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nigen, welche demselben d. h. sich selbst dienen, brin­gen cs früh oder spät zum Sturze. Siehe Metternich und Consorten. Man wird wirklich sehr versucht zu glauben , der Adel, welcher nicht verschmerzen kann, den jetzt noch regierenden Häusern früher einmal gleich ge­standen zu haben, arbeite unter dem Vorwande, die jetzt noch regierenden Häuser stützen zu wollen, durch Sy­steme der hier geschilderten Art dahin, diese Häuser zu stürzen, damit, wenn der Adel nichts mehr voraus ha­ben kann, diese auch nichts mehr voraus haben sollen, sie also mit in ihren Fall zu verwickeln und hinein- zuziehen

Es wird uns mit Recht der Voiwurf der Uebcrlrei- bung gemacht werden, wenn wir alle Glieder der ge­nannten Familie ohne Unterschied dem Heillosen System gleich ergeben hinstellcN wollten.

Ein diesem System ganz ergebenes Glied ist in die­sen Tagen auS der Kette gewichen, das Militär athmet freier. Der diesem System am wenigsten ergebene und wir sind eS überzeugt, mit Widerstrebe» in dasselbe hineingekonimene Minister ist bereits auö dem Staats­dienste ausgeschieden. Aber der Bundestagsgesandte v Wintzingeroda, welcher als Vertreter in der Herrenbank bei der im vorigen Jahre angeregten Postfrage nicht als gegenwärtig in der Sitzung im PiotocvU äufgefuhrt werden wollte, und als ihm von seinen Kollegen bemerkt wurde, er sei ja doch anwesend, den Sitzungssaal bis nach dem Nicderschreiben des Protokolls verlassen wollte; welcher bei der Frage über die Fähigkeit etneS Deutsch- katholiken Lanbesdepntutcr zu sein, ausweis der Pro- tocolle der Herrenbauk sich mit so großem Ruhm bedeckt hat, und welcher darüber, daß ihm 5000 Gulden Gehalt, für welche er notorisch dem Lande so viel wie nichts gethan, nicht portofrei nach Frankfurt geschickt wur­den, in der Depulirtenkammer eine DiScüssion über 4 Gulden 36 Kreuzer veranlaßt hat, biejeS Glied der Fa­milie wir wollen zu seiner Ehre glauben nur auS Charakterschwache ein so ausgebildeter Diplomat steht noch in der Kelte, und doch ist eS viel gefährlicher, weit feiner und versteckter als die übrigen. Wir hal­ten es in gewisser Beziehung für die Seele deS Ganzen.. Der den Pferdehandel als förmliches Geschäft be­treibende und durch dieses Geschäft als so uneigennützig bewährte Oberjägermeister von Gilsa, welcher wenigstens Pferde auf Probe nehmen und wenn er mit diesen feine Dienstreisen im Lande gemacht hat, die Pferde als unbrauchbar zurückgeden soll-, denkt, wie eS scheint, noch nicht daran, die Forstleute, denen er Herzoglich Nassauische Jägerei" auf die Knöpfe hat schreiben lassen, durch . sein Austreten von einem aristokratischen Chef zu befreien, der sowie der BundcstagSgesandle, auS Hessen zu unS gekommen und als Marfchall'fcher Schwiegersohn gleich den an­deren seine Carriere gemacht hat, weil Niemand seinem Schicksal entgehen kann.

Werden wir aber in Folge des 4. März jenen Fa­milien rath nicht ganz und gar loS bis auf das ge­ringste hier nicht besonders erwähnte Glied, so muß den wahren VaterlandSfreunden ein vor der Erreichung dieses Ziels nie ruhender Stachel zurückbleiben, denn sie wissen recht gut, daß alle Aristokraten unverbes­serlich sind, 6. h., daß kein Aristokrat, so lange er lebt, aufhört Aristokrat zu sein, daß er aber man­chen Unbefangenen durch Verstellungskünste über stine wahre Gesinnung zu täuschen versteht. Die versteckten Feinde sind aber die gefährlichsten der Freiheit. Aber wir werden siegen, was daS Terpentinöl für die Wan­zen, daâ ist die Preßfreiheit für die Feinde des Volks.

Ein Zeugniß Karl Zeuners in Nordamerika, über

die Nichtswürdigkeit des heimlichen deutschen Gerichts, mitgetheilt von Wilhelm Schulz. (Forts.)

Auch über die Broschüre:Die Rechte des deutschen Volks und der Frankfurter Bundestag", eine gegen die

berüchtigten Bundesbeschlüffe von 1832 gerichtete Flug- schrift, stimmt Nöllner noch ein nachträgliches loyales Zeter an. Zwar hätte ich diese Flugschrift nicht in allen Stellen vertreten gehabt; doch was war denn ihr Inhalt? Sie sprach die Erwartung aus, daß sich die Vertreter der deutschen Volksstämme nicht blos auf eitle Verwahrungen gegen die revolutionären und alle be- schworenen Verfassungen umstürzenden BundeSordonnan- zen beschranken wurden; daß sie den Muth der Pflicht haben würden, den verfassungswidrig handelnden Mini­stern die Steuern.zu verweigern; daß' auch daS Volk, dem Beispiele seiner Vertreter folgend, feilte frevelhaft angetasteten Rechte männlich vertheidigen werde. Dieß sind Grundsätze, die sich^nicht blos in den Freistaaten Nordamerikas und der Schweiz, sondern auch in den konstitutionellen Monarchien von Großbritannien, Frank­reich rc. so sehr von selbst verstehen, daß nur Diejeni­gen, die sie nicht bekennen, der gerechten Verachtung ihrer Mitbürger preisgegeben sind. Und bei solcher Mahnung an das Volk, sein unzweideutig, klares Recht kräftig ja behaupten und daS Gebot der Ehre zu. er­füllen, untersteht sich ein Nöllner, von einerbeinahe direkten (!) Aufforderung zum Aufruhr" zu plaudern. Aber freilich! die Beamten seines Schlags sind nicht blosbeinahe" besoldete Knechte, Und hätte doch Deutschland schon im Jahr 1832 seine John Hampden gefunden ! Dann wäre ihm das Blut erspart worden, das in den Straßen von Frankfurt und in den Kerkern seiner geheimen Inquisition, das unter den armen We­bern in Schlesien und in der Mordnacht von Leipzig geflossen ist; dann wäre ihm die Schande seiner Justiz- morde und die Verachtung deö Auslands erspart wor­den, und wie jetzt durch alle Klassen des Volks das immer weiter um sich fressende Mißtrauen wuchert, so hätte das in Freiheit geschlungene Band des Ver­trauens alle deutschen Völkerstämme vereinigt.

Vor Allen ist es der badische Abgeordnete Karl Wel­cker, über den ein Nöllner die Fluch seiner ehrenden Schmähungen ergießt. Vergißt es dieser Nöllner, daß nach fcen Änegeit ' Kainpf gegen '

die inneren Feinde der deutschen Freiheit begonnen hat ? Daß es in Deutschland Männer gab, welche aushielten in diesem Kampfe, welche drei Jahrzehnte hindurch der Reaktion Widerstand geleistet und den verächtlichen An­hängern deS Geisteözwangs, der Censur und des heim­lichen Gerichts jeden weiteren Umgriff auf dem Boden des guten Rechts der deutschen Nation streitig gemacht haben. Zu diesen Männern gehört auch Welcker. Ohne ihr Wirken wäre es einem Nöllner und seines Gleichen nicht einmal gestattet, vor dem deutschen Volke mit dem Liberalismus der Phrasenmacherei schönzuthun; mit je­nem feigen Afterliberalismus, der von den Thaten und Opfern nichts weiß, der sich mit der heiligen Sache deS Vaterlands immer und immer nur durch das Schellen- geklinAl tönender Worte abfindet. Für einen solchen hessischen Hofgerichtsrath, der im besten Falle nur poli­zeilich bewilligte Gedanken zu haben wagt, war es also wahrlich am wenigsten gerathen, gegen Welcker seine kreischende Stimme zu erheben.

WaS ist aber der eigentliche Grund des blinden Ei­fers, in dein sich Nöllner so kläglich vergißt? Welcker und ich hatten aktenmäßig belegte Untersuchungssünden auch dieses hessischen Inquirenten zur Oeffentlichkeit ge­bracht. DaS war seine Schuld, daß wir es thun konn­ten. Warum ist Nöllner nicht Das, was er scheinen wollte? Doch erinnern wir ihn an den einfachen Ver­lauf der Sache: vielleicht daß ein wohl angebrachtes Douchebad diesen Herrn wieder zur Besinnung bringe.

In der SchriftWeidigS Tod" war nach dem Zeug­nisse eines früheren politischen Gefangenen die mensch­liche Behandlung der Verhafteten durch Nöllner aner­kannt worden. Bis auf die bem Abgeordneten Welcker erst weit später zugekommenc Beschwerde in der Unter­suchung gegen den hessischen Advokaten Dr. Bansa, er­fuhren wir auch sonst nichts, was dem Herrn Nöllner