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Befehl eingetroffen sein soll, sofort mit der Auspackung und Wiederaufstellung des Hausschatzes (Schatzkammer) zu beginnen und sobald als nur immer thunlich daö Publikum zur Besichtigung desselben wie früher zuzulassen; eine Anordnung, die nicht verfehlen wird, den besten Eindruck im Publikum zu machen. Ucbcr- Haupt gibt sich unser Publikum der freudigen Hoffnung hin, daß, wenn nur der König wieder hier ist, gar manches sich anders gestalten werde.
Preußen. Berlin, 25. August. Die Frage über Aufhebung der demokratischen Klubs ist im Staatsministerium ventilirt und verneinend entschieden worden. Namentlich Hr. Kühlwetter hat sich entschieden gegen die Aufhebung der demokratischen Klubs ausgesprochen.
Berlin, 28. August. Man spricht heute davon, daß es zwischen Sr. Majestät dem Könige und dem Prinzen von Preußen zu Erklärungen gekommen sei, die den Prinzen veranlassen würden, die Mark auf längere Zeit zu verlassen.
Hannover, 20. August. Der Geist der Länder- individualiiätcn regt mächtig feine Schwingen gegenüber der neuen Einheit Deutschlands! Wie wir hören, hat das Volk des Fürstenthums Lippe-Schaumburg (Bückeburg) beschlossen, ein selbstständiger Staat zu bleiben, und es ist eine ungeheure Petition im Gauge, welche nach Frankfurt gehen soll und ReichS- versammlung vorstellt, Bückeburg nicht zu mediatisiren.
Schleswig-Holstein. Rendsburg, 26. August. Noch immer erfährt man nichts Zuverlässiges über den Stand der Waffenstillstands-Unterhandlungen. Nach einen Schreiben des „H. C." aus Kopenhagen vom 23. wären sie am 19. abgebrochen, weil man sich dä- nischerstitS weigerte, die von der provisorischen Regie rung erlassenen Verordnungen anzuerkennen. Aus der langen Verzögerung möchte man allerdings schließen, daß eine Stockung eingetreten; allein die hinzugefügte Nachricht, daß am 20. ein preußischer Unterhändler von Malmö nach Kopenhagen gekommen sei, um die Unterhandlungen wieder anzuknüpfen, auf welche man sich dänischerseits nicht anders einlassen gewollt, alö wenn von einem definitiven Frieden die Rede sei, scheint doch etwas zu wunderlich, um ihr rechten Glauben schenken zu können. (Schl.-Holst. Ztg.)
Altona, 27. August. Gestern ist das erste sehr starke Bataillon der hessen-darmstädtischen Truppen hier augelaugt. Die Freischärler, welche in Itzehoe standen, sind gegen Norden abmarschirt. Am 24. hat der General v. Wrangel bei Sunbewitt die Bundestruppen (Frankfurter und Nassauer) paradiren lassen. Er sagte bei dieser Gelegenheit in seiner Ansprache: „Ihr kommt von Nassau, Ihr von Frankfurt, und mich sendet der König von Preußen. Darauf kommt es hier aber WWTnilt' Mr Allo finv DbnkschW Deutschland ruft und in den Krieg. Es lebe unser großes Deutschland ! Es lebe der Reichsverweser hoch!" Ein Lebehoch aus sich zur Erwiderung lehnte er mit dem Bemerken ab, daß man sich erst näher kennen lernen und die Bluttaufe bekommen müße. In einen Hohlwege sprengte ein Offizier dem General so entgegen,
tikels „Dungern und Hergenhahn" in der Kassaui- schen Zeitung Nro. 148 ist, als auch, daß demselben der Verfasser, den die Redaktion allein kennt, gänzlich unbekannt sein muß und geblieben ist.
Die Redaktion irr Nassauischen Fettung.
Tagesgeschichte.
L?puLschlattd.
Frankfurt, 30. August. Die O.-P.-Z. meldet:
Soeben wird uns durch einen Augenzeugen berichtet, daß Lou iS Blanc am 28. d. M. Abends, bei seiner Ankunft im Eisenbahiihofe in Gent, auf Verlangen der französischen Regierung verhaftet worden ist.
Oesterreich. Wien, 26. August. (Beerdigung gefallener Arbeiters Von den am 23. gefallenen Arbeitern wurden heute 4 begraben. Arbeiter, Studenten, Nationalgarden folgten den Bahren. Ein Mann aus dem Volke hielt die Grabrede. Alle Glocken der Vorstädte, bei denen der lange Zug vorüberkam, wurden geläutet. Die Zahl der Todten soll sich auf 17 belaufen, während bei 150 schwer verwundet find. Der demokratischen Club wälzte in einem neuen Plakate alle Schuld des Blutvergießens auf die Sicherheiis- wachc und auf den Gemeindeausschuß, um deren Auflösung er beim Ministerium des Innern pehtionirt. Ein großer Theil der Spießbürger ist gegen diesen Club erbittert, dem sie gern dasselbe Schicksal bereiten möchten, wie dem Charlottenburger. Für heute Abmd wird ein blutiger Zusammenstoß mit diesem Club gefürchtet. — Vom Kriegsschauplätze in Italien sind Kriegstrophäcn hier angelangt, worunter viele trieolore und rothe Fabnen sind. Die Offiziere der Freiwilligen bewegen sich in ihren hechtgrauen Uniformen in den Straßen. — Zn dein heutigen Tagesbefehle theilt der provisorische Obercommandant den Dank des Kaisers für den Schutz, den ihm die Nationalgarde bereiten wollte, da Tausende am 21. nach Schönbrunn zogen und dort kampirten. In der Zukunft, wünscht der Kaiser, möge das Militär bei ähnlichen Bewegungen einschreiten, damit nicht Familienväter in die Lage kämen, ihr Leben zu verlieren.
Wien, 26. August. Der Sturm gegen das Ministerium ist losgebrochen, die „Blätter" rauschen, es braust der Strom der Nedefluth, die Wellen gehen immer höher, umd wenn nicht die Wetterpropheten lügen, so dürften die jetzigen Minister bald von der Ministerbank weggespüli sein. Der „Radicale" donnert, die „Constitutionell" blitzt, das „Charivari" schlägt ein höllisches Gelächter gegen sie auf. Schwarzer muß zuerst fallen, dies ist das Losungswort aller Parteien.
Wien, 27. August. Heute werden die' Arbiter in den Kasernen ausbezahlt. Bei der nächsten Unordnung, welche verfallen sollte, ist man auf das bestimmteste gesonnen, dem Militär die Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung zu überlassen. (Fr. O.-P.-Z.)
Bayern. München, 25. August. Eben höre ich, daß heute aus Neichenhall von dem König der
daß sein Pferd die Vorderbeine über den Hals und Zügel des Generalpferdes legte. Ganz ruhig nahm der General den Fuß des ungezogenen Pferdes und befreite sich so von der unwillkommenen Umarmung, ârsiand.
Großbritannien.
London, 24. August. Herr v. Andriau, Vice- präeident der deutschen Nationalversammlung, ist hier eingetrcffen und im Hotel Mivart abgestiegen. Derselbe ist beauftragt, dem Cabinct von St. James offi, ciell mitzutheilen, daß der Reichöverweser sein Amt angetreten hat.
Schweiz.
Die Regierung des Kantons Uri hat auf dem Gotthard eine Wache aufgestellt, um die italienischen Flüchtlinge znrückzuweisen, wenn dieselbe nicht hinlängliche Ausweisschriften und 1 Louiöd'or Reisegeld verweisen können. Die Maßregeln Frankreichs und Luzern haben diese Anordnung veranlaßt.
Zürich. Der Vorort zeigt den Ständen an, daß in Folge des Belagerungszustandes schweizerisches Eigenthum in Mailand mit Beschlag belegt worden und daß er den dortigen schweizerischen Konsul eingeladen habe, die Reklamationen der schweizerischen Handelsleute nach- drucksamst zu unterstützen.
Ferner zeigt derselbe an, daß er den österreichischen Gesandten in der Schweiz dahin ersucht habe, es möchte derselbe seine Verwendung dafür eintreten lassen, daß den nach der Schweiz geflüchteten lombardischen Flüchtlingen die Rückkehr in die Heimath gestattet werde, ohne daß sie Vorfolgungen zu gewärtigen hätten, und daß Herr v. Kaisersfeld diesem Wunsche entsprochen habe.
Vermischtes.
P. Wiesbaden, 30. August.
Gegen einen von uns früher a. a. O. gemachten Vorschlag, in Wiesbaden eine Winterkur fortbestehen zu lassen, ist der Einwand gemacht worden, daß, wenn hierunter die Perpctuirung der Hazardspiele neben Homburg gemeint sei, dieser Vorschlag keine Billigung verdiene. Wenn wir aber gleich selbst nicht zu den Vertheidigern der Hazardspiele gehören, so müssen wir doch hiergegen bemerken, daß wir diesen Einwand nicht für gegründet halten. Den hiesigen Einwohnern ist nicht gestattet an dem Hazardspiele Theil zu nehmen, diese können daher nicht zum Spiele verleitet werden. Auswärtige aber werden, wenn sie hier kein Spiel und keine Unterhaltung finden, nach Homburg gehen, und so würden wir hier durch die Einstellung des Spiels Niemand von demselben abhalten können, wohl aber würde hierdurch das Fortbestehen der Winterkur aus Mangel an dem hierzu erforderlichen' Mitteln für Wiesbaden mrmviMh—gern Ei, werden, denn nur unter der Bedingung des Fortbestehens des Spiels wird der Kursaalpächter für die Bequemlichkeiten und Unterhaltungen der Fremden auf eigene Kosten Sorge tragen. Auch sind hier einige Badehäuser, wie z. B. die Vier Jahreszeilen, welche sich zum Gebrauch der Winterkur eignen.
Täglicher Anzeiger für Ankündigungen aller Art.
An sämmtliche Gewerbetreibenden Wiesbadens.
Die Gewerbetreibenden der Stadt Wiesbaden werden hiermit eingeladen — zur Berathung einer Adresse an die deutsche Nationalversammlung, die Nothwendigkeit einer Beschränkung der unbedingten Gewerbefreiheit und den Schutz der Gewerbe durch geeignete Gesetzgebung betreffend —
auf MvAtsg, dxzz 4. SepteMbkU
Abends 7% Uhr
in dem Saale des Herrn Scheerer in der schönen Aussicht einer allgemeinen Versammlung beizuwohnen.
Wie bekannt, hat der in Frankfurt versammelt gewesene Handwerker- und Gewerbe-Congreß den aus der Berathung hervorgegangenen Entwurf der Gewerbe-Ordnung für Deutschland der Nationalversammlung zur Annahme empfohlen.
Dieser Entwurf, welcher in den in dieser Woche auSgegebenen Mittheilungen für den Gewerbeverein Nr. 14—18 in seinen wesentlichsten Punkten abgedruckt ist, wird'der Versammlung zur Prüfung und Berathung vorgelegt werden.
Jeder denkende Gewerbömann wird erkennen, daß jetzt oder nie der Zeitpunkt gekommen ist, wo den Gewerben eine sichere Zukunft angebahnt werden soll und muß.
Die Nationalversammlung kann hierbei nur den richtigen Weg treffen, wenn sie Gelegenheit hat die Stimme des Volks zu vernehmen — schweigt dieses, so hat cs die Folgen davon ganz allein selbst zu verantworten! deshalb fordern wir zu recht zahlreichen Besuch der Versammlung und demnächstiger Unterzeichnung der auS dieser Berathung hervorgehenden Adresse dringend auf.
Wir sind überzeugt, daß die Gewerbetreibenden des ganzen Landes sich in gleicher Weise zur Berathung und Entwerfung von Adressen versammeln werden.
Wiesbaden, den 30. August 1848. (7935
Der Vorstand und Ausschuß des Getverbevereins.
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Wiesbaden, 30. Mai 1848.
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Johann Iop Hermann von Schönbach beabsichtigt nach einer dahier übergebenen Zeichnung an der Amdorf bei seiner Wohnung in Schönbach eine Schneid-, Gersten- und amerikanische Walzmühle anzulegen.
Etwaige Einwendungen gegen diese Anlage sind bis zum 25. September l. J. dahier vorzubringen, widrigenfalls diese im Verwaltungswege keine Berücksichtigung finden können.
Herborn, den 25. August 1848.
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£rutf und Verlag von D ilhelm Friedrich am Fricdrichüplatz. — Redaction unter Verantwortlichkeit des Herausgebers Wilhelm Friedrich.