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Donnerstag den 8. Januarii, 1722. Num. II.
I E achm die zu vcrkauffen/ so beweg als unbeweglich sind , in der Stadt.
•3n Hauß nahe am Marckt ist zu versplissen / (oderznverleyhen) vor einen Kramer/ Weinschenck und e > Bierbrauer wohl gelegen/ har i Kram-Laden / 5 grosse Stuben/ 2 Küchen / i ° Kammern/ 2 Böden -übereinander/ i Keller zu i» Stück Wem/ und i f.v.Secret.
N N Hat einen Manns-Platz in der Catharinen-Kirchen / unten auffder Erden / wann man unter der CacharkncmPfort hineingehet lmcker Hand / in dem dritten Stuhl zu verkauffen / darauf man den Pfarrherrn -wohlfehen und vernehmen kan/ vor unMim so Gülden.
N. N. Bietet folgende 4 Kirchen-Platz zu verkaufen: als ein Weiber-Bânckel der Cantzel über in der Baafüßcr-Kirch/ vor i°v Reichsthaler. Der andere ein Manns-Platz aufdem zweyten Lettner gerad der Cantzel über in der Catharinen-Kirch /vor f ° Gulden. Der dritte lincker Hand zurück gleichfalls ein Manns- Platz in dito Kirch / um 4 s Gulden. Und der viertle einWeiber-Platz / gegen der Cantzel über im Stuhl / in der Peters-Kuch / vor 60 Gulden.
Ein in der Kirchen zu St. Eacharinen Manns-Platz auf dem zweyten Lettner gegen der Cantzel über/ ist zu verkaufen / vor 60 Gulden.
N. N. Hat drey Stück Ringauer-Wein/ 2 Stück vom 1712 / und das dritte Stück vom 17! s Jahr zu verkaufen/ ein Stück in das andere mit samptdemIaß um 34» Gulden/ und können dieselbigc nach Gefallen versuchet werden.
N N Hat zwey Stück Wein um billichen Preiß zu verkaufen / eins Rüdesheimer Bergwein/ und rar andere Hochheimer/ beyde Stück vom Jahr r/oi.
N. N. Hat drey Stück Wein um erleidlichen Preiß zuverkaufen / als ein Stück Ricdesheimer/von 1712; das andere Hochheimer/ von 171 n und das dritte Stück Moselet/ vom Jahr 1718.
N. N. Hat ein Microfcopium zu verkaufen/ vor und um i? Louis d'Or;,
Dann auch ist eine saubere Wind-Buchs vor 20 Reichsthaler zu verkaufen.
Ein Epithaphium so auf dem zweyten Kirchhof zu St. Pecern bestndüch / ist zu verkaufen vor und um 200 Gulden.
N. N. Hai eitrCkvieimbcl zu verkaufen / ist noch neu/hat; Zug/ und ist nach Italiänischer Manier gemacht / geht biß ins contra G hat einen saubern ResonanizJit von ungemeiner Struktur. so daß es alle in hiesigen Landen tabricirte am Thonübemisst.
Ausskchaiö her Stadt.
N. N. Ist gesonnen seinen Weinberg in deui Afensieiu / jii End einerseits zwischen dem Gartner Rauh/ anderseits zwischen dem Gauner Fleck gelegenen/ feitweres auf das Feld nach der Langewehr/ hinten abe «uffHerrn Capitale Dürings Weinberg stossend zu verkauffen vor eintausend Reichsthaler; der Weinberg halt fünff lind drey viertel Morgen / gibt den Zehendcn / ist aber sonsten irey ledig und eigen. /
N. N. Hat einen jlingenWein-Garten im Rubenacker zu Sachsenhausen zu verkanffen/ liegend einerseits auffGärtner Knott/ lind anderseits auffGärtner Heister anstossend / einen halben Morgen haltend gantz eigen und frey.
11. Sachen die man gern tauften mögte / sie seyen beweg oder unbeweglich.
N. N. Suchet in der Catharinen-Kirch einen Manns-Platz auff dem ersten Lettner zu kauffen.
N. N. Will ein Haußkauffen.
Ein Studiosus Theologie wolte gern die Biblia Hebraica Leusdenii in 4. oder 8. die schon gebrauchet/ Mr doch noch wohl coollirionirt kauffen.
N. N. Suchet und mögte wohl ein Paar saubere Giobos lerr-ttres kauffen.
N. N. Begehret eine noch gute conditionirte Viol di Gamba zu kauffen.
111. Sachen Vie zu vtl lkyhen / mpfadi tcn uno zu verzinßen sind.
Es ist ein gantz Vordere Behaußung mit aller zugehörigen Bequemlichkeiten im Köpler-Höffgen zu ver- lehnen.
Unter den Neuen Kramen ist eine gantze Wohnung zuverlehnen/ m sich haltend; »4 Stuben/ »Küchen/ r Keller/ ; »4 Kammer»/ und alle andere Bequemlichkeiten.
vi, Per-