Einzelbild herunterladen
 

111

446. Schlächtern. Die Streunerin Elisabeth- Jäger aus Elm hat der ihr am 1. d. M- ge­wordenen Weisung, sich in ihre Heimath >u bege« ben und binnen 24 Stunden bei dem Ortövor- stande zu melden, keine Folge geleistet. ES wer­den deshalb alle betreffende Behörden ersucht, die rc- Jäger im Betretungsfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.

Schlüchtern am 7. Juli 1852.

Kurfürstliches Landrathsamt.

Cöster.

Signalement:

Alter 24 Jahre, Größe 5' 2", Haare braun, Stirn rund, Augenbraunen braun, Augen grau, Nase stumpf, Mund dick, Kinn rund, Gesichts­farbe braun, Statur Mittel.

447. Rotenblirg. Das am 1. August 1838 zu Braach geborne arme und elternlose Pflegekind Heinrich Will hat sich von da entfernt und treibt sich wahrscheinlich bettelnd umher.

Alle Polizeibehörden werden deshalb ersucht, den fraglichen Knaben im Betretungsfalle verhaften und anher transportiren zu lassen.

Rotenburg am 7. Juli 1852.

Kurfürstliches Landrathsamt.

Groß.

448. Geln hausen. Nachdem Johannes Ries, ledig, von Lieblos, und Elisabeth Nürnberger von Altenhaßlau sich auf die an sie ergangen« öf­fentliche Ladung nicht sistirt haben, so werden nun­mehr alle Civil- und Militärbehörden ersucht, dieselben im Betretungsfalle verhaften und anher transportiren zu lassen-

Gelnhausen am 12. Juli 1852.

Kurfürstliches Justizamt.

H e u s e ».

vt. Geise.

449. Wiesbaden. Heinrich Hilge von Paters­berg, Herzoglichen Justizamts St. GoarShausen, hat sich eines ausgezeichneten Gelddiebstahls drin­gend verdächtig gemacht, und hierauf die Flucht ergriffen.

Indem wir dessen Signalement anbei mittheilen, bitten wir, nach demselben fahnden zu lassen, und seine gefängliche Borführung hierher, wenn er betreten werden sollte, gefällig zu bewirken.

Wiesbaden am 2. Juli 1852.

Herzoglich NassauischeS Kriminalgericht, (gez.) Zinn.

vt. Nemnich.

_ Signalement: «“"22 Jahre, Größe 5' 4", Haare blond, c ^Wen grau, Augenbraunen blond, via Kinn ^ünd^^ gewöhnlich, Zähne vollstän­dig, Kinn rund, Bart fehlt noch.

Erledigungen.

450- Schlücktern. Der unter dem 8. Mai d. J. (cf. Steckbrief-Nr. 296) gegen den Schulknaben Franz Ruppel aus Soden erlassene Steckbrief wird als erledigt zurückgezogen-

Schlüchtern am 7. Juli 1852.

Kurfürstliches Landrathsamt- Cöster-

Verlorne Reiselegitimation.

451. Gelnhausen. Der Elias Lur auS Brei­tenborn, Amts Wächteröbach, hat dahier vorge­bracht , seinen Reisepaß am 2. d. M- bei Mainz verloren zu haben. Um etwaigen Mißbrauch zu verhüten, wird solches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Gelnhausen am 8. Juli 1852.

Kurfürstliches Landrathsamt. Schmidt.

Gefundene Gegenstände.

1. Eine schwarze Frauentasche mit Taschentuch.

2. Eine Breche.

3 Eine Halskette von Granaten-

4. Ein Paar Ohrringe.

5. Ein weißleinenes Taschentuch, gez.

6- Ein seidener Handschuh.

7. Einige Gesangbücher und eine Brille (in der Johanneskirche liegen geblieben).

8- Ein Hammer.

Die rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefo»- dert, sich baldigst dahier zu melden.

Hanau am 14. Juli 1852.

Stä dlische P oli ze i v e rw a lt u n g.

9- Landrathsamt Hanau. Am 5. d. M- ist zwischen dem Neuhof bei Hanau und der s. g. Jhm'schen Hütte eine zweizinkige Heugabel aufge­funden worden, welche von dem sich legitimirenden Eigenthümer bei dem OrtSvorstande zu Rückingen in Empfang genommen werden kann.

Hanau am 9. Juli 1852.

Kurfürstliches Landrathsamt- Weber-

Verlorne Gegenstände.

1. Ein Brandkassenschein.

2. Ein schwarzer Pudelhund mit gelbem Halsband, hört auf den Ruf „Othello.*

3. Eine weiße Kindermantille (am 11. d. M- auf dem Wege von Hochstadt nach Wilhelmsbad).

Die redlichen Finder werden um deren Abliefe­rung anher ersucht.

Hanau am 14. Juli 1852.

Städtische Polizeiverwaltung.