Einzelbild herunterladen
 

150

8. Birstein. Johannes Bnrthard von Eck- Hardroth wird hierdurch beiMeidung steckbrieflicher Verfolgung aufgesordert, sich binnen 14 Tagen zur Verbüßung einer wegen Forstfrevels gegen ihn erkannten Strafe im hiesigen Amlsgefangnisse zu sistiren.

Birstein am 8. Januar 1852. Kurfürstliches Justizamt.

v- N a u.

vt. Beck.

9 Fulda. Auf den Antrag der Staatsbehörde wird der Philipp Balzer, genannt Baron von Giesel, andurch öffentlich vorgeladen, sich in dem Termine

den 5. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier zur Verhandlung auf die wider ihn erho­bene Anklage wegen wörtlicher und thätlicher Wi- versetzlichkeit gegen öffentliche Diener im Dienste um so gewisser zu sistiren, als er sonst nach §. 55 des Strafprozeßgesetzes |vcm 3t. Oktober 1848 und §. 43 des provisorischen Gesetzes vom 22. Juli v. I. als der Anschuldigung für geständig erachtet und daö weitere Rechtliche wider ihn er­kannt werde.

Fulda am 13 Januar 1852.

Kurfürstliches Justizamt II. Kern.

vt. Braun.

10 . Preungesheim, Eckcnheim und Ber- keröheim. Der Wilhelm Zorbach zu Berkers­heim und der Philipp Zorbach IV. zu Preunges­heim haben gegen das Kachanneukloster der freien Stadt Frankfurt a. M. auf Feststellung der Ent­schädigung für den seither zu entrichtenden E>b innern von dem ihnen gehörigen und in 28 Mor­gen l Viertel 28 Ruthen bestehenden, s. g. Ka- tharinenklostergut, wovon das Hauptgut in der Gemarkung von Preungesheim und die Pertinenz- stücke in der Eckenheimer und Berkersheimer Feld­mark belegen sind, bei dem unterzeichneten hierzu beauftragten Gerichte angetragen.

Sie haben namentlich hierbei statt der angeblich seither an das Pstegamt der vereinigten Versor- gungöanstalt des St. Katharinen - und Weiß- srauenklosters jährlich gelieferten sieben Malter Korn Frankfurter Maaßes, nach Abzug von 3£, eine Entschädigungssumme von 723 Fl. 20 Kr., oder 413 Thlr. 10 Sgr., mit Zinsen zu 5£ von Martini 1850 an, offerirt.

Zur Verhandlung in dieser Sache ist Termin auf

den 8. März d. I., Vormittags 10 Uhr (als Kontumazirstunde), hierher angesetzt worden.

In Gemäßheit des §. 88 des AblösungsgesetzeS vom 23. Juni 1832 werden alle, welche bei der Auseinandersetzung, beziehungsweise bei der Ver­fügung über die erwähnte Entschädigungssumme betheiligt zu sein glauben, aufgesordert, ihre An­sprüche, und zwar, wenn sie sich aus die Mitwir­kung bei der Auseinandersetzung selbst beziehen, im obigen Termine, in sofern sie aber bei der Verfügung über das EntschädigungSkapital in Betracht kommen,

binnen 6 Monaten, vom Tage der ersten Einrückung dieser Aufforde­rung an gerechnet, bei dem Rechtsnachrheile der Einwilligung für den ersten Fall, dagegen der Nichtberücksichtigung für den zweiten Fall, geltend zu machen.

Bergen am 8. Januar 1852.

Kurfürstliches Justizamt.

$ille.

vt. Molter.

11. Hellstei». Nachdem in Sachen des über Jo­hannes Erbe bestellten Vormundes, Heinrich Engel von Hellstein, Klägers, gegen Vereng Eschbach daher, Verklagten, plo. deb., durch Erkenntniß vom heutigen Tage der Verkauf nachfolgenden, in der Gemarkung von Hellstein gelegenen Grund­stücks verfügt, und erster Versteigerungstermin auf

den 4- M a r z d. I., Vormittags 11 Uhr, in daS Gerichtszimmer, für den Fall aber, daß der Zuschlag in diesem Termine nicht zu erthei­len steht, zweiter Versteigerungstermin auf

den 1. April d. I., Vormittags 1t Uhr, dahin, sowie nöthigenfalls dritter VersteigerungS- lermin auf

den 29. April d. I., Vormittags 11 Uhr, eben dahin angesetzt worden ist, so wird dieses mit der Aufforderung hierdurch bekannt gemacht, daß sonstige hypothekarische Gläubiger ihrePfand- rechte an dem zu versteigernden Grundstücke im ersten Versteigerungstermine, bei Meibung des Ausschlusses von diesem Verfahren, bezüglich der Benachrichtigung des ausbleibenden Gläubigers auf seine Kosten, zu Protokoll anzuzeigen haben.

Bezeichnung des Grundstücks:

1 B- 10 R. 83 S. ein Acker, am Kirchhof und am Gemeindeweg gelegen.

Wachtersbach am 7. Januar 1852. Kurfürstliches Justizamt.

Hattenbach.

vt. Kühles.

12. FlörSbach. Die Ehefrau des Ortsbürgers Andreas Fischer, Elisabeth, geb. Kunkel, zu FlörSbach hat am heutigen Tage bei dem unter-