken und verhöhnt unsere schwarzrotgolden« Repu- blik. Dadurch zerreißt sie die B-onde der Verständigung unter den Teutschen, verschärft die Klassengegensätze und macht uns unfähig zu mutigem Wiederaufbau. Das unsagbare Elend der Verarmten wird oon den radikoken Parteien au^oebeutet. Viele Kleinrentner wählten im Mai auS Verbitterung die Rechte, ob- gleich dirs« an i^er Verarmung die Haupsschuw trägt. Dagegen wählte der germimbte arbeitslose Teil des Proletariates die kommunistische Partei. Aber der von links verlangte Um'wrz reißt uns all- volle' ds zu Boden. denn des deutsche Volk ersehnt: ruhige, fruchtbringende Arbeit.
Allem bk Demokratie kann mrS helfen.
Ihr Rettungswerk begann mit der Stabilisierung derMark die der Gewinnsucht gewisser Kreise der Rechten gar n'cht erwünscht war. Uns Hausfrauen aber bedeutete das Aufhören der Inflation eine Erlösung
Die Demokratie verschafft »nS Ansehen in her Welt und anbeftet mu^ig und erfolgreich für die Verständig" Ma imkr den Völkern.
Die Demokrati« sehnt den deuffchnationalen Hochschukzoll. bei uns erneute Teuerung bringen muß. gm?ud'^kl'ch ab.
Die Temc^rMe überbrückt die lâcherNchen S ta n- d e s u n i e r s ck> i e d e und beurteilt den Menschen nach seinem inneren Wert und leinen Leistungen.
Frauen, wacht auf!
Bem-W ecbteS. rvßrhasics Nationaloesüßl. Denn nur ebrP'be treue Arbeit zum Gelamtwohl unseres ge liebten V-teAnndes k^nn uns helfen.
Ueber-' ff berrscht bereif'ernng und neue 5B o b t r freu biete it. En^-ckj sie bei allen W'^chwrsse'm! De regft'Eär« Gef-'br zerschellt, wenn Ihr einmütig für die Revnblik einketet.
Darum wählt bk Liste der Dcnuckraiischen Partei.
MerkKsrle.
Dw Bürger muß iernen, daß feine Vertreter ttnb feine Reg crung ihm besser dienen, w-mn sie die bittere Wahrheit sagen, als wenn sie ihm schmeicheln.
Er muß begreifen, deß nicht schillernde Taktik einen S!aat schmiedet, sondern Grundsätze, Glauben und Chmokter.
So wächst die schöpftrische Tat und bie Ehre dem entgegen, bet KmMt. Anton Erkelenz.
In Dn'tfthlond wäblt der Patriotismus bk aggressive Form. D'r Siebe jttm Heimischen Feitet '-m in den H-rß reyn Fremdes. Mengel an Selbst-gefühl und Sicherheit! Maltber Nrthcnau.
Staaten, bk zufammengebrochen sind, können nur ans ne^r Gesinnung und aus neuem M"«b-N M' der aufsteigen. Anton Erkelenz.
D'e Demokratie hat Deutschland vor der 11 ^w stutung mit fron den Heeren, vor der tkfpen Me^er- lage ttnb Demütignng geret'et. Anton Erkelenz.
Der Staat koll ^-in b^s zweit«, erweiterte und irdi'ch nn Erblick« Ich des Menschen d'e ^e-kërpcrung des sittlichen und tätigen Gemein^^-°willg"«.
Walther Rathenau.
An die denksEe» Beauifru!
Die Auflösung des Reichstags hat auch die endgültige Behandlung von B e a m t e n f r a g e n v«: hindert, die von der gesamten Beamtenschaft sehnlichst ge. wünscht wurde. Der aufgelöste Rcichstâg war in seiner Zusammensetzung völlig ungeeignet, die Lösung der Bearntenfragen im Sinne der Mehrheit der deutschen Beamtenschaft herbeizuführen. Die Beumtensckxft will vom kommenden Reichstag endlich folgende Foderungen erfüllt ha.ben:
1. eine gerechte soziale Besoldung, die den Mindostücsoldctrn Enisten-, Möglichkeit verbürgt und einem gesunden Leistungsprinzip Rechnung trägt;
2. ein freiheitliches, den modernen RechtSausfaflungca entsprechendes Reichöbeamtenrecht;
3. einBeamtenvertretungs g e s e p, das bre Bemntrnschaft einen mitbeftlmmenben Einfluß in persönlichen Angelegenheiten gibt;
4. die Beseitigung der Personalabbau- Verordnung und die Wiederherstellung der dadurch verloren gegangenen wohlerworbenen Rechte;
5. die schnelle Beseitigung des Besoldung S. sperrgesetzes;
6. eine dem modernen sozialen Empfinden angepa^te goschliche Regelung der Dienst, uub UrlaubSzeit;
7. Schaffung von Wohifahrtseinrichtunge», als Krankenkassen, Erholungsstätten usw.
Me Forderungen, die die Beamten schon lange ausgestellt haben, lassen sich nur verwirklichen durch einen Reichstag, der
eine große demokratisch-republikauifche Mehrheit hat. Denn nur eine solche verbürgt die Schaffung einer den inneren Frieden sichernden wahren Volksgemeinschaft; die Verminderung bet Klassen- und Paricigcgen» sätze; die Ermöglichung eines ungestörten Arbeitens zum Aufbau unserer Volkswirtschaft; endlich vor allem die Durchsetzung der Weimarer Verfassung und bk Erhaltung der republikanischen Staatsform, die allein die staatsbürgerliche Freiheit und Demokratie sichern.
Ein neuer Reichstag mit Rechtsmehrheit oder auch nur mit ausschlaggebendem Einfluß der Deutschen Volk^partei bringt bie alte soziale und rechtliche Ab- Häugigkeit und einseitige Klassenherrschaft von Junkertum und Schwerindustrie. Diese Herrschaft würde zu einer schweren Bedrücknng und neuen Belastung der breiten Schichten unseres Volkes führen, da ihre Politik darauf hinausgeht, die durch das Londoner Abkommen zu lei^mden Abgaben von sich abzuwälzen und auf die Schultern der großen Zahl der Verbraucher zu labet' und den alten Herrenstandpunkt wieder a'isturichtcn. Das b-deutet für die Beamtenschaft neue Bcrschlechte-.- rung ihrer Einkommcnsverhältnisse, neue Verschlechte^' ntrg ihrer wirtschaftlichen Lage, neue und dauernd Entrechtung.
Die Beamtenschaft, bie Inniger mit dem Staat verknüpft ist als je ein anderer Teck bet Bevölkerung, mu» da^ür sorgm, daß her Staat, der sie trägt, gesund un'z stark ist. Wählt sie diesmal die 9k^fe, dann zerbrich: der Staat und mit ihm die Beamtenschaft.
Aber auch
die Bcamtenpolitik der Dcniokratischen Partei selbst war eine Politik, wie sie im Interesse der gesamtes Beamtenschaft gelegen hat.
Die Dcmokretischc B^rki war eS, Die sich am stärkten für bk Verwirklichung des Beamtenvertrc» tungSgesetzes entsprechend den Wünschen der Beamtenschaft eingesetzt hat.
Sie hat den Entwurf des Deutschen BcamtenbunbcS zum Veamtenrecht zu ihrem eigenen gemacht u;ib als Antrag im Reichstag cingebracht.
Sie hat den Antrag gestellt, das Besoldungs- sperrgesetz aufzuheben.
Wenn die Demokratische Partei heute die B-amten- schaff auf uft, ihr die Stimme zu geben, dann kann sie dies tun in dem Bewußtsein, daß
hinter ihren Versprechungen auch der ehrliche Wille zur Erfüllung
liegt. Wir wollen in einem freien und starken Dent'h- Fnb eine freie, vera ftwortungsbew' ßte, ßo.at'bü - erlich gesinnte Beamtenschaft, mir wollen diese Beamtenschaft erhalten mit all' den Rechten und VerhM'in.gen der BertsSoeamtentumS, die bie Verfassung in Weimar ihr gegeben hat.
Es gibt für die deutsche Beamtenschaft in ihrer Ge- famtbeit am 7. Dezember nur einen Entschluß, uub der heißt:
Jede Stimme der
Deutschen Demokratt^chen Partei t