Num. 66. Montag den IO Augusts/ Aiifiio 172t,
Mit Bewilligung Einer Hohen Obrigkeit.
Wöchentliche Franckfurter Frag» und Anzetgungs »Nachrichten/ Von allerhand in-und ausserhalb der Stadt zukauffen und verkauffm zu verlcyl en l nd lch nm seyenden, auch verlohrncn / gefundenen und gestohlenen Sachen; So dann Versöhnen7 Welche Geld lehnen, oder außleyhen wollen, Bedienungen oder Arbeit suche»/ oder zu vergeben haben; tngleichcn denen Copuiinm , Gctauffcen und Gestorbenen/ wie auch Ankommenden Frembden/ -c. Welche zu Kranckfu« am Mayn bey Arwon Heinscheidt, Brrchdrucker in der Mayntzer-Baß- chnweit der Carmssiter- Kirch bckannt gemacht, und vernommen werden kan.
Sty^tMu der Ztußgebco dieser Fragend AnreigtMäS-Nar'- -Achten wahrgenommen, daß es dene»
Kaussern undDerkäussern derer in tüfeiben gefegten Mobilien bißhers sehr incommod gewesen / daß die zu verpuffende Sachen nicht an einen gewissen wohlgelegeucn Ort in der Stadt gebracht/ allda verwahrlich ariffbehültcn/und sowohl zum besehen/ alsverkaussen exponier «eiben. Als hat er diesem lucommoäo ab» ' zuhelssen die wohlgemevntt Anstalt geniacht/ .daß von nun an alle durch die Anzeigungs-Nachrichten bekannt gemachte Verkaussichè^obilieii in feiern nubelg-7>âliß/ auffdem grossen Bornnraâ ginn Weif* len Engel genannt / gebracht/ alldavon^wey wohlbekannten Persohnen gegen Schein in Enipfang genommen / in ein Buch geschrieben / wohl verwahret aussgehoben / jedermann aussBerlangen gejeiget / und der« kausset werden sollen. Womit es dann also gehalten werden soll/ daß diejenige/ welche von Mobilien/«t» was verpuffen wollen/ solche zufordcrii in die Anzcigimgr-Nachrichttn fegen lassen / und davor / wie bißhero? den Batzen entrichten müssen; Diejenige aber/ welche ein und das anderegerii Puffen mögten/ und selbige« zuvor besehen wollen/ bezahlen davor/ wann die Sache; Gulden und drüber werth ist/ (sie mögen selbige nun Haussen/ oder nicht) wicbißhero/ vor die Anzeigung i Batzen; Ist sie aber umer; Gulden/ so wich zwar vor das Besehen nichts gegeben / doch alsdann der Batzen von demjenigen auch bezahlet/ der die Sache gefAuffet / daß al'o allesiii dem Stand bleibet/ wie es bißhcro gewesen/ biß aussden geringen Uiuerscheid/ daß/ weilen diese Anstalt um der Bequemlichkeit willen/ undvoraemlich der Käuffcr/ gemacht / darzu eia Zimmer gezinsset / und 2 Persohnen zum Empfang und Berkauss der Sachen bestellet worden / der 23er* Unser jedesmal von einem jeden zu Verkauffen gebrachte,» Stück/ wann es verkaufft worden/ von jedem ■ Gu Iden 2 Kreutzer/ der Kauffer aber von jedem Gulden i Kreutzer bezahlen solle/ welches dann niemmch tun der nnwentenDen Kosten willen vor unbillig halten wird / zunralen da man dadurch des vielen Hlumè Herlausseas in der Stadt übergeben bleibet. Das vor dieverkaussre Sachen gelösete Geld nehmen die Beyde darzu bestellte Persohnen ein/ schreiben es in das Buch/ undbezchlen es/ nach Abzug der r Kreutzer/ dem jungen / dem es gehöret / und 1 Kreutzer der es zetausset. Zudem VerkaussungS-Tag hat man den Mion« tag undFreMg bestimmet / und zwar Vormittags von derZeit an/ da die Kirche auß ist/ hiß ii, uO