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Es ß^f am 7. Dezember n ichs nm Tkrz el­fragen und Einzelforderungen. Es geht wirklich um <me große Entscheidung. Es geht um unsere

Autzenpolttik der Verständigung.

Es geht um den

Schutz der NepnbNk und der ftaaèttcher» Ordnung.

Es geht um die

Erhaltung der festen Währung.

Von diesen Grundvoraussetzungen hängt alles an­dere ab: die notwendige Steuerreform, die Erhöhung der Aufwertung usw.

Unsere demokratischePolitik liegt in jeder dieser Fragen klar vor de» Augen des deut- schenVolkts. So können wir mit gutem Gew ssen und fester Zuversicht allen Wählern heute jumft«: Zeichnet am 7. Dezember

für Reichstagund Landtag, Männer, Frauen und deutsche Jugend, Euer Kreuz ans die 7. Liste der beiden Stimmzettel. Das ist die Liste der

Leutschea Semotrelischen Aarlei.

Ardriler - AszesleNr - ZesAle!

Aüuf Iagre

war die Deutsche Demokratische Partei in der Regierung.

Aünf Sayre

ihrer Arbeit haben zur Besserung unserer ausländischen Beziehungen beigètraKn und mit dem Londoner Abkommen b?r Gesundung unseres Vaterlandes, der Befreiung der besetzten Ge­biete. der Erholung unserer Wirtschaft die Wege bereiten helfen.

«f IaSre

ihrer Arbeit haben dazu verhalfen, Zusammen­bruch, Revolution, Putsche und Inflation zu- überwinden.

Zküttf Aakre

Hat die Partei die Republik gegm ihre Feinde von rechts und links verteidigt und damit die Rechte der Arbeitnehmer als freie Staatsbürger im freien Staat.

Fünf IaFre

ist die Partei für den Ausgleich der Gegensätze zwischen den Berufen und Klassen eingetreten und hat damit das Feld ge­ebnet für eine wirkliche Gemeinschaft des Volkes. Getreu ihren Grundsätzen hat die Deutsche Demo­kratische Partei diese wahrhaft vaterländische Arbeit geleistet ohne Rücksicht auf Wablerfolge, unbekümmert mn die Verleumdungen und Beichimpfungen der Rechts­parteien. die mit ihrer verhetzenden Agitation weit« Kreise unseres Volkes vergifteten. Jetzt, in dem Augen­blick, in dem sich eine Besserung vorbereitet, will der Rechtsblock nicht nur die Regierung übernehmen um unser Volk um die Früchte der geleisteten Arbeit zu bringen, sondern er verlangt auch, daß die Deutsche Demokratische Partei dieses Manöver durch ihre for­male Teilnahme an der Regierung decken soll Di« Serge um das Vaterland, die Achtung vor sich selbst wußten die Partei bestimmen, dicseè Ansinnen «bzu, lehnen.

Arbeitnehmer' Ihr wißt, daß jeder Ruck nach rechts, jeder Rechtsblock Eure Entrechtung als Staats­bürger. als Steuerzahler und Mitträger der Wirtschaft zur Folge hättet Seher das Washingtoner Abkommen über den A chtstnndentag würde ratifiziert, noch wurden Eure sonstigen tariflich verbürgten Rechte ae- achtet werden. Gleichzeitig würde Eure Lebenshaltung durch Hochschutzzölle unerträglich verteuern. Erneuter Lohndruck auf der einen, Preissteigerung auf der andern Seite würde di« Folge einer politischen Ent­wicklung sein, die einem Nechtsblock die Macht in die Hände gibt.

^ Arbeitnehmers Jetzt keine Zersplitterung mebri Alle, bie eine einseitige Klassenherrschaft von rechts oder von links bekämpfen, gehören zur Deutschen Demo- krati chen Partei.

Die D e » t s ch e D e m o k r a t i s ch e P a r t e i hat bewiesen, daß sie der wahre Hort her Demokratie und her Republik ist, daß nur durch ihre Arbeit unser Vater­land wieder hochkommen kann.

Darum wählt die Liste 7

Deutsche Osmokrcttlfche Partei

Reichsverein

L demokratischer Arbeiter, Angestellter und Vcamtrr,

Sie Ei® MS preuMeu Landtag.

In der Wahlbewegung sind gegenüber der besonders großen Bedeutung, n^lche diesmal den Reichstags- w.rhlcn zukommt, die Neuwahlen für den preußi­schen Landtag etwas in den Hintergrund getreten. D's darf nicht dazu verführen, die Wichtigkeit d e er Preußenwahlen zu unterschätzen. Denn nicht nur kommt es für die innere Entwicklung Preußens außerordentlich viel darauf an,

wie der preußische Landtag zusammengesetzt ist, und welche Zusammensetzung die preußische Regierung demzufolge haben wird, sondern auch für die ganze ReichSpolitik wird bie aus den Wahlen sich ergebende politische Konstellation des größten deutschen Landes von entscheidender Bedeutung sein, sowohl wegen der preußischen Vertretung im Reichsrat als auch wegen des politischen Schwergewichts des Haupistaates, dessen Regierung am gleichen Orte wie die Reichsrcgierung sitzt und in unausgesetzter Berührung mit den Reichs- finairzen bleibt.

Darum haben die P a r t e i e n d « r R e ch t e n auch bei allen ihren Versuchen, wieder in die Regierung hlneinzukommen, so de soâcen Wert darauf gelegt, daß gleichzeitig eine Aenderung in her preußi­schen Regierung eintret«, das heißt, daß sie in Preußen ebenfalls an der Regierung beteiligt würden. Die Deutschnatioualen würden vielleicht sogar auf eine Beteiligung an der Reichsregierung weniger Wert legen als auf eine Führung der preußischen Regierung, weil sie aus den Erfahrungen der früheren Zeit recht wohl wissen, daß sie von Preußen aus einen nicht minder großen und dauernderen Einfluß zur Erreichung ihrer reaktionären Ziele ausüben können, namentlich wenn sie wieder bie VerwaitungZmaschine tn die Hand be­kommen. Und wie sie dann alles umstellen würden, wie sie den ganzen Aufbau und Ausbau des neuen Staates wieder in Frage stellen und zugleich der Außenpo'itik des Reiches die größten Schwierigkeiten in den Weg legen würden, kurz w e sie alles, was nach dem Zusam­menbruch geschaffen, in Gefahr bringen und damit die Zukunft Deutschlands aufs Spiel setzen würden, darüber kann nach ihrem ganzen Verhalten kein Zweifel sein, namentlich nenn man sieht, we bie rechtsradikale Strömung die einsichtigeren, gemäßigten Elemente in der Deutschnationalen Voikspartei sortgefchwemmt hat.

Da die D nge so klar liegen, wird und muß auch die Wählerschaft genau wissen, worum es bei den Preußen« noblen geht, daß auch bei diesen die Entscheidung darüber pllen soll, ob es stetigen Fortschritt in der demokratischen Republik oder w eder ärgsten Rückschritt und damit die schlimmste Gefahr eines neuen Chaos geben soll, zu dem deutschnationale Gewaltpolitik unter allen Umständen führen würde.

Den Deutschnatisnalen schwebt als Ziel ihrer Sehnsucht die

Wiederherstellung der alten preußischen LandratS- Herrlichkeit

vor. Es macht geradezu einen komischen Eindruck, wenn sie sich jetzt über d'e P e r s o n a l p o l! t ik des preußi­schen Innenministers entrüsten und ihm unter Vor- bringung einer gefälschten Statistik verwerfen, daß er bie Verwaltungsstellen rein parteipolitisch besetzt habe, noch dazu mit Leuten, denen die nötige Vorbildung und Erfahrung fehle. Ihre Angaben über die Zusammen­setzung der höheren Beamtenschaft sind durch eine amt­liche Klarstellung widerlegt worden, aus der sich ergibt, daß bie Erneuerung in der Verwaltung unter Severing doch nur in bescheidenem Umfange vor sich gegangen ist, viel weniger, als im Interesse des Regierungszusammen« Hanges wünschenswert gewesen wäre. Gewiß mögen manche Fehlgriffe bei der Personenauswahl vorgekom­men sein denen man jedoch aus betguten alten Zeit" mindestens ebensoviel? gleichartige gegenüber« stellen kann; aber im ganzen ist die Verwaltung nicht schlecht dabei gefahren, und das würde sich no:h viel klar-" qez.-tgt haben, wenn Pe Junker nicht viels ärgste Obstruktion getrieben hätten, auch da, wo die Tätigte t der neuen Landräte bei allen ehrlichen Leuten Anerkennung sand.

Die vreußi'ch« Verwaltung in der Hand der Deutsch­nationalen würde bie rücksichtslose Ausmer­zung alles dessen aus der V e r w a l r u n g sein, was n i d) i konservativ ist, ebenso wie es früher als Voraussetzung für ^ben Verwaltungsbeamten vom Kundrat bis zum Ministerialdirektor galt, daß sie sich zu den Konservativen rechneten. Dorb'lduag und Er- rr.br ungen waren dabei Nebensache, und wenn jetzt die Etschnatio aalen von ungeeigneten Verwaltungs- beamten 'vrechcn, so braucht man nur an b e vielen ßeren Landräte zu denken, denen die Krelsselretäre di« Eoichafte be argen mußten.

Jeder Beamte und

die ganze Verwaltung als Vorspann für die konser­vative Partei

und die konservative Politik, d^s ist das Streben der Deutschnat analen. Für die Wiederkehr dieser autrn , alten Zeit", in der unter der Herrschaft d-s Dr-ik'l

-satzlrechtS bie Landräte unter den schändlichsten Vs-

einst',klungen d'e kahlen machtest und die Masse des Vockes nichts zu sagen hatte, wollen sie die Wählerschaft einfangen, um, wenn ihnen das gelingt, die berüchtigte Koalition nach rechts mit Hilfe der Deutfchen Vocks« Partei als Schleppenträgerin zu schaffen, in der sie in Wirklichkeit die Führung haben würden.

Wird die Wählerschaft auf diesen Gimpelfang «ingchcn?

Wir sind her festen Zuversicht, daß das deutschnajionale Spiel auch bei bei Preußenwahl kläglich fèeitern und daß der preußische Landtag wieder eine für eine Linhâ- koalition ausreichende Mehrheit erhalten wird.

D i e Wählerschaft will nichts ro ts sen von der Wiedelkehr der Herrschaft einer kleinen Schichts sondern verlangt x

die gleichberechtigte Mtmdeit des ganze« Balkes 's auf breitester Grundlage. In diesem Sinne gilt es best weiteren Ausbau der S «l b st v e r w a! t u n g.

Di« Wählerschaft will aud) ni cht§ w!s* Jen von neuen monarchistischen Treibereien, bie wiederum ganz auf Kosten des Volkes gehen, statt Ent­lastungen neue Belastungen aus Kosten der Steuerzahler bringen würden. Man denke nur an die übertriebenen Entschädigungsforderungen der Hohen- z ollern, die 400 000 Morgen im Werte M. Tw Millionen Mark vorweg b^ben wollen. Fortentwicklung und Aufstieg oder neue Erschütterung, DolkSwisse oder bie .^errtchast Einzelner, darum neht wieder bie Ent- sche'dima! Jeder tue feine Schuldigkeit, damit am 7. Dezember

bk Demokratische Partei gestärkt mch in den Landtag einzieht. ck

Herr Slrejemau» an feig Volk.

In einem Berliner Matt wird her folgende A u f« ruf ve offentlicht, den der Führer der Deut­schen Volksparte!an sein Dock* gerichtet haben soll. Ist dies auch nur der Spott eines geistvollen Mannes, so steckt hinter dem Scherz doch sehr viel bittere Wahrheit, die manchem zur Lehre dienen kann.

An mein Volk!

Die

Nur Wille oder "Furcht vor meiner klarca Zie'sck lin^ - teil kann hier versuchen, mein Charakterbild in der Geschichte schwanken zu machen.

Ich erkläre: Jeder weiß, daß ich seit Jahren ein leiden­schaftlicher Verfechter brr demokratischen Republik gewesen bin. Das deutsche Volk ist reif genug, sich selbsi zu regieren. Tcsbalb braucht es einen VolkSkaiser wie b<e hehre Gestakt deS Kronprinzen. Er wird das W rk seiner Väter vollenden. Deutschland ist nur denkbar als Monarchin

Mit vollem Vorbedacht habe ich zur Zeit der Londoner Konferenz Herrn Hergt mich angefchloffcn und ihm ver­sichert. daß ich diesen geeigneten Moment Zur Au'rollung der S ch u l d s r a g e nicht verpassen werde. Wenn Hingtgen behauptet wird, ich hätte gleichseitig Herrn Hilferding zu gestimmt, welcher die Schuldsragenaktion nicht für oppor­tun hielt, so ist das unwahr Wahr ist vielmebr. daß ich ihm versichert habe, daß eine Anschneidung der Schuldsrage in diesem Zeitpunkt indiskutabel sei.

Es Ist nicht wahr, daß Lord Parmoor fich mit mir über bie Völkerbundsrage unterhalten habe. Es ist wahr, daß er lange mit mir gesprochen hat. Da ich rW Englisch verficht, weiß ich nicht, was. Wer vom Völlev» bund war nicht die Rede.

Ich bin immer für eine Koalition mit den So- , zialdemokraten cinaetretcu denn nur eiste solche er- h achte ich als reg'crungssäbig Wenn ich den Bürger- r block mit Einschluß der Deutschnationalen befürwort«; so z nur deshalb, weil eine Koalition mit den Sozialdemokraten < für mich einfach nicht in Fmge Iommi.

Wenn ich den Grafen K ^ h l c r zu bestimmen suchte, auf der Genfer Konferenz Deutschland »u vertreten, so tat ich das. weil ich keine geeignetere Persönlichkeit finden f :e.-' Im übrigen ist es aus der Luft gegriffen, daß ich o m Grafen Keßler nähergetreten sein soll; denn es wäre ein Nonsers. bie deutschen Jntcr-ssen in Genf durch einen Pazifisten vertreten zu lasse».

Um kurz zu resümieren: Mein Weg ist gerade! Ich kenne keine Porteten mehr außer den na"onal«n! Ich stehe zu Republik und Verfassung! Mit Gott für Karig und Vaterland! Nieder mit dem Krieg! Wir erfüllen!^ Heil Dir im S'eqcrkranz! Ich weiß nicht, was soll es be­deuten! Hier stehe ich! Ich kann noch ganz anders!"