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Den 3U. Okreber. Bürgerlich getraut: Bürger und Strumpfwirker Sraugctt Hermann Bött­cher aus Zeulenrode, tut gürftentbum Neuß, mit Johanna Elisabeth Reich von hier. — Dieselben kirchlich getraut denselben Tag, in der evang. Gemeinde der Johanneökirche.

G e v o r n e.

In der evangel- Gemeinde der Marienkirche.

Den 5. Oktober. Philipp Jakob Christian Wilhelm, des Bürgers und Kaufmanns Wilhelm Lieh, S- In der evangel. Gemeinde der Johanneskirche.

Den 1. Oktober. Philipp Theodor, des Bürgers und Oekonomen Franz Stertner, S.

Den 4. Oktober. Johann Peter August, des Bür­gers und Bijouteriefabrikanten Johann Peter Horst,

Den 5. Oktober. Auguste Wilhelmine Philippine, des Bürgers und Metzgermeisters Johann Peter Grünewald, T.

Den 14. Oktober. Anna Margareta Wilhelmine, des Beisitzers und Fabrikarbeiters Wilhelm Ger­mann, T-

Den 15. Oktober. Anna Luise, des Ortsbürgers zu Usenborn, im Großherzogthum Hessen, Temporal- tchutzverwandten und Eisengießers dahier, Johan­nes Kohlmann, T.

Den 15. Oktober. Katharine Christine, unehel. T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 15. Oktober. Karl Balthasar, deS Bürgers und Bäckermeisters Jakob Valentin Hoffmann, S-

Gestorbenr.

In der evangel. Gemeinde der Marienkirche.

Den 23. Oktober. WilhelmineFriederike Lange von hier, alt 19 J. 10 M. 14 T.

£en 24- Oktober. Heinrich Schaad, Taglöhner, aus Obersotzbach, alt 46 J.

Den 24. Oktober. Margareta Schwindt, Dienst­magd, aus Langendiebach, alt 30 J.

In der evangel. Gemeinde der Johanneskirchc.

Den 30. Oktober. Frau Anna Sikylle Eleonore, des Bürgers und Spenglermeisters Jakob Wil­helm Schayler, nachgela>iene Wittwe, geb. Wer­ner, alt 81 I. 10 M. 21 $.

2n der katholischen Gemeinde. hau^ d^^^.^hannes Grosch, aus Neuwirths- yauv, bei Kirchhasel, Landrathsauus Hünfeld, alt

GemelUliützlge Nachrichlen.

Die Ordnung in der Landwirthschaft.

(Fortsetzung auö Nr. 42 d. 531.)

Die Aufbewahrung der Kartoffeln verlangt viele Auf­merksamkeit, besonders in Jahren, wo die Trocken­fäule, oder auch die Sommer- over Naßfäule unter ihnen herrscht. Die erstere Krankheit zeigt sich in einem schnellen Faulen und Einschrumpfen Der heimgebrachten Knollen. Die Naßfäule ergreift Die Pflanze schon auf dem Felde. Die Spitze deS Krautes beginnt im August oder September abzusterben und schnell wird das ganze Kraul braun oder schwärzlich, und die Fäulniß befällt dann auch die Knollen unter der Haut. Um die Krank­heit zu verhindern, wähle man mehr leichten, trocken ge­legenen Boden, lege nur sorgfältig ausgesuchte gesunde Samenknollen und vermeide, so viel es die Kraft des Bodens erlaubt, frische Mistrüngung. Bei der Aufbewah­rung vermeide man im Keller eben so zu große Wärme als Frost, lasse sie erst einige Tage an der Lust ablrock- nen und lege sie auf Bretter oder Stroh, und öffne bei gelinder Witterung öfter die Luftlöcher des Kellers. Auch ist überhaupt zu rathen bei einer Aussicht auf ein nasses Jahr, wo die Krankheit mehr zu fürchten ist, Frühkar­toffeln anzubauen, welche reifen, ehe die Krankheit ein- tritt. Man behacke sie fleißig, und tritt die Krankheit Ende Juli ein, so nehme man sie aus dem Boden und lasse sie an einem luftigen Ort abtrocknen, ehe man sie in den Keller bringt. *)

Findet man bei besonders reichem Kartoffelbau nicht genug Platz im Keller, so lassen sich gesunde Kartoffeln auch auf trockenem Boden im Freien, in sogenannten Kartoffelmieten überwintern. Zu diesem Behufe werden 2 Fuß liefe Gräben ausgehoben, welche auf der Sohle 3, und oben 5 Fuß weil sind. Diese Gräben werden an den Seiten und auf dem Boden mit Stroh bedeckt, die Kartoffeln eingefüllt, und so aufgeschichtel, daß sie dachförmige Haufen bilden. Darauf werden sie außerhalb mit Stroh bedeckt. Sind sie gehörig abge­trocknet, so überlegt man die Strohbevachung noch mit einer Schichte Baumlaub. Damit die sich entwickelnden Dünste abziehen können, setzt man in 6—8 Fuß weiter Entfernung Strohbünde auf, welche Luftzüge aus den innern Haufen bilden, der nun mit einer ein Fuß dicken Erdschichte überdeckt wird. Diese Erve wird aus den Gräben mit herausgehoben, welche man auf beiden Sei­ten zum 'Abfluß des Wassers anlegen muß. Damit das stehende Wasser auch hier nicht zu den Kartoffeln durch- dringen kann, wählt man einen Platz mit sanftem Was­serabzug in den Seitengräben. Ist heftiger Winlerfrost zu fürchten, so überdeckt man die Mieten noch mit Stroh oder Pferdemist.

*) Zur Vorbeugung der Kartoffelfäule ist Ho rsky 's „ver­vollkommnete Drillkultur, Prag 1851," höchst beachtens­wert!).