Einzelbild herunterladen
 

Dänenkönigs, dessen ausschweifendes Leben ihn zum Idioten werden läßt und der Arzt und Freund des Bekols Struensee, der englischen Königstochter in zarter Liebe zugetan, ue 'hm wohl äußere Ehren, schließ-'ch aber auch den bringt. Den ganzen SM der sich auf historisch erwiesene Tatsachen auf- baut durchrieselt das Gr,t der damaligen verpesteten Hofat­mosphäre. ^änkespiel und Verleumdung, teuflischer Zrauen- hah iuk eine das Leben bestimmende Liebe, die nicht Halt 'Ersfeld, ön einer Wahlversammlung der Deutsch-Demo- k^aMchen Partei sprach am -Sreitag, den 28. November Srau Kem p f, Frankfurt a. M. zu einem sehr zahlreichen Pub- Hkuni im Saale des GasthausesZum Hirsch". Sn überaus fesselnder Weise verbreitete sich die Rednerin über die Stellung der Demokratie in sachlicher Weise zu den hochpolitischen Fra­gen des Dawes-Gutachtens, Kriegsschuldlüge und Völkerbund Die Rednerin entledigte sich des Referates in einer äußerst des Wahlkampfes. Es blieb deshalb nicht unbemerkt, daß die Besucher, ob Sreunbe oder Gegner, auf­merksam der Rednerin folgten und diese Versammlung im Ge­gensatze zu anderen im Zeichen würdigen Verstehens zu Ende geführt werden konnte. Zur Diskussion meldete sich niemand, worauf nach einem kräftigen Hoch auf unser Deutsches Va­terland und die Deutsche Republik der Leiter die Versamm­

lung schließen konnte.

Sterbfriß. Amerikanische Sonnen soll der Wahlkampf in diesem Dörfchen annehmen, weil der Bürgermeister die Be­kanntgabe der Versammlungen mittels der Ortsschelle nicht zu- (ößt. Nun hat sich die Ortsgruppe der Rational-Sozialistischen Partei zu helfen gemußt und läßf ein Schild herumtragen, das unter dem Schutze einer großen schwarz-weiß-roten Flagge Ort und Zeit der Versammlung 'bekanntgibt. Ratürlich feyN auch die Klingelbegleitung nicht, Jobaß jeder darauf aufmerksam wird und die Versammlungen sich daher eines guten Besuchs

erfreuen.

Melsungen. Ein unbeabsichtigte Reise unternahmen drei Sun geh von hier, in einen leerstehenden Güterwagen geklet­tert waren, um dort zu spielen. Unterdessen hatte sich aber eine Lokomotive davor gespannt und beförderte bie, drei blin­den Passagiere nach Lasset, wo sie nach nächtlicher Fahrt früh­morgens eintrafen und Verwandte sich ihrer liebevoll annah­men. Auf allgemein übliche Weise wurden sie dann wieder nachhause befördert.

Salzungen. Erhängt hat sich der 20 Zahre alte Friseur- gehilfe Reinhold Schamberger, nachdem er versucht hatte sich die Pulsadern zu öffnen.

Aus dem Westerwald. Sonntäglicher Lanz mit Stuhlbei­nen und Messern. Alkoholisch erhitzte Gemüter ließen anläß­lich der Kirmes in Marienhausen von dem immer noch harmlos zu nennenden Tanz ab und bearbeiteten sich mit Messern, Stuhl­beinen und Tischen. Mehr oder weniger schwer verletzt blieben zahlreiche Kämpfer und Tänzer auf der Wahlstatt liegen.

Dokument oder Fälschung.

Die BerlinerBörsen-Zeitung" veröffentlicht ein angeb- j licßes Memorarwum Herriots, worin die Beseitigung des Lhefs der Heeresleitung und der beiden Reichswehrgruppen- ; Kommandos in Deutschland gefordert wird, es heißt dann, eine , solche Reform werde auf die demokratischen Kreise Deutsch- i lands den allerbesten Eindruck machen. DieDeutsche Zei­tung" behauptet, die Echtheit dieser Dokuments beweisen zu können, während ein anderer Teil der Rechtspresse sich noch ; vorsichtig zurückhält und die Linkspresse mit größter Be- i stimmtheit von einem plumpen Wahlschwindel spricht. Die französische Regierung hat ein glattes Dementi erlassen, und i und die' Reichsregierung glaubt an dessen Zuverlässigkeit in ! der Tat geben Form und Inhalt der Memorandums, das nach I dem "Vorwärts" zuerst in russischer Sprache zirkuliert haben soll, zu starker Skepsis Anlaß. Die Erinnerung an den Sinow- jewbrief, der so starken Einfluß auf die englischen Wahlen aus- geübt hat, liegt nahe. . / -

2m Theater der Siinftaujenb.

Die letzte Woche vor dem Wahltag bringt,auch in die Reichshauptstadt, deren wogendes Arbeitsleben sonst den Kampf der Parteien verschlingt,, etwas mehrWahlbeweg­ung". Das große Schauspielhaus (einst Lircus Schumann) das 5000 Zuschauer faßt, war am Samstag nachmittag von der Volkspartei mit Beschlag belegt; Wenn die Demokraten bis­her so taten, als ob in Berlin sich die Säte nur auf Links­trompeten hin füllen, so hat sie M Veranstaltung der D. V. P. eines besseren belehrt. Der Riesenraum reichte bei weitem nicht aus, um den Andrang zu fassen. Dr. Stresemannn^erntete viel stürmischen Beifall. Mit am stärksten war die Zustim­mung, als der Führer der D. V. P. den klaren Trennungs­strich gegenüber den Deutschnationalen zog. Den sentimenta­len AusdruckBruderpartei" lehnte er ab; so schnell schlössen sich die Wunden aus dem vorigen Wahlkampf nicht. Aber warum hätte man der Rechten nicht Gelegenheit geben wollen, den Himmel auf Erdest den sie der Wählerschaft versprach, zur Wirklichkeit zu machen? Das ist in der Lat eine sehr kühle Stellungnahme. Man kann es verstehen, daß die Volkspartei nicht in die Deroute hineingezogen zu werden wünscht, von der offenbar die Deutschnationalen bedroht sind. Die Affäre Maurenbrecher hat deren Position noch weiser geschwächt. Auch die Konservativen erklären jetzt in derKreuzzeitung" daß sie mit der deutschnationalen Reichsliste wenig einver­standen sind. Die Nationalsozialisten behaupten übrigens, daß Herr Maurenbrecher bereits zu ihnen übergetretey sei, und hoffen auf weiteren Zuzug.

Sowjstrußlauds National..«cenköder.

Die Durchpflügung des europäischen Bodens durch den Krieg und weiterhin wirkend durch die den Boden umbrechen­den Pflugscharen der Friedensdiktate hat der bolschewistischen öbee günstiges Furchenland geschaffen. UeberaU wo. sich die

Neuordnung derDinge zeigen, da setzt die Sowjetpropaganda, die zu den geschicktesten und am einheitlichsten geleiteten der Weltgeschichte gehört, den Hebel an. Es ist eine Selbstver- ständlichkeil, daß die Moskauer Machthaber, die den Träum der Wellrevolutionierung noch lange nicht aufgegeben haben, sich die überall in der Welt zutage tretende Unzufriedenheit der fremden Herrschaft ausgelieferten Nationalitäten zunutze machen. Nationalistische örrebentapolitik, nationalistische Re­volution in gegnerischen Staatsgefügen kann man mit Erfolg nur anzetteln, wenn man in eigenen Hause dem Gedanken der nationalen Selbstbestimmung Rechnung trägt. Der Form nach ist der Nationalitätengedanke, die Zusammenfassung verschie­dener, anscheinend sich selbst regierender Volksgruppen in ei­nem übergeordneten Staatswesen nirgendwo so zur Durchführ­ung gebracht wie in Sorojetrußlanb.

Das sogenannte Zentralexekutivkomitee der Sowjetunion besteht aus zwei Kammern,dem Sowjet der Union und einem Sowjet der Rationalitäten, dessen Bestand durch die Bundes­verfassung entsprechend der nationalen Gliederung bestimmt wird. Sämtliche Gesetzentwürfe müssen auch vom Nationali­tätensowjet angenommen werden. 2m Präsidium des Zen­tralkomitees ist auch der Nationalitätensowjet vertreten. Bei­de Kammern tagen teils getrennt, teils gemeinsam, stimmen jedoch getrennt ab. Wir haben also ein regelrechtes auf na­tionaler Gliederung beruhendes Staatenhaus ähnlich dem Se­nat der Vereinigten Staaten vor uns. Allerdings darf man sich nicht darüber täuschen, daß die praktische Bedeutung bei­derParlamente" angesichts der selbstherrlicyen Politik.des Zentralkomitees der kommunistischen Partea nicht sehr groß ist. Die einzelnen nationalen Sowjetrepubliken haben auch kei­nerlei Einfluß auf die Wahl der ihnen zudiktierten im Paria- sinne zuverlässigen Vertreter. Rußland verfolgt im Innern mit seiner Nationalitätenpolitik bas Ziel, durch volksmäßig bestimmte Agitatoren den einzelnen Nationen den kommuni­stischen Gedanken wirksamer einzuflösen. Nach außen hin hat diese Methode außerdem noch den Erfolg, daß alle im Osten und Süboften nach nationaler Befreiung strebenden Völker immer mehr der russischen Beeinflussung verfallen. An den Weltmachthabern, dem Völkerbund liegt es, wenn Rußland erfolgreich sein Nationalitätenköder auswerfen kann.

Bürger Fuldas! Abonniert diele Zeitung!

Druck und Verlag : Rudolf Bamberger, Fulda. Verantwortlich für den textlichen Teil: Friedrich P. Partmuß, für Anzeigen und Inserate: August Bamberger, sämtlich in Fulda.

Städtische

Sparkasse fulda

Die älteste Sparkasse des Bezirks.

Gegründet 1825

Sparverkehr:

Sparkonten mit günstigster Verzinsung Geschenk* Sparbücher für Neugeborene Haussparkassen

Bankverkehr:

Leihverkehr

Spesenfreie Scheck-, Giro- und Kontokorrent-Konten

Vorteilhafteste Giroverbindungen. Eilüberweisungen.

Einzug und Diskontierung fremder Schecks und von Wechseln. An- und Verkauf von Wertpapieren. Kreditgewährung in laufender Rechnung.

Darlehen

gegen Hypothek, Bürgschaft, Wechsel, Faustpfand und

Schuldschein

Reisekreditbriefe

Nach den

WWMW

empfehle ich den Besuch meiner neuhergerichteten Konditorei und

Kaffees

Otto Thiele

Ls gibt Momente die sie nie wiedersehen wenn Sie dieselben nicht durch einen

Foto-Apparat festhalten. Erste Marken so­wie alle Utensilien, Dunkel­kammer. Fachliche Auskunft gern zu jeder Zeit in der bekannten

Drogerie zum Krokodil

S. K. Steyer

Sei. 124 Sulöa, Rarl[tr. ZI.

MM

wird zu höchsten Tages­preisen laufend gekauft oder gegen

sofort ausgetauscht.

Außerdem übernehme ich für jedermann das Ver­spinnen von Roh­wolle in kürzester Zeit und berechne entgegen­kommend nur die effek­tiven Unkosten,

Modenhaus

FROESE,

Fulda.

Jetzt ist es Seif, darum reinigt Blut und Körper, Nieren und Blase an schlechten Säften auf natürlichen Wege mit Steyers Wachholdersaft.

Allein echt in Flaschen â 1.50 und 2 50 in Dro - rie Z" . Krokodil,

Staiiiilllllte

wahLsufruf

des Deutschen OsslAtersbundes,

Die Wahlen am 4. Mai dieses wahres ließen deutlich er­kennen, daß die Bevölkerung mit den Erfolgen der Negierung der letzten Sahre nicht einverstanden war. Dio Regierungs- parteien gingen geschwächt, die Opposition auf beiden Flügeln gestärkt aus dem Wahlkampf hervor. Nur unsere Parteizer- Klüftung verhinderte, daß sich eine klare Mehrheit des rechten Flügels bilden konnte.

Darüber gibt es jetzt nur eine Antwort: Verdoppelung der Energie bei den kommenden Wahlen; feste Entschlossenheit, dem verfassungswidrigen Machtstreben der Sozialdemokratie und ihrer bürgerlichen Mitläufer den unerschütterlichen Willen ent­gegensetzen, mit der Mißwirtschaft der vergangenen Sahre ein Ende zu machen.

Die vaterländischen Verbände, haben in gemeinsamer Ver­treterversammlung den Beschluß gefaßt, einmütig den Wahl­kampf unter der Parole:Nie wieder Sozialdemokratie" zu führen.Für Schwarz-Weiß-Not gegen schwarz-rot-gold!"

Sn dieser Devise ist der Kern des neuen Wahlkampfes ent­halten. Wir brauchen die Schlagworte der Parteien nicht, wir wissen, was wir in den vergangenen Sahren nach dem Zu­sammenbruch erlebt und erduldet haben.

Der Deutsche Offizierbund dient keiner Partei, aber er steyt in der vordersten Linie der vaterländischen Front Wir bekämpfen den Geist des 9. November, den Deist, der in den Farben schwarz-rot-gold sein äußeres Sumboi gefunden bât. Wir kämpfen für die alten ruhmreiche» Farbe» Schwarz- Weiß-Not. Ls ist Pflicht jedes einzelnen alten Offiziers, dem fchwarz-weiß-roten Gedanken zum vollen Siege zu ver­helfen, es ist eine S u n d e am Vaterland und an den Manen unserer hehren Toten des Weltkrieges, der Bequemlichkeit und der Unentschiostenheit die Zügel schießen zu lassen, und da­durch den Gegnern den Kampf zu erleichtern.

Darum auf zum Wahlkampf! Offiziere an die Front! Ls geht um die Zukunft des Reiches und des deutschen Volkes!

5 W^^^VT