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VI. Sachen die gestohlen worden.

Den zweyten dieses laussendc» Mouaihs Februarü mit anbrcchenkcn Tag oder nach Mitternacht' ha« bensich einige Boßwichtcr unterstanden in die Pfarr- Kirche bey 8c. Petri zu München / durch ein Kirch- Fen­ster in diese Kirche zu brechen / die auff dem Chor allda stehende 6 grosse/ dann auff dem herumen Altar 4 noch etwas grösser Silber» mit Zier verguldete Englischen Köpffen und Schilden Altar- Leuchter/ to an der Za hl /jtt stehlen/ und bey Einbruch des Kirchen-Fensters heraus zu bringen; Weilen nun der Werth dieser lo Leuchter bey ;ooü Gulden sich erstreckt oder belaufft/ alsthutman solches Hieniit bekannt machen; Wann im Fall solche zerschlagen / oder verschmoltzen/ dergleichen Silbern-oder Zier - Verguldecc Stücke bey denen Herren Gold-und Silber-Arbeitern/ oder bey derJudenschasstl sotten feil gehörten werden / daß man sich nicht übercyle / sondern Außgebern dieses Nachrichtdavon ertheile/ allwo fernere Anweisung au allhicsi. e Herren Handels-Leute deßfalls zu haben/ und der Anzeiger so ein gut Recompcns zugewarren / sich anzu- meldenh.it.

Lctztvcrflossenen Donnerstag Vormittags zwischen 8 und ivUhr/ist ein Stuck blau klemgewürffclt Bettzügen-Zeuch von Elen gestohlen worden ; Wer solches gekauffkoder davon eine Nachricht geben kan/ wolle sich melden / soll und wird eine vergnügte Verehrung bekommen.

Zwischen lektverwicchencn Montag und Mittwoch / ist ein weißliche Tuckern Weiber - Rock mit einem CottonenSrost/ dann ein kitv von Sargy-Maroc mit einem gelben Stoß und Etkcminen Mützgcn geflößten worden; Wer davon etwas getausst oder annoch zu Kaust bekommen sötte / wolle sich melden / soll eine gute Bekehrung und das davor gegebene Geld wieder bekommen.

vii. pcrsöbncnbif Geld in grossen und kleinen Summen außlchnen wollen.

1/ z/ V biß 4o°° Gulden/ sind auffeinen erstern Insatz einesHauffes/ oder sonst versichertes Wiker-Pfand außzuleyyem

xooo Rihlr. sind auffeinen guten Jnnsiih / oder sonst wohlversichertes Unter - Pfand außzuleyhen.

12 00 Gnlden sind aussein Innsatz eines Laustes oder sonst gutes Unter-Pfand außzrilcyhen. loco Gulden sind auff einen sichern Jnmah außzulcyhen.

Vin. Peèmn die Gclo in groß und deinen Summen lehnen wollen.

AuffcmzuSachsenhaussen in der Rittergaß in seinen Brandmauern steheudcsHauß/ werden laus den erster» Innsatz Loo Gulden zuleyyen gesucht.

ix. Periohnm so Dienste suchen.

Ein 8crib-vr Evangek. Lluherischer Religion/ so anbey in der Music erfahren/ fußt Conditio», oder auch Laquaym-Dlenst.

Ein Schneider fußt Laquayen-Dienst / ist Lutherischer Religion.

X. Zu Zranckfurty angetommeue ^remddc hohen und niedrigen StandtS/ und deren Einkehr.

Freytags den 9 / Sambffags den 10 / Sonntags den rr / Und Montags den rz Febr.

Bockeliheimer-Thor: Tir. Herr GraffSalmus t kommen von Mayntz / pafllren selb 6 Hinburch. Herr von Heldoeff/ auß Sachsen/ kompt von Mayntz/ logirt im Türckenschust. Herr Rath Eytler /> »on Oranien / logiren im Schwartze» Bo».

Friedburger Thor: Herr Gcbeimte Rath Schuch/ von Usingen/ logirt in dem Schwarken Bock. Herr Amptmann Klotz / von Butzbach / paflirt hindurch. Herr Bereuter Sckoitla / kompt von Wetz­lar/ logirt selb 2 im W cydenbuich. Herr Schwachheim / von Marburg / logirt in dem Türckeuschust. Herr Schnell / von Marburg / logirt im Frosch.

Allerheiligen- Thorr Herr Regierungs-Rath Dietz /vonSidebiirg/logirt selb2 inder Gerff. Herrl Hoff-Rach Spcn-r von Hanau/ logirt im HannuM »Haust. Herr Schuhmann/ kompt von Bre­

men/ logirt im Guldnen Enget.

Einlaß am Eschenheimer-Thor r Herr Baron von Moser/ Nassau-Si'egischer Gcheimter-Rath / und Herr vo-i Düst / Nassau-Dillenburgifcher Regieriuigs Rath komMn von Friedburg / logireniudcr Gerst. Herr Sartorius, Ehnr-Mayntzischer Remhen Bedienter/ lvxict inderReichö-Eron.

NB. Nachrichtlich dienet/daß der vorhin angczcigtt Außcuff in dem Köstcrischen Haust / auff dem Nömerberg l von allerhand Mobilien aus nächsttemmenden Montag. Vornutkar seinen Anfang nehmeu