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Num. XL Montag den n May, Mao 172 2;

Mit Bewilligung Emer Hohen Obrigkeit,

Wöchentliche Franckfurter

Frag ^ unb Anzetgunqs Nachrichten /

Mn allerhand in-und ausserhalb derStadt zukauffen und verkauW, zu verleyhen und lehnen seyenden/ auchvcrlohrnen/ gefundenen und gestohlenen Sachen; So dann Perfohncn/ Welche Geld lehnen/ oder außleyhen wollen Bedienungen oder Arbeit suchen, oder zu vergeben haben; ingleichen denen Copuiirtm , Getaufften und Gestorbenen/ wie auch Ankommenden Frembden/ x. Welche zu FranKfurt am Mayn bey Altton Heiuscherdt, Blichdrucker in der Mayntzer-Gaß^ ohnweit der Canrrâer- Kirch bekannt gemacht, unb vernommen werden kM.

jdieweilen von Dielen bißhcro gewünschetworden/dassdenen Frag-und Anzeigungs-Nachrichten Wochen lich die Anzahl der alhier Copulirttn / Gemufften und Gestorbenen mögte eiiwerlcibek werden; und es nicht ohne ist / daß dergleichen Nachrichten in gewisser Absicht in dem Publico ihren guten Nutzen haben: Es hat man hiermit bekannt machen wollen / Last man sich entschlossen/ dem Verlangen solcher Persohnen zu will­fahren/ und von nun an/ nach dem Beyspiel anderer grossen Städten in-imd ausserhalb Teu/schlandS/ â Wochen in einem besondern Blâttgen mitzuthkilen/ waS für Persohnen hier zu Franckfurt co^uiirtwoiden/ und gestorben/ und wie viel Kinder die Heil. Tauffeempfangen. Wobey man denn bekannt macht /dass die­jenige / welche diese Wöchentliche Frag-und Anzeigungs-Nachrichten auffein halb-oder gantzesJahr-cc^äl- ret/ daö Blâttgen umsonst bekommen / andere aber / die keinen halbjährigen Accord gemacht / einen Kreutzer Lavor zu bezahlen haben. - Nachdemeauch einige vorüberflußig gehalten/daß man Sachen/ bt< man gern verkauften mogle/ oder zu kauffen gesuchct werden / oder andere Dinge/ mehr als einmal in die Nachrichten setze/ so dienet solchen zur Erläuterung / daß solches allemalauff Begehren derjenigen / die etwas zu vcrkauffen ha­ben /.oder gerne kauffen mögtcn/ oder sonsten silchen/geschehe/ und an sich billich seye/ daßman ihnen darin­nen willfahre / tnbeme esm dein gemeinen Leben insgemein so zligehet / daß heute einer einen Kaufferoder Ber- käuffer ftndkt / den er gestern nicht angetroffen / und was heute nicht geschehen ist / morgen erfolgen kan. Wie nun die Menschen nichts liebers/ als dieErfüllung ihres Willens haben/so ist niemand zu verdencken/ wann erin einer gerechten Sache alle erlaubte Mittel brauchet/deßfalls zu seinem Zweck zu gelangen. Im übrige» wird man einen jedweden/ soviel es mu'-chMichistl zu vergnügen suchen.

1. Sachen Vie zn verkanffen/ so Bewegals Unbeweglkch stkid / jn der Grade.

/VJn wohlgelegeneS Hauss in der Bendergaß / welches sich wohl veriorercssuet und in Messzeiten gar nutzbar v» anbey ? Läden hat / ist um billichen Preiß zu vcrkauffen/ eShat fernelk 3 Stuben /1 Küchen /11- mern 7 einen gewölbten Keller vor 14 Mück Wem/ l.MMkeffet/ Wd L..^ß,M.HHei in seinen Braitd- mmcen / und ist Gmndzmß frey.