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16. Lieblos. In Sachen der Wittwe des Zaduck Lorsch in Gelnhausen, Recha, geb. Fuld, Kläge­rin, wider Wilhelm Christian Schleucher und dessen Ehefrau, Kacharine, geb. Wagner, von Lieblos, Verklagte, wegen hypothekarischer Forde­rung, ist auf Ancrag der Parteien anderer drit­ter Verkaufstermin auf

den 17. M ä r z d. I., Vormittags 11 Uhr, nach Lieblos anberaumt worden, welches unter Bezug auf die in den Wochenblättern Nr. 43 und 44 de 1851 enthaltenen Bekanntmachungen hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gelnhausen am 30. Januar 1852.

Kurfürstliches Justizamt. Heuser- vt. Geise.

17. S ch e n k le n gs fe l d.

Urtheil.

Wird auf den Grund deö Verhandelten, in Erwägung:

daß der Angeklagte, auf den Grund der durch Zeugen genügend bekundeten That­sachen einer wiederholten thätlichen Belei­digung, öffentlicher Ruhestörung, böswil­liger Beschädigung fremden Eigenthums und einer Bedrohung des Markus Wein­berg, für schuldig zu erkennen ist,

daß bei Abmessung der zusammen zu fassenden Strafe schärfend die vom Ange­klagten wegen ähnlicher Vergehen erlittenen Strafen und der Umstand in Betracht kommt, daß die thätliche Beleidigung bis zur Verwundung gediehen und in der eige­nen Wohnung der Beleidigten Statt fand, der Angeklagte, Pflasterer Karl Schneider von hier, wegen Störung der öffentlichen Ruhe, thät­licher Beleidigung, böswilliger Beschädigung frem­den Eigenthums und Bedrohung in eine vier« wöchige Gefängnißstrafe, von welcher die ersten und letzten acht Tage abwechselnd bei Wasser und Brod zu verbüßen sind, verurtheilt, Mit Nieder­schlagung der Kosten bei bekannter Vermögens- losigkeit, und soll dieses Urtheil durch öffentliche Blätter nach §. 128 des Strafprozeßgesetzes be­kannt gemacht werden.

Schenklenzsfeld am 22. Januar 1852. Kurfürstliches Justizamt.

(gez.) Hirsch seid.

Da der Aufenthaltsort des Angeklagten nicht zu ermitteln ist, so wird dieses Urtheil mit dem Anfügen veröffentlicht, daß dasselbe acht Tage nach dem Datum desjenigen BlatteS, in wel­

chem die zweite Einrückung zuletzt erfolgte, als publizirt gilt.

Schenklengsfeld am 22. Januar 1852. Kurfürstliches Justizamt.

H i r sch seld.

vt. Uth.

18. Meerholz. Der Ackermann Philipp Bö hm zu Horbach ist wegen Geisteszerrüccung unter Kuratel gestellt und ihm der Ortöbürger Michael Remmel daselbst als Kurator beigegeben worden, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

Meerholz am 27. Januar 1852.

Kurfürstliches Justizamt.

F r e se n i us.

vt. Pfeiffer, k. A.

19. Wächtersbach. In dem Konkursverfahren gegen den pensionirten Amtödiener Jakob Heil­mann dahier sollen die zur Konkursmasse gehö­rigen, in hiesiger Gemarkung gelegenen Immobi­lien, als:

1) 6 ; R. Haus - und Hofstadt, mit Stallung und einem Schweinstall, an I. Gemmer; 2) 8| R. Land auf der Langenhohl, das Theil an Jo­hannes Huck; 3) 23 R. Acker im Aspenhain; 4) 24| R. Wiese in der Au, im Ahl; 5) § M. do. im kleinen Thomasrain; 6) 27 R. Acker im As­penhain ,

Montag den 1 5. M ä r z d. J., Vormittags 10 Uhr,

auf hiesigem Amtslokal öffentlich an den Meist­bietenden versteigert werden, was Kaufliebhabern hiermit zur Nachricht dient.

Wächcersbach am 26. Januar 1852. Kurfürstliches Justizamt.

Hactenba ch.

vt. Kühles.

20. Rothen bergen. In Zachen der Hoffischen Stiftung in Gelnhausen, Klägerin, gegen die Wittwe' des vorhinnigen Schultheißen Georg Koch, Anna Sabina, geb. Weckmann, in Rothen- bergen, Verklagte, hypothekarische Forderung be­treffend, ist durch Bescheid vom heurigen Tage der öffentliche Verkauf der nachgenannten, in der Gemarkung Rothenbergen gelegenen Immobilien, alS:

Ackerfeld:

1) Nr. 1724. 1 V- 35| R. hinter dem Hasen­berg, neben Konrad Sell; 2) Nr. 2564 und 2565. 1 W 4 R. am Hühnerberg, neben Fried­rich Loos; 3) Nr. 2523- 1 V. 13J R- im Hof- mann's Weingarten, neben Johv. Runckel, erkannt, und dazu erster Termin aus

den 22. M ärz d. I., eventuell zweiter Termin auf

den 19. April d. I.,

jedesmal Vormittags 11 Uhr,