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mit 30,000 Bauern in Eroatien eingefallen. Der Ban Iellachich concentrirt seine Armee bei Groß- Kanisa. Bis jetzt hat er nur 8000 Mann bei sich. Der Stadt hat er aber die Proviantversorgung für 30,000 Mann auferlegt. Ein Theil seiner Truppen zieht plündernd umher. Durch die Nachricht, daß der Erzherzog Stephan selbst an die Spitze der ungari­schen Streiter tritt, soll im Lager des Iellachich pani­scher Schrecken erzeugt worden sein. Es wird aber alles darauf ankommen, ob der Erzherzog Stephan es ernst mit Ungarn meint.

Pest, 20. Sept. Baron Iellachich sagt in seinem am 14. d. M. erlassenen Bülletin:Die k. k. unga­rischen Truppen, welche gegen uns geschickt wurden, haben sich gestern unter das Commanko des Banus gestellt." Die erwähnten ungarischen Truppen haben hierauf mit folgender Erklärung geantwortet:Das gestimmte Offiziercorps hat den Beschluß gefaßt, ihrem Eide gemäß, nachdem der legale Zustand des Landes noch immer besteht (man suchte zu verbreiten, daß in Ofen-Pest die Republik proklamirt sei tc.) jeden Kampf mit den Kroaten anzunehmen und für die Rechte des Thrones, der ungarischen Krone ebenso heldenmüthig kämpfen zu wollen, wie dies ihre Kameraden in Ita­lien gethan haben. Kesthely, den 16. Sept. 1848. Das Offiziercorps der Drauarmee."

Schweiz.

Zürich, 25. Sept. Wir hoffen, sagt dieEidg. Zeitung" mit Bezug auf den letzten Freischaareneinfall unter Struves Leitung, unsere Regierung und die Eidgenossenschaft werde ernste Maßregeln treffen, da­mit das heillose Spiel, das seit Monaten au^ Schwci- zerboden getrieben worden, nicht wieder von vorn an- fangc. Es ist lange genug und schamlos genug mit der Ehre der Eidgenossenschaft gespielt und der offen­kundigen Wahrheit ins Gesicht geschlagen worden. Hecker ist, zu seiner Ehre sei es gesagt, diesmal^nicht beteiligt, sondern er hat sich am 20. d. in Sout­hampton eingeschifft.

Proclamation, der schon einmal arretirt, aber wieder frei gelassen wurde, neuerdings in strengere Haft, als das erste Mal, genommen worden, da man keinen falschen", sondern ächten bonapartistischen Umtriebe auf die Spur gekommen sein löst, Trotz der vierfa­chen Wahl bleibt cs noch immer sehr zweifelhaft, ob die Assemble den Gewählten zulasseu wird.

Paris, 25. Sept. Der National, das halbost fiziclle Regierungsorgan, enthält Betrachtungen über die neuesten sog. republikanischen Bewegungen in Deutsch­land, welche eine interessante Variante zu der bisheri­gen friedlichen Haltung dieses Blattes geben. Das propagandistische Princip wird in diesem merkwürdigen Artikel als das eigentliche Lebenselement derRepu­blik Frankreichs" aufgestellt und jene Aufstände als von Frankreich gewünscht.

Paris, 26. Sept. Louis Bonaparte ist heute in der National-Bersammlung, nachdem seine Wabl bestätigt worden, erschienen. Er las eine Rede ab, worin er sich unumwunden als Anhänger der Republik erklärte, nahm hierauf Platz zur Linken und verließ alsbald den von nur wenig Neugierigen umgebenden Sitzungspalast.

Die Nachricht von der Abdankung des Königs von Sardinien hat sich noch nicht bestätigt.;

Ungarn.

Pest, 19. Scpt. Unser Kriegsminister, General

Lazar Meßaros, hat am 17. Sept. einen allgemeinen Sturm auf die starken Verschanzungen von tot. Tho­mas unternommen. Man sieht stündlich der Nachricht über den Erfolg entgegen. Bei Groß-Becskerek hat der Oberst Kisch ein siegreiches Gefecht geliefert, wo­bei er vier Kanonen erbeutet, viese Feinde getödtet oder- gefangen hat. Tags vorher hatte er die Stadt Per­laß genommen und den Flammen übergeben, auch eine Kanone erbeutet. Auf der andern Seite sind aber die Aufständischen in den Groß-Kikindaer Kreis cingedrun- gen und haben Kumand besetzt. Grâf Edmund Zichy, ein alter Kämpe der Freiheit, ist auf eigne Faust

Von der schweizerische» Grenze, 25. Sept. Heute Mittag ist einiges Basler Militär nach der badi­schen Grenze abgegangen und wird im Laufe des TageS noch weiteres folgen. Bürgermeister Blankenhorn aus Müllheim ist gestern mit feiner Familie in Basel angekommen, und wie man von ihm vernimmt, hatte derselbe Herrn Struve 1000 Gulden zu bezahlen, um die Erlaubniß zu dieser Reise vom republikanischen Heer­führer zu erhalten. . (Karlsr. Ztg.)

Großbritannien.

London, 22. Sept. DieTimes" bat sich neu­erdings zu wiederholten Malen mit den deutschen An­gelegenheiten beschäftigt, jedoch immer mit einer gewis­sen Zurückhaltung, und wenn sie sich einen Scherz er­laubte, war es wenigstens ein anständiger. Nicht so dasMoring Chronicle".Es thut uns leid, zu sehen," sagt eswie die gute alte Dame (Germania), die Umstände vergessend, welche zu ihrem Alter und ihrer Stellung passen, sich im Kreise herumdreht wie ein tanzender Derwisch, vor den Augen ihrer erstaun­ten und geärgerten Zuschauer. Wir können nicht umhin, ihr zu rathen, wenn sie einigen Werth legt auf ihre eigene Ehrbarkeit, sich zu setzen und ruhig zu sein. Ein wenig ungewöhnliche Lebhaftigkeit, einige Seitenfprünge, konnte man wohl in Betracht der Jahreszeit emschul- digen und Monate darauf gewartet, daß sie nüchtern werke, allein vergebens, so müssen wir mit der Wahrheit heraus. Die gute alte Dame ist noch immer schänd­lich betrunken betrunken und unordentlich. Wir haben einige Polizeimänner nöthig, um ihr die Hand auf die Schultern zu legen und ihr zu sagen:Geht voran."

Srudifihkr-iSmdjthpm

In dem Artikel »über Wiesenbau» Seite 741 Pos. 10 statt verwendbar lies: «anwendbar»; daselbst Pos. 16 statt pflichtmäßige Vertheilung lies: «gleichmäßige Ver­heilung» ; daselbst Zeile 37 von unten statt bestim­men lies: »bestimme.

Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.

Taunus-^^^ Eisenbahn.

Vom 1. bis 31. Oktober dieses Jahrs finden die Fahrten auf der Taunus- Eisenbafin folgendermaßen statt:

Ilbfahrtstundett.

von Frankfurt

von Castel (Mainz)

von Wiesbaden

von Biebrich

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Diedrich Wiesdad.

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Preis pro Paar fl. 3.

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Die Schachtel â 40 kr.

Zu haben bei der Expedition dieses Bl. (892)

Außer vorstehenden Fahrten finden noch folgende Ertrafahrten statt:

Täglich: Von Castel (Mainz) nach Biebrich und Wiesbaden . . um 2 Uhr Nachmittags.

Biebrich nach Wiesbaden.............. 2

Frankfurt a. M., im September 1848. (889)

Im Auftrage des Verwaltungsraths:

MEDERLAGE des ächten q

Kölnischen Masievs

C. F. MARIA-FARNA IX KÖLX.

Beil»

Vom 1. Oktober an finden bis auf weitere Anordnungen die Fahrten auf der Sodener Eisenbahn folgendermaßen Statt:

Von Frankfurt nach Höchst und Soden

Morgens......7 Uhr. Nachmittags . . . .

Morgens......11 Uhr. Nachmittags . . . .

Von Höchst nach Soden

Morgens ..... 7% Uhr. Nachmittags . . . .

Morgens . . . . . ny4 uhr. Nachmittags . . . .

Von Soden nach Höchst und Frankfurt

Morgens . . . . , g U. 35 M. Nachmittags . . . .

Morgens . . . . . 11 u. 35 M. Nachmittags . . . .

Frankfurt a. M., den 26. September 1848.

3 Uhr.

6% Uhr.

34 Uhr.

6% Uhr.

3 U. 35 M.

7 U. 5 M.

(890)

Der Vorstand der Sodener Mien-Gesellschast.

Preise.

Eau de Cologne, 1= Sorte, in grössten grünen Flaschen .......................

In halben Flaschen..................

In weissen Toilette-Flaschen........ . . . .

In weissen Toilette-Flaschen mit Gold-Etiquettes Eau de Cologne double, in schönen Toilette-

Flaschen, Figuren-Flaschen............

Flasche ^ 36 18 36 45

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Zu obigen Fabrik-Preisen ist dies ächte Kölnische Wasser zu beziehen aus der Niederlage bei der Expedition dieses Blattes.

(Briefe und Gelder werden franco erbeten.)

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Preis pro Flacon 54 kr.

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Druck und Verlag von Wilhelm Friedrich am Friedrichsplatz. Redaction unter Verantwortlichkeit des Herausgebers Wilhelm Friedrich.