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inen Winterguartiere suchen sie, und können im Frühjahre in dem Mist vertilgt werden, indem man sie Gänsen und Enten zu fressen gibt.

6. Der Obstbau.

Man setzt die Arbeiten deS vorigen Monates fort.

Die Umzäunung deS Obstgartens und der Baumschule ist auszubessern, um im Winter das Wild davon abzu- halten.

Die Obstbäume werden jetzt von dürren und un­nützen Aesten befreit. Die Wallnußbäume auS- zuputzen, darf nicht versäumt werken, weil es sonst im Frühling Schaden bringt.

Das Umgraben der Obstbäume einen Fuß im Umkreis und das leichte Bedecken mit Dünger kann schon jegt mit Vortheil beginnen.

7. Im Weingarten.

werden die Stöcke leicht behackt und wo nöthig gedüngt. Im leichten Boden düngt man alle 5 Jahre, im schweren, guten Boden alle 6 10 Jahre einmal.

Nach dem Beschneiden, was jetzt geschehen muß, wenn es im vorigen Monate versäumt wurde, werden die Weinstöcke niedergelegt, festgepflöckt, und so mit Erde be­deckt , daß an den Enden der Reben einige Augen frei bleiben.

Auch ist in diesem Monate Zeit, neue Weinberge oder Weingarten auzulegen. Man nimmt dazu die jungen

Weinstöcke aus der Rebenschule, welche voriges Jahr oder vor zwei Jahren daselbst eingeschult worden sind.

Allgemeine Bemerkungen.

Die Früchte sind eingebracht. Der Ucberschuß über der Deckung der Haushaltung, ker LebenSmittel, kes FulterS und ver Verwendung zur Feldbestellung ist zu verkaufen, und der Landwirth wird jetzt Handelsmann. Als solcher stellt er nun die Frage: wann ist die beste Zeit zum Verkaufe? Darüber läßt sich im Allgemeinen nur wenig sagen. Da die Ernte und die Bestellung der Win­tersaat die Zugkraft in Anspruch nimmt, so sind zu dieser Zeit die Märkte weniger überführt. Auch schlechte Wege balten viele Verkäufer vom Markte zurück, während der Verzehrer doch täglich sein Brod braucht, und also den Markt besucht. Diese Umstände werden den Preis heben. Nahe Steuertage, Festtage, gute Wege, müssige Zeit in der Wirthschaft sind Ursache, daß die Märkte überführt wer­den und den Preis herabdrücken. Der Landwirth kann sich nicht tief in Handelsspekulationen einlassen, doch soll die Gemeindeverwaltung dafür sorgen, daß die Preistafeln der nächsten Märkte für jedes Gemeindeglied zur rechtzei­tigen Einsicht bereit liegen. Am schlimmsten ist derWirth- schafter daran, welcher, von der Geldnoth gedrängt, seine Erzeugnisse ohne Rücksicht des Preises verschleudern muß.

(Fortsetzung folgt.)

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des vereinigten evangel. Waisenhauses.