NB. Georg Andreas Vaui-enbacherin der Hochfürffl. Brandenburgs. ReWntz- Stadt Onoltzbach/ Kat bey genauer Erforschung verschiedener Alchymischer Wissenschaften/auch Lesung alter raren Büchernnd Schrifften/ dann darüber gehaltener Meditation, durch GOttes Seegen und Beystand / ein Arcanum er» funden / Krafft dessen er an allen Menschen ohne Umerscheid / das bißhero so bekannte und vor incurabd gehaltene Gicht oder Podagra / vermittelst eines gewissen gebrauchenden Pulvers / und zwar in einemFuß- Bad/inZeit von 4. Wochen dergestalten wiret / und die Patienten von allen Schmertzen fürs künftige beständig slberiret/daß sie auch die geringste Ahndung nicht mehr darvon verspüren sollen/und ist Hierbey keineswegs zu besorgen / daß das Malum durch diese Cur in den Leib getrieben werde / sondern die Artzney reiniget das Geblüt völlig/ziehet das Stechen nebst der Geschwulst gântzlich aus den Nerven / wie die bei glücklich geschehener Cur« Handen habende Atteftata beweisen. Ferner besitzt derselbe auch ein Arci- nun, nach welchem er einer in gesegneter Ehe stehender Manns -Person gewisse Speisen und Tranck drey Wochen lang zu geniessen verbeut/da selbige alsdannimStand seyn werden/ nach Belieben Li, icn Knaben zu zeugen/ wer aber zum erstem die verbottene Speisen und Tranck geniesset/kan mit seiner Ehegattin nur Mägdlein zeugen/ wie es die gechane Probe mit 4.Kindern / r.Knaben und r.Mägdlein gelehret hat; Wer nun beeberkv Arcana gebrauchen und sschs bedienen will /der kan obigen Baudenbacher entweder in loco dicto und zwar im Neuen Bau allda sprechen / oder auf seinen Kosten abholen lassen/ da er dann gegen billige Remuneration seinem Versprechen in der That ein Genügen düsten wird.
NB. Es befinden sich allhier in beyden sowohl Französisch- als Hoch-Teutschen Sprachen benebst an« dernWeihlichenLxl-rcirienundtzuslltäten wohl qnalificjrtt Ulvgè Ehelcut/ CatholWerReligiou/ welche/ weil sie keine Kinder/auch nimmer zu hoffen haben / bey einer voMhmenHerrschaft/dcrMa cretarius oder Hofmeister/ die Frau aber als Hofmeisterm oder PemoifrUe über junge Herrschaften sich zu engagiren re fol vir17 fein Ihres Ehrlichen Herkommens und jcderzcttlicheu Wohlverhaltens authorjtatc Cx- farea wohl priviiegiret / wer sich deren will bedienen/kan bey Ausgebern dieses sich Hielten,
NB. Georg 807. gebürtig von Dantzig/aühier im Weydcnhvf WZirend/hat qlLerbAjJbverirabkngu» ten Dantziger LsLiis und Brandewein/ dieöourM- ä r2.and-4.Kr. zu verkaufen/ welche alle von solcher Güte / daß sie nicht zu verbessern sind / als: Zimmetwasser / Citronen / Pomeranhem ßadlan, Persico, Anis / Kümmel und Zellery; dann auch das köstliche Romanische Haupt-Wasser / welches sowol in - als äusserlich zu gebrauchen / und von ungemeiner Krafft und Würckung ist. Als; wider grosse Kopff-Schmer- tzen/ Flüsse/Schwindel/ Ohnmachtey/Zahn-Wehe /Glieder-Reissen/und dergleichen mehr / worinncn eS sonderliche Krafft und Würckung thut. Jmgleichcn ist auch bey ihm zu bekommen / die Neapolitanische Seiffe / welche nicht allein so helle als ein Wein / sondern auch alle Unreinigkeit augenblicklich hinweg nimmt / und eine'saubere weisse Haut machet.
NB. Demnach dieHoch-Graffl. Hohenlohe Pfedelbachische Lotterie / All wo die Zulage nur z°.Kr. ist/auch von denen Gewinnen nicht dasgeriugste abgezogen wird/zeuhero zimlich -vsocirct/daß man an- - noch vefi entschlossen/ die Ziehung auf den bevorstehenden -4. OKobr. anzufangcn; Als werden die r-s?-- - ctive Herren Liebhaber hiermit dienstfreundlichst erinnert / sich gefallen zu lassen/ ihre etwa» zu nehmen gewittere Loose diese Messe über / (indem nach der Messe die Bücher geschloßen werden sollen ) alhier in Franckfurth bey Herrn Scheerer / dem ältern in der $ Amben - Gasse / bey welchem auch der Plan umsonst zu haben/ einzulegen/ bojnie die Ziehung an den bestimmten Termin geschehen könne.
NB- Morgen / als den /?. dieses noch lauffenden Monaths^eprembris, wird die Verganthuiig derer Bücher/ wovon bie Resignation allschon hin und wieder ausgtthtilct worden/ und noch mehrere Exem- plaria bey Herrn Notario Witte sowohl als Herrn Doruhöfer UN Ereuhgang zu haben sind/ in der all- hiesigen Stadt-Müntz gegen dem Carmeliter-Eloster über /und zwar Vormittags um s.Uhr / Nachmii« tag aber nach.2. Mr / würcklich vorgenonmuu werden.
NB. Nachrichtlich dienet / daß der Darmstadter Salender sowohl diese Herbst-Meß / als auch nach derselben alhier auffdem Pfarreissen in der Frau Schafferin Laden zu haben ist.
NB. Inder Buchgaßdem LE- Hauß über in der Behaussung der Frau Ebertsin/ hat Matthäus Bayer / Wirch auff der Kaufleut-Stuben in Ulm / um civilen Preiß zu verkaufen/ Einiger Gemählde / : Holtz-eingelegter rarer Schlösser und Landschaften / auch allerhand Antiquitäten und Curiosimten/ wovon ■ Lie Speification auch bey Allßgeberndicseö zu haben ist.
NB. Hierbey ist auch Wöchentlich viermal zu haben die Frantzösische Zeitung le mercURE cURl- LVX, als nemlich Montags die Zeitung/ Dienstags das ruxpl-ni-or, Freytags die Zeitung ‘ Eastid? stazsahttMl rge Supplement, und zwar jedesmal einen halben Bogen.